//
du liest...
Ausland, Nordamerika

Ein Hochrisiko-Biolabor im Kernland?

von Elisabeth Eaves – http://luftpost-kl.de

In einem von den beiden Magazinen Bulletin of the Atomic Scientists und The New Yorker veröffentlichten Artikel wird vor den Gefahren gewarnt, die von den vielen in den USA betriebenen Hochrisiko-Biolaboren ausgehen.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit der beiden Magazine The New Yorker (s. unter https://www.newyorker.com/science/elements/the-risks-of-building-too-many-bio-labs und The Bulletin of the Atomic Scientists.

An Werktagen fährt Kimberly Dodd (s. dazu auch https://bionexuskc.org/staff/kimberly-dodd-dvm-phd/ ), eine Virologin und Tierärztin, morgens zu einem Yachthafen in Old Saybrook in Connecticut. Sie parkt neben den Autos ihrer Kollegen, zeigt den Kontrolleuren hinter einer Plexiglasscheibe ihren Ausweis und geht an Bord einer weißen Personenfähre. Auf Sitzen in deren Kabine räkeln sich bereits ihre Mitarbeiter – lesend, der Musik aus ihren Kopfhörern lauschend oder nur vor sich hin dösend. Die Überfahrt nach Plum Island, wo sie alle arbeiten, dauert etwa dreißig Minuten.

Luftbild von Plum Island, entnommen aus Wikipedia

Plum Island (s. dazu auch https://de.wikipedia.org/wiki/ Plum_Island_(New_York) ) liegt in der Zufahrt zum Long Island Sound (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Long_Island_Sound ). Die Insel ist ein sehr flaches, dicht bewaldetes, drei Meilen (4,8 km) langes, gleichschenkeliges Dreieck, dessen Spitze ostwärts zeigt. Dort leben mehr als zweihundert Vogelarten, darunter auch Turmfalken, Uhus und Blaureiher. Im Plum Island Animal Disease

Center (dem Zentrum für Tierkrankheiten auf Plum Island, s. https://www.dhs.gov/sci ence-and-technology/plum-island-animal-disease-center ), in dem Frau Dodd arbeitet, werden vierzig bis fünfzig Nutztiere, vor allem Kühe und Schweine gehalten, die alle auf der Insel sterben, aber immer wieder ersetzt werden.

Nach den Richtlinien der Centers for Disease Control and Prevention (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Centers_for_Disease_Control_and_Prevention ) ist die Einrichtung auf Plum Island ein Biolabor der Sicherheitsstufe 3 (BSL-3). BSL-3-Labore experimentieren mit gefährlichen bis tödlichen Erregern, die Krankheiten wie Anthrax (Milzbrand, s. https://de.wikipedia.org/wiki/Milzbrand ) oder die Pest hervorrufen, und mit dem neu aufgetretenen Coronavirus, der COVID-19 verursacht, die mit bereits entwickelten (oder in Entwicklung befindlichen) Impfstoffen oder Medikamenten behandelt werden können. Frau Dodd hat auch schon in Laboren der höchsten Sicherheitsstufe BSL-4 gearbeitet, die mit durch die Luft übertragenen Erregern experimentieren, die noch nicht heilbare Krankheiten verursachen. 2014 war sie an der Eindämmung der Ebola-Epidemie in Westafrika beteiligt. In ihrem gegenwärtigen Job als Direktorin des Foreign Animal Disease Diagnostic Laboratory (des Laboratoriums für die Diagnose ausländischer Tierkrankheiten, (weitere Infos dazu sind aufzurufen unter https://www.aphis.usda.gov/aphis/ourfocus/animalhealth/lab-info-ser-vices/sa_about_nvsl/ct_about_faddl ) auf Plum Island untersucht sie Krankheiten, die gefährlich für die industrielle Viehzucht werden könnten – zum Beispiel die Maul- und Klauenseuche und die afrikanische Schweinepest.

Nach dem Verlassen der Fähre steigt Frau Dodd in einen Shuttle-Bus , der sie zu einem Bürogebäude neben einem größeren weißen Laborkomplex bringt. Sie geht in ihr Büro, von dem aus sie aufs Wasser schauen kann, und bereitet sich auf ihre Arbeit im Labor vor. Dann tritt sie durch eine vom Fußboden bis zu Decke reichende Sicherheitsdrehtür, die von zwei Sicherheitsleuten bewacht wird. Kleidung, Schuhe und ihren Schmuck lässt sie in einem Umkleideraum zurück. In einem zweiten Raum zieht sie einen Laborkittel und Baumwollsocken an und in einem dritten Raum Gummistiefel, doppelte Handschuhe und einen aus weißem Tyvek gefertigten Einweg-Ganzköperschutzanzug (s. https://www.kroschke.com/tyvek-einweg-schutzanzug -classic-xpert–p-32384.html ) mit Schutzhaube. Bevor sie in die „Schmutzräume“ betritt, in denen sich Tiere und Krankheitserreger befin-den, überprüft sie die Luftzufuhr, um sicherzustellen, dass Luft nur nach innen gepumpt wird und nicht nach außen abfließen kann. Wenn Frau Dodd das Labor wieder verlässt, legt sie die Schutzkleidung ab und nimmt ein vorgeschriebenes fünfminütiges Duschbad. Ihr und ihren Kollegen ist es verboten, offene Behälter mit Nahrung auf die Fähre und nach Hause mitzunehmen; wenn sie in einem Labor mit Tieren gearbeitet haben, müssen sie sich mindestens fünf Tage von Tieren außerhalb des Labors fernhalten (s. dazu auch das Video, das unter https://www.youtube.com/watch?time_continue=12&v=z2Dka1VC2-PE&feature=emb_logo aufzurufen ist).

Die auf Plum Island geltenden Sicherheitsmaßnahmen und die Abschottung der Insel nach außen sollen verhindern, dass Krankheiten, die dort studiert werden, aus den Labors verschleppt werden und Rinderherden in den USA befallen. Die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche ist besonders schwer zu verhindern: Ihr Erreger kann sogar auf einem Hosenbein oder auf einem mit Schlamm bespritzten Reifen überleben. Nach einem Ausbruch dieser Seuche im Jahr 2001 mussten britische Bauern rund sechs Millionen Rinder, Schafe und Schweine töten und ihre Kadaver in Massengräbern verscharren oder auf Scheiterhaufen verbrennen. Wenn diese Krankheit in US-Rinderherden aufträte, würde das die Rindfleischindustrie, die jährlich rund 68 Milliarden Dollar abwirft, mit einem Schlag zur Aufgabe zwingen.

An sonnigen Tagen beobachtet Frau Dodd manchmal vom Oberdeck der Fähre aus Vögel, Boote und die in der Ferne verschwindende Küste der Insel. Diesen pittoresken Anblick wird sie aber nicht auf Dauer genießen können. In wenigen Jahren werden Frau Dodd und die meisten anderen Wissenschaftler auf Plum Island in eine bereits im Bau befindliche andere Einrichtung umziehen müssen. Die neue National Bio and Agro-Defense-Facility (N.B.A.F, s. https://en.wikipedia.org/wiki/National_Bio_and_Agro-Defense_Facility ) wird nicht so abgelegen und isoliert wie Plum Island sein. Sie wird in Manhattan gebaut – einer Universitätsstadt inmitten des Rinderzucht-Staates Kansas (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Manhattan_(Kansas) ).

