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Inland, Medien

Bizarres auf Rubikon

von Andreas Wehr – https://www.andreas-wehr.eu

„Es macht mich betroffen, dass dieser Artikel ausgerechnet auf einer Onlineplattform veröffentlicht wurde, auf der nicht weniger als 18 Artikel von mir stehen. Meine Zusammenarbeit mit diesem Organ werde ich nun beenden. Der Rubikon ist überschritten! Und ich würde es begrüßen, würden auch andere von mir geschätzte Autoren ihre Zusammenarbeit mit Rubikon überdenken. Wird die Corona-Pandemie auch noch furchtbar viel Leid und Elend bringen, einen kleinen Vorteil hat sie zumindest jetzt schon: Man weiß, wo wer wirklich steht. „

Ein Autor fordert auf der Onlineplattform Rubikon, allen Ernstes alten Menschen mit Vorerkrankungen im Fall der Erkrankung mit dem Corona-Virus die ärztliche Versorgung zu verweigern

Verabschiedet man sich in diesen Tagen am Telefon oder am Ende einer Mail, so heißt es oft: Pass gut auf Dich auf! Für mich hat dies einen besonderen Klang, muss ich doch jetzt besonders gut auf mich aufpassen. Der Grund: Ich habe eine fast 90-jährige Mutter, die alleine lebt und für die ich – zusammen mit meiner Schwester – sorge. Das bedeutet regelmäßiges Einkaufen, Begleitung zum Arzt und Besuche mehrmals in der Woche. Diese Besuche sind aber alles andere als Pflichttermine, denn trotz ihres hohen Alters ist meine Mutter geistig weiterhin voll präsent und verfolgt so das tägliche Geschehen mit großer Aufmerksamkeit – keine Spur von Demenz. Meine Mutter lebt leider sehr isoliert und sie kann aufgrund einer Gehbehinderung das Haus nicht mehr alleine verlassen. Die langjährigen Freunde sind nicht mehr da oder für Besuche zu krank. Eigentlich ideale Voraussetzungen für die jetzt verlangte Selbstisolation, wären da nicht ihre Kinder, die das todbringende Virus zu ihr bringen könnten.

Ich habe vor allem deshalb meine Sozialkontakte sehr stark eingeschränkt, verlasse das Haus nur noch zu sorgsam geplanten Einkäufen und benutze keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr. Außer Haus trage ich Gummihandschuhe und einen Wollschal vor dem Gesicht. Und doch ist da immer die Sorge, etwas nicht beachtet oder übersehen zu haben, jemandem zu nahe gekommen zu sein, den Einkaufswagen doch einmal ohne Handschuhe angefasst zu haben, und, und, und. Das Virus, das ich auf diese Weise an meine Mutter weitergeben könnte, wäre für sie eine akute Lebensbedrohung, wenn nicht gar ihr sicherer Tod.

So dürfte es gegenwärtig vielen Angehörigen alter Menschen gehen. Sie alle sorgen sich um ihre Liebsten, wollen sie sie doch nicht vorzeitig verlieren. Man sollte erwarten, dass es dafür gerade unter Linken Verständnis und Empathie gibt, schließlich sollte es doch deren wichtigstes Anliegen sein, den Menschen und hier zuallererst dessen Gesundheit, sein Leben in den Mittelpunkt zu stellen und ihn gegen eine kapitalistische „Wirtschaft, die tötet“, wie es Papst Franziskus einmal so klar ausdrückte, zu verteidigen.

