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Ausland, Nordamerika

Amerikas soziale Hölle

von Chris Hedges – https://einarschlereth.blogspot.com

Dies ist Kabirs Amerika. Es ist unser Amerika. Und unsere Schande.

[Und es ist das Amerika, das so viele Menschen der Welt lieben, wo sie so gern leben möchten, aber dieses Amerika nie sehen – nie sehen wollen. D. Ü.]
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Robert „Kabir“ Luma war 18 Jahre alt, als er sich im falschen Auto mit den falschen Leuten wiederfand. Er musste für diese Fehleinschätzung mit 16 Jahren und 54 Tagen seines Lebens bezahlen, weggesperrt für ein Verbrechen, an dem er nicht beteiligt war und von dem er nicht wusste, dass es geschehen würde. Aus dem Gefängnis entlassen, wurde er auf die Straße geworfen, ohne finanzielle Mittel und wegen der ihm vom Gerichtssystem auferlegten Geldstrafen und Gebühren mit 7.000 Dollar Schulden. Er endete pleite in einem Obdachlosenheim in Newark, bevölkert von anderen, die sich keinen Platz zum Leben leisten konnten, von Süchtigen und Geisteskranken. Das Heim war schmutzig, mit Läusen und Wanzen verseucht.

„Du musst dein Essen im Kühlschrank einschließen“, sagte er in einem zerrissenen Sweatshirt, als ich ihn am Bahnhof von Newark traf. „Mit einer Kette an der Tür. Es gibt keinen Herd. Es gibt eine Mikrowelle, die auf dem letzten Loch pfeift. Sie stinkt. Ich versuche, positiv zu bleiben.“

Kabir – sein Spitzname bedeutet auf Arabisch „groß“ und wurde ihm im Gefängnis wegen seines mächtigen, 270 Pfund schweren, 1,82 Meter langen Körpers gegeben – lebt in der Unterwelt des kriminellen Kastensystems Amerikas. Er wird lebenslang als Schwerverbrecher gebrandmarkt, obwohl er für ein Verbrechen eingesperrt wurde, für das er in den meisten anderen Ländern nur eine geringe oder gar keine Strafe bekommen hätte. Ihm werden öffentliche Unterstützung, Lebensmittelmarken, öffentlicher Wohnraum, das Wahlrecht, das Recht, Geschworener zu sein, die Möglichkeit, für die 40 Stunden pro Woche, die er im Gefängnis gearbeitet hat, Sozialversicherungsbeiträge zu kassieren, Hunderte von Berufslizenzen sind ihm verwehrt, belastet mit alten Gebühren, Geldstrafen und Gerichtskosten, die er nicht bezahlen kann, und unter Verlust des Rechtes, frei von Anstellungs-Diskriminierung zu sein.

Kabir ist einer der zig Millionen Bürger zweiter Klasse in Amerika. Die meisten von ihnen sind arme, farbige Menschen, denen grundlegende Bürger- und Menschenrechte vorenthalten wurden und die ein Leben lang legal diskriminiert werden. Ein Drittel aller schwarzen Männer in Amerika werden als Ex-Verbrecher eingestuft. Kabir lebt ohne eigenes Verschulden, es sei denn, es ist ein Fehler, arm und schwarz zu sein, in einer sozialen Hölle, aus der es fast kein Entkommen gibt. Diese soziale Hölle schürt die Straßenproteste im ganzen Land ebenso wie die Empörung über wahllose Morde durch die Polizei – durchschnittlich drei pro Tag – und die Polizeigewalt. Es ist eine Hölle, die fast alle derer heimsucht, die in dem, was Malcom X unsere „inneren Kolonien“ nannte, gefangen sind.

Diese Hölle wurde von Konzernmilliardären und ihren Lakaien in den beiden großen politischen Parteien errichtet, die die Arbeiterklasse und die armen Werktätigen verrieten, um den Gemeinden Arbeitsplätze und soziale Dienste zu entziehen, Gesetze und Steuergesetze umzuschreiben, um auf Kosten der Bürger schwindelerregende Vermögen anzuhäufen und ihre politische und wirtschaftliche Macht zu festigen. Während sie das Land ausplünderten, bauten diese Milliardäre zusammen mit den Politikern, die sie kauften und besaßen, darunter Joe Biden, methodisch brutale Mechanismen der sozialen Kontrolle auf, erweiterten die Gefängnispopulation von 200.000 im Jahr 1970 auf heute 2,3 Millionen und verwandelten die Polizei in tödliche paramilitärische Kräfte der internen Besatzung. Kabir ist ein Opfer, aber er ist ein Opfer zu viel.

