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Ausland, Lateinamerika

Lateinamerika vor der Revolution!

von Norbert Nelte

Um 1820 erkämpften sich alle Staaten in Lateinamerika die Unabhängigkeit von Spanien und Portugal angefangen mit Simon Bolivar. Also Revolutionen kennen unsere südamerikanischen Kollegen schon, nur noch keine gegen die Kapitalisten, aber da waren auch schon mehrere Aufstände

Lateinamerika ist bis heute oft unversöhnlich gespalten in Kreolen und Indigene. Die Kreolen mit iberischer Abstammung sind die Großgrundbesitzer und der Geldadel in den Städten. Immer waren diese Schichten bevorteilt. Die weiße Arbeiterklasse wurde soweit nur ausgebeutet, dass sie noch glauben konnte, sie profitiere davon, dass sie auch von den Iberern abstamme. Die Indigenen und die Schwarzen aber wurden seit der spanischen Eroberung wie Abfall behandelt.

Das änderte sich auch mit der Unabhängigkeit bei den Königen und Kaisern nicht. Die Aufteilung in Ethnien gleicht in Südamerika der Aufteilung in Klassen. Nur die Iberoarbeiter dürfen die Facharbeiter sein.

Nach den auslaufenden Feudalismus war zur Aufrechrechterhaltung der Ethnien-Klassen-Identität weitere Diktaturen zwingend notwendig. So lösen sich im  20. Jahrhundert eine Diktatur nach der anderen ab oder stockkonservative bis faschistische, manchmal kurz unterbrochen von liberalen oder linken Regierungen, die aber sogleich weggeputscht wurden, wie Allende in Chile, Präsident von 1970-1973. Die Generäle generieren sich immer so, als ob Ihnen das Land gehört. So war das bei der spanischen Eroberung, der Konquistadoren und so wird das immer für alle Zeiten bleiben.

Nun ist Südamerika noch dazu der Hinterhof der USA, der diese anmaßende Haltung der südamerikanischen weißen Elite noch befördert. Wir wissen nicht, wer der Hauptbetreiber der anmaßenden Haltung ist. Die südamerikanisch herrschende Klasse selber oder die USA?

Aber letztlich ist diese Frage müßig. Denn wie Engels dass prima erklärte, „auf dem Weltmarkt wird“ die eigentlich anerkannte „Nationaluniform wieder ausgezigen“

Niemand von der herrschenden Klasse ist nationalistisch, sie sind alle kosmopolitisch. Nur manches Mal spielen sie Nationalisten, um uns zu spalten und zu schwächen.

In den 1970er Jahren sind viele Südamerikaner nach Europa geflohen, man schätzt allein 30,000 von Chile. Es gab viele Militärdiktaturen in Südamerika dort. Chile, Argentinien, Brasilien, Ecuador, Peru, Uruguay Paraguay und Bolivien; fast überall.

Als sie die europäischen Ideen zurückbrachten, steckte das die Bevölkerung ganz schön an. Sie sind heute viel radikaler als die europäischen Völker. Bei den
Macho Verhältnisessen hatte das trotzkistische Bündnis FIT eine Demonstration in Buenos Aires für die Abtreibung durchgeführt mit 500.000 Teilnehmer/innen. Die Trotzkisten mobilisieren die Massenbewegung, nicht die Moskauer KP, die hat nichts mehr zu melden in Argentinien.

Argentinien und  Chile sind die beiden Länder, in denen es keine nennenswerte indigene Bevölkerung mehr gibt, Argentinien 2,5%. Chile 11%. Bolivien 67%, Gerade in Argentinien musste der US-Staat seinen neoliberalen Versuch starte, erst in Chile 1973 beim Diktator Augusto Pinochet, dann in Argentinien beim Diktator Jorge Rafael Videla. Beides war ein Schuss nach hinten. Erst bei den bürgerlichen Nachfolgern Raul Alfonsin, Carlos Menem und Fernando de la Rua konnten die reichen Neoliberalisten jubeln und der Mittelstand und die Arbeiter verloren 50% ihres Lebensstandards.

Bei de la Rua hatten die Arbeiter die Schnauze voll gehabt und bedrängten den Präsidentenpalast mit mehreren 100.000 Arbeitern. Nachdem die Polizei 16 Demonstranten erschossen hatte, wurde der Widerstand so heftig, dass de la Rua mit dem Hubschrauber aus dem Präsidentenpalast floh.