Die N.B.A.F. gehört zu einer ganzen Reihe von Hochrisiko-Laboren, deren Einrichtung nach den 9/11-Anschlägen (s. dazu unbedingt auch http://www.luftpost-kl.de/luftpost-ar-chiv/LP_19/LP03220_130420.pdf ) an zahlreichen Orten in den USA begann und immer noch fortgesetzt wird. Diese Anschläge und die anschließend verschickten Anthrax-Briefe (s. dazu auch http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_08/LP13008_110808.pdf und https://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP13215 _200715.pdf ) lieferten die Rechtfertigung für die drastische Erhöhung der Ausgaben für die Entwicklung von Biowaffen und deren Abwehr und die Errichtung zahlreicher Bio-Labore der Sicherheitsstufen BSL-3 und BSL-4. Mit den neuen Laboren sind aber auch die Risiken gewachsen. Kein Labor ist auf Dauer vollkommen sicher, denn auch aus gut geführten Einrichtungen entweichen immer wieder gefährliche Krankheitserreger. Die neuen Labore sind weit verstreut, und ihre Arbeit unterliegt keiner einheitlichen zentralen Kontrolle. Deshalb ist die Verlegung der N.B.A.F. nach Manhattan, wo sich auch die Kansas State University befindet, sehr umstritten. Befürworter behaupten, inmitten eines großen Viehzuchtgebietes könne sie schneller auf neue Tierkrankheiten reagieren. Kritiker halten die Errichtung eines Labors zur Erforschung von Tierkrankheiten in unmittelbarer Nachbarschaft großer Ranches und Weiden für unverantwortlich, weil der Ausbruch von Krankheitserregern gerade dort katastrophale Folgen hätte.

Das neue Coronavirus hat uns mit der ansteckenden Krankheit COVID-19 in eine Krise gestürzt, mit der wir schwer zu kämpfen haben. Während wir das tun, wirft die jahrelange Debatte über die Verlegung der N.B.A.F. beunruhigende Fragen bezüglich der Bewahrung der USA vor Bioseuchen auf. Werden mehr Labore den Ausbruch solcher Seuchen verhindern? Oder bauen wir zu viele Labore an zu vielen über die ganzen USA verstreuten Plätzen? Wer soll eigentlich sicherstellen, dass all diese Labore so gut geführt werden, dass sie „ausbruchssicher“ sind, und wer soll deren weiteren Ausbau stoppen?

Im September 2008 wurde neben dem Highway 18, einer der Hauptzufahrtsstraßen nach Manhattan, eine große weiße Plakatwand mit schwarz-roter Aufschrift aufgestellt, die nicht zu übersehen ist. Darauf steht: „Kein NBAF-Labor zur Untersuchung von Krankheitserregern!“ Errichtet hat sie Bart Thomas, der einer Familie entstammt, die seit drei Ge-nerationen in Manhattan lebt und in zweiter Generation die Werbefirma Thomas Outdoor Signs & Graphics betreibt.

2007 hatte Thomas erfahren, dass sich die Kansas State University um die Verlegung des Animal Disease Center’s auf Plum Island nach Manhattan bemüht. Weil die New Yorker Senatorin Hillary Clinton und der Abgeordnete Timothy Bishop, in dessen Wahlbezirk Plum Island liegt, gegen die geplante Höherstufung des Bio-Labors auf Plum Island von der Sicherheitsstufe BSL-3 auf BSL-4 waren, suchte das Department of Homeland Security, abgekürzt D.H:S. (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Ministerium_f%C3%BCr_Innere_Sicherheit_der_Vereinigten_Staaten ), nach einem Ausweichstandort.

Thomas erfuhr, dass in dem geplanten BSL-4-Labor in Manhattan, Erreger einer in Japan aufgetretenen Gehirnentzündung sowie Nipah- (s. unter https://de.wikipedia.org/wiki/Ni-pah-Virus ) und Ebola-Viren untersucht werden sollen, die bei Menschen Krankheiten mit hohen Sterblichkeitsraten verursachen. Außerdem soll mit Erregern der Maul- und Klauenseuche, der Schweinepest und der Vogelgrippe experimentiert werden, wodurch auch Betriebe, die Schlachtschweine oder Geflügel produzieren, gefährdet würden. Thomas, dessen Sohn und Enkel auch in Manhattan leben, wurde von der Aussicht alarmiert, dass Er – reger der genannten Krankheiten aus einem isolierten Insellabor in seine Heimatstadt transferiert werden sollen.

Weil sich die Informationen über das geplante neue Labor schnell in ganz Manhattan verbreiteten, bildete sich bald eine aus Anwohnern, Kirchgängern, Professoren, Ranchern und anderen aufgeschreckten Bürgern bestehende Oppositionsgruppe. Sylvia Beeman, eine Künstlerin, die vorher als Helferin im virologisch-agrarwissenschaftlichen Fachbereich der Kansas State University gearbeitet hatte, brachte eine Petition gegen das geplante Labor in Umlauf. Bill Dorsett, ein Tischler und Umweltaktivist, schrieb Briefe an die Redaktionen der Zeitung Manhattan Mercury und des in Topeka erscheinenden Capital-Journal. Außerdem versuchte die Gruppe Einfluss auf öffentliche Informationsveranstaltungen der Kansas State University und des D.H.S. zu nehmen – auch wenn sie zu ungewöhnlichen Zeiten an ungewöhnlichen Orten stattfanden, zum Beispiel in einem Gebäude, das gerade umgebaut wurde.

Auf einer dieser Veranstaltungen forderte Bart Thomas offizielle Befürworter des Labors auf, ihre Gründe für die Verlegung des N.B.A.F. nach Manhattan in Kansas offen zu legen. Ein Offizieller erklärte, beim Ausbruch eines Krankheitserregers auf Plum Island würden (im benachbarten New York) Millionen Menschen sterben, im dünn besiedelten Norden das Staates Kansas hingegen nur relativ wenige.

Eins der Kriterien des D.H.S. für die Errichtung eines Hochrisko-Biolabors ist dessen Akzeptanz durch die einheimische Bevölkerung; die Aktivisten hofften nachweisen zu können, dass die Einwohner Manhattans das Labor ablehnen. Das ist an anderen geplanten Standorten schon gelungen: In der kalifornischen Stadt Tracy https://de.wikipedia.org/wiki/ Tracy_(Kalifornien) ) , wo das Lawrence Livermore National Laboratory zum Hochrisiko-Biolabor aufgerüstet werden sollte, hat das eine lokale Graswurzel-Organisation mit über 7.000 Protestbriefen und Protestanrufen verhindert. An der University Wisconsin hat ein einheimischer Rechtsanwalt eine erfolgreiche Widerstandsbewegung organisiert. Schon im Jahr 2008 war die lange „Kandidatenliste“ des D.H.S. für die beabsichtigte Verlegung der N.B.A.F. auf sechs „Finalisten“ geschrumpft. Für den Fall, dass der Widerstand gegen die Erhöhung der Sicherheitsstufe der N.B.A.F. auf Plum Island nicht zu brechen wäre, blieben (außer Manhattan in Kansas) noch vier weitere Bewerber übrig: Butner in North Carolina, das schon zum Forschungsdreieck (s. dazu auch https://de.wikipedia.org/wiki/ Research_Triangle ) gehört, mit 2,2 Millionen Einwohnern (s. http://www.butnernc.org/ ), San Antonio in Texas mit 1,5 Millionen Einwohnern (s. https://de.wikipedia.org/wiki/ San_Antonio ), Flora in Mississippi, ein Stadtteil der größeren Stadt Jackson, mit 583.080 Einwohnern und Athens in Georgia (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Athens_(Georgia ) ) mit 211.802 Einwohnern. Manhattan, eine altes Städtchen mit niedrigen, historischen Kalksteinhäusern und 55.000 Einwohnern war der bei weitem kleinste Kandidat auf der D.H.S.-Liste.