Ich traf Kabir 2013 in einem College-Kreditkurs (dies sind verbilligte Kurse auf Kredit, der bei erfolgreichem Abschluss getilgt werden kann. D. Ü.), den ich an der Rutgers-Universität im Staatsgefängnis von East Jersey gab. Als begeisterter Zuhörer der Pacifica-Station in New York City, WBAI, hatte er mich auf der Station gehört und seinen Freunden gesagt, sie sollten meinen Kurs besuchen. Die Klasse, die wegen Kabir die talentiertesten Schriftsteller des Gefängnisses anzog, schrieb ein Stück namens Caged, das im Mai 2018 vom Passage Theater in Trenton aufgeführt wurde. Das Stück war fast jeden Abend ausverkauft und mit Zuschauern gefüllt, die den Schmerz der Massenverhaftung nur allzu gut kannten. Es wurde dieses Jahr bei Haymarket Books veröffentlicht. Es ist die Geschichte der Käfige, der unsichtbaren auf der Straße und der sehr realen im Gefängnis, die ihr Leben bestimmen.

Kabirs süße und sanfte Art und sein selbstironischer, ansteckender Sinn für Humor machten ihn im Gefängnis zu einem geliebten Menschen. Das Leben hatte ihm eine schlechte Hand beschert, aber nichts schien seine Gutmütigkeit, sein Einfühlungsvermögen und sein Mitgefühl beeinträchtigen zu können. Er liebt Tiere. Eine seiner traurigsten Kindheitserfahrungen, erzählte er mir, kam, als er mit seiner Klasse keinen Bauernhof besuchen durfte, weil er Ringelflechte hatte. Er träumte davon, Tierarzt zu werden.

Aber die soziale Hölle des städtischen Amerikas ist der große Zerstörer der Träume. Sie bekämpft und greift die Kinder der Armen an. Sie lehrt sie, dass ihre Träume und schließlich sie selbst wertlos sind. Sie gehen hungrig zu Bett. Sie leben mit Angst. Sie verlieren ihre Väter, Brüder und Schwestern durch Masseneinkerkerung und manchmal auch ihre Mütter. Sie sehen, wie Freunde und Verwandte getötet werden. Sie werden wiederholt aus ihren Wohnungen vertrieben; der Soziologe Matthew Desmond schätzt, dass im Jahr 2016 2,3 Millionen Zwangsräumungen vorgenommen wurden – eine Rate von vier pro Minute. Jede vierte Familie gibt 70 Prozent ihres Einkommens für Miete aus. Ein medizinischer Notfall, der Verlust des Arbeitsplatzes oder eine Arbeitszeitverkürzung, Autoreparaturen, Beerdigungskosten, Bußgelder und Strafzettel – und es gibt eine finanzielle Katastrophe. Sie werden von Gläubigern, Zahltagskreditgebern und Inkassobüros gejagt und sind oft gezwungen, Konkurs anzumelden.

Diese soziale Hölle ist unerbittlich. Sie zermürbt sie. Sie macht sie wütend und verbittert. Sie treibt sie in Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Die Botschaft, die ihnen von den dysfunktionalen Schulen, den heruntergekommenen Wohnprojekten, den söldnerischen Finanzinstitutionen, der Gewalt der Banden, der Instabilität und dem allgegenwärtigen Missbrauch durch die Polizei vermittelt wird, ist, dass sie menschlicher Abfall sind. Dass Kabir und meine Schüler unter diesem Angriff ihre Integrität und Menschlichkeit bewahren können, dass sie täglich dieser Hölle trotzen können, um etwas aus ihrem Leben zu machen, dass sie die ersten sind, die anderen mit Mitgefühl und Besorgnis die Hand reichen, macht sie zu einigen der bemerkenswertesten und bewundernswertesten Menschen, die ich je gekannt habe.

