//
du liest...
Krisen, Wirtschaft

Corona. Chaos. Crash?

Im Gespräch: Markus Krall („Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen“) – https://kenfm.de

Wir stehen unmittelbar vor einem Total-Zusammenbruch der Weltwirtschaft mit unvorhersehbaren Folgen. Bis auf die Branchen Waffen, Lebensmittel, Pharma und Gold brechen vor unseren Augen alle anderen Wirtschaftssektoren in atemberaubendem Tempo zusammen. Der Dax verbuchte eben das zweitschlechteste Handelsergebnis seiner Geschichte und die internationalen Börsen sind auf Talfahrt wie 1929. Schuld an allem ist offiziell der Corona-Virus. Aber diese Aussage ist falsch. Der Corona-Virus ist nur der Auslöser des Zusammenbruchs. Er ist das, was man einen „Schwarzen Schwan“ nennt. Ein Ereignis, das als höchst unwahrscheinlich gilt. Nur, wenn es auftritt, die Energie einer Atombombe freisetzt. Diese Energie reißt alles um sich herum in den Abgrund.

Kann man sich vor einem „Schwarzer Schwan“ schützen? Nein. Aber man kann sich entsprechend vorbereiten, um die Zerstörung zumindest zu minimieren. Der wirksamste Schutz besteht darin, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Risikomanagement. Das genaue Gegenteil haben die Gralshüter unseres Geldsystems getan. Sie haben mit einer vollkommen verantwortungslosen Geldpolitik Unternehmen künstlich am Markt gehalten, die in einem natürlichen Prozess längst ausgeschieden wären. Diese Zombie-Unternehmen können sich nur deshalb am Markt behaupten, da auch die EZB jeden Monat 20 Milliarden Euro in den Markt pumpt.

Wir erleben eine Zeit der Negativ-Zinsen mit verheerenden Folgen. Schulden werden mit Schulden bezahlt, die wiederum mit Schulden bezahlt werden. 15% der deutschen Unternehmen brechen sofort zusammen, wenn der Zinssatz für Kredite auch nur im Promille-Bereich erhöht wird.

Was aber taten unsere obersten EU-Banker? Sie steckten den Kopf in den Sand, in der Hoffnung, mit immer neuen Taschenspielertricks den unabwendbaren Zusammenbruch dieses System immer weiter hinauszögern zu können. Dann kam der „Schwarze Schwan“ Corona und in kürzester Zeit brach weltweit die Nachfrage nach Konsumgütern zusammen. Zuvor waren in China ganze Lieferketten ins Stocken geraten. Solange die Lager voll waren, konnte noch produziert werden, doch jetzt ist Ende Gelände. Kein Umsatz bedeutet keine Möglichkeit, seine Schulden zu bedienen und wenn das in X Branchen zeitgleich passiert, gehen ganze Bankenviertel pleite. Das ist der Status quo!

Kann der Staat helfen? Nicht, wenn alle Branchen auf einmal betroffen sind. Das ist jetzt bald der Fall. Zudem hat unsere Bundesregierung 2008 mit der „Banken-Rettung“ längst ihr Pulver verschossen und die Fehlkonstruktion Euro wäre ohne immer größere „Rettungsschirme“ längst abgesoffen.

Was wird die EZB tun? Noch mehr Geld ausgeben? Das würde den Prozess nur kurzfristig verlangsamen, um ihn dann zu beschleunigen. Wer einem Junkie, um ihn zu „retten“, zwei Kilo reines Heroin zukommen lässt, hilft ihm nicht wirklich. Er sorgt eher für eine Überdosis.

Die Folgen dieser Überdosis haben unsere Entscheidungsträger nicht mal im Ansatz auf dem Schirm. Corona ist der Aufwachmoment eines Globalisierungswahns. Wer permanent am Limit wirtschaftet, sämtliche Risiken ausblendet, jeden Warner verhöhnt und durch die Mainstream-Presse einschüchtern lässt, gehört nicht in einen Chefsessel, sondern hinter Gittern. Was jetzt vor unseren Augen passiert, reicht von Ausnahmezustand über Banken-Run bis Kriegsrecht. Aber vielleicht ist diese Schock-Strategie auch gewollt, um über ein Europa im Krisenmodus den Nationalstaat als solchen samt Bargeld zu beerdigen und durch eine supranationale Konzern-Regierung mit Krypto-Leitwährung zu ersetzen. „Marktkonforme Demokratie“.

KenFM sprach mit Dr. Markus Krall. Krall ist Volkswirt, Risikomanager und Unternehmensberater. Er hat über Jahre vor diesem Moment gewarnt und wurde belächelt. Dieses Lachen wird jetzt zur Fratze, wenn es darum geht, die Zeche zu bezahlen. Nur, wer bezahlt diese Rechnung? Das kann man sich denken.

Grundlage des Gesprächs mit Krall war sein aktuelles Buch „Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen: Warum wir unsere Gesellschaft neu organisieren müssen“. Als das Gespräch aufgezeichnet wurde war der Corona-Virus noch ein streng gehütetes Geheimnis im Reich der Mitte.

Game over?

Inhaltsübersicht:

0:00:54 Schwarze Schwäne als Metapher für Verdrängung

0:18:17 Der Mensch – kooperativ oder kompetitiv?

0:29:24 Das Verhältnis vom Staat zum freien Markt

0:52:09 Was ist der Markt?

1:21:52 (Un-)Rechtsstaat und Tyrannei

1:37:57 Das Scheitern der Parteiendemokratie

1:53:12 Medien, Technik und Kontrollausübung

2:08:39 Die Wirtschaft der Zukunft

https://kenfm.de/markus-krall/

Diskussionen

10 Gedanken zu “Corona. Chaos. Crash?

  1. corona als sündenbock für die sowieso am boden liegende wirtschaft/börse, um die aktienverkäufe auf die coronapandemie zu beschränken hat man schlimmeres/bankenrun verhindert

    Liken

    Verfasst von cource | 18. März 2020, 9:09
  2. es gibt keine endloses wachstum also muss man ein bisschen viel nachhelfen indem man in regelmäßigen abständen geld-/werte entwertet sie geldentwertung 2008 nur so kann man den lohnsklaven dazu zwingen immer wieder von vorne anzufangen—wohlstand/35 stundenwoche bei vollem lohnausgleich dagegen ist tötlich für das pervertiete system

    Liken

    Verfasst von cource | 17. März 2020, 20:19
  3. Liken

    Verfasst von tom | 16. März 2020, 23:35
  4. 2 Tipps von mir :

    Weik +Friedr.

    G. Hannich

    +natürlich auch Dirk Müller, (crashkurs.de) u.a., u. da mal regelmässig reinsehn

    Liken

    Verfasst von tom | 16. März 2020, 23:34
  5. für Mc Kinsey-Krall ist die aktuelle Merkel -Politik „sozialismus “ ..und der bekanntlich „die Hölle auf erden “
    also, der demagoge passt nich in die LZ

    Liken

    Verfasst von tom | 16. März 2020, 23:31
  6. der Neoliberale extremist + Konzern-Knecht Krall

    bei min 12- „nur der Markt kann alles regeln „- siehe meinen video-link

    nicht vergessen: Neoliberalismus = Wirtschafts-Faschismus = vorläufer des polit. Faschismus

    gruss

    Liken

    Verfasst von tom | 16. März 2020, 23:24
  7. @LZ -hört mal, was der Typ von sich gibt ab min 20 ..—und , der Sozialismus war für iihn „die Hölle auf erden “
    der Kapitalismus war + ist wohl sicher das „paradies “ für ihn

    das ist halt Mc-Kinsey-entlassung+billiglohn+ Bertelsmann -Hartz4
    solche leute brauchen sie dort

    Liken

    Verfasst von tom | 16. März 2020, 22:05
    • Genau! Das ist’n Zockertyp, Unternehmens- und Anlageberater, das sagt doch eigentlich alles. Und Marx war, sagt er, angeblich ein Misanthrop. Wenn ich Leute wie Kralli seh, bin ich auch einer!😂 Ach ja, den Marxschen Mehrwert und den (Tausch-)Wert gibt es selbstverständlich auch nicht — was für T-R-A-U-M-T-Ä-N-Z-E-R es doch gibt!

      Liken

      Verfasst von NO_NWO | 16. März 2020, 22:42
  8. @LZ -wollt nur drauf hinweisen , dass der ex-Mc Kinsey /Bertelsmann +Konzern-Knecht Krall zwar mit vielem auch recht hat- aber zur Lösung der krise knallharte neoliberale +antisoziale Rezepte auf Lager hat

    dazu ein Neoliberaler Demagoge , ..der nach dem Motto agiert – die Krise is deshalb, weil das Kapital noch nicht genug Freiheit hatte

    gibts bessere Ökonomen (richtung links ) , wie Günther Hannich +Friedrich +Weik, Prof Bontrupp sowieso

    Liken

    Verfasst von tom | 16. März 2020, 21:03
  9. WO ist der Knackpunkt? Hier: Wie denn mit einem zentralistischen Einheitsstaat, der die bürokratische Verfügung über die Produktionsmittel innehat, eine freie Gesellschaft bauen! GEHT NICHT! Um das zu verstehen, braucht es keine ökonomischen Kenntnisse, ganz richtig. Aber um zu verstehen, wo das eigentliche Problem tatsächlich liegt, braucht es unbedingt Marxens Wertgesetz. Denn jenes Gesetz sagt, was sich beim Warentausch ganz genau gegenübersteht, nämlich die (bei marktdurchschnittlich üblichem Durchschnitts-Arbeitstempo erbrachten) ARBEITSZEITEN.

    Niemand gibt etwas weg, in dem 5 Stunden seiner Arbeit „stecken“, gegen etwas, in dem nur 4 Stunden Arbeitsaufwand „drin“ sind. Das zu verstehen ist das A und O! Denn wenn mir im Sozialismus der Betrieb nicht gehört, dann müßte ich ja schön blöd sein, mich der Anstrengung zu unterziehen, technologisch zu innovieren, weil das ja ganz konkret den Effekt hätte, meine Ware nun mit weniger Aufwand an unmittelbar händischer Arbeit produzieren zu können. Schön für alle anderen, aber schlecht für mich selbst: Steckt weniger Arbeit in meiner Ware, ist meine Ware weniger wert, UND ICH BEKOMME FORTAN IM TAUSCH WENIGER WARE VOM GEGENÜBER!!!

    Genau hier, an dieser Stelle, stolpert der zentralistisch einheitsstaatliche Sozialismus und fällt auf die Schnauze. Die Unvereinbarkeit von Gemeineigentum und Innovation ERZWINGT den autoritären Staat, der nun allen sagen muß, was und wieviel sie zu produzieren haben. Und dasselbe beim Konsumieren. Folglich findet zudem nun Innovation nur noch in Ausnahmefällen statt.

    Und jetzt die richtig schlechte Nachricht: Dummerweise ist aber auch der privatbesitzliche Kapitalismus an eine OBJEKTIVE Grenze gestoßen. (Darum Kralls Geschwalle; panisch versucht er, Marxens Wertgesetz aus der Wahrnehmung zu verdrängen.) Denn das Kapital hat ironischerweise eben genau dort zuviel, wo der Sozialismus zuwenig hat — bei der Innovation. Diese letztere verringert die realen Warenwerte, die Waren werden zu billig, es sinken die Umsätze und mit diesen dann die Gewinne. Was letzteres in den Investitionsnotstand bzw. in die Deflation bzw. in die chronische Profitkrise führt.

    Einer, der dies alles vollauf im Blick hatte, war Rudolf Steiner. Sein Konzept der gesellschaftlichen Dreigliederung ist ein wohlüberlegter Ansatz, den jeweiligen systemeigenen Malaisen von Kapitalismus und Sozialismus zu entkommen.

    Liken

    Verfasst von NO_NWO | 16. März 2020, 14:25

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Archiv

%d Bloggern gefällt das: