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Ausland, Lateinamerika

US-Drohungen unterbrechen Treibstofflieferungen des Iran an Venezuela

von Jason Ditz – http://www.antikrieg.com

USA warnen andere Länder davor, Treibstofflieferungen zu unterstützen

Nach mehreren Tagen mit Benzinlieferungen aus dem Iran nach Venezuela hat die Trump Administration den Prozess durch ihre jüngsten Drohungen, die einzelnen Schiffe für den Transport des Benzins zu sanktionieren, für „unterbrochen“ erklärt. Die letzten Lieferungen wurden nicht mehr durchgeführt.

Das Problem liegt darin, dass die Schiffe in griechischem Besitz sind, und Bankensanktionen für sie problematisch sein könnten. Es ist interessant, dass die Vereinigten Staaten von Amerika diesen Weg nicht früher eingeschlagen haben, nachdem sie sich die ganze Woche über die Transporte beschwerten, aber der größte Teil des Benzins wurde bereits geliefert.

Während des größten Teils der Woche deuteten die USA an, dass sie etwas Aggressiveres unternehmen würden, und sprachen von der Entsendung von Schiffen in die Karibik. Bislang haben die US-Schiffe nichts unternommen.

Darüber hinaus hat der US-Beauftragte Elliott Abrams eine neue Erklärung herausgegeben, in der er alle Nationen der Welt warnt, dass es eine „sehr gefährliche Transaktion ist, dem Iran zu ermöglichen, Benzin an Venezuela zu verkaufen“. Die Vereinigten Staaten von Amerika hatten bereits ein chinesisches Unternehmen wegen des Vorwurfs sanktioniert, es würde einer Fluggesellschaft helfen, die am Goldtransport in den Iran beteiligt ist.

erschienen am 29. Mai 2020 auf > Antiwar.com > Artikel

http://www.antikrieg.com/aktuell/2020_05_30_usdrohungen.htm

Diskussionen

2 Gedanken zu “US-Drohungen unterbrechen Treibstofflieferungen des Iran an Venezuela

  1. Die USA mit ihren 4%der Weltbevölkerung drohen ständig mit Sanktionen. Mit was für einen Recht. Die restlichen 96% der Menschheit sollte mal den Handel mit denen einstellen. dann können diese Revolverhelden mit Ihren Chaotischen Präsidenten mit den Marsmännchen Handel treiben.

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    Verfasst von Thallwitz | 31. Mai 2020, 12:30
    • Es geht doch nicht ums Recht. Mit Recht hat all das nichts zu tun. die USA können es sich erlauben, andere zu sanktionieren, denn sie verfügen über die stärkste Streitmacht der Welt, die überall auf dem Planeten präsent ist und dadurch auch Sanktionen durchsetzen kann. Sie verfügen über den Dollar, die Leitwährung der Welt, ohne den die meisten Wirtschaftsaktivitäten über die nationalen Grenzen hinweg nicht abgewickelt werden können. Und sie verfügen über den größten Markt der Welt, auf dem die meisten Unternehmen ihre Geschäfte machen wollen. Die Sanktionen betreffen vor allem den letzten Punkt. WEr nicht nach der Pfeife der Amis tanzt, muss damit rechnen, auf dem amerikanischen Markt nicht mehr aktiv werden zu dürfen . Und das wäre für viele Unternehmen eine enorme Einschränkung. Aus diesem Grund machen auch die meisten europ. Unternehmen keine Geschäfte mehr mit dem Iran und anderen, auch wenn US-Gesetze in anderen Ländern gar nicht greifen. Aber im Zweifelsfalle entscheiden sich diese Unternehmen deshalb für den US-Markt statt für den wesentlich kleineren iranischen oder sonstige, weil sie nicht sicher sein können, ob man sie nicht doch mit Sanktionen belegt. Egal ob US-Recht zuständig ist oder nicht. Man will dieses Risiko nicht eingehen, denn zu launisch ist amerikanische Politik. Würden die „Unrechtsstaaten“ Russland oder China so handeln, wäre das GEschrei groß in den westlichen Medien über dieses Verhalten.
      Die Frage ist also nicht die nach dem Recht sondern, wie lange sie sich all diese Sanktionen noch erlauben können. Denn diese treffen ja nicht nur die Sanktionierten sondern auch gelegentlich US-Unternehmen, die mit den Sanktionierten keine Geschäfte machen können, zumindest eingeschränkt.(siehe den Zollkonflikt mit China).
      Andererseits offenbart dieses amerikanische Verhalten, dass ihnen die Macht über die Welt und den Welthandel entgleitet. Noch nie zuvor gab es so viele Sanktionen gegen Drittstaaten. Und noch zuvor waren davon besonders auch die Verbündeten der USA betroffen, die EU-Staaten, Japan, Korea als die großen Exportnationen. Zwar trifft das auch China. Aber erstens hat China einen gewaltigen Binnenmarkt, der noch lange nicht gesättigt ist im Gegensatz zu den westlichen Industrienationen. Zum anderen haben auch viele amerikanische Unternehmen ein Interesse an der Beilegung der Handelsstreitigkeiten. Denn viele US-Unternehmen produzieren in China, weil ihre Produkte sonst auf den Weltmärkten nicht mehr konkurrenzfähig wären. DAs ist die Achillesferse der USA. Man ist auf die Produktionsstätten in China angewiesen, will man nicht ganz den Anschluss an die Konkurrenz aus Europa und Fernost verlieren.
      Und das ist auch der Hintergrund der amerikanischen Sanktionitis. Man will weiterhin die Vormachtstellung amerikanischer Unternehmen aufrecht erhalten. Nur: ES geht nicht mehr. Der Produktivitätsvorsprung und Innovationsvorsprung der US-INDUSTRIE ist dahin. Man hat einzig noch einen Vorsprung im IT- Bereich. Aber auch da sind ihnen die Chinesen dicht auf den Fersen. Aber im Bereich der Industrie, also der Warenherstellung, sind die Amis bereits abgehängt. WEr kauft noch amerikanische Industrieprodukte? Autos, Maschinen, SChiffe usw kommen doch längst nicht merh aus den USA. Je mehr sie in diesem Bereich ins Hintertreffen geraten, umso mehr versuchen sie, die Eurpäer und Chinesen an ihrer Weiterentwicklung zu behindern. Dazu dienen unter anderem die Sanktionen, damit die Handelsströme nicht an den USA vorbei laufen und sich Beziehungen entwickeln, die die USA immer mehr überflüssig machen.
      Aber mit Recht hat das nichts zu tun.

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      Verfasst von Rüdiger Rauls | 1. Juni 2020, 13:40

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