Kabir – er bezieht sich auf seinen gesetzlichen Namen Robert Luma als seinen Sklavennamen – wurde von seiner Mutter in Newark aufgezogen. Seinen Vater, der aus Haiti stammte und wenig Englisch sprach, traf er nur dreimal. Kabir spricht kein Kreolisch. Sie konnten sich kaum verständigen. Sein Vater starb in Haiti, während Kabir im Gefängnis war. Kabir war das mittlere von drei Kindern. Die Familie wohnte im ersten Stock eines Hauses am Peabody Place, ein paar Blocks vom Passaic River entfernt. Seine Großtante, die seine Mutter adoptiert hatte und die er als seine Großmutter bezeichnet, wohnte mit ihrem Mann im zweiten Stock. Die Rente und die Ersparnisse seines Großonkels versorgten die Familie. Aber zur Zeit der Generation seiner Mutter waren gut bezahlte Arbeitsplätze, die mit Sozialleistungen und Renten einhergingen, und mit ihnen Stabilität und Würde, verschwunden.

„Das war einer meiner Vorwürfe gegen meine Mutter. Verdammt, ihr könnt mich nicht retten und da mein Vater nicht da ist, wer zum Teufel wird mich dann retten?“

Es gab Schwierigkeiten. Seine Mutter, die ihn oft in der Obhut seiner Großmutter ließ, verbrauchte einen Freund nach dem anderen, von denen einige gewalttätig waren.

„Das war einer meiner Vorwürfe gegen meine Mutter“, sagte er. „Verdammt, wenn du mich nicht retten kannst, und mein Vater nicht da ist, wer zum Teufel rettet mich dann?“

Als er klein war, wurde er wegen seiner zerrissenen Secondhand-Klamotten gehänselt und schikaniert. Sensibel und in sich gekehrt hat das Mobbing seine Kindheit erschüttert. Das machte es schwer, aufmerksam zu sein. Er wollte groß und stark werden, unterstützt durch seine Leidenschaft für das Gewichtheben, aber das unbehagliche Schweigen, das seine Geschichten über das Mobbing unterbrach, zeigt, dass der Schmerz immer noch da ist.
Die Katastrophe ereignete sich in der fünften Klasse, als sein Großonkel, der die Rolle seines Großvaters übernahm, starb. Die Stabilität verflüchtigte sich. Sie verloren ihre Wohnung. Sie zogen in ein baufälliges Haus in der Hudson Street. In der Nacht, in der sie einzogen, fing es Feuer. Sie verloren alles. Sie zogen in ihr altes Haus zurück und besetzten es – mit nichts. Die Familie zog schließlich in die North Park Street in East Orange. Das Leben wurde zu einer Reihe von plötzlichen Vertreibungen und Umzügen. Er wurde von Schule zu Schule gebracht. Die Familie hockte in verlassenen Häusern ohne Elektrizität, in denen auch Drogenhändler und Drogenabhängige wohnten.

„Es hat meinen Geist getötet zu leben“, sagte er. „Ich habe früher über Selbstmord nachgedacht. Ich fühlte, dass ich keinen Hafen hatte. Überall, wohin ich ging, gab es irgendeine Art von Missbrauch. Selbst zu Hause gab es keinen Frieden. Warum bin ich hier? Welchen Sinn hat es, hier zu sein? Mein Familienleben ist in Aufruhr. Ich habe keinen Vater. Meine Mutter ignoriert mich. Die anderen Familienmitglieder, die wir haben, sind nicht wirklich anwesend. Unsere Struktur war so beschädigt, dass meine Tante oder mein Onkel keine Hilfe leisteten. Wir waren alle durcheinander und lebten in unserer eigenen Welt.“

„Ich hatte das Gefühl, keinen Hafen zu haben. Überall, wohin ich ging, gab es irgendeine Art von Missbrauch. Selbst zu Hause gab es keinen Frieden. Warum bin ich hier? Welchen Sinn hat es, hier zu sein?“

Eines Tages, als Kabir acht oder neun Jahre alt war, sprach ein Mann auf der Veranda mit seiner Mutter. Ein anderer Mann fuhr in einem Auto vor und begann, auf den Mann zu schießen, der mit seiner Mutter sprach. Der Mann mit der Waffe jagte sein Opfer in das Haus.

„Mein kleiner Bruder sitzt nackt in der Wanne“, sagte Kabir. „Ich bin im Wohnzimmer neben dem Flur. Meine Großmutter ist oben. Er beginnt zu schießen. Ich laufe, hole meinen kleinen Bruder. Er steigt nackt aus der Wanne. Wir holen ihn hinten raus und rennen nach nebenan. Meine Mutter stand im Flur und flehte sie an, aufzuhören. Es war eines dieser Dinge. Ich kann mich in meiner eigenen Behausung nicht sicher fühlen.“

Seine Schulausbildung endete praktisch in der achten Klasse. Er fing an, Gras zu rauchen, „störend zu sein, ein Clown zu sein“. Er war „sehr deprimiert“. Er trank fast die ganze Nacht und schlief fast den ganzen Tag.

