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Ausland, Europa

Macron und der Pharmariese Sanofi: Ein Skandal, über den in Deutschland nicht berichtet wird

von Thomas Röper – https://www.anti-spiegel.ru

Heute gab es im russischen Fernsehen einen Beitrag, der zeigt, warum die russischen Medien im Westen verteufelt werden: Sie legen ihre Finger in Wunden, die wirklich schmerzen. Der Bericht des russischen Fernsehens hat einen Sumpf aus Korruption und Vetternwirtschaft aufgezeigt, von dem in deutschen Medien kein Wort berichtet wurde. Dabei ist das alles recht leicht nachprüfbar.

Beim Spiegel gab es 14. Mai zwei Artikel, in denen gemeldet wurde, dass der französische Pharmakonzern Sanofi die USA mit einem möglichen Corona-Impfstoff bevorzugt versorgen würde. Und erst danach wären die Franzosen und andere an der Reihe. Ans Licht gekommen ist das, weil der Sanofi-Chef Paul Hudson so blöd war, das in einem Bloomberg-Interview offen zu erzählen.

In einem zweiten Artikel legte der Spiegel einige Stunden später nach und gab Entwarnung, denn Sanofi hätte eingelenkt:

„Bereits am Donnerstag lenkte der Konzern ein. „Wenn Sanofi einen Durchbruch bei einem Covid-19-Impfstoff erzielt und dieser wirksam ist, werden wir ihn allen zur Verfügung stellen“, sagte der Leiter des Frankreich-Geschäfts des Konzerns, Olivier Bogillot, dem Fernsehsender BFMTV. Es stimme zwar, dass der Pharmakonzern eine Zusammenarbeit mit der US-Regierung begonnen habe. Die EU müsse nun ebenso „wirksam“ dabei helfen, den Impfstoff verfügbar zu machen. Dann werde das Unternehmen auch nicht vorrangig die USA versorgen.“

Das, was der Spiegel ein „Einlenken“ nennt, war also in Wirklichkeit eine recht unverhohlene Erpressung: „Wenn es kein Geld aus Brüssel gibt, stellt Euch gefälligst hinten an!“

Erst im letzten Absatz des zweiten Spiegel-Artikels zu dem Thema wurde beschämt berichtet, warum die Sache in Frankreich so hohe Wellen schlägt:

„Die Äußerungen des Sanofi-Chefs lösten in Frankreich auch deshalb Empörung aus, weil der Konzern in den vergangenen Jahren Forschungskredite in zweistelliger Millionenhöhe vom französischen Staat erhalten hatte.“

Das wäre für sich genommen eigentlich schon schlimm genug.

Aber die Spiegel hat alles Wichtige unterschlagen. Sanofi hat keine Kredite in „zweistelliger Millionenhöhe“ bekommen, sondern offenbar staatliche Förderungen in dreistelliger Millionenhöhe. Und die Verbindungen, die es zwischen Macron und Sanofi gibt, hat der Spiegel ganz verschwiegen. Dabei sind sie bekannt und für jeden nachprüfbar. Vereinfacht gesagt: Ohne Sanofi wäre Macron heute ein Niemand.

Über die Details hat das russische Fernsehen am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ berichtet und jeder, der Interesse hat, kann die vom russischen Fernsehen in Wort und Bild gezeigten Verbindungen gerne überprüfen. Warum wohl wurde darüber in Deutschland nicht berichtet? Die Frage kann sich jeder selbst beantworten. Darum habe ich den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

In Europa passieren gerade interessante Dinge. Am Europatag, der in der EU am 9. Mai gefeiert wird, hat Marine Le Pen einen Artikel veröffentlicht, der uns letzte Woche irgendwie durchgerutscht ist, wir haben ihn erst jetzt genauer gelesen. Die Hauptthese: Die Europäische Union hat sich überlebt. Die EU sei nicht Europa, sondern eine abscheuliche Fälschung Europas. Es brauche ein „Europa der Nationen“:

„Die Gesundheitskrise hat Wörtern wieder Bedeutung und Legitimität gegeben, die aufgrund der Schwäche unserer Führung verschwunden waren: „Souveränität“, „Grenzen“, „staatliche Strategie“, „nationale Interessen“. Hinter diesen semantischen Verschiebungen sehen wir einen ideologischen Sieg, der zweifellos politische Veränderungen für die Zukunft verspricht“, heißt es in dem Artikel.