Seit Ende der 1990er Jahre versucht Pat Roberts (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Pat_Roberts ), ein Senator aus Kansas, ein Hochrisko-Biolabor für seinen Bundesstaat an Land zu ziehen; er will Manhattan zum „Silicon Vally für Biotechnik“ machen. 1999 haben drei Professoren der Kansas State University – Ron Trewyn (s. https://www.k-state.edu/nbaf/ about/ron-trewyn.html ), der Dekan des Fachbereichs Biologie, sowie Jerry und Nancy Jaax (s. https://www.k-state.edu/today/announcement/?id=54028 ), zwei Experten für die

Bekämpfung von Seuchen, die schon an dem 1994 von Richard Preston (s. https://de.wiki-pedia.org/wiki/Richard_ Preston ) veröffentlichten Buch „Hot Zone“ mitgearbeitet haben, einen Plan für den Bau einer Einrichtung entwickelt, die über Pflanzen, Tiere oder Nahrungsmittel verbreitete Infektionskrankheiten untersuchen soll. 2008 wurde ein nach ihren Plänen gestaltetes Biolabor der Sicherheitsstufe BSL-3 mit dem Namen Biosecurity Research Institute (s. https://www.bri.k-state.edu/ ) eröffnet. Als das D.H.S. nach einem neuem Standort für die N.B.A.F. zu suchen begann, lud Senator Roberts Regierungsvertreter des Bundesstaates Kansas in die Kansas State University in Manhattan ein und erzählte ihnen, mit der Verlegung der N.B.A.F. nach Manhattan könne eine der größten ökonomischen Entwicklungsinitiativen des Bundesstaates Kansas angestoßen werden.

Im Januar 2009 entschied sich das D.H.S. für Manhattan. Vor der Bewilligung des (für die Verlegung der N.B.A.F. nach Manhattan) notwendigen Geldes verlangte der Kongress vom D.H.S. jedoch eine ausführliche, von der National Academy of Sciences (s. https:// de.wikipedia.org/wiki/National_Academy_of_Sciences ) überprüfte Risikobewertung. 2010 befand das Prüfungskomitee dieser Akademie, das aus mehr als einem Dutzend Experten aus Wissenschaft und Politik bestand, die aus der geplanten Verlegung der N.B.A.F. nach Manhattan in Kansas und den dort vorgesehenen Experimenten mit dem die Maul- und Klauenseuche verursachenden Virus erwachsenden Risiken seien unterschätzt worden. In dem Prüfungsbericht wurde festgestellt, die Wahrscheinlichkeit, dass es während der auf 50 Jahre angelegten Tätigkeit der N.B.A.F. in Manhattan zu einem Ausbruch des die Maul-und Klauenseuche verursachenden Virus aus dem Labor kommen könne, liege bei ungefähr 70 Prozent. Daraufhin wurden die bereits begonnenen Bauarbeiten für einige Zeit ge-stoppt. Die einheimische Opposition setzte ihre Proteste fort. 2012 erklärte Stephen Anderson, ein in der Umgebung Manhattans aufgewachsener Rancher, auf einer Protestveranstaltung gegen das N.B.A.F.-Labor: „Die (in Aussicht gestellten) Jobs, politische Erwä-gungen und Ämterpatronage haben die Politiker blind gemacht.“ In einem Leserbrief an das in Topeka erscheinende Capital Journal schrieb Anderson: „Nach Meinung des Komitees ist jetzt alles in Ordnung. Wenn aber doch ein gefährlicher Krankheitserreger aus dem Hochrisiko-Labor der Stufe 4 in Manhattan entweicht, wird das ganze Kernland, von Gewissensbissen geplagt, weinen.“

1346 schleuderten die Mongolen tote Pest-Opfer in die belagerte genuesische Stadt Caffa (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Feodossija ). 1763 „verschenkten“ britische Offiziere in Fort Pitt, aus dem die heutige Stadt Pittsburgh entstand, Wolldecken, die an Pocken erkrankte Patienten benutzt hatten, an Indianerhäuptlinge (s. dazu auch https://de.wikipedia.org/wiki/ Pockenepidemie_ an_der_Pazifikk%C3%BCste _Nordamerikas_1862 ). Das Zeitalter der Kriegsführung mit Biowaffen begann aber erst im 19. Jahrhundert, als Wissenschaftler er-kannten, dass durch das Ausbringen von Krankheitserregern todbringende Epidemien hervorzurufen sind. Deutschland startete erste Versuche mit Biowaffen bereits 1914 (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Biologische_Waffe ), die USA folgten 1942 (s. dazu auch htt-ps://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo -doku/deadly-intelligence-wissenschaftler-im-faden-kreuz-biowaffen-experimente-100.html und https://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-ge-heime-experimente-mit-biowaffen-a-155174.html ).

Die in den 1940er Jahren durchgeführten Biowaffen-Angriffe Japans auf China, denen nach Schätzungen Zehntausende Menschen zum Opfer fielen, sind die bis heute folgenreichsten geblieben; neben anderen strategischen Maßnahmen warfen die Japaner mit Pesterregern infizierte Flöhe aus Flugzeugen ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sowohl die USA als auch die Sowjetunion ausgeklügelte Techniken zum Versprühen infizierter Aerosole (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Aerosol ) entwickelt. Geschockt vom destruktiven Potenzial der Biowaffen hat Präsident Richard Nixon 1969 das US-Biowaffenprogramm ausgesetzt. 1975 trat die Biowaffenkonvention der UNO (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Bio waffenkonvention ) in Kraft, die das Entwickeln und den Besitz von Biowaffen verbietet. Diese Konvention wurde aber schon bald schamlos verletzt, vor allem vom Irak und von der Sowjetunion. 1979 setzte ein sowjetisches Labor in Swerdlowsk unbeabsichtigt Anthrax-Sporen frei, die 65 Menschen töteten; wenn der Wind in die entgegengesetzte Richtung geweht hätte, wären Hunderttausende Menschenleben bedroht gewesen. Die Biowaffenkonvention hat aber dazu geführt, dass Biowaffen heute als sehr gefährlich und moralisch verwerflich geächtet sind. Einige Regierungen und Kriminelle haben zwar trotzdem versucht, Trinkwasser, Nahrungsmittel oder Kleidung zu verseuchen, seit dem Zweiten Weltkrieg wurden in kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Staaten aber keine Biowaffen mehr eingesetzt.

Seit den 1990er Jahren machen sich US-Politiker wieder zunehmend Sorgen über den möglichen Einsatz von Biowaffen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion enthüllte Ken Alibek (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Alibek ), ein in die USA geflohener anerkannter russischer Biowaffen-Experte, die Gefährlichkeit sowjetischer Biowaffen und warnte davor, dass sie in falsche Hände geraten und über das Internet Verbreitung finden könnten. 1999 hat der Verteidigungsausschuss des US-Senates einen neuen Unterausschuss zur Abwehr von Bedrohungen durch Massenvernichtungswaffen, einschließlich Biowaffen, gegründet. Dessen Vorsitzender wurde Senator Pat Roberts aus Kansas.

Nur eine Woche nach den 9/11-Terroranschlägen im Jahr 2001 wurden über die Post der USA eine Reihe von Umschlägen an bei Medien Beschäftigte und Politiker verschickt (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Anthrax-Anschl%C3%A4ge_2001 ). Sie enthielten anonyme, mit der Hand beschriebene Zettel und einen feinen Staub, der, wie Untersuchungen ergaben, Bakterien des Typs Bazillus anthracis (s. https://flexikon.doccheck.com/de/ Bacillus_anthracis ), enthielt, die Milzbrand verursachen. Weil sich Milzbrandsporen schnell über die Luft verbreiten, starben fünf der angeschrieben Personen, 17 weitere mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Das FBI begann sofort nach dem Absender der Milzbrand-Briefe zu suchen.

Weil in den anonymen Begleitschreiben (s. oben) auf die 9/11-Anschläge angespielt und Formulierungen wie „Tod den USA“ und „Allah ist groß“ benutzt wurden, verdächtigten die CIA und die U.S. Army sofort Al-Qaida. Das Haus des Sultans Bashiruddin Mahmood (s. https://en.wikipedia.org/wiki/Sultan_Bashiruddin _Mahmood ) wurde durchsucht; im Büro des pakistanischen Atomwissenschaftlers, der im Verdacht stand, mit Osama bin Laden zusammenzuarbeiten, will man eine Datei mit Informationen über Impfstoffe gegen Milzbrand und eine Entwurfszeichnung für einen Ballon gefunden haben, mit dem Milzbrandsporen in die Atmosphäre transportiert werden sollten (s. dazu auch http://www.luftpost-kl.-de/luftpost-archiv/LP_08/LP13008_110808.pdf ).

Auf Regierungsebene wurde deshalb der Abwehr des Bioterrorismus höchste Priorität eingeräumt. Im Juni 2002 unterzeichnete Präsident George W. Bush eine Verordnung, mit der eine ganze Reihe neuer Vorschriften eingeführt wurde, die unter anderem den Umgang mit in einer Liste erfassten gefährlichen Mikroben regeln, die als Biowaffen einzusetzen wären. Zwischen 2001 und 2006 gab die US-Regierung 36 Milliarden Dollar für die Verbesserung ihrer Fähigkeiten zur Abwehr von Biowaffen aus. Im Rahmen dieser Bemühungen wurde auch das Animal Desaese Center auf Plum Island, das seit 1954 dem US-Landwirtschaftsministerium unterstand, dem neuen Ministerium für Heimatschutz, abgekürzt D.H.S., unterstellt.

Vor 1990 gab es in den USA nur zwei BSL-4-Labore, das eine im Center for Disease Control and Prevention in Atlanta (weitere Infos dazu unter https://de.wikipedia.org/wiki/Centers_for_Disease_Control_and_ Prevention ), das andere im Medical Research Institute of Infectious Diseases, abgekürzt U.S.A.M.R.I.I.D. (s. unter https://de.wikipedia.org/wiki/United_ States_ Army_Medical_Research_Institute_of_Infectious_Diseases ) der U.S. Army in Fort Detrick im Bundesstaat Maryland. In den 1990er Jahren kamen drei weitere Labore der Sicherheitsstufe BSL-4 dazu. In den ersten sieben Jahren nach 9/11 haben die USA insgesamt 10 zusätzlich Labore dieser Art eröffnet. In einem 2007 veröffentlichten Report hat Keith Rhodes, der damalige Cheftechnologe des Government Accountability Office, abgekürzt G.A.O. (s. https://en.wikipedia.org/wiki/Government_ Accountability_Office ), einer unabhängigen Kontrollinstanz, die Untersuchungen für den Kongress durchführt, festgestellt, in den USA finde „eine übermäßige Ausweitung der Biolabore der Sicherheitsstufen BSL-3 und BSL-4 statt“. Rhodes zählte 15 bekannte BSL-4-Labore auf, darunter auch die N.B.A.F., vermutete aber, dass es noch mehr geben könne. Die Anzahl der BSL-3-La-bore scheint sogar noch höher gewesen zu sein. Rhodes schrieb: „Keine einzige Bundesbehörde scheint zu wissen, wie viele dieser Labore es überhaupt in den USA gibt, und niemand ist offenbar für die Einschätzung der Risiken verantwortlich, die aus der Ausweitung dieser Hochrisiko-Labore erwachsen.“ Theoretisch werden sie durch das Federal Select Agent Program (s. https://www.selectagents.gov/ ) kontrolliert, das eine Liste aller Labore führt, die mit gefährlichen Erregern experimentieren. In einem Report des G.A.O. aus dem Jahr 2007 werden 276 Hochrisiko-Labore in den gesamten USA aufgezählt. Heute ist die tatsächliche Anzahl ziemlich sicher noch höher, weil in der Liste des Federal Select Agent Program’s vermutlich nicht alle gefährlichen Erreger erfasst sind.

Im Sommer 2008, zur gleichen Zeit, als das D.H.S. nach einem neuen Standort für die N.B.A.F suchte, teilte das FBI mit, es habe den Absender der Milzbrandbriefe ermittelt. Es handle sich um Bruce Ivins (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Bruce_Edwards_Ivins ), einen geistig verwirrten Mikrobiologen, der nach Bestehen der schärfsten Sicherheitsüberprüfung im United States Army Medical Research Institute of Infectious Diseases (abgekürzt U.S.A.M.R.I.I.D., s. unter https://de.wikipedia.org/wiki/United_States_Army_Medical_Re-search_Institute_ of_Infectious_Diseases ) in Fort Detrick im Bundesstaat Maryland gearbeitet habe. Ivins habe Selbstmord begangen, bevor er offiziell beschuldigt werden konnte. Daraufhin haben Journalisten Fragen zu einigen gegen Ivins vorgebrachten Beweisen ge-stellt. Die gegen Ivins erhobenen Vorwürfe warfen auch verstörende Fragen nach der generellen Zuverlässigkeit der in Hochrisiko-Laboren Arbeitenden auf. Der Epidemiologe Ali Khan (s. https://en.wikipedia.org/wiki/Ali_S._Khan ) schrieb in seinem 2016 veröffentlich-ten Buch „The Next Pandedamic“: „Eine noch größere Gefahr als Terroristen, die sich Krankheitserreger verschaffen, könnten mit Krankheitserregern hantierende Biologen sein, die zu Terroristen werden.“

Manhattan ist umgeben von einem wogenden Meer gelben Grases – dem letzten den USA verbliebenen Präriegebiet in den Flint Hills. „Kein anderswo wachsendes Gras erhöht das Gewicht von Rindern schneller und preiswerter,“ schrieb Jim Joy, ein Historiker, der sich mit der Viehzucht auf Ranches beschäftigt. Im 19. Jahrhundert begannen Rinderzüchter aus Texas und anderen Bundesstaaten ihre Herden über Land zum Grasen in die Flint Hills zu treiben. Heute ist Kansas das geografische Zentrum der US-Rindfleischindustrie und der US-Bundesstaat mit der drittgrößten Rinderzucht; auch seine Nachbarstaaten Nebraska, Oklahoma, Missouri und Colorado gehören zu den zehn führenden Rinderzucht-Staaten der USA.