„Ich habe ein bisschen gedealt und Drogen verkauft“, sagte er. „Darin war ich nie gut. Ich war nicht geduldig. Ich bin müßig. Ich bin eher ein Philosoph. Ich habe ein Herz für Menschen. Ich bin kein Straßenmensch, auch wenn ich auf der Straße war.“

Drei Monate, nachdem er 18 wurde, wurde er verhaftet. Es war seine erste Verhaftung. Er saß mit drei älteren Männern in einem Auto. Die älteren Männer beschlossen, „Ol‘ Man Charlie“ auszurauben, der einen Tante-Emma-Laden betrieb. Die älteren Männer gingen in den Laden. Er blieb im Auto zurück und hörte sich den Song „Wanksta“ des Rappers 50 Cent an.

„Sie machten ein erschrockenes Gesicht. Sie sagten: ‚Mann, ich musste Charlie töten. Er griff nach dem Colt. Mu sagte, ich solle ihn schlagen.'“

„Sie kamen zum Auto zurück“, erinnerte er sich. „Sie sahen so verängstigt aus. Sie sagten: ‚Mann, ich musste Charlie töten. Er streckte die Hände aus und sagte: ‚Mann, ich musste Charlie töten. Mu sagte mir, ich solle ihn schlagen. In meinem Kopf erschien es nicht einmal real. Ich habe es nicht gesehen. Es war, als ob sie mir eine Geschichte erzählten. Ich konnte es nicht begreifen. Obwohl ich wusste, dass sie in den Laden gehen würden, um ihn auszurauben. Ich bin wie betäubt. Wir fahren weiter in diesem Auto herum. Sie springen raus und rauben Leute aus. Sie halten nicht an. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, ich sitze fest. Wenn ich gehe, könnte das Auswirkungen haben.“

Die Polizei hat ihn zum Verhör hergebracht. Er wurde in einen Raum gebracht, der Inhalte vom Tatort enthielt, darunter die Waffe, mit der Charlie getötet wurde. Er versuchte, so vage wie möglich zu sein, aber er wollte nicht lügen.

„Es war ein Raum voll mit diesen Wichsern“, sagte er. „Es mussten sieben von ihnen sein. Dieser alte, fette weiße Kerl. Er hatte Flecken auf seiner Haut. Als ob er zu viel geraucht hätte. Sobald er reinkam, hat er mir einfach die Scheiße aus dem Leib geprügelt. Er ist fett und groß. Er hat mich ordentlich geohrfeigt. Peng! Er sagte: „Der Scheiß macht keinen Sinn. Du musst uns sagen, was zum Teufel hier los ist. In meinem Kopf fühlte ich mich so schuldig wegen der ganzen Tortur. Er schlug die Scheiße aus mir heraus. Peng! Es war das erste Mal, dass ich wegen irgendetwas verhaftet wurde. Ich lege einfach los und erzähle ihnen, was passiert ist. Sie machen die ballistische Untersuchung und am Ende gibt es eine Übereinstimmung. Die Waffe wurde für das Verbrechen benutzt, mit dem Charlie getötet wurde. Sie fangen an, Leute zu sammeln. Einer der letzten Leute waren meine beiden [Mitangeklagten].“

“Ich fühlte mich verdammt schuldig“, sagte er. „Durcch diese Scheiße wurde jemandem das Leben genommen. Wenn ich intelligent wäre, hätte ich gewusst, dass dies der Preis dafür ist, jemanden auszurauben. Sie haben die Macht über Leben und Tod in Ihren Händen. Ich habe gekniffen, mich umgedreht. Die Schuld war schlimmer als all das andere. Ich wurde wegen Mordes angeklagt. Eines Mordes auf frischer Tat bei einem Raubüberfall. Obwohl ich das Auto nie verlassen habe. Ich habe nie eine Waffe abgefeuert. Aber das Gesetz klagt dort alle gleichermaßen an.“

Er verbrachte dreieinhalb Jahre im Bezirksgefängnis, bevor er verurteilt wurde und ins richtige Gefängnis kam.

„Mein größtes Kapital ist, dass ich eine Verbindung zu den Menschen habe“, sagte er. „Manchmal kann ich ein wenig deprimiert sein, weil es überwältigend ist. Ich hatte das Gefühl, der Armut nie entkommen zu sein. Wissen Sie, was ich meine? Wenn es nicht meine Erziehung war, dann war es das Gefängnis. Jetzt werde ich als Erwachsener wieder angespuckt. Ich habe nie wirklich etwas erreicht, was ein erwachsener Mann meiner Meinung nach hätte erreichen sollen. Ich kann nicht Auto fahren. Das hat man mir nie beigebracht. Mit 18 bin ich weggegangen. Ich habe keine eigene Wohnung. Ich bin 35 Jahre alt. Wenn es kein Zimmer ist, ist es die Unterkunft. Wenn man wohlhabende Leute trifft, einige Leute mit Geld, wie sie einen ansehen. Man kann fast ihre Augen durchbohren und ihre Gedanken lesen. Weißt du, wenn die Leute das Gefühl haben, über dir zu stehen. Sie wissen, wenn Sie falsch behandelt werden, sei es in der Schule, in einem Geschäft oder in einer bestimmten Nachbarschaft, wo sie das Gefühl haben, dass Sie nicht dazugehören. Und dann wird man ständig mit diesen lilienweißen Träumen im Fernsehen gefüttert, weil man weiß, dass das am weitesten von unserer Realität entfernt ist. Dann sehen wir uns die schwarze Realität an – es ist, als ob sie sich darüber lustig machen. Entweder ist sie übermäßig lustig, dann ist sie desensibilisiert. Oder, es ist nicht einmal wahr.“

Die Pandemie schuf einen dringenden Bedarf an Arbeitern, für die vorderste Front, die verzweifelt genug sind, um für niedrige Löhne zu arbeiten und zu akzeptieren, dass sie entbehrlich sind. Kabir konnte vor einigen Wochen einen Job in einem Supermarkt finden. An den Tagen, an denen er um 6.00 Uhr morgens bei der Arbeit sein muss, geht er wegen des unregelmäßigen Busverkehrs zu dieser Stunde in Newark über eine Meile der 2,3 Meilen von seinem Wohnort zum Supermarkt. Es ist dunkel, wenn er sich auf den Weg macht. Er geht an den Wohnungslosen vorbei, zu denen manchmal auch Kinder gehören, die auf der Straße schlafen, an der Handvoll Prostituierter, die versuchen, ein paar Kunden aufzuscheuchen, und an den Junkies, die ohnmächtig werden und sich an Gebäuden abstützen. Dies ist sein Amerika. Es ist unser Amerika. Und unsereSchande.

Chris Hedges ist ein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Journalist, der fünfzehn Jahre lang Auslandskorrespondent der New York Times war, wo er als Büroleiter für den Nahen Osten und als Büroleiter für den Balkan für die Zeitung tätig war. Zuvor arbeitete er im Ausland für The Dallas Morning News, The Christian Science Monitor und NPR. 14 Jahre lang schrieb er eine wöchentliche Kolumne für die progressive Website Truthdig, bis er im März 2020 zusammen mit der gesamten Redaktion gefeuert wurde. [Hedges und die Belegschaft hatten Anfang des Monats gestreikt, um gegen den Versuch des Verlegers zu protestieren, den Chefredakteur Robert Scheer zu entlassen, ein Ende einer Reihe unfairer Arbeitspraktiken und das Recht auf die Gründung einer Gewerkschaft zu fordern]. Er ist der Gastgeber der für den Emmy Award nominierten RT America-Show On Contact.
[Chris schreibt zweimal im Monat eine regelmäßige Originalkolumne für Scheerpost. Klicken Sie hier, um sich für E-Mail-Benachrichtigungen anzumelden].
Dieser Artikel wurde mit Hilfe von DeepLtranslator übersetzt.

Quelle – källa – source

https://einarschlereth.blogspot.com/2020/07/amerikas-soziale-holle.html

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Amerikas soziale Hölle

  1. Mit der Wut der Menschen die gesteuert ist, bastelt man sich 50 Millionen hungernde Soldaten die man in den Krieg schicken kann wo sie dezimiert werden, gell?

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    Verfasst von reinertiroch | 31. Juli 2020, 8:43

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