Den Zeugenbericht über diese Ereignisse  muss man gelesen haben. Er passt zu den Berichten, die alle den Schluss zulassen, dass Südamerika der erste Kontinent wird, auf dem endgültig die Arbeiterklasse siegen wird.

Aus „Die Revolte in Argentinien“ von Chris Harman, Aus International Socialism Journal, Nr. 94, Frühling 2002. Javier Carles, Bericht über die Ereignisse der 19-20 Dezember 2001 in Buenos Aires.

Das Fernsehen sendete Bilder von Hunderten von Demonstranten, hauptsächlich Frauen und Kinder, vor einem Supermarkt, die laut schrieen, „Wir wollen essen! Wir wollen essen!“ … Im Laufe des Tages wurden Hunderte Supermärkte im ganzen Land geplündert.

Die Regierung und Medien fingen an, über die „vorherrschende Anarchie“ zu sprechen und die Notwendigkeit, „die Ordnung wiederherzustellen“. Präsident de la Rua informierte die Bevölkerung im Fernsehen am Mittwoch, dass er den Notstand erklärt hatte. Bürgerrechte wurden suspendiert, Versammlungen von mehr als zwei Menschen wurden als subversiv betrachtet, die Massenmedien durften zensiert werden, der Apparat der Repression bekam Handlungs- und Verhaftungsfreiheit.

So bald er aufhörte zu reden, begannen einige Menschen, in ihren Häusern auf Kochtöpfe zu schlagen. Diese Art des Protests (cacerolazo) war am Ende der Militärdiktatur weit verbreitet. Dann kam der Protest auf die Straßen und wurde zur organisierten Aktion. Binnen einer Stunde forderten die Menschen den Notstand heraus.

Bis Mitternacht war der Plaza de Mayo voll von Menschen, und Tausende hatten den verzweifelten Ruf „Wir wollen essen!“ durch einen offensiveren ersetzt: „Que se vayan“ („Schmeißt sie raus!“). Sie bezogen sich nicht nur auf die Regierung, sondern auf das ganze politische Establishment. Sie skandierten Parolen gegen jeden der Hauptfiguren der traditionellen Parteien und sogar gegen einige Gewerkschaftsführer, die diesen Parteien nahe standen.

Die Polizei griff sie mit Pferden, Schlagstöcken, Schutzschildern, Tränengas und Gummigeschossen an. Der friedliche Protest der Bevölkerung wurde zum Schlachtfeld. Viele derjenigen, die sich auf dem Plaza de Mayo eingefunden hatten, waren noch nie auf einer Straßendemonstration gewesen. Es gab viele Kinder und alte Männer.

Am Anfang war es leicht für die Polizei, die Demonstranten einzukesseln und einzuschüchtern. Dann begann der Widerstand sich zu organisieren. Der Platz war voll mit Menschen, und die Treppe vor dem Parlamentsgebäude auch.

Ein paar Stunden nach dem Anfang der Protest wussten die Menschen, dass der Finanzminister Cavallo zurückgetreten war.

Dann fing am Donnerstag alles noch einmal von vorne an

Bis Mittag kamen Menschen auf den Platz, der zum Schlachtfeld zwischen Volk und Regierung geworden war.

Da waren gut und schlecht bezahlte Arbeiter, mit den eigenen T-Shirts vermummte Studenten in kurzen Hosen, alte Damen mit Handtaschen, Straßenkinder, Büro- und Bankangestellte in Kragen und Schlips, Müllarbeiter im Uniform, Indígenos, Mütter mit Kindern – alle auf derselben Seite der Barrikaden.

People stand outside as Axel Kicillof, economy minister for Argentina, not pictured, speaks about the country’s missed bond payment during a news conference in Buenos Aires, Argentina, on Thursday, July 31, 2014. The Argentine government, including state agencies or companies, can’t participate in third-party agreement with holdout creditors because it would violate bonds‘ Rufo clause, Kicillof said. Photographer: Diego Levy/Bloomberg

Die Repression nahm zu. Die Polizei fing an, Bleikugeln zu verschiessen, wodurch viele Menschen getötet oder verletzt wurden. Die Demonstranten antworteten, indem sie McDonald’s, die Banken und andere Symbole des Kapitalismus und der Armut der Bevölkerung angriffen. Sie zündeten einige Gebäude und Fahrzeuge an. Der Kampf weitete sich auf die gesamte Stadt aus.

Am Mittag trat der Präsident zurück. Die Regierung brach zusammen.“

In dieser Zeit wurde das Militär nach Intervention gefragt Ein Offizier sagte Journalisten, „Auch wenn die Situation sich zur Anarchie oder zum Bürgerkrieg entwickelt, wird meine größte Sorge sein, wenn ich gebeten werde zu intervenieren, dass meine Männer meinem Befehl noch gehorchen.“ (Ebda)

In der Folge hauten viele Fabrikbesitzer aus Argentinien ab und zwangen die Arbeiter dazu, inzwischen über 400 Betriebe in Selbstverwaltung weiter zuführen, meist schon offiziell.

In ganz Südamerika wollte der US-Staat trotzdem seine neoliberalen Tests durchführen. In Bolivien gab es 1997 schon so  viele Lohnabhängige wie Bauern, 1,4 Millionen.

Noch Einmal ein Zitat von Chris Harman: “Der bolivianische Aufstand“ Aus Socialist Review, Juli/August 2005.

In Bolivien wurde im Juni 2005 der Präsident gestürzt – durch eine Bewegung, die das Potential zur Revolution hat, schreibt Chris Harman.

„Die 1980er und 1990er Jahre waren für die Menschen in Bolivien wie auch im restlichen Lateinamerika schreckliche Jahrzehnte. Wirtschaftliche Zerstörungen gingen Hand in Hand mit neoliberalen Strategien, die vom Wirtschaftsberater der Regierung, Lozada, in Zusammenarbeit mit dem Harvard-Ökonom Jeffrey Sachs durchgesetzt wurden…

 Die Gegenwärtigkeit von Revolutionen im 21. Jahrhundert ist letzten Monat in den Straßen der bolivianischen Hauptstadt La Paz deutlich demonstriert worden. Die Medienberichte zeichnen ein Bild ähnlich dem von St. Petersburg im Sommer 1917, Berlin 1919 oder Barcelona im Herbst 1936. Sie erzählen von Generalstreiks, von Bauernmärschen auf die Hauptstadt, von der Besetzung von Brunnen und Flughäfen, von streikenden Bergarbeitern, die streikenden Lehrern Dynamitstangen reichen, um sie auf die Polizei zu werfen, von Versuchen, den Präsidentenpalast zu stürmen, von Plänen des Ölkapitals im Osten des Landes, sich politisch unabhängig zu machen, von Arbeitern in La Paz, die „Bürgerkrieg, Ja!“ skandieren, von einem Parlament, das aus Angst vor großen, wütenden Menschenmengen den Präsidenten absetzt. Aber auch vom „Waffenstillstand“ zwischen den beiden Seiten, der ein Ende der Streiks und den Ruckzug der Demonstranten aus La Paz beinhaltet. Revolutionärer Eifer entlädt sich oft wie ein Blitz – in den unerwartetsten Formen….

Die Nachricht, dass Lozada vorhatte, mit den neu entdeckten Gasvorkommen die einzige Aussicht des Landes auf Wohlstand an transnationale Konzerne zu verkaufen, brachte die Stimmung im Oktober 2003 zum Siedepunkt. Was als sporadischer Protest begonnen hatte, gipfelte plötzlich in Massenstreiks und Konfrontationen, nachdem die Polizei Dutzende von Demonstranten erschossen hatte, die sich auf einem Marsch in die Hauptstadt befanden. Daraufhin wurde El Alto zum Zentrum der Bewegung. Und damals entdeckten auch die Bergarbeiter ihre alten Kampftraditionen wieder und nahmen Dynamitstangen mit, um sich den protestierenden Massen in La Paz anzuschließen.

Präsident Lozada floh angesichts des spontanen Aufstands in einem Hubschrauber aus dem Land. Er war der dritte lateinamerikanische Präsident, der das in den vergangenen drei Jahren tun musste.

Nämlich Ecuador, Argentinien und Bolivien. Die PTR in Chile, die PTS in Argentinien und die LOR
in Bolivien sind alle trotzkistische Organisationen, die sich mit den Kämpfen der Ureinwohner um Selbstbestimmung solidarisieen.

Dies  ist eine unbedingte Vorbedingung dafür, die Indigenen für eine revolutionäre sozialistische Tradition zu gewinnen, da deren Anführer sie als „von Weißen dominiert“ abtun.

Wenn die revolutionäre Arbeiterbewegung und die Indigenen zusammen kämpfen, können sie eine starke Kraft bilden. Leider gibt es in Argentinien, wo die PTS stark ist, nur 2,5% Indigene. Aber sie haben doch  schon eine größere Mitgliederzahl. In Bolivien gibt es doch eine Anzahl an Indigenen, aber da ist die LOR noch schwach. Aber in Chile, Uruguay, Venezuela und Brasilien gibt es ja noch beides. In Brasilien gibt es noch 100 selbstverwaltete Betriebe, auch einige in Uruguay, Bolivien und Venezuela.

Evo Morales vertrat als Gewerkschafter die Coca Bauern. Coca ist eigentlich die einzigste Pflanze in Bolivien, die es sich noch rechnet, anzubauen.

Im Januar 1906 wurde er dann zum Präsidenten gewählt als erster indigener Präsident von Südamerika.                        Evo Morales mit der chilenischen Präsidentin Bachelet

Seine Präsidentschaft war für die Indigenen, aber auch für alle Bolivianer  ein Erfolg.

In Prozent der Bevölkerung
2006 2018
Analphabetenrate 13 2,4
Arbeitslosenrate 19,2 4,1
Mittlere  Armutsrate 60,6 34,6
Extreme Armutsrate 38,6 13,2
Gasanschluss 1000-1500$ 0

 

Nach: Putsch in Bolivien… 3. Jahrtausend

Er hat viele Rohstoffvorkommen nationalisiert und das Eisenbahnnetz weiter ausgebaut. Viele Indigene sind jetzt in den Mittelstand aufgestiegen oder machen Karriere, indem sie studieren. All diese Exwähler wollen keinen klaren Kurs mehr für die Armen, wie ihn Morales führt.

Ausschlaggebend für den Putsch war dann aber der  Lithium-Coup. Bolivien hatte ein Vertrag mit einer deutschen Firma gemacht über den Lithium Abbau, aber auch, dass dann diese Firma gemeinsam mit einer chinesischen Firma die Batterien in Bolivien zusammen baut. Das schloss die Ausbildung der bolivianischen Arbeitnehmer mit ein. Man muss wissen, dass das Lithium Vorkommen in Bolivien 60% der gesamten Welt ausmacht.

VW will ja seine E-Flotte stark vergrößern. Auf der anderen Seite aber will die amerikanische Firma Tesla im Land Brandenburg bei Berlin ein Werk für E-Autos bauen. Durch den Lithium Vertrag mit Bolivien hätte dann VW einen großen Vorteil gegenüber Tesla gehabt.

Das geht natürlich nicht, noch dazu im Hinterhof der USA. Sollen die Europäer doch in ihrem eigenen Hinterhof bleiben, in Afrika. Das musste der CIA eingreifen und alle bolivianischen Lumpenproletarier sauf Evo Morales hetzen.

„Die Zukunft der etwa 50 deutschen Unternehmen in Bolivien ist ungewiss. Ein DIHK-Sprecher [Deutsche Industrie- und Handelskammer] sagte den Deutschen Wirtschaftsnachrichten, dass es nicht abzusehen sei, welche wirtschaftspolitische Agenda Boliviens neue Regierung künftig verfolgen wird. Kurz vor seiner Flucht hatte Präsident Evo Morales noch ein Dekret aufgehoben, welches deutschen Firmen direkten Zugriff auf die großen Lithiumvorkommen des Andenstaates gegeben hätte.“ (DWN 28.11.19)

Das war der letzte Versuch des CIA’s mit dem Putsch in Südamerika das Steuer nach rechts zu reißen. Wenn Du die Grafik der politischen Richtungen in Südamerika vorne Dir anschaust, ist links bei den 70er alles schwarz, lauter Militärdiktaturen. Nach recht wird alles roter, mehr Sozialismus, noch von oben, aber das ändert sich jetzt mit den Massen auf der Straße und der Rätepolitik der PTS.

Morales ist nach Mexiko geflüchtet und wartet der Dinge ab, die da auf ihn zukommen. Ich denke er muss nicht lange warten.

In dem Nachbarland rechts haben sie gerade den neoliberalen Präsidenten in de Wüste geschickt und die Massen fordern, Schluss mit der Rückzahlung an den IWF und links demonstrieren eine Million, dass der Präsident in die Wüste gehen. Aber er hat doch das ganze Kabinett aufgelöst. Aber es werden Millionen auf der Staße bleiben, bis die ganze Bagage weg ist.

Und im Norden? Sind auch Tausende. Meinst Du Peru oder Kolumbien? Beides, ganz Südamerika eosteht im Kampf. Alle Youtube Videos zweigen „ein Bild ähnlich dem von St. Petersburg im Sommer 1917“

Hier die Schwesterorganisationen der PTS in Lateinamerika
Liga Obrera Revolucionaria de Bolivia y la Liga de Trabajadores por el Socialismo – Contracorriente (ahora
Movimiento de los Trabajadores Socialistas) de México; incluye también al
Movimiento Revolucionario de los Trabajadores de Brasil, la
Liga de Trabajadores por el Socialismo de Venezuela, el Partido de los Trabajadores Revolucionarios de Chile, la Corriente de Trabajadores por el Socialismo de Uruguay, la

Du kannst die Revolution unterstützen mit einer Spende an Klasse gegen Klasse mit dem Vermerk: Für PTS, Argentinien

„In Bolivien haben wir einen Blick darauf werfen können, wie Arbeitermacht plötzlich inmitten der wiederkehrenden Instabilität des globalen Kapitalismus möglich werden kann. Dies wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Wir sollten jetzt die Lehren ziehen und darauf hinarbeiten, dass beim nächsten Massenaufstand die Menschen nicht nur an die Tür der Geschichte klopfen, sondern sie aufstoßen.“

Kurz vor seinem Tod prophezeite Chris Harman noch, dass die Südamerikaner die Tür der Geschichte aufstoßen werden. Die Zeit ist reif dafür.

 

 

 

 

Diskussionen

4 Gedanken zu “Lateinamerika vor der Revolution!

  1. Ach, und noch apropos Revolutionen in Südamerika folgende Ergänzung:
    https://dudeweblog.wordpress.com/2017/04/02/chaos-unruhen-und-randale-in-suedamerika/

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    Verfasst von Dude | 1. Dezember 2019, 17:47
  2. Liebe Redaktion, da gibt es noch einige Passagen die ihr redigieren solltet, wie z.B.:
    „Nach den auslaufenden Feudalismus war zur Aufrechrechterhaltung der Ethnien-Klassen-Identität weitere Diktaturen zwingend notwendig.“
    Das Deutsch dieses Artikels ist ingsgesamt die reinste Katastrophe und beleidigt den in relativ grossen Teilen äusserst guten Inhalt.

    „Es gab viele Militärdiktaturen in Südamerika dort. Chile, Argentinien, Brasilien, Ecuador, Peru, Uruguay Paraguay und Bolivien“

    Die Herrschafts von Alfredo Stroessner als Diktatur zu bezeichnen ist absolut falsch.
    Fakt ist, und das haben mir so gut wie alle Paraguayos – darunter auch viele von Indio- bzw. Guarani-Abstammung – bestätigt, dass das Leben im Land (sofern man kein scheinheiliger, kommunistisch geprägter Regierungskritiker war) nie so frei, sicher und lebenswert war, wie unter dieser sogennanten Diktatur.
    Die Kriminalitätsrate im Land war nie vorher oder nachher so tief!
    Viele Probleme (wie extremst ausufernde Korruption, die Etablierung einer plutokratischen, selbstgefälligen Politschicht, von der Teile – in Co-Produktion mit DEA, etc. – direkt den Drogenhandel kontrollieren, usw.) kamen erst nach dem Sturz und der Vertreibung Stroessners und der Einführung der sogenannten Demokratie ( https://dudeweblog.wordpress.com/2014/04/16/demokratie-ist-vergangenheit/ )!

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    Verfasst von Dude | 1. Dezember 2019, 15:49
  3. Problem ist: die beklagen sich dort viel über ihrer regierungen, revoltieren ab u. zu , keiner (oder wenige ? ) hat aber was von Sozialismus im Kopf , die kleben irgendwie an ihrem system (wolln nur mehr abhaben , dann sind sie zufrieden ) +können sich was andres schlecht vorstellen
    da müssen wohl erst noch grosse Bewusstseinsprozesse stattfinden , deswegen wäre ich vorsichtig+nicht zu euphorisch , besser ein fragezeichen in die Überschrift

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    Verfasst von Tom | 1. Dezember 2019, 15:21
  4. sehr guter Artikel, gut , dass Thema Südamerika mal zu behandeln
    sind wohl bisher aber eher nur Revolten , weitere Perspektive ungewiss, auch wegen fehlender führung, wenn man sich den zustand der wirklich linken Pareien dort ansieht

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    Verfasst von Tom | 1. Dezember 2019, 13:51

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