Während das N.B.A.F.-Auswahlverfahren lief und danach regten sich viele Wissenschaftler über die „verschrobene Idee“ auf, ein Hochrisiko-Labor zur Erforschung von Tierkrankheiten inmitten eines Rinderzucht-Staates zu installieren. Laura H. Kahn (s. https://ww-w.princeton.edu/~lkahn/Site/Welcome.html ), eine Ärztin, die an dem Forschungsprogramm „Wissenschaft und globale Sicherheit“ der Princeton University (s. https://sgs.princeton.edu/ ) beteiligt ist, sagte mir: „Das ist total verrückt und macht doch keinen Sinn.“ Abigail Conrad (s. http://www.abigailconrad.com/about ), die als Entwicklungsbiologin an der Kansas State University gearbeitet hat, als das D.H.S. sich entschied, die N.B.A.F dorthin zu verlegen, nannte diese Entscheidung „haarsträubend“ und; ihr Mann Gary, der ebenfalls Biologe ist, bezeichnete die getroffene Auswahl als „eigentlich kriminell und saudumm“.

Mit Maul- und Klauenseuche infizierte Tiere mit gespalteten Hufen – also Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine, Rehwild und Büffel – bekommen Fieber und einen schmerzhaften Blasenausschlag. Die Milchproduktion von Kühen sinkt, erwachsene Tiere verlieren Gewicht, und junge Tiere können sterben. Auch ein genesenes Tier bleibt ansteckend. Nach einem Artikel, der 2013 in der Fachzeitschrift Preventive Veterinary Medicine (Vorbeugende Tiermedizin, s. https://www.sciencedirect.com/journal/preventive-veterinary-medicine ) veröffentlicht wurde, kann es auch in Staaten, die offiziell frei von Maul-und Klauenseuche sind, zu gelegentlichen Ausbrüchen der Krankheit kommen, deren Bekämpfung enorme Kosten verursacht. Als 2001 die Maul- und Klauenseuche in England ausbrach, durften betroffene Gebiete nicht mehr bereist werden; der Tourismus aus dem Ausland nahm um 10 Prozent ab. Damals mussten nach heutigem Wert fast fünf Milliarden Dollar aufgebracht werden, um die Seuche einzudämmen, deren Entstehung nicht geklärt werden konnte.

2007 gab es in Großbritannien einen weiteren, kleineren Ausbruch der Maul- und Klauenseuche mit nur acht infizierten Tieren. Nachforschungen ergaben, dass die Erreger aus dem Pirbright Institute (s. https://en.wikipedia.org/wiki/Pirbright_Institute ), einem weltberühmten Hochrisiko-Biolabor zur Erforschung von Tierkrankheiten in Surrey, kamen. Ein älteres Laborgebäude in Pirbright hatte ein defektes Abflussrohr, durch das vermutlich lebende Viren nach außen entweichen konnten; diese gelangten nach starken Regenfällen vermutlich ins Oberflächenabwasser und wurden über Autoreifen verbreitet. Für das G.A.O. ist es deshalb sehr wichtig, Hochrisiko-Biolabore nur auf Inseln zu betreiben, „weil immer das Risiko besteht, dass Krankheitserreger entweichen“. Aus diesem Grund dürfen Erreger der Maul- und Klauenseuche nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des US-Landwirtschaftsministers aufs Festland der USA gebracht werden.

Auf längere Sicht scheinen Lecks auch in Hochrisiko-Biolaboren unvermeidlich zu sein. Im März 2004 hat sich ein Doktorand der Medizin, der am Nationalen Institut für Virologie in Peking an der Erforschung des Sudden Acute Respiratoy Syndrome (abgekürzt SARS, s. https://de.wikipedia.org/wiki/Schweres_akutes_Atemwegssyndrom ), arbeitete, selbst infiziert und eine Krankenschwester angesteckt, die weitere fünf Personen infizierte – darunter auch ihre Mutter, die verstarb. 2006 infizierte sich eine Wissenschaftlerin der Texas A&M University (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Texas_A%26M_University ) mit Brucellen (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Brucellen ), als sie Geräte desinfizierte. 2014 fanden Arbeiter, die einen Lagerraum in den National Institutes of Health in Maryland (s. https://de.wi-kipedia.org/wiki/National_Institutes_of_Health ) aufräumten, Glasröhrchen mit Pocken-Viren, also Erreger einer Krankheit, die seit 1980 als ausgerottet galt. Die Wissenschaftler hatten geglaubt, außer einer Probe in Sibirien und einer anderen in Atlanta seien alle Pocken-Viren vernichtet worden. Im gleichen Jahr gaben die Centers for Disease Control and Prevention, (abgekürzt C.D.C., s. https://de.wikipedia.org/wiki/Centers_for_Disease_Control_and_Prevention ) zu, dass aus Versehen 84 Arbeiter mit lebenden Milzbrand-Erregern in Kontakt gekommen waren, weil Proben mit nicht abgetöteten Erregern an andere Labore verschickt wurden. Bei der Untersuchung dieses Vorfalls wurde entdeckt, dass es im vorherigen Jahrzehnt vier weitere Lecks gegeben hatte.

Auch in militärischen Laboren passieren Fehler. 2015 gestand das US-Verteidigungsministerium, im vergangenen Jahrzehnt seien vom Dugway Proving Ground der U.S. Army in Utah (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Dugway_Proving_Ground ) 575 Sendungen mit lebenden Milzbrand-Erregern an 194 Labore in den USA und sieben anderen Staaten verschickt worden (s. dazu unbedingt auch http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/ LP15215_150815.pdf ). Arbeiter, die beauftragt waren, die Milzbrandsporen vor dem Ver-sand durch Bestrahlung inaktiv zu machen, hatten nicht überprüft, ob ihnen das auch gelungen war. USA Today veröffentlichte 2015 unter dem Titel „Biolabs in Your Backyard“ (Biolabore in Ihrem Hinterhof) ein Video (s. https://newsvideo.su/video/3374432 ) über Hunderte von Sicherheitsmängeln und Unfällen in Hochrisiko-Laboren, und 2014 berichtete The Guardian, in britischen Hochrisiko-Laboren seien in fünf Jahren mehr als einhundert Beinahe-Lecks oder Unfälle registriert worden.

Mit verstärkten Mauern und hoch entwickelten Luftfiltern sind die modernsten Hochrisiko-Labore sicherer als jemals zuvor. Allerdings ist kein Labor auf Dauer total abzuschotten. Sogar Labore auf Inseln haben Schwachstellen: Die Isolierung, die sie sicherer machen soll, treibt nicht nur die Baukosten, sondern auch die Kosten für Wartung und Modernisierung in die Höhe. Außerdem sind sie Unwettern ausgesetzt, die ihre Infrastruktur beschädigen und Angestellte davon abhalten können, notwendige Sicherungsarbeiten vorzunehmen. Nach Ansicht Larry Barretts, des Direktors des Animal Disease Center’s auf Plum Island, ist auch Wasser keine unüberwindliche Barriere für Krankheitserreger: Ein Wind ausreichender Stärke könne Erreger der Maul- und Klauenseuche in feuchter Luft sogar über eine Wasserstraße tragen.

Es ist verlockend, in der Errichtung neuer Laborgebäude die richtige Antwort auf biologische Bedrohungen zu sehen. Weniger Laboren müssen in einer Krise nicht zwangsläufig zum Engpass werden. „Wir waren nicht ausreichend auf die schnelle Massenübertragung des neuen Coronavirus, eines Erreger der Sicherheitsstufe BSL-3, vorbereitet, auch weil die Centers for Desease and Prevention (abgekürzt C.D.C., s. https://de.wikipedia.org/wiki/ Centers_for_Disease_Control_and_Prevention ) und die Food and Drug Administration (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Food_ and_Drug_Administration ) nicht in der Lage waren, den Gesundheitsämtern diagnostische Tests (zur Erkennung von COVID-19 ) in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen,“ stellte Ali Khan fest. Filippa Lentzos, eine führende Er-forscherin biologischer Bedrohungen am King’s College in London, erklärte: „Es fehlt nicht an Laboren,“ und fuhr fort, die größte Herausforderung bei der Bekämpfung des neuen Coronavirus sei das Aufspüren von Kontaktpersonen sowie das Unterbinden falscher In formationen und die Verbreitung richtiger Zahlen in der Öffentlichkeit.

Es steht nicht in Frage, dass die Welt Labore wie die N.B.A.F. braucht. Die Frage ist aber, wie viele Labore in der Art der N.B.A.F. sind überhaupt notwendig? Wenn eine Regierung Brände effektiver bekämpfen will, kann sie mehr Feuerwachen bauen, ohne dadurch die Brandgefahr zu erhöhen. Für Hochrisiko-Labore trifft das aber nicht zu. Die Erforschung neuer Krankheitserreger reduziert zwar das kollektive Erkrankungsrisiko, die Errichtung immer neuer Labore erhöht es aber. 2016 haben Frau Lentzos und Gregory Koblentz, ein anderer Experte für Biosicherheit der George Mason University (s. https://de.wikipedia.org/ wiki/George_Mason_University ), ein Papier veröffentlicht, in dem festgestellt wird, dass eine dramatische Steigerung der Anzahl der Hochrisko-Labore und der darin mit gefährli-chen Krankheitserregern experimentierenden Wissenschaftler das kollektive Erkrankungsrisiko sogar erhöht. Sie wiesen auf mehrere potenzielle Gefahrenquellen hin: die Freisetzung von Erregern durch Unfälle und Schäden an Gebäuden, die Infizierung von in den Laboren Arbeitenden, die Entwendung infizierter Materialien und vorsätzliche Sabotageakte von Mitarbeitern. Außerdem könnten ausländische Regierungen die massive Ausweitung der Erforschung von Krankheitserregern in den USA, die häufig vom US-Verteidi-gungsministerium gefördert wird, auch als Vorbereitung auf einen Krieg mit Biowaffen ansehen, was ein biologisches Wettrüsten in Gang setzen könne.

In ihrem Papier untersuchen Filippa Lentzos und Gregory Koblentz auch noch andere Probleme, deretwegen die Regierung auf den Bau neuer Hochrisiko-Labore verzichten sollte. Weil der Bau und die Unterhaltung solcher Labore sehr kostspielig sei, wäre es klug, darauf zu verzichten, wenn sie nicht nachhaltig betrieben werden könnten. Die Finanzierung von Hochrisiko-Laboren sei nicht mehr gesichert, weil der Kongress zur Bekämpfung des Coronavirus ein Maßnahmenpaket im Wert von mehr als 8 Milliarden Dollar genehmigt habe. Das im Februar verabschiedete Budget des Weißen Hauses für 2021 sehe aber die Kürzung des C.D.C.-Etats um 16 Prozent vor; daraus resultiere auch eine Reduzierung der Gelder für das Public Health Preparedness and Response Program (s. unter http://ww-w.phf.org/programs/preparednessresponse/Pages/Public_Health_Preparedness_and_Re-sponse.aspx ) um 25 Millionen Dollar und der Gelder für das Hospital Preparednes Program (s. https://www.phe.gov/Preparedness/planning/hpp/Documents/hpp-intro-508.pdf ) der Human Services Initiative (s. https://www.nationalassembly.org/initiatives/national-ref-raming-initiative/ ) um 18 Millionen Dollar, mit denen auch die regionalen Behandlungszentren für an Ebola oder anderen seltenen Erkrankungen Leidende finanziert würden.

Die mangelhafte Kontrolle durch die Regierung sei ein weiterer zu beachtender Faktor. Durch Regeln und Vorschriften müsse verhindert werden, dass gleiche Forschungsvorhaben doppelt (oder sogar mehrfach) betrieben würden; außerdem seien wissenschaftliche Qualitätsstandards einzuhalten und Transparenz herzustellen. Bis die Regierung diese Anforderungen durchgesetzt habe, solle die Anzahl der Hochrisko-Biolabore keinesfalls weiter erhöht werden, fordert Frau Lentzos. Die Aufsicht der US-Regierung über die Hochrisko-Labore ist bisher sehr schlecht organisiert. Sowohl die National Institutes of Health (s. https://www.nih.gov/ ) als auch die Occupational Health and Safety Administration (s. https://www.osha.gov/ ) sind für die Aufsicht zuständig, und auch das Federal Select Agent Program (s. https://www.selectagents.gov/ ) kontrolliert Labore, die mit Erregern experimentieren, die auf seiner List verzeichnet sind. Trotzdem beschäftigen sich einzelne Labore immer wieder mit Erregern, die nicht auf der offiziellen Liste stehen. 2017 haben zum Beispiel Forscher in Kanada mit Pferdepocken-Viren experimentiert, obwohl diese Krankheit als besiegt gilt. Menschen können zwar nicht an Pferdepocken erkranken, können wir aber sicher sein, dass andere Labore nicht auf die Idee kommen, auch mit Pocken-Viren zu hantieren, die Menschen befallen können?

Nach seinem 2007 veröffentlichten Report hat das G.A.O. noch zwei weitere Berichte über die ständige Erhöhung der Anzahl von Hochrisiko-Laboren vorgelegt. „Was die Errichtung von Biolaboren der Sicherheitsstufen BSL-3 und BSL -4 angeht, gibt es offensichtlich keine übergreifende Strategie,“ kritisierte Tim Persons, der derzeit führende Wissenschaftler des G.A.O., in dem 2016 von ihm vorgelegten Bericht und stellte außerdem fest, die praktizierte Aufsicht über die Hochrisiko-Labore sei eher fragmentarisch und verlasse sich weitge-hend auf „Selbstüberwachung“.

Das 47 Acres (19 ha) große Grundstück, das die N.B.A.F. aufnehmen soll, liegt im Norden des Campus der Kansas State University. Es ist etwa ein halbe Meile (800 m) vom Football-Stadion entfernt, in das bei Spielen 50.000 Fans der (Uni-Mannschaft) Wildcats passen, und rund 1.000 Fuß (100 m) von der Schaf- und Ziegenweide der Uni und dem Altersheim Meadowlark Hills. Es grenzt direkt an eine Wohneinheit mit 58 Sozialwohnungen für Geringverdiener. Das Labor soll 2023 betriebsbereit sein und 1,25 Milliarden Dollar kosten – rund dreimal so viel, wie ursprünglich veranschlagt.