Das wird aber leider auch ganz anders gesehen: Am 21. März 2020 veröffentlichte die Online Plattform Rubikon einen Artikel von Sven Böttchers mit der Überschrift „Die Pseudo-Krise“, in dem dieser die die Behandlung alter, durch das Corona-Virus erkrankter Menschen ausdrücklich ablehnt. Wörtlich heißt es darin: „Deshalb möchte ich morgen von allen offiziellen Stellen weltweit hören: Über 80-jährige mit drei Vorerkrankungen und frischer Lungenentzündung behandeln wir nicht auf Intensivstationen, die schicken wir zum Sterben nach Hause, denn sterben müssen ja alle. Jüngeren ist es auch wieder gestattet, Sterbenden die Hand zu halten. Und sich zu Trauerfeiern zu versammeln. Auf eigene Gefahr. Alte und gebrechliche Teilnehmer an Trauerfeiern sind auf diese bestehende Gefahr ausdrücklich hinzuweisen. Unsere Intensivstationen und unser medizinisches Personal stehen selbstverständlich jüngeren Corona-Lungenentzündungspatienten weiter offen. Die Mortalitätsrate bei U-80, nicht vorerkrankten Corona-infizierten Patienten liegt derzeit bei etwa 0 Prozent.“

Nach Böttcher wäre das damit verbundene Massensterben kein Problem, lediglich „eine logistische Krise“. Aus Gründen der „Ressourcen- und Klimaproblematik“ hätte es sogar Vorteile: „Stürben an oder mit Corona tatsächlich, wie von irgendwelchen Virologen (!) (nicht Epidemiologen) laut und panisch CFR-getönt wird, 4 Prozent der über 85-jährigen Infizierten und infizierte sich obendrein die gesamte Menschheit, hätten wir am Ende der Krise etwa 300 Millionen sehr alte Menschen ein paar Tage, Wochen oder Jahre zu früh verloren. Das wäre eine logistische Krise, in der Tat, weil wir nicht vorbereitet sind auf den Tod von 300 Millionen statt sonst 55 Millionen binnen eines Jahres. Auch dieses Armageddon-Worst-Case-Szenario stellte aber keine existenzielle Menschheitsbedrohung dar. Wir wären auch danach noch 7,5 Milliarden, unser Fortbestand wäre nicht im Geringsten gefährdet. (Im Gegenteil. Ressourcen- und Klimaproblematik sollten trotz der derzeitigen Panik noch nicht vollständig in Vergessenheit geraten sein).“

Mehr als der drohende Tod von hunderten von Millionen Menschen treibt Böttcher das persönliche Glück und das von seinesgleichen um: „Aber noch wesentlich beunruhigender ist, dass wir jetzt alles schrotten, was wir über Jahrhunderte so schwer erkämpft haben, was uns lieb und teuer und lebenswichtig ist: Freiheit, Grundrechte, die Zukunft unserer Kinder. Und alles wegen einer Lungenentzündung, an der nur uralte Leute sterben?“

Meiner 89-jährigen Mutter, sollte man also – ginge es nach Böttcher – im Falle einer Infektion die Versorgung verweigern. Schließlich ist sie ja alt, sehr alt sogar und aufgrund eines erlittenen Herzinfarkts liegt bei ihr eine Vorerkrankung vor. Nach seiner Logik also ein hoffnungsloser Fall. Alte Menschen haben übrigens fast immer Vorerkrankungen, wenn nicht sogar mehrere. Diabetes ist bekanntlich eine Volkskrankheit von der in Deutschland Millionen alter Leute betroffen sind. Aber auch viele jüngere Menschen haben ein Gesundheitshandikap, etwa ein geschwächtes Immunsystem aufgrund einer Krebsbehandlung. Jene, die jetzt behaupten, es sei ja alles gar nicht so schlimm, schließlich seien doch die meisten Opfer der Corona-Krise solche mit Vorerkrankungen, kennen das Leben nicht.

Das schreckliche Dilemma – dem gegenwärtig immer häufiger Klinikpersonal in Italien oder in Spanien ausgesetzt ist und das wahrscheinlich auch bald bei uns Realität sein wird – aufgrund fehlender Ressourcen die Patienten mit Hilfe des Triage-Systems, ein Verfahren, das bei objektiv unzureichenden medizinischen Ressourcen eine Behandlungspriorität bestimmt, nach Überlebenschancen selektieren zu müssen, ist für den Autor kein Problem. Darüber brauche man sich keine weiteren Gedanken machen, schließlich müssen wir alle irgendwann sterben.

Angegriffen wird in dem Artikel nicht der Skandal, dass aufgrund der neoliberalen Kürzungspolitik im Gesundheitswesen in den Staaten der EU heute, in Zeiten der Pandemie, nicht mehr allen Menschen gleichermaßen geholfen werden kann, nicht genügend Betten auf Intensivstationen und Beatmungsapparate zur Verfügung stehen. Diese Folgen neoliberaler Politik werden sogar gerechtfertigt und legitimiert, indem Böttcher einer großen Gruppe von Kranken der Anspruch auf eine angemessene Versorgung verweigert. Den neoliberalen Kürzungspolitikern wird eine solche Argumentation gefallen!

Der Rubikon-Artikel „Die Pseudo-Krise“ ist bizarr. Mehr noch: Er ist ein Skandal. Gefordert wird darin nichts anderes als die Aufgabe der Solidarität aller Menschen gegenüber dem Tod – die vielleicht wichtigste Errungenschaft der Menschheit. Aufgegeben werden soll diese Solidarität zugunsten des Schutzes von „Freiheit“ und „Grundrechten“. Diese Werte sollen jedoch wohlgemerkt nicht für alle gelten – nicht für die Alten! Für sie soll das Recht auf ärztliche Versorgung und damit das Recht auf Leben außer Kraft gesetzt werden. Die Forderungen Böttchers laufen auf die Selektion zwischen lebenswertem und lebensunwerten Leben als gerechtfertigte, ja anzustrebende Praxis hinaus. Verlangt wird nichts anderes als ein Zivilisationsbruch. Die Haltung von Böttcher ist zynisch und verachtenswert!

Es macht mich betroffen, dass dieser Artikel ausgerechnet auf einer Onlineplattform veröffentlicht wurde, auf der nicht weniger als 18 Artikel von mir stehen. Meine Zusammenarbeit mit diesem Organ werde ich nun beenden. Der Rubikon ist überschritten! Und ich würde es begrüßen, würden auch andere von mir geschätzte Autoren ihre Zusammenarbeit mit Rubikon überdenken. Wird die Corona-Pandemie auch noch furchtbar viel Leid und Elend bringen, einen kleinen Vorteil hat sie zumindest jetzt schon: Man weiß, wo wer wirklich steht.

Der Herausgeber von Rubikon, Jens Wernicke, schreibt in dem Aufmacher des Newsletters vom 21. März 2020, in dem der Artikel von Sven Böttcher enthalten ist, unter der Überschrift „Wir machen Journalismus“: „Und wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, nach Lektüre dieser journalistischen Qualitätskriterien (sic!) nun feststellen, dass Rubikon eine von sehr wenigen Stimmen der Vernunft in einem Meer der Unvernunft ist, und Sie es honorieren möchten, dass wir von Tag 1 dieser Krise an keine Fake News verbreitet, sondern klar und unbestechlich gegen den sich abzeichnenden neuen Totalitarismus angeschrieben haben, dann unterstützen Sie uns und unsere Arbeit bitte mit einer Spende, damit unsere Stimme auch in Zukunft unüberhörbar bleibt.“ Da gibt es aber mit Sicherheit sehr viel Sinnvolleres, was Unterstützung verdient!

P.S.: Der Artikel „Die Pseudo-Krise“ von Sven Böttcher findet sich als Podcast auch auf der Seite KenFm von Ken Jebsen.

https://www.andreas-wehr.eu/bizarres-auf-rubikon.html

Anmerkung:

Die LZ beensdet ebenfalls ab sofort jede Form von Zusammernarbeit mit Rubikon, solange dieser sich nicht für die Veröffentlichung dieses Artikels entschuldigt und ihn löscht.

 

Diskussionen

11 Gedanken zu “Bizarres auf Rubikon

  1. die festmachung der todesursache nur an dem coronavirus ist ideologie/fake news, auch in der vegangenheit sind ständig leute an den verschiedensten schwächeparasiten/viren u.a. grippeviren/bakterien/pilze ,und auch in viel größerer zahl gestorben—es sollte aber ein weckruf für alle sein die glauben mit ihrer gesundheit schindluder treiben zu können, das alleinige vertrauen auf die moderne medizin/pharma mit ihren impfungen/beatmungsgeräten usw. stellt sich leider wieder einmal als unzureichend heraus

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    Verfasst von cource | 29. März 2020, 14:48
  2. Hat Herr Böttcher denn nicht bedacht, daß häusliches Sterben von Patienten mit Lungenentzündung ein langes qualvolles Ersticken bedeutet!? Auch seine allgemeine Kritik am gesellschaftlichen Ausblenden der Endlichkeit des Lebens gewinnt unter den mit Corona gegebenen Vorzeichen einen üblen Geruch. Waren das bloß Ausrutscher?

    Es sieht aus, als seien diese ethischen Grenzüberschreitungen durchaus mit Bewußtheit erfolgt, da sie dem Rubikon-Magazin als dem großen „linken“ Propaganda-Outlet des CO2-gehebelten NWO-Faschismus subtilen Beistand leisten. Rubikons Propaganda unterstellt den Kritikern der Behauptung eines CO2-verursachten Klimawandels einen dümmlich-exzessiven egoistischen Konsumismus als Motiv für die Zurückweisung der „Wissenschaft“ des IPCC — überhaupt zeichnet das Rubikon-Magazin das stereotype Feindbild des dumm-gierigen Proleten im Verein mit einem dumm-gierigen Unternehmertum. Rubikons Feindbild dient einem faschistischen Großkapital, welches den wirtschaftlichen und politischen Freiheits- und Selbstbehauptungswillen aller unter ihm als Ausdruck von moralisch-intellektueller Niedertracht zu beschädigen bemüht ist! Wie alle Schäfer sammelt Rubikon seine Schäfchen unter dem Feldzeichen einer „höheren“ Moral.

    In seinem Beitrag fingiert Herr Böttcher, in der Corona-Debatte ganz auf Seiten von jenen Unethischen zu sein, die alles in den Wind schlagen, was ihren egoistischen materiellen Wünschen zuwiderläuft. Als ein Advocatus diavoli der Corona-Ungläubigen stellt er diese zugleich in die geistige Nähe des Unethischen überhaupt, nämlich des von ihm propagierten Zivilisationsbruchs, alte Menschen einem qualvollen Tod zu überlassen. Und so stellt er die Corona-Ungläubigen ethisch zugleich neben die CO2-Ungläubigen — und dient damit der sich als „links“ verkleidenden faschistischen Propagandalinie des Rubikon-Magazins in allerbester Weise.

    Böttchers Selbstpositionierung als dumm-gierig-unethisch paßt in keiner Weise in die vom Rubikon-Publikum erwartete Linie. Wie hat Sven Böttcher seinen Beitrag dennoch im Rubikon-Magazin veröffentlichen können? Er hat ihn ganz blöd und dumm passend gemacht. Indem er folgendes ganz blöd und dumm irgendwo unter einen Textabschnitt gepappt hat — in Klammern gestellt lesen wir folgende Passage: (Im Gegenteil: Ressourcen- und Klimaproblematik sollten trotz der derzeitigen Panik noch nicht vollständig in Vergessenheit geraten sein.)

    Rubikon, Propaganda-Outlet eines CO2-faschistischen Großkapitals, ist Perfidie mit dem Willen zum Endsieg.

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    Verfasst von NO_NWO | 29. März 2020, 12:19
  3. es gibt eine große diskrepanz zwischen den coronatodesfällen in den verschiedenen regionen, in deutschland sind die todesfälle sogar vernachlässigbar und überhaupt kein grund mehr für eine ausgangs-/kontaktsperre, es wird immer offensichtlicher, dass das coronavirus zur probeweise durchsetzung von einschränkungen im öffentliche leben benutzt wird, wenn jetzt auch noch truppenstationierung im inland+reservisten einberufung erfolgt kann es sich nur um einen übungsfall zur aufrechterhaltung der macht handeln—es gibt z.z. kein indiz mehr, dass in deutschland die gleichen todesfälle wie in Italien/Spanien auftreten werden–möglicherweise hat das coronavirus eine selektive komponente, jedenfalls ist die generelle altersimmunschwäche in fast allen regionen der welt gleich

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    Verfasst von cource | 28. März 2020, 10:04
  4. Euch passt ein Artikel nicht, und schon ruft ihr dazu auf, ein anderes Medium zu boykottieren, sogar ein alternatives?

    Divide et impera. Bewährt seit Jahrtausenden, und funktioniert noch heute. Aber nur, weil die Mehrheit das Prinzip immer noch nicht durchschaut hat. Offenbar müssen wir auch die Linke Zeitung dazu zählen.

    Soll ich nun wegen diesem Artikel zum Boykott der Linken Zeitung aufrufen, weil er mir nicht passt? Ich muss ehrlich zugeben, dass ich zumindest versucht war, euer Medium aus meinem täglichen Newsfeed zu kippen, bis ich mich selber ertappt habe, sie ich so auch zum Erfüllungsgehilfen der Divide-Imperialisten würde.

    Daher lasse ich es bei dem Aufruf: Bitte veröffentlicht nicht solche Artikel. Danke!

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    Verfasst von Lonely Loon | 28. März 2020, 8:57
    • Der Rubikon ist schon lange ein alternativ sich gebendes New green deal Propagandaorgan und damit ein Sprachrohr des „grünen“ Kapitals. Mit diesem sozialdarwinistischen Artikel wurde jedoch der Rubikon zur Inhumanität überschritten und das geht gar nicht. Das Narrativ vom „Lebensunwerten Leben“ ist ein typisches faschistisches Ideologiefragment.

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      Verfasst von LZ | 28. März 2020, 9:09
      • Wenn ich eure Antwort lese („Propagandaorgan“, „typisches faschistisches Ideologiefragment“), habe ich das Gefühl, ich lese einen Text aus der FazTaz. Müssen wir nun fürchten, dass die Linke Zeitung von Antideutschen gekapert worden ist?

        Ich mahne zu mehr Gelassenheit. Kommt wieder runter, bitte. Ob besagter Rubikon-Text tatsächlich von „lebensunwertem Leben“ spricht, ist eine Frage der Interpretation. Meines Erachtens tut er es klar nicht. Dem Artikel sowas zu unterstellen, grenzt für mich an Böswilligkeit. Aber vielleicht ist es ja auch nur Unsicherheit, schwierig zu sagen.

        Ich werde die Linke Zeitung weiterhin lesen, die meisten Artikel (im Moment noch?) gerne. Müsste ich aber eine Entscheidung treffen, wem ich weiterhin folgen und vertrauen soll, der Linken Zeitung oder Rubikon, müsste ich nicht lange überlegen.

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        Verfasst von Lonely Loon | 29. März 2020, 6:11
  5. jeder kommt irgendwann in kontakt mit dem coronavirus und dann entscheidet die immunabwehr wer überlebt egal ob mit oder ohne beatmungsgerät, deshalb ist es so wichtig: ein leben lang nicht auf verschleiß zu fahren/das immunsystem unnötigerweise zu schwächen—jeder hat es in der hand auf status/konsum/geld zu verzichten und dafür ein stressfreies unbeschwertes leben zu führen

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    Verfasst von cource | 27. März 2020, 23:13
  6. Die Klassenfront verläuft nicht entlang eines „Produktlebenszyklus“, übertragen auf die Menschen und die Verfügbarkeit der öffentlichen Daseinsvorsorge.

    Der Herr Böttcher könnte sich zu Boris Johnson ins Bett legen, weil dieser auch eine schnelle Durchseuchung seiner britischen Population für die Herstellung einer „Herdenimmunität“ befürwortete. B. J. könnte dieser seiner verantwortungslosen Haltung nun selbst zum Opfer fallen. Aber natürlich wird ihm keiner die Beatmungspumpe verweigern.

    Für die Senioren und Seniorinnen aus dem Geldadel dürfte es auch keine Probleme geben, eine Privatklinik und ein Sanatorium für die Ausheilung der Lungenkrankheit zu finden. Daran kann man die Klassenlinie erkennen, aber nicht in einer martialischen Spartanerhaltung gegenüber „überflüssigem Leben“.

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    Verfasst von fritskool | 27. März 2020, 21:07
  7. Offenbar verschränkt Herr Böttcher zwei Themen: Triage sowie Beschneidung von Grund- und Freiheitsrechten. Triage würde in akuten Notsituationen ohnehin, dann aber nach ethischen Kriterien (z.B. Mütter; medizinisches Personal usw.) zur Anwendung kommen müssen; ohne Not zur Anwendung gebracht, ist Triage aber in der Tat ein offener Zivilisationsbruch.

    Allerdings gibt Herr Böttcher über das abstrakt gehaltene Beklagen der Einschränkung von Grund- und Freiheitsrechten hinaus auch einen Link zu Prof. John Ioannidis an und zitiert kurz dessen in englischer Sprache gehaltenen Verweis auf jenen anderen Zivilisationsbruch, staatlicherseits ohne nachgewiesene Not Maßnahmen zu ergreifen, in deren Folge Millionen von Menschen in wirtschaftliche Not oder gar ganze Staaten ins Chaos gestürzt werden. Was erst recht eine Einladung an den Tod wäre, blindlings zu wüten.

    Was hat den Herrn Böttcher in den Wahnsinn geritten, einer Merkmalsgruppe von Menschen das Recht auf medizinische Behandlung ohne Not absprechen zu wollen? Vielleicht WOLLTE er Empörung auslösen in der Hoffnung, diese würde sich dann zugleich auch über die ethisch höchst berechtigten Bedenken des von ihm zustimmend angeführten Professors Ioannidis ergießen. Denn eines läßt sich mit Sicherheit wissen: Das Rubikon-Magazin ist ein Propaganda-Outlet jener Fraktion des Kapitals, das mithilfe des Narrativs von einem durch Emission von CO2 verursachten anthropogenen Klimawandel einen weltweiten Totalitarismus durchsetzen will, dessen praktischer Hebel der CO2-Fußabdruck eines jeden einzelnen werden soll. Und dieser Kapitalfraktion ist das Argument des Professors Ioannidis ein Stachel der Freiheit im Fleische ihres globalen faschistischen Projekts.

    Ja, ein jeder, der nicht ein Propaganda-Outlet des verbrecherischesten Projekts ist, dem die Menschheit je gegenübergestanden hat, ist gut beraten, sich vom Rubikon-Magazin zu distanzieren. Dies aber mit der angemessenen politischen Begründung, und nicht nur, um die Triage-Phantasien eines Herrn Böttcher anzuprangern. Welche eventuell sogar eine propagandistisch absichtsvolle Inszenierung sind. Rubikon hat den Rubikon nie überschritten; Das Rubikon-Magazin ist eine Brücke, die zur Überschreitung des Rubikon verleiten will.

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    Verfasst von NO_NWO | 27. März 2020, 16:04
  8. Glückwunsch, so macht man Alternativen kaputt und fördert die Zensur.

    Habt Ihr euch schon an Corectiv gewandt, damit diese aktiv werden? Oder wartet ihr noch ab, bis Herr Pistorius sein Gesetz durchgebracht hat, damit Rubikon und Herrn Bötcher bestraft wird?

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    Verfasst von Joachim V | 27. März 2020, 14:17
  9. Da im verlogenen Westen Ärzte die Medizin GEWERBLICH betreiben, war Mißtrauen schon immer angesagt, man muß wirklich auf sich selbst aufpassen

    Es geht um Lungenentzündung, also, haltet eure Lungen sauber, richtig Durchatmen und vor allem voll Ausatmen !

    Und wenn Chloroquine tatsächlich erwartungsgemäß hilft, wie wir gerade von Prof. D. Raoult erfahren haben, empfehle ich Bitter Lemon und öfters mal ein Gläschen Magenbitter, des Chinins wegen.

    Und Sie, Herr Wehr, lassen Sie sich nicht entmutigen, weiterhin alles Gute !

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    Verfasst von zivilistin | 27. März 2020, 13:38

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