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Ausland, Europa

BidenLeaks Teil 10: Wie Onischenko in deutscher Haft todkrank wurde und erst nach 6 Monaten frei kam

von Thomas Röper – https://www.anti-spiegel.ru

Am 16. Juli wurde ein Interview, dass ich mit Alexander Onischenko geführt habe, veröffentlicht. Da Herr Onischenko in dem Interview viele Namen und Details nennt, auf die wir aus Zeitgründen nicht näher eingehen konnten, werde ich nun jeden Tag die Details und Hintergründe zu den Themenblöcken liefern.

In der Videobeschreibung des Interviews sind die Themen aufgelistet, die wir besprechen. In den bisher sechs „Begleitartikeln“ zu dem Interview ging es um den Maidan, um die Machtkämpfe zwischen Poroschenko und Jazenjuk unmittelbar danach, um die Geschäftspraktiken von Poroschenko, darum, wie Joe Biden und George Soros in der Ukraine Milliarden an Schwarzgeld verdient haben, darum, wie Poroschenko und Onischenko sich zerstritten, wie Onischenko an die in der Ukraine veröffentlichten Telefonmitschnitte und die Kontoauszüge gekommen istwas es mit der „Russland-Affäre“ auf sich hatte, was Onischenko über die Finanzierung von Black Lives Matter erzählt hat, um seine Verhaftung in Deutschland Ende 2019 und um seine Zeit in deutscher Haft. Heute wenden wir uns der Frage zu, wie es nach Onischenkos Meinung im US-Wahlkampf zwischen Biden und Trump weitergeht. Auch da ist zum besseren Verständnis einiges an Hintergrundwissen hilfreich, dass ich hier nachliefere.

Insider packt aus: Wie Biden und Soros in der Ukraine über 1,5 Mrd. erbeutet haben

Onischenko bekommt in Haft Medikamente und vier Wochen später ist er schwer krank

Nach seiner Verhaftung wurde Onischenko in die JVA Oldenburg gebracht, wo man ihm Medikamente gab. Als Begründung wurde angeführt, dass das Standard bei Leuten wäre, die zum ersten Mal in Haft sind, es seien Beruhigungsmedikamente, damit er ruhig schlafen könne. Was ihm verabreicht wurde, ist bis heute unbekannt.

Aber der Leistungssportler Onischenko bekam nach etwas mehr als einem Monat Herz- und Blutdruckprobleme und wurde schließlich in das JVA-Krankenhaus Lingen gebracht, wo ihm die Ärzte eröffneten, er sei Medikamentenabhängig. Er blieb dann einen Monat zur Entwöhnung in dem Krankenhaus, bevor er zurück in die JVA Oldenburg geschickt wurde.

Dort verschlimmerten sich seine gesundheitlichen Probleme, er bekam zusätzlich zu den Blutdruckproblemen Herzschmerzen und Nasenbluten, aber trotz aller Bemühungen seiner Anwälte durfte er keinen unabhängigen Arzt sehen. Die Anstaltsleitung nannte ihn nach seinen Worten einen Simulanten.

Schließlich wurde ihm – nach etwa einem Monat – doch noch eine Untersuchung in der Kardiologie Oldenburg genehmigt. Obwohl Onischenko offiziell ein ganz normaler Häftling war, der wegen eines Auslieferungsersuchens in Haft saß, wurde unter Bewachung von 20 maskierten Polizisten einer Spezialeinheit mit fünf Fahrzeugen mit Blaulicht und Sirene ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde er ausführlich untersucht.

Die Untersuchungen dauerten fünf Tage, in dieser Zeit war er immer an Händen und Beinen gefesselt, sogar unter der Dusche, und wurde von 20 Polizisten bewacht. Als schließlich festgestellt wurde, dass er eine Bypass-Operation brauchte, waren die Polizisten sogar im OP anwesend.

Nur zwei Wochen nach der OP wurde er ins JVA-Krankenhaus Lingen verbracht, wo er in Quarantäne isoliert wurde.

Deutsche Justiz

Onischenko und seine Anwälte begannen dann endlich, sich an die Presse zu wenden. Interessanterweise war es die Welt am Sonntag, die mehrmals über seinen Fall berichtet hat. Auch in der Osnabrücker Zeitung erschienen wohlwollende Artikel und schließlich wurde sogar der niedersächsische Landtag auf ihn aufmerksam und dort waren es interessanterweise Abgeordnete der Grünen, die sich für ihn eingesetzt haben.