Manhattan hat nur ein Krankenhaus – das Ascension Via Christi Hospital (s. https://health-care.ascension.org/Locations/Kansas/KSWIC/Manhattan-Ascension-Via-Christi-Hospital-in-Manhattan ) mit 90 Betten. Carolyn Koehn, seine Direktorin für Sicherheit und Notfallmanagement, erklärte, man brauche sich nicht speziell auf einen unbeabsichtigten Erreger-Ausbruch aus der N.B.A.F. vorzubereiten: „Wir verfügen bereits über einen umfassenden Notfallplan, könnten schnell reagieren und vertrauen voll auf unsere Kompetenz.“ In ihrem Krankenhaus arbeiteten bereits Fachärzte für ansteckenden Krankheiten und geschultes Pflegepersonal, und es verfüge über eine bestens ausgestattete Quarantänestation. David Hogg, der früher Koordinator des Notfallmanagements im Landwirtschaftsministerium das Bundesstaates Kansas war und jetzt für das National Agricultural Biosecurity Center an der Kansas State University (s. http://www.virtualbiosecuritycenter.org/organiza-tions/national-agricultural-biosecurity-center/ ) arbeitet, erzählte mir, die Staatsregierung führe seit sieben Jahren jährlich eine Notfallübung durch, bei der schon wiederholt ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche simuliert worden sei. An diesen Übungen hätten 350 Personen aus verschieden Bundesbehörden und Institutionen des Staates Kansas teilgenommen. Wie Frau Koehn ist auch er davon überzeugt, auf alles vorbereitet zu sein.

Die N.B.A.F.-Befürworter haben schon häufig versichert, die Verlegung dieser Einrichtung nach Manhattan sei völlig risikofrei. „Das wird höchstwahrscheinlich das sicherste Labor werden, das jemals gebaut wurde,“ hat ein Politikberater aus dem Büro des Gouverneurs Sam Brownback (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Sam_Brownback ) bereits auf einer öffentlichen Anhörung im Jahr 2012 getönt. Im gleichen Jahr zitierte die Zeitung Manhattan Mercury Lyle Butler, den Präsidenten der Handelskammer, der behauptet hatte: „Bestehende BSL-4 -Labore funktionieren völlig störungsfrei.“ Die Politikwissenschaftlerin Kennette Benedict (s. https://en.wikipedia.org/wiki/Kennette_ Benedict ), die auf das Fachgebiet Wissenschaft und Sicherheitspolitik spezialisiert ist, hat sich auch mit dem „Mythos von der 100-prozentigen Sicherheit“ befasst, der es Planern zwar ermögliche, der Öffentlichkeit riskante Projekte zu verkaufen, sie aber in große Verlegenheit bringen könne, wenn sich ihre Gefahrenanalyse als falsch erweise. In einem 2014 für das Bulletin of the Atomic Scientists verfassten Artikel wies Frau Benedict darauf hin, dass dieser Mythos auch den Grundstein für die Fukushima-Katastrophe in Japan im Jahr 2011 gelegt habe.

Die Genehmiger und Betreiber von Atomkraftwerken haben auf diesen Mythos gesetzt und behauptet, sie hätten alles getan, um die Kernkraft sicher zu machen. Der Mythos führte dann aber zu einem perversen Ergebnis: Hätten die Kraftwerksbetreiber notwendige Verbesserung vorgenommen oder Katastrophenschutzübungen durchgeführt, hätten sie damit vor der Öffentlichkeit zugeben müssen, dass die Kernkraft doch nicht so sicher ist, wie sie den Menschen vorgegaukelt haben, und diese hätten dann das Vertrauen in die Kernkraft verloren. Weil sie diesen Vertrauensverlust fürchteten, verzichteten die Kraftwerksbetreiber lieber auf notwendige Sicherungsmaßnahmen und versuchten vorhandene Probleme zu vertuschen.

Als die National Academy of Sciences (s. http://www.nasonline.org/ ) die 2010 vom D.H.S vorgenommene Risikobewertung zur N.B.A.F.-Verlegung kritisierte und die Wahrscheinlichkeit, dass es in 50 Jahren zu einem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche kommen könnte, mit 70 Prozent einschätzte, legte das D.H.S. eine „aktualisierte“ Bewertung vor, nach der das Risiko nur noch bei 0,1 Prozent lag. Das Prüfungskomitee der Akademie hielt die korrigierte Risikobewertung für „extrem unwahrscheinlich“ und kritisierte sie als „allzu optimistisch“, weil sie den Faktor „menschliches Versagen“ in Bezug auf fahrlässigen Umgang mit verseuchtem Material und gefährlichen Erregern und übersehene Lecks „total unterschätze“. Das Prüfungskomitee kam zu dem Schluss, „die vom D.H.S. vorgenommene Risikoeinschätzung sei viel zu niedrig und stehe im Widerspruch zu allen Einschätzungen, die für ähnlich komplizierte Systeme vorlägen. Das Prüfungsergebnis der National Academy of Sciences hatte aber keine aufschiebende Wirkung. Die Errichtung der Laborgebäude begann 2013. Im Laufe der Zeit können also sogar ursprünglich als extrem hoch eingeschätzte Risiken auf Normalmaß schrumpfen.

An einem sonnigen, eiskalten Morgen im letzten Winter stieg Matt Anderson, Stephen Andersons Sohn, in die Fahrerkabine seines mit verkrustetem Schlamm bedeckten grauen Pickups, der so umgerüstet ist, dass von seiner Ladefläche dicke Heurollen abgespult werden können. Mit seiner Frau Julia, ihrem verheirateten Sohn und ihrer Schwiegertochter betreibt Anderson jetzt die Familienranch außerhalb des Ortes Almas in Kansas, der 25 Meilen (40 km) südöstlich von Manhattan liegt. Die Andersons züchten Rinder: Sie ziehen rund 500 Angus-Kälber von der Geburt bis zum Alter von ein bis zwei Jahren auf und lassen sie dann versteigern. Ihr Tiere landen auf Weiden im westlichen Kansas, in Iowa, und Nebraska – wo in Herden mit bis zu 50.000 Rindern ideale Bedingungen für die Verbreitung von Seuchen bestehen. Während sein Vater, der vor ein paar Jahren starb, noch lautstark gegen die N.B.A.F.-Verlegung nach Manhattan protestierte, verbringt Matt den größten Teil seiner Zeit mit der Aufzucht seiner Kälber, der Reparatur von Zäunen, mit Buchhaltung und anderen in seinem Betrieb anfallenden Arbeiten. „Ich brauche meine ganze Zeit für meinen Job,“ betonte er, als er wegfuhr. Die meisten Rancher befürchten nur, dass die Maul- und Klauenseuche mit importiertem Rindfleisch eingeschleppt werden könnte. Matt denkt nur noch gelegentlich daran, dass Erreger dieser Seuche auch aus dem Biolabor in Manhattan entweichen könnten.

Kimberly Dodd rechet damit, dass sie irgendwann zwischen 2021 und 2023 nach Kansas umziehen wird. Sie freut sich auf verbesserte Arbeitsbedingungen, größere Labore, mehr Untersuchungsaufträge und die Verdopplung ihres Personals. Sie will gern wieder in einem Labor der Sicherheitsstufe BSL-4 arbeiten und mit Erregern experimentieren, die von Tieren auf Menschen überspringen können – mit dem Nipah- und dem Ebola-Virus oder dem Erreger des Krim-Kongo-Fiebers (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Krim-Kongo-Fieber ). Wenn sie Manhattan besucht, fliegt sie nach Kansas City und fährt auf dem Highway 70 zwei Stunden nach Westen – häufig von Kollegen aus New York begleitet, die ihre neue Umgebung kritisch sehen. Sie erzählte mir: „Ich sage ihnen immer, warten Sie, bis die ersten Hügel kommen. Wenn dann die Flint Hills im Licht der späten Nachmittagssonne auftauchen, sind sie begeistert.“

Die Protestierenden in Kansas haben eingesehen, dass sie gegen das starke Bündnis von Interessenvertretern aus Politik und Wirtschaft nicht ankommen und die N.B.A.F nicht verhindern können. Seit 2019 weist unweit der Plakatwand mit der Aufschrift „No NBAF Germ Lab!“ ein Werbeschild auf das Hotel Parkwood Inn & Suites hin, das nur 10 Häuserblocks von der Kansas State University entfernt ist.