Kurz nach dem Erscheinen dieses Artikel brach in Frankreich ein großer Skandal aus, in dessen Zentrum gerade die Begriffe „Souveränität“, „staatliche Strategie“ und „nationale Interessen“ stehen. Es wurde bekannt, dass die USA dem französischen Pharmariesen Sanofi bereits 226 Millionen gezahlt haben. Übrigens gehört das weltberühmte Pasteur Institute dem Konzern Sanofi. Die Amerikaner haben einen Vorschuss für die Herstellung eines Coronavirus-Impfstoffs gezahlt und erwarten im Gegenzug, dass sie die ersten sein werden, die ihn erhalten, also vor den Franzosen. Die Zahlung erfolgte am 18. Februar.

Wusste Präsident Macron davon? Er musste davon wissen, denn die Schlüsselfigur bei Sanofi ist Serge Weinberg. Er ist ein langjähriger enger Freund Macrons und ein alter Förderer, dessen Protektion ihm einst den Job bei der Rothschild-Bank verschaffte. Das heißt, ihre Beziehung ist mehr als vertrauensvoll.

Nun wird Macron in Frankreich vorgeworfen, die nationalen Interessen verraten zu haben, nach dem Motto, der Impfstoff eines französischen Unternehmens soll zuerst Frankreich schützen und erst dann, wenn überhaupt, die Vereinigten Staaten. Schnell hat Macron den Sanofi-Geschäftsführer Paul Hudson zum Gespräch gerufen. Aber Hudson ist im Vergleich zu Weinberg nur ein Platzhalter.

Macron hat einen klaren Interessenkonflikt. So sehen es die Franzosen. Aus Sicht der USA ist es nichts Persönliches, es geht nur um´s Geschäft. So wie man ein Flugzeug aus China mit Millionen von Masken gestohlen hat, die für die Franzosen bestimmt waren. (Anm. d. Übers.: Die Details finden Sie hier) Das heißt, die transatlantische Partnerschaft besteht darin, gemeinsam einen Baum im Garten des Weißen Hauses zu pflanzen und dem Franzosen Schuppen vom Anzug zu schnipsen. (Anm. d. Übers.: Es werden an der Stelle des Beitrages Bilder von einem Treffen von Macron und Trump gezeigt, bei dem Trump genau das getan hat) Aber wenn es ernst wird, ist nimmt man sich einfach, was man braucht.

Aus Frankreich berichtet unsere Korrespondentin Anastasia Popova.

Sanofi-Präsident Serge Weinberg entdeckte den jungen Macron, als der gerade 30 Jahre alt war. Er war es, der ihn in der Rothschild-Bank unterbrachte, wo der unerfahrene Investmentbanker Macron die Aufgabe hatte, sich um profitable Fusionen von Unternehmen zu kümmern. Schon nach dem ersten Deal war Macron Millionär. Weinberg war es, der Macrons Aufstieg auf der Karriereleiter absicherte, er war es, der in seinen Präsidentschaftswahlkampf investierte, ihm erzählte Macron als erstem von den Plänen, die Bewegung „La République en Marche!“ zu gründen. Ihre Beziehungen sind seit langem eng und freundschaftlich. Macron half Weinberg als Wirtschaftsminister, gewinnbringend zu investieren und überwies Millionen Euro an Steuerfeldern auf die Konten des Pharmariesen, während dort Arbeitsplätze abgebaut wurden.

„Das sind 125 Millionen Euro, mindestens, die jedes Jahr an die Firma überwiesen wurden. Das Geld hat der Staat einem Unternehmen für Forschung überwiesen, das gleichzeitig Jobs in der Forschungs abgebaut hat. Das passt nicht zusammen“, sagte eine Reporterin damals in einem Inteview mit Macron.