Onischenkos Anwälte versuchten derweil, einen Termin beim Gericht oder der Staatsanwaltschaft zu bekommen, wurden aber immer vertröstet. Onischenko hat nach eigenen Angaben in den sechs Monaten, in denen er in Untersuchungshaft gesessen hat, nie einen Richter zu Gesicht bekommen. Erst im Mai ließ sich der Richter erweichen, eine Liste mit Fragen an die Ukraine zu schicken. Die Ukraine war nicht bereit, zu garantieren, dass Onischenko dort Haftbedingungen erwarten, die den europäischen Standards entsprechen.

Am 27. Mai, dem letzten Tag der nach deutschem Recht in so einem Fall möglichen Untersuchungshaft, teilte ein Wärter Onischenko am Morgen mit, dass das Gericht seine Freilassung verfügt habe, weil eine Abschiebung in die Ukraine wegen der dortigen Haftbedingungen nicht in Frage kommt.

Wieder ein interessantes Timing

Wir erinnern uns, dass Onischenko nur zwei Tage vor seinem geplanten Abflug in die USA festgenommen wurde und dass damit sein Auftritt vor der US-Presse verhindert wurde, bei dem er die mit geschnittenen Telefonate zwischen Biden und Poroschenko und die Kontoauszüge, die Millionenzahlungen an Joe Bidens Sohn Hunter aus der Ukraine belegen, der Öffentlichkeit vorstellen sollte (siehe Teil 9). Das war ein bemerkenswertes Timing, denn Onischenko war damit im letzten Moment zum Schweigen gebracht worden.

Auch bei seiner Freilassung gibt es einen ähnlichen Zufall: Eine Woche, bevor Onischenko aus der Haft entlassen wurde, hat der ukrainische Abgeordnete Andrej Derkatsch die ersten Telefonmitschnitte in Kiew veröffentlicht. Da liegt die Vermutung nahe, dass man nun begriffen hatte, dass man Onischenko nicht mehr zum Schweigen bringen und die Veröffentlichung seiner Unterlagen nicht mehr verhindern konnte. Also gab es auch keinen Grund mehr, ihn im Gefängnis schmoren zu lassen, zumal zumindest ein paar Zeitungen im Mai jede Woche kritische Artikel über den Fall veröffentlicht haben. Und Aufsehen wollte man ja offensichtlich möglichst vermeiden.

Das ist natürlich nur meine (und wohl auch seine) Hypothese. Aber zu welchem anderen Schluss soll man bei den beiden „zufällig“ genau zusammenpassenden Timings sonst kommen?

Nun sind wir fast fertig mit den Hintergrundartikeln zu meinem Interview mit Onischenko, nur zwei Teile fehlen noch. Morgen werde ich darüber schreiben, wie es seiner Meinung nach nun mit dem Skandal in den USA weitergeht.

ttps://www.anti-spiegel.ru/2020/bidenleaks-teil-10-wie-onischenko-in-deutscher-haft-todkrank-wurde-und-erst-nach-6-monaten-frei-kam/

BidenLeaks Teil 11: Wie es nach Onischenkos Meinung im US-Wahlkampf weitergeht und was noch enthüllt wird

Wie es im US-Wahlkampf weitergeht

Durch seine Verhaftung zwei Tage vor dem geplanten Abflug in die USA wurde verhindert, dass Onischenko im Dezember 2019 in dieser Sendung von One American News auftreten konnte. Englischkenntnisse vorausgesetzt kann man dort immer wieder hören, wie vor allem Giuliani Telefonate zwischen Biden und Poroschenko erwähnt, deren Transskripte leider nicht vorliegen würden. Die sollte Onischenko mitbringen, inzwischen sind die meisten der erwähnten Telefonate in der Ukraine veröffentlicht worden.

One America News Investigates with Chanel Rion – Three Ukrainian officials testify Part 2

Onischenko ist als gesunder Leistungssportler ins deutsche Gefängnis gekommen und hat es als schwerkranker Mann wieder verlassen (siehe Teil 10).

In dem Interview erzählt Onischenko, dass nach seinen Informationen der ukrainische Abgeordnete Andrej Derkatsch alle Materialien und Aufnahmen an Giuliani weitergeleitet hat. Nach Onischenkos Meinung wird der September der interessante Monat. Er meint, dass Derkatsch bis dahin noch drei oder vier Tranchen mit Aufnahmen und Dokumenten veröffentlichen wird, dass der große Knall aber im September kommt.

Ich habe inzwischen eine Ahnung was das sein könnte und jeder, der die dreiteilige Doku von One American News mit dem Wissen darüber, was bis heute veröffentlicht ist, anschaut, der kann es erraten. Zumindest, wenn ich mit meiner Vermutung, die ich noch nicht äußern möchte, richtig liege. Aber zur Beruhigung: Ich habe darüber kein Insiderwissen, ich spekuliere auch nur, aber bald werden wir es ja wissen.

Also zurück zu dem, was zweifelsfrei bekannt ist.

Das FBI hat Trumps Wahlkampf 2016 offenbar illegal überwacht

In den USA ist ein Sonderermittler eingesetzt worden, den die deutschen „Qualitätsmedien“ dem deutschen Publikum verschweigen. Staatsanwalt Durham, ein renommierter Profi, der sich einen Namen bei Mafia-Ermittlungen gemacht hat, untersucht derzeit, wie es zu den Mueller-Ermittlungen in der sogenannten Russland-Affäre über die angebliche russische Wahleinmischung in die Wahlen 2016 kommen konnte. Über dessen Ernennung habe ich schon Ende 2019 berichtet.

Das Problem ist nämlich, dass inzwischen bekannt geworden ist, dass für die Ermittlungen von Mueller wohl keinerlei juristische Gründe gab, sondern nur politische. Inzwischen veröffentlichte Memos des FBI sprechen dazu eine eindeutige Sprache. Wenn sich das bestätigt, dann würde es bedeuten, dass die Obama-Regierung das FBI benutzt hat, um Donald Trump, den Konkurrenten von Clinton 2016, zu beschädigen und vor allem auszuspionieren. Das wäre ein Skandal, der weit größer wäre, als Watergate. Bei Watergate hatte Nixon noch kleine Kriminelle dafür angeheuert, eine Bundesbehörde dazu zu missbrauchen, wäre eine sehr lange Liste an schweren Straftaten.

Zu dem ist gerade in diesen Tagen eine weitere Bombe geplatzt, denn freigegebene Dokumente belegen, dass das FBI Donald Trump tatsächlich im Wahlkampf 2016 ausspioniert hat. Bei als Briefings getarnten Treffen hat das FBI Trump nicht informiert, wie es bei einem Präsidentschaftskandidaten üblich ist, sondern es hat diese Treffen genutzt, um sich Informationen über Trumps Wahlkampfteam zu beschaffen. Das berichtete die Washington Times am Freitag und fügte auch die neu freigegebenen Dokumente zum Download bei.

Im September werden im US-Senat Anhörungen zu dem Thema laufen, bei denen auch Onischenko und andere Zeugen aus der Ukraine aussagen sollen. Wie Onischenko in dem Interview sagte: „Der September wird heiß für Biden“

Und Sonderermittler Durham will seinen Abschlussbericht über die Einleitung der Russland-Ermittlungen von Sonderermittler Mueller Ende Oktober, nur eine oder zwei Wochen vor der Wahl, veröffentlichen.

Ob es dem Trump-Team allerdings gelingt, damit medial zu den Menschen durchzudringen, bleibt abzuwarten, wenn die Unruhen in den USA heftiger werden sollten. Und da Black Lives Matter von den Demokraten und ihren Sympathisanten finanziert und gesteuert werden, ist zu erwarten, dass man dort alles tun wird, um die Unruhen zu verstärken und damit von den Skandalen um Joe Biden abzulenken. Eine Beruhigung der Situation in den USA ist also nicht zu erwarten.

Morgen wird es im letzten Teil der Begleitartikel über das Interview mit Onischenko noch einmal um die Rolle Deutschlands und um Onischenkos Kontakte zum BND gehen.

BidenLeaks Teil 11: Wie es nach Onischenkos Meinung im US-Wahlkampf weitergeht und was noch enthüllt wird

Diskussionen

Ein Gedanke zu “BidenLeaks Teil 10: Wie Onischenko in deutscher Haft todkrank wurde und erst nach 6 Monaten frei kam

  1. Immerhin bekam er kein Polonium, Nowitschok oder Rizin.

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    Verfasst von PRAVDA | 28. Juli 2020, 10:43

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