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Ausland, Europa

Gegen den Klimanotstand: EU will zurück zur Kernenergie

von Andrea Drescherhttps://npr.news.eulu.info

ch mag ja keine „rechten“ Seiten und traue den einschlägigen Quellen auch nicht, weil vieles alarmistisch überzogen wird. Ich lese sie aber trotzdem. Man weiss ja nie. Als ich dann die Infos über den „Änderungsantrag 38“ bei „Ach gut“ laß, lt. dem die EU eine Rückkehr zur Kernkraft propagiere, wollte ich es nicht wirklich glauben. Aber wozu gibt es Suchmaschinen?

Im EU Dokumenten-Dschungel findet man folgenden Änderungsantrag zum ursprünglichen Entschließungsantrag der EU:

22.11.2019                                                                                                                B9-0174/38

Änderungsantrag 38

Christophe Grudler, Chrysoula Zacharopoulou, Stéphanie Yon Courtin, Stéphane Bijoux, Irène Tolleret, Frédérique Ries, Olivier Chastel, Gilles Boyer, Laurence Farreng, Dominique Riquet, Klemen Grošelj, Karin Karlsbro, Ondřej Kovařík, Ondřej Knotek, Caroline Nagtegaal, Jan Huitema, Derk Jan Eppink, Robert Roos, Rob Rooken, Jörgen Warborn, Anna Michelle Asimakopoulou, Anne Sander, François Xavier Bellamy, Marie Pierre Vedrenne, Geoffrey Van Orden, Stéphane Séjourné, Arba Kokalari, Tomas Tobé, Sara Skyttedal, David Lega, Jessica Polfjärd, Sheila Ritchie, Kateřina Konečná, Brice Hortefeux, Agnès Evren, Nathalie Colin Oesterlé, Martina Dlabajová, Martin Hlaváček, Dita Charanzová, Alexandr Vondra, Miapetra Kumpula Natri, Anthea McIntyre, Radka Maxová, Elsi Katainen, Assita Kanko, Johan Van Overtveldt

Entschließungsantrag                                                                              B9-0174/2019
ENVI, PPE, S&D, Renew, Verts/ALE, ECR, GUE/NGL
Klimakonferenz der Vereinten Nationen 2019 in Madrid (Spanien) (COP 25)

Änderungsantrag 38

Entschließungsantrag
56.       ist der Ansicht , dass Kernkraft weder sicher noch ökologisch oder wirtschaftlich nachhaltig ist; schlägt deshalb vor, dass für den Ausstieg aus der Kernkraft in der EU eine Strategie für einen fairen Übergang konzipiert wird, die den in dieser Branche Beschäftigten neue Arbeitsplätze bietet und Pläne für einen sicheren Rückbau von Atomkraftwerken und für eine sichere Aufarbeitung und langfristige Entsorgung von Atommüll umfasst.

Geänderter Text
56.          ist der Ansicht, dass die Kernenergie zur Verwirklichung der Klimaschutzziele beitragen kann, da bei ihrer Erzeugung keine Treibhausgase emittiert werden und dabei auch ein erheblicher Teil der Stromerzeugung in der EU sichergestellt werden kann; vertritt jedoch die Auffassung, dass für diese Energie aufgrund der bei ihrer Erzeugung anfallenden Abfälle eine mittel- und langfristige Strategie erforderlich ist, in der dem technischen Fortschritt (Laser- und Fusionstechnik usw.) Rechnung getragen wird, um die Nachhaltigkeit des gesamten Wirtschaftszweigs zu verbessern;

Und dann fand ich folgende Entschließung, die so von den Abgeordneten durchgewunken – ähm – bestätigt wurde.

Entschließung des Europäischen Parlaments vom 28. November 2019 zur Klimakonferenz der Vereinten Nationen 2019 in Madrid (Spanien) (COP 25) (2019/2712(RSP))

59.       ist der Ansicht, dass die Kernenergie zur Verwirklichung der Klimaschutzziele beitragen kann, da bei ihrer Erzeugung keine Treibhausgase emittiert werden und dabei auch ein erheblicher Teil der Stromerzeugung in der EU sichergestellt werden kann; vertritt jedoch die Auffassung, dass für diese Energie aufgrund der bei ihrer Erzeugung anfallenden Abfälle eine mittel- und langfristige Strategie erforderlich ist, in der dem technischen Fortschritt (Laser- und Fusionstechnik usw.) Rechnung getragen wird, um die Nachhaltigkeit des gesamten Wirtschaftszweigs zu verbessern;

Also die EU ruft den Klimanotstand aus – und entschließt, dass Kernenergie eine Lösung ist. Na da freuen wir uns doch.

Quelle: http://www.europarl.europa.eu/doceo/document/B-9-2019-0174-AM-038-038_DE.pdf

Unternehmensberaterin & Informatikerin, Selbstversorgerin & Friedensaktivistin, Schreiberling & Übersetzerin für Kunden und alternative Medienprojekte – je nachdem was wo gerade gebraucht wird. Ihr Buchprojekt „Wir sind Frieden“ (https://www.wir-sind-frieden.de) kommt zu 100% Kriegsopfern zugute.

https://npr.news.eulu.info/2019/12/03/gegen-den-klimanotstand-eu-will-zurueck-zur-kernenergie/

Diskussionen

10 Gedanken zu “Gegen den Klimanotstand: EU will zurück zur Kernenergie

  1. Kernkraft war nach dem WW2 eine attraktive Utopie. Ich war 40 Jahre Kernkraftgegner. Merkels Doppelwende war natürlich totaler Schwachsinn, aus ökonomischen Gründen, Morgenthau Plan. Jüngst habe ich R Jungk’s ‚Atomstaat‘ noch mal sehr gründlich gelesen, wegen der globalen Brennstoff ‚Kreislauf‘ Ökonomie, immer noch empfehlenswert, gerade auch wegen der nicht zu ende gedachten Gedanken (Novitschok, atomerer MIK, JFK und anderere Morde).

    Heute muß ich sagen: Das Problem war nicht die Atomkraft, und der Gedanke, aus einem Teelöffel Uran endlos Energie zu ziehen, ist nach wie vor attraktiv, das Problem war (und ist) der Brennstoff ‚Kreislauf‘, des Zeug wurde immer mehr und mehr und mehr und mußte immer weiter und weiter und weiter transportiert werden und immer länger und länger und länger bewacht werden und auch darum mußte jeder immer mehr und mehr und mehr überwacht werden ( K Traube)

    Aber: wenn der DFR wirklich technisch möglich ist, dann empfehle ich den wärmstens !

    https://dual-fluid-reaktor.de/

    p.s.: Hier wird gerade der Mekong kaputt gemacht (ökologisch betrachtet) mit einer Wasserkraftwerk Kaskade. Ganz gemäß dem Video ’story of stuff‘, mit dem Strom werden dann in Thailand und Chinas Autos etc produziert von den verdrängten Bauern. Ich bin ein fan von Wasserkraft, ich möchte damit nur andeuten, daß es die richtige Lösung nicht gibt und Lebensstandard für Viele hat immer auch seine Kosten, und für Vietnam heißt das auch: nachdem die USA 10% der Vietnamesen ermordet hatten, blieben 30 Mio übrig, heute ernährt das Land 95 Mio Vietnamesen !

    Auch noch dies: die Hälfte des Mekong fließt durch China, das eher ‚rückständige‘ Yunnan, dort ist auch ein 3 MW Solar- KW in Planung. Das ist mehr, als zwei Biblis Blöcke und nachdem Manz/ Reutlingen ja so schöne Solar Panel Fabriken in China gebaut hat und die EU nach wie vor Strafzölle auf Chinesische Solarpanelle erhebt, hat China dafür prima Voraussetzungen.

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    Verfasst von zivilistin | 7. Dezember 2019, 4:21
    • an Zivilistin — Danke für deinen klugen Kommentar! Deinen Link zum Dual fluid Reaktor habe ich gestern bereits aufmerksam studiert. Ich denke nun angestrengt nach… , SEHR angestrengt.☺️ Es könnte sein, daß es zu schön ist, um wahr zu sein. Also les ich erst einmal die im Netz zu findenden Gegenpositionen. Aber sollte es tatsächlich so, wie vom Entwicklerteam angekündigt, funktionieren können, dann ist der Reaktor verdammt okay. Wir alle würden mindestens zwei Jahrhunderte Zeit gewinnen, den entsetzlichen Wahnsinn des Geist-Materie-Dualismus in manichäisch-katharischer Variante aufzuarbeiten und zu überwinden — jene Ideologie, welche die Moderne historisch vorbereitet hat, bis heute hin konstituiert und nun in Selbstfeindschaft und Mordlust versinken zu lassen droht. Daß Kernenergie tatsächlich zu etwas gut sein könnte, unglaublich! Hätte mir das jemand vorgestern erzählt, ich hätte ihm den Vogel gezeigt.

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      Verfasst von NO_NWO | 7. Dezember 2019, 22:07
      • Es gibt eine Menge kluge Leute, die den Dual Fluid Reaktor für möglich halten. Einer davon ist der Chinese Xian Wang, der eine Doktorarbeit darüer geschrieben hat.

        Seine Zahlen lassen den Schluss zu,. das der DFR tatsächlich funktioniert, wenn er gebaut werden kann und die aggressiven Flüssigkeiten, sowie die Hitze unbeschadet übersteht..

        Leider ist die Arbeit auf Englisch: https://mediatum.ub.tum.de/1343008

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        Verfasst von Hugos Boss | 8. Dezember 2019, 14:48
        • Wegen der langlebigen und gefährlichen Alphastrahlung (insbesondere Strontium) des Mülls hatte ich die klassische Kernenergie längst schon im Ordner Kapitalistischer Irrsinn abgelegt und vergessen. Sollte der DFRm das halten, was seine Entwickler versprechen, werde ich von Saulus zu Paulus werden, da jener Reaktor dann nämlich nicht nur unbedenklich, sondern geradezu ein Geschenk wäre. Insbesondere ließe sich mit ihm ein Weg aus dem Mensch und Natur aktuell gnadenlos zerstören müssenden Geo- und Klima-Engineering finden. Wobei — das selbe Kapital, welches dieses Engineering seit nun Jahrzehnten schon betreiben muß, um weiterhin genügend Öl und Gas produzieren zu können (geoarchitektur.blogspot.com), wird alle Hebel in Bewegung setzen, den DFRm zu verhindern! Für das Kapital wäre der glänzende EROI dieses Reaktors der absolute POLITISCHE Todesstoß (siehe hier unten)! Vielen Dank übrigens für den Link zur Arbeit von Xian Wang. Da vor längerem einigermaßen fit in Kerntechnik, könnte ich vielleicht sogar etwas verstehen😉, hab bisher aber noch nicht die Zeit gefunden, hineinzuschauen.

          Der Antagonismus von Kapital und DFRm ergibt sich aus der Marxschen Analyse der Politischen Ökonomie des Kapitals (PÖK; Politische Ökonomie = altmodischer Begriff für Makroökonomie). Mit Marx wird die allereinfachste Grundform der PÖK zu: C + Profit P. C = konstantes Kapital c + variables Kapital v; Profit P = Warenverkaufserlös – C. ALLE Marxschen Größen tragen die Einheit „gesamtmarkträumlich durchschnittliche Arbeitszeit“, und zwar allein mit Blick auf unmittelbar händische Tätigkeiten in Warenfertigung und -transport! Geld ist lediglich Äquivalent für jene Arbeitszeit; Profit ist die geldliche Form des Mehrwerts M, und obige Grundform der PÖK wird so nun auch zu C + M. Im Zuge der technologischen Entwicklung -keinem Blick verborgen, und niemand sieht es! – geschieht nun etwas, das selbstzerstörerische Folgen für das Kapital hat, denn die in der PÖK insgesamt enthaltene Arbeitszeit SINKT — daher der Wachstumszwang. Da Arbeitszeit und Geld/Warenpreis äquivalent sind, verringert sich zudem das erforderliche geldliche Volumen von C ==> sog. Investitionsnotstand, Kapital sucht vergeblich nach Investitionsmöglichkeiten. Da auch M sinkt, sinkt auch P, der geldliche Profit sinkt. (Zwar sinken auch die Preise, aber für das Kapital ist nicht der Konsum von Waren Ziel, sondern die Erzielung von P aus M!) Es entsteht folglich eine Schere aus wachsendem Investitionsnotstand und sinkendem Profit. Dieses Problem ist seit etwa 120 Jahren virulent und wird vom Kapital mit der Bildung von supranationalen Finanzoligarchien, sprich: durch Parasitieren der Weltökonomie, „gelöst“ (siehe: Imperialism, John Atkinson Hobson, 1902; sowie: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus, Lenin, 1916.) Kurz: Der DFRm würde es nicht mehr erlauben, die Weltökonomie über das Mittel vor allem überhöhter Energiepreise (Monopole) zu parasitieren. Und er würde, zweitens, das Volumen an händischer Arbeitszeit in Warenfertigung und Transport nochmals drastisch absenken (EROI nahe 2000!). Der DFRm verlangt darum nach einer völlig neuen Form der ökonomischen UND gesellschaftlichen Organisation. Das ist sein eigentlicher Konstruktionsaufwand. Gesucht ist die PÖX.☺️

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          Verfasst von NO_NWO | 11. Dezember 2019, 23:16
        • Berichtigung zu meinem vorhergehenden Antwortkommentar — Nicht: DFRm; sondern: DFRsm (s = Salz; m = Metall)

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          Verfasst von NO_NWO | 11. Dezember 2019, 23:44
  2. an Eugen Hardt — Zur Antwort eine sehr allgemeine Überlegung, bitte. Angenommen, das energiewirtschaftliche Dilemma des Kapitals, bei Beschränkung auf die derzeit verfügbaren Energietechniken eine immer strahlendere Zukunft vor sich zu haben und folglich eine Zukunft, die innenpolitisch immer unhaltbarer werden wird — was könnten die herrschenden Parteigänger des Kapitals sich dann sehnlicher wünschen, als nicht von Massen, die an ihren nuklear verstrahlten siechen Körpern verzweifeln, gelyncht zu werden. Wenn der Wunsch der Vater des Gedankens ist, dann ist Todesangst die Mutter der unnachgiebig hoffenden Illusion. Die weltweit zu beobachtenden großen Anstrengungen, einen Fusionsreaktor ans Laufen zu bekommen, erinnern an den in der absehbaren militärischen Niederlage der Nationalsozialisten aufblühenden Glauben an die Kriegswende durch eine „Wunderwaffe“. Doch auch abgesehen von permanent anwachsen müssender Nuklearstrahlung gibt es bereits jetzt erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen, selbst hier in Deutschland, infolge der drastischen Abschirmung des Sonnenlichts im Zuge der Herstellung eines troposphärischen Förderbandes für den Transport feuchter Luft zu trockenen Ölfördergebieten, in denen enorme Mengen von Süßwasser zum Fracken und für Desert-Farming benötigt werden. Dies alles ist keineswegs ökonomisch unumgänglich, sondern Ergebnis allein von kapitalistisch konzipierten Produktions- und Lebensweisen.

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    Verfasst von NO_NWO | 5. Dezember 2019, 0:01
  3. Nanu, es gibt doch noch Menschen die mitdenken. Mit Windenergie und Solarstrom ist auch keine Betreibung des Stromnetzes möglich.

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    Verfasst von tommmm | 4. Dezember 2019, 14:46
    • Richtig ist, daß wegen regelmäßiger Dunkelflauten ein Setzen auf Wind- und Solarenergie zum Zusammenbruch der Stromversorgung führt oder zum Import von Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Polen.
      Falsch ist, daß die dreckige, gefährliche und zudem endliche Stromversorgung durch Kernschmelze eine Lösung ist.
      Die Lösung ist das Setzen auf Wasserstofftechnologie als Übergang zur finalen Lösung der sauberen Kernfusion.

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      Verfasst von Eugen Hardt | 4. Dezember 2019, 14:58
      • Die zivile Nutzung der Kernfusion ist ein Propaganda-Fake, um uns mit dem Glauben an irgendwelche energietechnischen Wunderwaffen dumm, stumm und hinzuhalten. Kernfusion funktioniert allein als Bombe, bei der zuerst ein nuklearer Sprengsatz gezündet werden nuß, um die enormen Energiemengen zur Verschmelzung von schwerem Wasserstoff zu Helium bereitzustellen. Und auch der normale Wasserstoff als Öl und Gas substituierender Energieträger ist zu umständlich und zu teuer und hätte daher den gleichen ökonomischen Effekt wie drastisch ansteigende Preise für Öl und Gas.

        Für den Entwurf einer naturklugen und so dann zugleich menschenverträglichen – sprich: potentiell postkapitalistischen bzw. ökonomisch klugen – energiewirtschaftlichen Konzeption liegen längst noch nicht alle Daten vor. Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit sind Hydrokarbone nicht fossilen, sondern mineralischen bzw. abiotischen Ursprungs und eine NICHTendliche Ressource, deren Reservoire sich selbstgängig wiederauffüllen und dann auch ohne Fräcken gefördert werden könnten. Daten über Wiederauffüllgeschwindigkeiten liegen selbstverständlich nicht vor, da der Glaube an die Endlichkeit der Ressource hohe Preise ermöglicht. Ausgepumpte Reservoire werden derzeit intensiv gefräckt, weswegen die selbstgängigen Wiederauffüllgeschwindigkeiten den derzeitigen kapitalistischen und so zugleich ökonomisch unsinnig hohen(!) Bedarf wohl nicht decken zu können scheinen.

        Kernenergie nun benötigt die kapitalistische Energiewirtschaft nicht etwa aus „ökologischen“ Gründen (CO2😂), sondern durchaus auch zum nuklearen Fräcken. (Da konventioneller Sprengstoff zum Rissigmachen des Fels‘ unbezahlbar teuer wäre, werden – heimlich zwar, aber üblich – nukleare Sprengsätze verwendet, übrigens ÜBERALL.) Da Kernenergie lediglich Grundlaststrom produzieren kann, ist sie eben KEIN geeignetes Mittel für das Zusammenspiel mit Erneuerbaren, welche spitzenlastausgleichsfähige Stromerzeugung benötigen, welche vor allem von Öl- und Gaskraftwerken beigestellt werden kann (zwar auch von Pumpspeicherkraftwerken, doch würden deren Kapazitäten nicht ausreichen und sie sind auch nicht wirtschaftlich ausbaubar).

        Wie zu sehen ist, ist die Öffentlichkeit bezüglich von Energiewirtschaft systematisch getäuscht worden — die Erneuerbaren waren nie mehr als eine mittelfristige Arbeitsbeschaffung sowie Abzocke, was die politischen Entscheider auch immer wußten. Die kapitalistische Planung hat so auch logisch immer auf Kernkraft + Hydrokarbone setzen MÜSSEN, weil es kapitalistisch(!!!) nicht anders funktionieren würde. Wir gehen mit dem Kapital also einer unausweichlich immer strahlenderen Zukunft entgegen.

        Energiewirtschaftliche Fragestellungen eröffnen daher den Raum für ein machtvolles antikapitalistisches politisches Bündnis des Proletariats mit im Grunde allen übrigen gesellschaftlichen Klassen und Schichten. Weil ALLE gesund bleiben und ÜBERleben wollen, war die Perspektive zur endgültigen Brechung der Macht des Kapitals nie besser als heute. Das Kapital, eine seit seinen frühesten Anfängen im 12. Jahrhundert (Zisterzienser-Orden) ideologisch und ökonomisch irrwitzige wie auch menschen- und naturverachtende Konzeption scheitert nun endgültig am unüberwindlichen Widerstand der Natur. Kapital oder Menschheit — DAS ist hier die Frage! Reden wir drüber, reden wir über das Überleben der Menschheit durch eine naturkluge Energiewirtschaft — it’s the ecology, stupid! Nietzsche prophezeite es uns Heutigen in schönen poetischen Worten, damit wir begreifen, wovor wir heute endlich stehen: „Endlich können unsere Schiffe wieder auslaufen. Noch nie lag das Meer so weit und offen vor uns.“

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        Verfasst von NO_NWO | 4. Dezember 2019, 21:33
        • Wenn die Nutzung der Kernfusion nur ein „Propagandafake“ ist, warum investieren weltweit alle Staaten – allen voran China – viele Milliarden in entsprechende Forschung ? Hartmut Zohm vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching schreibt im nachfolgend verlinkten Artikel: „Man kann auf jeden Fall sagen, dass China die Fusion als Option zur Energieproduktion sehr ernst nimmt. Das wundert mich nicht, da in dem Land das Energieproblem groß ist und dessen Auswirkungen viel stärker zu spüren sind als bei uns. Die Chinesen stehen also stärker unter Druck und investieren deshalb enorme Ressourcen in diese Technologie….Seit ein paar Jahren erhält die Fusionstechnik dort einen riesigen Aufschwung. Die Chinesen haben in Aussicht, in der nächsten Dekade ein Experiment zu bauen, das komplementär zum ITER ist, den China Fusion Engineering Test Reactor (CFETR). Bei dem Treffen ging es im Wesentlichen um dieses neue Instrument. Daraus soll dann ein kommerzieller Fusionsreaktor hervorgehen, der tatsächlich am Stromnetz hängt und verlässlich Energie liefert…..Also, ich halte es für ziemlich realistisch, dass wir mit ITER eine positive Energiebilanz hinbekommen. Das ist auch der Teil, den wir gewissermaßen versprochen haben – zu zeigen, dass die Kernfusion grundsätzlich eine Energiequelle sein kann.“
          https://www.spektrum.de/news/kernfusion-wie-geht-es-bei-iter-voran-und-ueberholen-uns-die-chinesen/1595228

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          Verfasst von Eugen Hardt | 4. Dezember 2019, 22:10

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