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Ausland, Nordamerika

Das Gesicht des Kapitalismus

Übersetzung LZ

von Philip Guelpa – http://www.defenddemocracy.press

Dutzende von gestapelten verwesenden Leichen in ungekühlten Lastwagen im New Yorker Bestattungsinstitut gefunden

Von einem gruseligen Beispiel dafür, wie die COVID-19-Pandemie New York City verwüstet hat, berichteten die Behörden am Mittwoch über die Entdeckung von Dutzenden verwesenden Leichen, die in Lastwagen vor einem Beerdigungsinstitut in Flatlands, einem Arbeiterviertel in Brooklyn, gelagert wurden.

Auf Anrufe von Anwohnern, die sich über einen schrecklichen Gestank beschwerten, wurde die Polizei zum Tatort gerufen, wobei ein Anrufer berichtete, dass aus einem Lastwagen Blut austrat. Bei der Ankunft fanden sie zwei Lastwagen, die mit verwesenden Leichen vollgestopft waren. In den Nachrichtenberichten werden Anwohner zitiert, die sagten, der Anblick von Leichen auf dem Bürgersteig sei zu einer häufigen Erscheinung geworden. Die Szene erinnert an solche aus anderen Ländern.

Es wurde nicht sofort festgestellt, ob diese alle Opfer von COVID-19 waren, aber die erschütternde Zahl zusätzlicher Todesfälle aufgrund der Pandemie hat die bestehenden Leichenschauhäuser in der ganzen Stadt überfordert.

Bis heute sind mehr als 18.000 Einwohner an COVID-19 gestorben, was die normalen Methoden zur Entsorgung durch Totengräber oder Einäscherung stark belastet. Vor der Pandemie lag die normale Sterberate in New York City bei etwa 150 pro Tag. Auf ihrem Höhepunkt Anfang dieses Monats hatte die Rate etwa 800 erreicht.

Die Stadt musste auf Notfallmaßnahmen zurückgreifen, um mit der immensen Zahl von Leichen fertig zu werden. Dazu gehören das Ausheben von Massengräbern auf Hart Island, dem Armenfriedhof der Stadt seit 150 Jahren, auf dem bereits über eine Million Menschen begraben sind, und die Stationierung von Kühlwagen in Krankenhäusern und Bestattungsinstituten zur Zwischenlagerung der Verstorbenen. Bei den Lastwagen des Bestattungsinstituts in Brooklyn handelte es sich um einen Sattelzug und einen U-Haul, die beide nicht gekühlt waren. Krematorien dürfen nun rund um die Uhr betrieben werden, und die Stadt hat die Möglichkeit geprüft, Massengräber in öffentlichen Parks auszuheben.

Mike Lanotte, der Präsident der New Yorker Bestattungsunternehmer-Vereinigung, sagte in einem Interview mit CNBC: „Aufgrund der Todesfälle, deren Zeuge wir geworden sind, steht die gesamte Sterbebetreuungsindustrie in New York City derzeit definitiv unter großem Stress. Als wolle sie die Schwere der Krise betonen, berichtete die New York Post am Donnerstag, einen Tag nach der Entdeckung in Brooklyn, dass ein Bestattungsunternehmen in Queens mit vielen Dutzenden von Leichen überfüllt ist, die in Särgen auf ihre Einäscherung warten. Diese Einrichtung hat einen dramatischen Anstieg erlebt, von durchschnittlich sieben oder acht Leichen pro Woche auf mehr als 20 pro Tag.

Der Besitzer des Bestattungsinstituts in Brooklyn, Andrew T. Cleckley, berichtete, dass er und andere Bestattungsunternehmer von einem beispiellosen Zustrom von Leichen überwältigt wurden und dass er erst dann auf die Lastwagen zurückgriff, als seine Kapelle bereits mit über 100 Leichen gefüllt war und sein Gefrierraum nicht mehr funktionierte.

Cleckley sagte, dass er wegen der großen Nachfrage keine Kühlfahrzeuge bekommen konnte. Der Standort des Bestattungshauses war beim städtischen Bauamt nicht als Bestattungsunternehmen registriert, sondern als Standort für den Automobilverkauf und die Maschinenherstellung. Infolge der Entdeckung wurde das Bestattungsunternehmen vom Gesundheitsamt der Stadt wegen Verstößen registriert, doch bisher wurde noch keine Strafanzeige erstattet.

Der demokratische Bürgermeister von New York City, Bill de Blasio, beschrieb die Situation als „skrupellos“ und „absolut inakzeptabel“ und erklärte: „Ich habe keine Ahnung in der Welt, wie ein Bestattungsunternehmen so etwas zulassen kann“. Er behauptete, dass „eine beträchtliche Menge an Kühllastwagen verfügbar [ist]“.

Berichte aus dem ganzen Land sprechen jedoch über COVID-19-Opfer, die sich in den Fluren oder Versorgungsschränken von Krankenhäusern und Pflegeheimen stapelten, darunter ein Fall in Brooklyn, wo das Management 10 Leichen in einem Raum mit lebenden Bewohnern zurückgelassen hatte. Es sei darauf hingewiesen, dass dieser Umgang mit Toten aus der Arbeiterklasse in einem profitorientierten Bestattungssystem kein neues Phänomen ist.

Wie auch immer die unmittelbaren Umstände des besonderen Vorfalls im Bestattungsunternehmen in Brooklyn aussehen mögen, Tatsache ist, dass dieser schreckliche Vorfall zweifellos nur die Spitze des Eisbergs ist. Das Gemetzel, das New York City und den Rest der Welt überwältigt hat, ist das unvermeidliche Ergebnis des jahrzehntelangen Abbaus des Gesundheitssystems in der Stadt und auf der ganzen Welt sowie der kriminellen Unfähigkeit und einer Politik der bösartigen Vernachlässigung durch die herrschende Klasse, alles mit dem Ziel, die Profite der Unternehmen zu maximieren und ihnen Vorrang vor der Gesundheit und dem Wohlergehen der Arbeiterklasse einzuräumen.

The face of Capitalism

Diskussionen

5 Gedanken zu “Das Gesicht des Kapitalismus

  1. Wo ist denn jetzt der Kommentar wieder hinverschwunden???
    Ich vergass noch: Die sind ziemlich sicher an Hunger und dessen Folgeerscheinungen gestorben!
    https://dudeweblog.wordpress.com/2020/04/03/der-coronavirus-coup-detat-staatsstreich/

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    Verfasst von Dude | 5. Mai 2020, 11:00
  2. Vielen Dank für diese herrliche Satire!

    „Es wurde nicht sofort festgestellt, ob diese alle Opfer von COVID-19 waren“

    Natürlich nicht – denn an SARS-CoV2 ist noch kein Mensch gestorben. Wie soll man auch an einem Hoax sterben?
    Aber ich wette, im Totenschein steht als Todesursache bei ALLEN Corona!
    https://dudeweblog.wordpress.com/2020/05/03/bekenntnisse-aus-dem-grab-auch-ich-bin-jetzt-an-corona-gestorben/

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    Verfasst von Dude | 5. Mai 2020, 10:59
  3. Im Beitrag oben heißt es zur Lage in New York: „Vor der Pandemie lag die normale Sterberate in New York City bei etwa 150 pro Tag. Auf ihrem Höhepunkt Anfang dieses Monats hatte die Rate etwa 800 erreicht.“

    Dr. Wolfgang Wodarg hat sich soeben mit einer überraschend simplen medizinischen Erklärung für die geographisch (z.B. Italien, Spanien, einzelne US-Städte sowie Afrika) stark erhöhte Mortalität im Zusammenhang mit der angeblichen Pandemie (Corona) zu Wort gemeldet. Die beiden letzten Absätze seines hier zu findenden Beitrags:

    https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a2-covid-19-ein-fall-fuer-medical-detectives/

    lauten wie folgt:

    „Öffentlichkeit, Medien und Fachwelt scheinen sich kaum zu wundern, dass in New York und anderen Zentren mehr als doppelt so viele „African Americans“ sterben, wie wegen ihres Bevölkerungsanteils zu erwarten wäre. Auch in den Untersuchungen der Todesfälle in den USA und anderswo werden die durch G6PD-Mangel bestehenden Risiken nahezu immer ausgeblendet oder vergessen.

    Wenn gefragte Virologen und andere Fachleute seit längerem ankündigen, dass es in Afrika eine Welle von Toten und schreckliche Zustände in den Städten geben wird, wissen sie dann um diese Zusammenhänge? Oder gibt es andere belegbare Gründe, die solche folgenreichen Prophezeiungen rechtfertigen? Schließlich: Sind das alles nur Themen für die Wissenschaft oder auch für Staatsanwaltschaften und Gerichte?“

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    Verfasst von NO_NWO | 3. Mai 2020, 17:44
    • prekäre afro-americans denken/verhalten sich stärker über emotionen d.h. sie haben weniger kontrolle über ihren frust und versuchen mit frustfressen alle probleme zu lösen mit der folge von bluthochdruck/diabetis/herz-kreislauferkrankungen/fettleibigkeit usw. usf., deshalb werden sie öfter von den schwächeparasiten/viren/bakterien/pilze behelligt

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      Verfasst von cource | 3. Mai 2020, 20:24
  4. die Amerikaner sind extra nach Berlin gereist um sich über den untergang der ehemaligen DDR zu freuen, diese verächtliche schadenfeude/überlegenheitsgefühl rächt sich nun im eigenen land, denn die sozialen errungenschaften in den USA/BRD wurden nur eingeführt um die einfältigen/unbedarften Ossis abzuwerben, seit der wende werden alle sozialen errungenschaften insbeondere unter Trump massiv zurückgefahren—Amerikaner sind süchtig nach dem: learn the hard way

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    Verfasst von cource | 3. Mai 2020, 9:13

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