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Ausland, Nordamerika

#MeToo gilt nicht für alle: Wie der Spiegel von schweren Vorwürfe gegen Joe Biden ablenkt

von Thomas Röper – https://www.anti-spiegel.ru

Schwere Vorwürfe gegen den Hoffnungsträger der Demokraten gegen Trump, Joe Biden. Er soll eine Frau sexuell belästigt haben, es ist von Vergewaltigung die Rede. Wo normalerweise die ganze Welle der Empörung der MeToo-Journalisten ausbricht, herrscht in diesem Falle absolute Ruhe.

Die MeToo-Debatte ist 2017 ausgebrochen, als Harvey Weinstein vorgeworfen wurde, Frauen sexuell belästigt zu haben. Die politisch korrekten Medien haben sich auf den Fall gestürzt und Weinstein verteufelt. Es begann eine unbeschreibliche Medienkampagne, in der Weinstein vorverurteilt wurde. Seinen mutmaßlichen Opfern wurde alles geglaubt, ihm hingegen nichts. Und auch vor Gericht wurde kein einziger Beweis präsentiert, aber Weinstein wurde zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt.

In der Folge gab es ungezählte andere Fälle. Placido Domingo zum Beispiel hat wegen Vorwürfen, er habe vor 30 Jahren ungebetene Küsschen verteilt, Engagements in den USA verloren. Bewiesen wurde nichts, eine Untersuchung fand keine Bestätigung. Aber der mediale Shiststorm war stärker.

Der Spiegel hat in der Woche, nachdem die Vorwürfe gegen Weinstein bekannt geworden sind, 18 Artikel zu dem Thema geschrieben. Darunter waren Vorverurteilungen mit Überschriften wie „Skandal um Harvey Weinstein — „Kultur der Komplizenschaft““ oder „Harvey Weinstein — „Genie und Arschloch“„.

Jetzt wirft eine Frau Joe Biden, dem Hoffnungsträger der Demokraten gegen Präsident Trump, sexuelle Belästigiung vor. Er soll sie 1993, sie war eine Mitarbeiterin von ihm, der damals Senator war, gewaltsam an eine Wand gedrückt, ihr unter den Rock gefasst und mit den Fingern in sie eingedrungen sein. Die Medien haben bei weit weniger schweren Vorwürfen, für die es außerdem nie Belege gegeben hat, schlimme Hetzkampagnen gestartet, siehe zum Beispiel Placido Domingo.

Im Falle von Joe Biden hingegen schrieb der Spiegel am 1. Mai lediglich, dass es die Vorwürfe gebe und dass Biden sie bestreite. Außerdem zitiert der Spiegel Mitarbeiter Bidens, die Bidens Dementi stützen. Und natürlich haben US-Medien, die gegen Trump und für Biden sind, die Vorwürfe untersucht:

„Große US-Medien, darunter die „Washington Post“ und die „New York Times“, starteten Recherchen, sprachen mit Reade, damaligen Weggefährten der Frau und früheren Mitarbeitern Bidens. Eindeutige Belege für ihre Darstellung fanden sie nicht. Es kamen zuletzt nach und nach weitere Informationsschnipsel an die Öffentlichkeit — was den Druck auf Biden steigerte, sein Schweigen zu brechen.“

Die Vorwürfe von Tara Reade, so heißt die Dame, sind in den USA schon am 3. April bekannt geworden. In Deutschland wurden sie weitgehend unter den Teppich gekehrt. Im Spiegel gab es am 17. April mal einen Bericht zu dem Thema, in dem man als Teilüberschrift im Artikel lesen konnte:

„Aussage gegen Aussage“

Das ist natürlich richtig. Aber man fragt sich, warum der Spiegel bei Weinstein, Domingo und so vielen anderen den Vorwürfen von Anfang an geglaubt und die Beschuldigten als schuldig dargestellt hat.

Nicht so bei Biden. Das verwundert umso mehr, weil es in der Vergangenheit schon öfters Vorwürfe von Frauen gab, Biden habe sie „unangemessen“ berührt. Als diese Frauen nun auf die aktuellen Vorwürfe wurden, sagten sie, sie hielten die Vorwürfe für glaubwürdig.

Ich erinnere daran: Als die Vorwürfe gegen Weinstein bekannt wurden, da hat die westliche Presse aufgeheult, alleine im Spiegel gab es innerhalb von einer Woche 18 Artikel. Und heute im Fall Biden?

Dabei gibt es einen handfesten Hinweis darauf, dass damals tatsächlich etwas passiert ist. Schon 1993, also in dem Jahr der angeblichen sexuellen Belästigung, hat die Mutter von Lara Reade in der Larry King Show angerufen. Für alle, die die Show nicht kennen: Larry King war der politische Talk-Star in den USA, seine Show lief erfolgreich 25 Jahre lang fast jeden Tag.

In dem Anruf wurde nicht über den Vorfall selbst gesprochen, die Mutter sagte aber, dass ihre Tochter für einen prominenten Senator gearbeitet habe und etwas zu erzählen habe, das aber aus Respekt „vor der Person“ nicht tun werde. Auch sagte sie, dass ihre Tochter vorher mit ihrem Problem von niemandem angehört worden sei und Washington nun verlassen habe. Von dem Anruf steht im Spiegel nichts, dabei weist er eindeutig darauf hin, dass damals etwas vorgefallen sein muss.

Tara Reade’s Mother Interview Clip on Larry King (1993)

Außerdem habe Lara Reade damals eine schriftliche Beschwerde eingereicht, die aber beim Senat „nicht aufzufinden“ sei, wie wir im Spiegel erfahren. Dazu gleich noch mehr.

Am 2. Mai hat der Spiegel einen weiteren Artikel über Joe Biden veröffentlicht, in dem es am Rande auch um die aktuellen Vorwürfe geht. Konkret geht es in dem Artikel darum, wie die Vorwürfe Joe Biden schaden könnten. Aber nicht etwa, weil da etwas dran sein könnte, im Spiegel klingen die Vorwürfe unglaubwürdig, sondern wegen Bidens Reaktion, oder besser dem Ausbleiben einer Reaktion:

„Nach Wochen des Schweigens hat sich Biden in dieser Woche endlich persönlich geäußert. Die Vorwürfe gegen ihn seien nicht wahr. „Ich sage ganz klar, das ist niemals, niemals passiert“, sagte er in einem Fernsehinterview.“

Wenn Weinstein sich wochenlang nicht geäußert hätte, wie hätten die Medien wohl reagiert? Biden lassen sie das durchgehen. Vor allem auch die US-Medien. Biden hat schließlich im April auch Interviews gegeben, aber die treuen Medien (wie zum Beispiel CNN, wo er mehrmals interviewt wurde) waren so freundlich, ihn nicht auf das heikle Thema anzusprechen.

Zu kritisieren hat der Spiegel bestenfalls, wie Biden mit der Sache umgeht:

„Biden selbst sagte im Herbst 2018, als der republikanische Kandidat für das Verfassungsgericht, Brett Kavanaugh, der versuchten Vergewaltigung beschuldigte wurde: „Wenn eine Frau mit solchen Anschuldigungen ins gleißende Licht der nationalen Öffentlichkeit tritt, sollte man zunächst davon ausgehen, dass sie grundsätzlich die Wahrheit sagt, unabhängig davon, ob sie Fakten vergisst.“ Umso unverständlicher finden viele Demokraten, dass Biden so lange brauchte, um sich persönlich zu erklären. (…) „Wie Biden in dieser Krise agiert, wird in den nächsten Wochen die alles entscheidende Frage sein“, schrieb die New York Times.“

Und das wichtigste Detail versteckt der Spiegel in einem kurzen Satz:

„Reade behauptet, sie habe sich bei Mitarbeitern Bidens über dessen Verhalten beklagt und eine Beschwerde beim Senat eingereicht. Diese Beschwerde ist nicht auffindbar. Reade sagt, sie besitze keine Kopie mehr. Falls in Bidens Unterklagen ebenfalls keine Hinweise auf den Vorfall zu finden sind, könnte das seine Aussage stützen.“

Was daran so wichtig ist? Ganz einfach: Biden hat die Öffnung der Archive abgelehnt. Das aber steht nicht im Spiegel.

Sexualle Belästigung gehört streng bestraft. Aber ohne Vorverurteilungen, denn in einem Rechtsstaat gilt die Unschuldsvermutung, bis ein Gericht das Gegenteil nachgewiesen hat. Diese Unschuldsvermutung galt für die Medien bei Weinstein und allen anderen (außer bei Bill Clinton) nicht. Bei Joe Biden hingegen bestehen die Medien auf der Unschuldsvermutung und machen das mutmaßliche Opfer unglaubwürdig. Biden darf anscheinend alles, wie wir bei den Millionen, die er aus der Ukraine an Bestechungsgeldern erhalten hat (wie Kontoauszüge belegen) schon gesehen haben.

#MeToo gilt nicht für alle: Wie der Spiegel von schweren Vorwürfe gegen Joe Biden ablenkt

Diskussionen

Ein Gedanke zu “#MeToo gilt nicht für alle: Wie der Spiegel von schweren Vorwürfe gegen Joe Biden ablenkt

  1. amerikaner lieben aggressives verhalten es symbolisiert: stärke/durchsetzungsvermögen/stamina/potenz aber sie lieben es auch jemanden den sie voher in den himmel gehoben haben, wieder erbarmungslos falle zu lassen, deshalb ist es unklug sich für ein schizophrenes publikum/volk zu verausgaben egal ob als politiker/künstler/sportler usw. usf. heutzutage im zeitalter der mutimorbiden weltbevölkerung ist es sinnvoller alle energie für eine gesundheitliche unabhängikeit einzusetzen, siehe die zigtausenden vorzeitigen todesfälle durch das versagen der symptom- und apparatemedizin/medikation usw. usf. , denn die stressbedingten krankheiten/bluthochdruck/diabetis/herz-kreislauferkrankungen usw. usf. sind der weltweite killer

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    Verfasst von cource | 4. Mai 2020, 9:31

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