„Wenn wir der Firma das Geld nicht gegeben hätten, hätte sie ihre gesamte Forschung und sogar ihren Hauptsitz ins Ausland verlegt“, antwortete Macron.

Der Hauptsitz ist in Paris geblieben, aber die wichtigsten Einrichtungen, die für die Herstellung des Coronavirus-Impfstoffs genutzt werden, befinden sich in Kanada und den Vereinigten Staaten, die bereits 226 Millionen Dollar auf die Konten des französischen Unternehmens überwiesen haben. Verzögerungen bei der Lieferung des Arzneimittels sollte es also nicht geben.

„Es stimmt, dass wir sehr früh mit der amerikanischen Regierung zusammengearbeitet haben, die uns mehrere hundert Millionen Euro gezahlt hat. Die USA waren schneller, als alle anderen“, sagte Olivier Bogillot, Chef der französischen Division von Sanofi.

Sie investierten also in ein Unternehmen, das in Skandale verwickelt ist. Die philippinischen Behörden werfen Sanofi vor, zehn Babys mit seinem Dengue-Fieberimpfstoff getötet zu haben. Und die Epilepsie-Behandlung, die Schwangeren verschrieben wurde, verursachte in Frankreich die Geburt von etwa 30.500 Kindern mit Behinderungen. Der Schaden wurde auf viele Millionen Euro geschätzt, doch Sanofi weigerte sich, sie zu erstatten. (Anm. d. Übers.: Es geht um das Sanofi-Medikament Depakine, das zwischen 2007 und 2014 knapp 15.000 Frauen während der Schwangerschaft eingenommen haben)

„Der Staat zahlt und hilft diesen Familien. Sanofi hat keinen Cent überwiesen. Die machen, was sie wollen, und wir dürfen es nicht wagen, mit der Faust auf den Tisch zu schlagen und ihnen irgend etwas zu sagen. Sie genießen Privilegien und jeden Cent, den sie vom Fiskus bekommen können, nehmen sie auch“, sagte Caro Fiat, Mitglied der Nationalversammlung.

Im Januar dieses Jahres verlieh Macron Serge Weinberg die höchste staatliche Auszeichnung, den Orden der Ehrenlegion. Weinbergs Pharmaunternehmen arbeitet nach den Gesetzen des globalen Wirtschaft, die der Präsident sehr gut kennt. Noch als Minister verkaufte Macron die Rechte zur Wartung von 58 französischen Atomkraftwerken für 13 Milliarden US-Dollar an die USA. Die Staatsanwaltschaft interessierte sich für den Fall wegen möglicherweiser korrupter Absprachen.

„Das bedeutet, dass Frankreich wegen Herrn Macron im Nuklearbereich heute nicht mehr unabhängig ist. Das ist ein Mann, der mit den Rothschilds aufgewachsen ist, es spielt für ihn keine Rolle, ob es sich um eine französische, deutsche oder russische Firma handelt. Wichtig ist nur, welche Geschäfte man mit ihnen machen kann“, sagte Thierry Mariani, Mitglied der Fraktion „Identität und Demokratie“ im EU-Parlament.

Nachdem die Meldung, dass das französische Unternehmen die ersten Impfstoffe in die USA schicken wird, bekannt geworden war, konnte Macron nicht schweigen. Macron war gezwungen zu reagieren und er lud den Geschäftsführer zu einem Gespräch hinter verschlossenen Türen in seinen Palast ein, um den Skandal irgendwie zu beruhigen.

Natürlich ist nicht sicher, dass das französische Unternehmen als erstes einen Impfstoff entwickeln wird, mehr als hundert weltweit führende Laboratorien arbeiten daran. Sicher ist, dass ein Impfstoff erst im nächsten Jahr erscheinen wird. Der Chef von Sanofi versichert: Er wird allen zur Verfügung stehen, aber die USA waren die ersten, die vorbestellt haben. Danach gelten die Gesetze des Marktes, die dieses Mal – ein Jahr vor den französischen Präsidentschaftswahlen – gegen Emmanuel Macron arbeiten könnten.

Ende der Übersetzung

Wichtige Ergänzung: Erinnern Sie sich? Es ist gerade zehn Tage her, dass die EU unter großem medialem Tam-Tam bei einer Geberkonferenz über 7 Milliarden Euro für einen Impfstoff eingesammelt hat. Das Geld bekommt die Pharmaindustrie, also wohl auch Sanofi. Mit dem Geld soll – so hieß es offiziell – nicht nur ein Impfstoff entwickelt werden, sondern auch eine gerechte Verteilung sichergestellt werden, damit auch arme Länder ihn bekommen können, die Details finden Sie hier.

Wenn Sanofi jetzt so eindeutig gegen diese bei der Geberkonferenz verkündeten Maßnahmen verstößt und von den „Gesetzen des Marktes“ spricht, dürfte Sanofi eigentlich konsequenterweise keinen Cent aus dem Topf der Geberkonferenz bekommen.

Ab sofort werden Wetten angenommen: Bekommt Sanofi Geld aus dem Topf oder nicht, was meinen Sie?

https://www.anti-spiegel.ru/2020/macron-und-der-pharmariese-sanofi-ein-skandal-ueber-den-in-deutschland-nicht-berichtet-wird/

Diskussionen

9 Gedanken zu “Macron und der Pharmariese Sanofi: Ein Skandal, über den in Deutschland nicht berichtet wird

  1. die weltweite durchsetzung der chinesischen coronamaßnahmen ist der erste schritt um die weltweiten lohnsklaven auf chinesisches niveau zu drücken—die chinesische diktatur der totalen unterordnung ist vergleichbar mit der hitlerdiktatur und diese soll weltweit durchgesetzt werden damit das kapital/konzerne freie hand und jegliche störfaktoren/mensch/umwelt/klima ausgeschlossen werden

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    Verfasst von cource | 19. Mai 2020, 7:54
  2. @ NO_NWO

    Das hört sich nicht wirklich mehrheitsfähig an.

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    Verfasst von Clara | 18. Mai 2020, 17:12
    • Wohl wahr, mehrheitsfähig ist ein solches Konzept bei Kapitaleigentümern, Dividenderittern usw. sowie bei deren vielfältigen staatlichen Hilfskräften sicher nicht. Und bei den Topeliten schon garnicht, denn es wäre eine Alternative zu deren globalem Zwangsarbeitsprojekt.

      Nachdem Rot-Grün und die DGB-Gewerkschaften den „nichtaristokratischen“ (Lenin) Teil des Proletariats verarmt und Zwangsarbeit durchgesetzt haben, geht es nun mit Corona den mittleren und kleinen Unternehmern sowie den Mittelschichten an den Kragen. Diese werden im Projekt der CO2-Wirtschaft des Green Deal nicht mehr benötigt, das betreiben die Großkonzerne alleine. Synthetische Treibstoffe aus rekuperiertem CO2 und anderen Quellen werden sehr teuer sein, was zu entsprechenden Preiserhöhungen führen und die Armut der dann riesenhaften neuen Unterschichten verschärfen wird. Die Denkweise des Kapitals in der historischen Zusammenbruchskrise von Profit und freier Arbeit gleicht der eines Bauern, der sich einem nicht mehr zu verwertenden Überhang seines Viehbestands gegenübersieht: Wozu den weiter füttern? Schlachten und entsorgen sind billiger.

      Es ging ohnehin noch nie um Mehrheiten. In Zeiten nicht großer Krisen bringt das Kapital seine Mehrheiten schon demokr-artig zusammen; und gelingt dies nicht mehr, weil das Ausmaß der Krise nach zu brutalen Maßnahmen ruft, dann: Corona oder irgendein anderes Manöver hin zur Diktatur.

      Nicht Mehrheiten sind die Frage. Was es hier zu realisieren gilt, ist eine selbstorganisierte freie Lebensweise neben oder abseits der anlaufenden großen gesellschaftlichen Sklaverei des Kapitals, welches für seine Pläne ganz sicher die große Untertanenmehrheit hinter, oder besser „unter“ sich bekommen wird. Ziel kann allein sein, abseits vom Kapital eine praktikable Alternative für die neuen Unterschichten gegen das kommende Massenverelendungs-Regime des Kapitals zu haben. Alternativen gefallen dem Kapital nicht. Es wird versuchen, sie zu verhindern.

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      Verfasst von NO_NWO | 18. Mai 2020, 22:19
  3. @ NO-NWO

    Es wurde doch jetzt schon mehrfach geäußert, dass es keine Zwangsimpfungen geben soll, es gibt auch eh noch keinen Impfstoff.

    Wir haben ein Mehrparteiensystem und wählen unsere Regierung,
    Die Obrigkeitsgläubigkeit nimmt im Laufe der Jahrzehnte erfreulicherweise immer mehr ab.
    Genau kommunizieren woraus sich ihre Unzufriedenheit zusammensetzt können viele Menschen aber trotzdem nicht.
    Zu wenig Geld für einen stressigen Knochenjob, die Mieten sind oft viel zu hoch, der Besitz der Superreichen wird hingegen immer mehr, Grund zum mosern gibt es genug.

    Eigentlich ein roter Teppich für die Linke, die mehr Gerechtigkeit bringen könnte, wäre da nicht z.B. die Forderung nach offenen Grenzen für alle und die eher reichen-freundlichen Medien.

    Der Druck im Kessel nimmt zu.

    Mit dem Anstieg der Arbeitslosigkeit wird das nicht besser.

    Was wollen Sie für ein System?

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    Verfasst von Clara | 18. Mai 2020, 12:55
    • @clara — So es jemanden gibt, der NICHTS, aber auch wirklich GARNICHTS vom Kapital und seiner ökonomischen und ideologischen Natur verstanden hat, dann ist es all das, was unter der Bezeichnung „links“ firmiert. Nicht von ungefähr schrieb Marx mit Blick auf die seinerzeitige Linke einmal an Engels: „Eines aber ist sicher: Ich bin kein Marxist.“ Die politische Linke mißbraucht den Namen Karl Marx für den häßlichen Zweck, eine „Herrschaft von Sklaven über Sklaven“ (Nietzsche) zu errichten, eine von einem zentralistischen bürokratischen Einheitsstaat dirigierte Herrschaft des Kapitals.

      Die trotzkistische Linke ist allerdings die Ausnahme von dieser Regel. Sie hat aber eines nicht im Blick: Solange das Wertgesetz herrscht, wird Innovation einem vergesellschafteten Betrieb zum Nachteil gereichen — Innovation vermindert den Tauschwert von Waren!!! Der Innovationsgeist von Betrieben muß unter politischen(!) Räteentscheidungen dann vollends ersticken. Woran guter Wille nichts ändern kann. Vielmehr wird sich dann sehr schnell wieder ein zentralistisch-dirigistischer bürokratischer Einheitsstaat durchsetzen, der alle Ressourcen entlang der Logiken und Maximen des parasitären Klassenegoismus einer Staatsbürokratie dirigiert und in einen Staatskapitalismus führt.

      Gesellschaftsorganisatorisch zu lösen ist so nun die Innovationsfrage. Staatliche Einrichtungen wie Altschullers Erfinderschulen sind, bei allem Respekt, keine ausreichende Antwort auf die Frage der betrieblichen Innovation gewesen. Innovation gehört IN die Betriebe, nicht in die Hände staatlicher Institutionen ÜBER den Betrieben.

      Marx hat sich der Innovationsfrage leider nicht zugewandt. Wie denn auch! Innovation ist die Zwillingsschwester der Freiheit; Freiheit aber ist das Lebendige überhaupt und entzieht sich als solches aller theoretischen Lösung.

      Geschichte ist kein Kindergeburtstag, Freiheit und Innovation lassen sich nicht vordenken, sondern sind von den Menschen im Alltag zu behaupten. Aus meiner Sicht berücksichtigt dies alles Rudolf Steiners Entwurf von 3 in unabhängiger Eigenhoheit stehenden Selbstverwaltungen: 1) Geistesleben (Erziehung; Bildung; Kultur); 2) Rechtsleben (Justiz, politische und soziale Grundrechte — in 1) und 3) zudem auch Laiengerichtsbarkeit); 3) Wirtschaftsleben.

      Wobei machtrelevante Entscheidungen nicht in den jeweiligen drei Bereichen selbst getroffen werden, sondern unter der Regie eines jeweils anderen der drei Bereiche. Die vorvorhandenen wechselseitigen Abhängigkeiten der drei Bereiche erfordern deren Kooperation und verhindern einsame solche Entscheidungen; in allen aber nicht machtrelevanten Sachfragen entscheiden die jeweiligen Fachkräfte in alleiniger(!) Hoheit. Letzteres gilt auch für das Kapital, welches unter alleiniger(!) Regie des Geisteslebens an einen Betriebsleiter in dessen privates Eigentum übergeben wird, dies ABER auf dessen Lebenszeit begrenzt. Einen hoheitlichen Zentralstaat in heutigem Sinne gibt es so nicht mehr.

      Es handelt sich demnach um eine räteähnliche aber allein von Fachkompetenzen geleitete Struktur von drei unabhängigen Selbstorganisationen, welche dem Gleichheitsgrundsatz folgen, welcher besagt: Ungleiches darf nicht gleich behandelt werden; konkret: Nicht Fachkompetente dürfen nicht die selbe Entscheidungsbefugnis erhalten wie Fachkompetente!!! Entsprechend bleiben die Früchte von Kapital und Innovationen zunächst bei den Kapitaleigentümern, gehen aber mit deren Ableben in die gesellschaftliche Verwaltungshoheit des Geisteslebens zurück — keine Vererbbarkeit von Kapital! Sehr einfache und klare Konzeption.

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      Verfasst von NO_NWO | 18. Mai 2020, 15:29
      • @ NO_NWO

        Wir haben ja in Deutschland die Möglichkeit sowohl Kollektive, als auch privatwirtschaftlich arbeitende Unternehmen zu gründen.
        Und die überwiegende Mehrheit entscheidet sich für das privatwirtschaftliche Arbeiten.

        Kollektive brauchen deutlich mehr soziale Kompetenz, bei im Schnitt weniger Verdienst für die „Gründer“, so selbstlos ist kaum jemand.
        In der DDR hat es Propaganda gebraucht um die Menschen zu motivieren, hier ist der eigene Kontostand der Antrieb.

        Es wäre ziemlich sicher im öffentlichen Interesse die Krankenhäuser wieder zu vergesellschaften, die Pharmaindustrie gehört m.E. auch vergesellschaftet, die Zinseinnahmen vergesellschafteter Banken würden die Steuerlast der Bevölkerung senken können.

        Eine gesellschaftliche Diskussion darüber wäre begrüßenswert.
        Weder alles privatisieren, noch alles vergesellschaften ist m.E. die Lösung.

        So sehr würde ich das Erbrecht nicht verändern, wenn Eltern ihren Kindern eine halbwegs sichere Zukunft bereiten wollen ist das doch begrüßenswert.

        Große Unternehmen sind halt zumeist sehr undemokratische mächtige Konstrukte.
        Je größer ein Unternehmen ist desto mehr innerbetriebliche Mitbestimmung wäre deswegen m.E. wünschenswert.
        Was überlegenswert sein könnte, wäre der Belegschaft ein Vorverkaufsrecht einzuräumen, wenn ein Unternehmen verkauft werden soll, die Kosten würde ich ggf. sogar vom Staat vorfinanzieren lassen.

        Wo ich Ihnen am ehesten zustimmen kann ist beim innerbetrieblichen Know-How.
        Staatlich geregelte Forschung ist zwar m.E. schon auch sehr wichtig, aber auf die Fachleute die vor Ort produzieren sollte man auf jeden Fall auch hören und ihnen die Möglichkeit geben an neuen Ideen mitzuarbeiten.

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        Verfasst von Clara | 19. Mai 2020, 5:44
        • Für mich ist die Pharmaindustrie ein gesundheitszerstörender Parasit. So zeigt z.B. James Corbett in einem seiner Reporte die Übernahme des US-Gesundheitswesens (und übrigens auch des US-Bildungswesens) durch Big Oil und Big Pharma. Wir müssen umdenken, die Dinge sind nicht, was sie zu sein scheinen. Die wichtigste Unterstützung bei diesem Umdenken ist Marx/Engels. Ich darf jetzt mal oberlehrerhaft sein, okay? Da allgemein, auch und besonders in der Linken, ohne Marx gedacht wird, leben hier so gut wie alle in einer Traumwelt. Kaum einer macht sich klar, in den Vorstellungswelten einer längst vergangenen Zeit zu leben, der von Kapital und freier Arbeit, die nützliche Güter produziert. Doch mit Lenins umfangreich recherchierter Imperialismusschrift von 1917(!) oder auch mit John Atkinson Hobson (1900) erfahren wir, daß das große Kapital schon seit etwa 1900 nur noch durch das Parasitieren (per Monopol) von Warenproduktionen Gewinne machen kann. Das sind jetzt satte 120 Jahre, und bei eigentlich allen ist das noch nicht angekommen. Daher Traumwelt! Jetzt, im Moment, treten wir in eine neue Phase des Kapitals ein, an die Lenin nicht einmal in seinen schlimmsten Albträumen gedacht hätte, so verrückt wie diese neue Phase ist: eine KI steuert digitale Technologien des Überwachens und Strafens eines globalen Zwangsarbeits-Systems. Wir einfachen Idioten😉 glauben immer noch, die Eliten besäßen Macht und könnten die Welt nach ihrem Bilde formen. Nein. Sie haben den Gesetzmäßigkeiten des Kapitals zu folgen, auf Gedeih und Verderb haben sie GENAU das zu tun, was sie nun tun. Und dies so zu sagen, ist nicht irgendein intellektuelles Geschwafel, sondern beschreibt eine simple Realität. Wir wären gut beraten, unsere Traumwelten zu verlassen. Es tut NICHT weh. Weh tut nur und allein, jetzt weiterzuträumen.

          Vergangenheit nun die Zeiten jener einen großen revolutionären gesellschaftlichen Lösung. Stattdessen Hunderte und Tausende kleiner isolierter, aber mit der Chance auf Vernetzung. Also los, wir brauchen den ganzen Big Popanz nicht mehr. Heilkräuter sind besser als Big Pharma.☺️

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          Verfasst von NO_NWO | 19. Mai 2020, 11:33
  4. Es ist scheißegal, ob Sanofi oder irgendwer anderes Geld aus dem EU-Topf für Impfstoff-Beschaffung erhält oder nicht. Nur eins ist nicht egal: Ob das kommende und mit jedem neuen Virus immer massenmörderischer werdende Impfen mit Produkten aus den Eugenik-Giftküchen der von Bill Gates dominierten faschistischen Weltgesundheits-Organisation ZWANGSWEISE verabreicht werden soll!

    Freiwilligkeit hätte übrigens den wunderbaren Vorteil, ausschließlich fanatische Untertanen treffen zu können. Wer Obrigkeiten verehrt, wird Opfer ihrer Gewalt. Früher oder später. Gerechtigkeit siegt!

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    Verfasst von NO_NWO | 18. Mai 2020, 12:01
  5. wer sich nicht impfen lassen muss kann sich echt glücklich schätzen, alle anderen leben noch so wie unter den fatalen bedingungen des mittelalters als die lebenserwartung bei maximal 50ig jahren lag

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    Verfasst von cource | 18. Mai 2020, 11:11

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