„Wenn dieses Labor eröffnet ist, werden wir Manhattan jedes Jahr für drei bis vier Monate verlassen, um unser Erkrankungsrisiko zu mindern,“ sagte mir Bart Thomas, der Eigentümer einer Werbefirma (und Aufsteller der Plakatwand), in seinem Büro. Später traf ich mich noch mit Sylvia Beeman, der ehemals protestierenden Forschungsmitarbeiterin, und mit dem Tischler und Umweltaktivisten Bill Dorsett im Café Sparrow gegenüber dem Uni-Campus.

„Ich fühle mich so schuldig, weil ich aufgegeben habe, äußerte Frau Beeman.

„Wir haben gute Arbeit geleistet,“ ergänzte Dorsett. „Aber der rollende Stein, den wir aufhalten wollten, war zu groß für uns.“

„Die Menschen in Kansas sind einfach zu nett,“ fügte Frau Beeman hinzu. „Sie machen nicht gern Wellen.“

(Wir haben den Artikel komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in Klammern versehen. Infos über die Autorin sind aufzurufen unter https://en.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Eaves .)

________________________________________________________________________

Unser Kommentar

Das United States Army Medical Research Institute of Infectious Diseases (abgekürzt U.S.A.M.R.I.I.D., s. unter https://de.wikipedia.org/wiki/United_States_Army_Medical_Research_Institute_of_Infectious_Diseases ) in Fort Detrick im Bundesstaat Maryland musste auf Anordnung der Centers for Disease Control and Prevention (abgekürzt C.D.C., s. https://de.wikipedia.org/wiki/Centers_for_ Disease_Control_and_Prevention ) im Juli 2019 wegen bestehender Sicherheitsmängel geschlossen werden (s. unter https://www.the-scientist.com/news-opinion/cdc-shuts-down-army-labs-disease-research-66235 ). Nach Recherchen der New York Times waren im Abwasser dieses Hochrisiko-Labors gefährli-che Krankheitserreger gefunden worden (s. unter https://www.nytimes.com/2019/08/05/ health/germs-fort-detrick-biohazard.html ). In dieser von der U.S. Army betriebenen Einrichtung der Sicherheitsstufe BSL-4, die als führendes Biowaffen-Labor des US-Verteidigungsministeriums gilt, hat auch der Milzbrand-Attentäter Bruce Ivins gearbeitet (s. S.7 des übersetzten Artikels).

In der chinesischen Stadt Wuhan fanden vom 18. bis 27. Oktober 2019 die „Militärweltspiele 2019“ statt (s. https://www.presseportal.de/pm/137281/4407808 ), an denen auch rund 200 US-Soldaten teilgenommen haben. Mitte November 2019 trat in dieser Stadt erstmals eine unbekannte Lungenkrankheit auf (s. http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/ LP_19/LP02120_130320.pdf ).

Das führende Biowaffen-Labor der U.S. Army in Fort Detrick durfte erst Ende März 2020 seine Arbeit fortsetzen (s. https://www.military.com/daily-news/2020/04/01/cdc-lifts-shut-down-order-army-biolabs-fort-detrick.html ).

Dem sehr empfehlenswerten Artikel „COVID -19 – eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen“ des Schweizers Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt , der unter https:// www.mittellaendische.ch/2020/04/07/covid-19-eine-zwischenbilanz-oder-eine-analyse-der-moral-der-medizinischen-fakten-sowie-der-aktuellen-und -zuk%C3%BCnftigen-politischen-entscheidungen/ aufzurufen ist, haben wir folgende, auf die Herkunft des Coronavirus be-zogene Passage entnommen:

Beim Coronavirus könnte es sich auch „um ein synthetisches Labor-Virus (handeln), denn genau daran wurde geforscht und der biologische Mechanismus der Krankheits-Erregung ist ja im Detail schon 2016 beschrieben worden. Die angefragten Virologen verneinen natürlich diese Möglichkeit, können sie aber auch nicht ausschliessen, nachzulesen im eben publizierten ‚Nature Medicine‘: ‚The proximal origin of SARS-CoV-2‘ von Kristian Andersen.“ (s. https://www.nature.com/articles/s41591-020-0820-9 ).

In dem unter https://www.globalresearch.ca/covid-19-all-truth-three -stages/5706329 auf-zurufenden Artikel von Larry Romanoff mit dem Titel „COVID-19: All Truth Has Three Sta-ges“ (COVID19 – Die drei Stufen der Wahrheit) ist zu lesen:

„Chinesische Virologen haben nachgewiesen, dass das Virus nicht vom Fischmarkt der chinesischen Stadt Wuhan, sondern aus den USA stammt – möglicherweise aus dem US-Biowaffenlabor in Fort Detrick, das im Juli 2019 wegen eines Lecks von den CDCs geschlossen worden war – und während der Militärweltspiele im Oktober 2019 nach China eingeschleppt wurde.

Virologen aus Japan und Taiwan kamen unabhängig voneinander ebenfalls zu dem Schluss, das Virus könne aus den USA stammen.“

Mögliche Schlussfolgerungen aus diesen Fakten müssen Sie selbst ziehen!

Hot zone in the heartland?

 

Diskussionen

2 Gedanken zu “Ein Hochrisiko-Biolabor im Kernland?

  1. man kann einen einfachen grippevirus zu einem killervirus machen indem man so wie in Wuhan passiert: jeden mit grippesymptomen/husten/schnupfen/fieber einfach dazu zwingt in eine klinik/auffanglager zugehen, denn dort wird er auf jeden fall von den akuten grippeviren anderer betroffener kontaminiert/co-infektionen—wenn China von anfang an jeden mit grippesymptomen gezwungen hätte sich in häusliche quarantäne zu begebn, gäbe es nicht diese akute ansteckung/verbreitung durch die kliniken/konzentrationslager, deshalb wurde Wuhan unbeabsichtigt/beabsichtigt zu einem hotspot von dem aus dann der rest der welt angesteckt wurde, das gleiche gilt für alle andere länder in denen jeder mit symptomen/husten/schnupfen/fieber usw. gezwungen wurde sich in eine klinik zu begeben/einweisen zu lassen–die kliniken/auffanglager sind die ansteckungsherde/hotspots/killer, deshalb kann man in jeder ecke der welt eine ansteckungswelle auslösen/provozieren, wenn man die bevölkerung mit propaganda/angst dazu bringt sich freiwillig in eine klinik zu begeben

    Liken

    Verfasst von cource | 10. Mai 2020, 9:03
  2. soll suggerieren das die mikrobe/killervirus alles und das milieu nichts ist=reine angstmache propaganda–lasst euch nicht verarschen: ein manipulierter virus würde auch die produzenten befallen/killen, so viel verstand haben soche laboranten/psychopaten/zombies dann doch noch

    Liken

    Verfasst von cource | 8. Mai 2020, 10:19

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Archiv

%d Bloggern gefällt das: