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Ausland, Welt

Der stille Krieg um die weltweit größten Ölreserven

von Karl Bernd Esser – https://kenfm.de

Der Drohnen- und Cruise Missiles Anschlag in Saudi-Arabien hat den weltweit größten Börsengang des saudischen Erdölriesen ARAMCO (der größten Erdölfördergesellschaft der Welt) vorläufig gestoppt. Das lässt Investoren und Börsengurus die Lage vor Ort genauer betrachten. Der Saudi-ARAMCO-Geschäftsführer Amin Nasser teilte mit, dass die nach den Angriffen eingebrochene Ölproduktion Ende des Monats wieder das frühere Niveau erreichen werde. Der Energieminister, Prinz Abdelaziz bin Salman, sagte, die Hälfte der eingebrochenen Ölproduktion sei bereits wieder hergestellt. ARAMCO erwirtschaftet derzeit einen Gewinn von täglich 500 Millionen Dollar. Öl und Gas gibt es, wie andere fossile Bodenschätze, nicht unbegrenzt.

Und wenn die genauen Daten über den (irgendwann) bevorstehenden Saudi-Arabischen Peak-Oil (d.h. den Punkt der Ölförderung, ab dem es mit der Fördermenge nur noch abwärts gehen kann) verständlicherweise zu den heißesten Geheimnissen von ARAMCO gehören, so sagt auch einem Laien doch schon der gesunde Menschenverstand, dass eine vorausschauende Regierung gut daran tun dürfte, für die bevorstehende Auslaufphase der eigenen Öl- und Gas-Produktion rechtzeitig vorzusorgen. Auch das saudische Ölministerium verschweigt der Welt das Überschreiten des Zenits ihrer landesweiten Öl- und Gasförderung und versucht ihre Erdölfirma ARAMCO zeitnah an der Börse zu platzieren. Neue Ölquellen erfreuen da die klammen saudischen Kassen und die ARAMCO. Doch diese Quellen liegen 1.800m unter dem Jemen und nicht im eigenen Königreich, das ist das Dilemma.

Da kam der iranische Angriff auf die Ölanlagen in Khurais und Abqaiq gerade sehr ungünstig. Er machte künftigen Investoren deutlich, dass Saudi-Arabien seine wichtigsten Ölfelder nicht vor einfachen Luftangriffen schützen kann. Die saudischen Flugabwehrsysteme stammen aus der Zeit des Golfkrieges 1991, und weder in der Luft noch am Boden kommen die Saudis ohne Unterstützung aus. Militärexperten verweisen zudem darauf, dass Saudi-Arabien über zu schwache Bodentruppen verfügt, um etwa in Jemen die Rebellen zu besiegen: Ohne amerikanische oder auch israelische Hilfe wird Saudi-Arabien also wenig gegen den Erzfeind Iran unternehmen können. Saudi-Arabien ist militärisch nicht vorbereitet für einen neuen Golfkrieg.

Eingeplante Milliardeneinnahmen aus dem Börsengang fehlen nun dem saudischen Staatshaushalt und der teure Luftkrieg gegen den Jemen muss weiter finanziert werden. In Jemen ist ein Ende dieses Luftkrieges nicht in Sicht. Eingekaufte

Präzisionswaffen der USA treffen erkennbar weite Teile der jemenitischen Zivilbevölkerung, man spricht von weitreichenden Kriegsverbrechen der Koalition. Das Image des Königreiches geht in den Keller. Das saudische Kriegsziel kann in Jemen nicht erreicht werden und es fehlt damit die eingeplante „Kriegsrendite“ bzw. Kriegsbeute: Jemen´s alte und neu gefundene Öl- und Gasfelder.

Über die bisher nicht gesprochen wurde, weil man den Jemen bei den deutschen „Relotius-Medien“ immer als arm darstellt, um die wahren Gründe des Jemenkrieges zu verschweigen. Der arme Nachbar ist nicht arm; in seinem Boden ruhen größere Schätze als im Boden der drei genannten Golfstaaten Saudi-Arabien, Kuwait und den Emiraten zusammen. Diesen Hintergrund, verbunden mit der sinkenden saudischen Ölförderung, möchte ich dem Leser und Hörer von KenFM heute näher aufzeigen. Er stellt nämlich den Krieg im Jemen in einem völlig anderen Licht dar:

Im Magazin „Al Ahram Weekly“ (Ausgabe-No. 1415 vom 25.10.2018) mit dem Titel Yemen’s Vast Potential steht: „Es sollte auch bekannt werden, dass in der Gegend von Al-Jauf nahe der Grenze zu Saudi-Arabien riesige Ölquellen entdeckt wurden. Es wird geschätzt, dass diese größer sind als die Felder von Saudi-Arabien, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammen.“

Saudi-Arabien würde es dem Jemen nicht erlauben, in der Nähe seiner Grenzen nach Öl und Gas zu suchen. Diese Feststellung würde sofort erklären, warum Saudi-Arabien sich mit seiner ganzen Macht ausgerechnet hinter den evident schwachen und jeglichen Rückhalts in der eigenen Bevölkerung entbehrenden, im Exil lebenden Präsidenten, Abed Rabou Mansur Hadi, gestellt hat. Die Erklärung: Hadi ist der Garant für den saudi-arabisch/amerikanischen – den ARAMCO – Zugriff auf das jemenitische Öl. Auf dieser Garantenstellung beruht die ganze „Stärke“ der Position Hadi´s. Und wer möchte schon wirklich wissen, welche Relotius-Medien unisono mitgespielt haben müssen, damit diese Figur bei uns immer noch als „der Präsident der international anerkannten Regierung des Jemen“ durchgeht.

Bereits im April 2013 verband der jemenitische Abgeordnete Abdul-Karim Jathban das Sicherheitsinteresse an der Grenze zwischen Saudi-Arabien und Jemen mit den riesigen natürlichen Ressourcen von JAWF (nördliche jemenitische Provinz direkt südlich von Saudi-Arabien). In einem Interview mit dem Magazin ALALAM bemerkte er: „Die Nachricht von großen Ölfeldern in der Region JAWF an der saudi-jemenitischen Grenze ist wahrscheinlich der Hauptgrund für die Verlegung von Militär des Al-Saud-Regimes an die jemenitische Grenze. Obwohl die Nachricht schon seit einiger Zeit bekannt ist, hat Saudi-Arabien jetzt Schritte in dieser Hinsicht unternommen, weil es sich Sorgen über die politischen Entwicklungen im Jemen macht, die zur Bildung einer nationalen Regierung geführt haben, die die Ressourcen und die Nutzung des Landes schützen würde. Sie sollten dem jemenitischen Volk dienen. Dies kann den Jemen in ein mächtiges einflussreiches Land verwandeln, und Saudi-Arabien möchte nicht, dass dies geschieht.“

SudaneseOnline veröffentlichte am 28.06.2013 folgenden Report: Seit der Wahl von Präsident Abed Rabbo Mansour Hadi zum Präsidenten des Jemen streitet der Jemen mit Saudi-Arabien und anderen Ländern wegen der neuen Ölfelder des Landes. Ein Bericht der Nachrichtenagentur Fars: Jemen (Fars) News und ein Kommentar von Shawki Ibrahim Othman:

Die Eigenheiten dieses Konflikts tauchten kürzlich auf, als ausländische Medien sowie Regierungsquellen bekannt gaben, dass als die größte Ölquelle der Welt unterirdische Ölreserven im Jemen in der Grenzprovinz Al-Jawf liegen, aber sich ein kleiner Teil in einer Tiefe von 1.800 Metern ein wenig nach Saudi-Arabien erstreckt. Die Ölquelle befindet sich zu 95% auf dem Territorium des Jemen und ist das weltweit erste in Bezug auf Lagerbestände. Verfügt Saudi-Arabien über 34% der weltweiten Ölreserven, verfügt der Jemen nach der Entdeckung dieser Ölquellen über 34% des zusätzlichen globalen Ölbestandes. Jemen hat offenbar Landesverräter, die die jemenitischen Behörden, seit der Ära des ehemaligen Präsidenten Ali Saleh, verfolgen. Regierungsmitglieder einigten sich mit den Behörden des Jemen darauf, das große Geheimnis über die Existenz der größten Ölquelle der Welt auf dem Territorium des Jemen nicht preiszugeben und geheim zu halten. Doch der US-Sender «Sky News» gab kürzlich bekannt, dass die größte Ölquelle der Welt die neuen unterirdischen Ölreserven im Jemen darstellen. Dies bestätigt die Existenz eines schon damals verborgenen stillen Krieges, um die Ausbeutung der neuen Ölquellen in Jemen, zwischen Jemen und Saudi-Arabien sowie den Vereinigten Staaten.

Informanten bestätigen, dass Saudi-Arabien dem Jemen 10 Milliarden USD pro Jahr als Gegenleistung für eine 50-jährige Ölkonzession angeboten, der Jemen jedoch nicht zugestimmt hat. US-amerikanische Unternehmen boten auch attraktive Angebote für den Bau aller Straßen, Brücken, Infrastrukturen und Fabriken von Erdölderivaten im Jemen gegen Ölkonzessionen an. Aber dies lehnte der Jemen auch ab. Experten und Politiker sagten voraus, dass Hadi´s kürzlicher Besuch in Russland mit dem Privileg verbunden sein könnte, Öl zu fördern. Politische Quellen bestätigten, dass der Jemen es russischen Ölfirmen ermöglicht hat, an Standorten im Nordjemen in der Provinz Jawf, nahe der Grenze zu Saudi-Arabien, nach Öl zu suchen.

Nach Ansicht vieler politischer Experten ist das Dschidda-Grenzabkommen zwischen Saudi-Arabien und dem Regime des ehemaligen jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh, das viele als Abkommen bezeichnen, als der frühere Präsident Saleh ein Drittel des Landes an die saudische Seite abgab, ungültig. Der seltsame Vertrag ist eine Ausweitung der saudischen Ambitionen zur Kontrolle der Ölquellen im Jemen und erinnert an die Ambitionen von Donald Trump, Grönland von Dänemark kaufen zu wollen.

Mit der Entstehung der Harakat Ansar Allah (Bewegung der Helfer Gottes), den sogenannten „Huthis“, die sich in den meisten Gebieten an der Grenze zu Saudi-Arabien im Norden Jemens befindet, stellt diese Bewegung eine große Gefahr für das saudische Regime dar. Die Präsenz der Huthis führte dazu, dass das Königreich mehr Druck auf den Übergangspräsidenten Hadi ausübte, um das neue Dschidda-Grenzabkommen zu unterzeichnen.

Beide Seiten verhinderten Erkundungen in den Grenzgebieten, die von Präsident Hadi im Sinne der Saudis abgelehnt wurden. Insbesondere nachdem die Vereinigten Staaten daran gearbeitet hatten, den saudischen Einfluss im Jemen zu verringern, was dazu führte, dass Saudi-Arabien hunderttausende jemenitische Arbeiter aus ihrem Land auswies.
Nachdem ein anderer Ölexperte im Jemen kürzlich den lokalen Medien mitgeteilt hatte, dass das Al-Jouf-Feld 5 Millionen Barrel pro Tag produzieren könnte, aber schon jetzt horizontal auf saudisches Territorium abgesaugt wird, änderte Saudi-Arabien die Angabe seiner Förderung von 450.000 auf 600.000 Bpd (Barrel per day) und platziert diesen Vorgang an einem Ort in Grenznähe, der offiziell nicht mit dem A-Jouf-Feld zusammenhängt. Es ist die Tarnung für ein kleineres unbedeutendes saudisches Ölfeld, während von dort auf jemenitischem Territorium das Erdöl schräg von saudischem Gebiet mit dem französischen TOTAL Konzern abgezapft bzw. „geklaut“ wird. Der lächelnde schmierige Ölfiesling J.R. Ewing aus der Dallas-Fernsehserie hätte seine wahre Freude daran.

Ein jemenitischer Wirtschaftsexperte gab bekannt, dass Saudi-Arabien in Zusammenarbeit mit dem französischen Energieriesen TOTAL die Rohölreserven seines Landes in Grenzregionen stiehlt. „65% der Rohölproduktion Jemens werden von Saudi-Arabien in Zusammenarbeit mit Mansour Hadi, dem flüchtigen jemenitischen Präsidenten, und seinen Söldnern gestohlen“, sagte Mohammad Abdolrahman Sharafeddin am Dienstag gegenüber der FNA. „Saudi-Arabien hat in Zusammenarbeit mit dem französischen Unternehmen TOTAL im Süden von Kharkhir nahe der saudischen Grenzprovinz Najran eine Ölbasis errichtet und fördert Öl aus den Bohrlöchern in der Region“, fügte er hinzu. Sharafeddin sagte, dass Riad Waffen mit den Petro-Dollars kauft, die dem jemenitischen Volk gestohlen wurden, und diese an seine Söldner liefert, um die Jemeniten zu töten. Ende letzten Jahres teilte ein anderer Wirtschaftsexperte mit, Washington und Riad hätten die ehemalige jemenitische Regierung bestochen, auf Ölbohrungen und Explorationsaktivitäten zu verzichten. Der Jemen verfüge über mehr Ölreserven als die gesamte Region am Persischen Golf wissen Insider.

„Saudi-Arabien hat mit den USA ein Geheimabkommen unterzeichnet, um zu verhindern, dass der Jemen in den nächsten 30 Jahren seine Ölreserven nutzt“, sagte Hassan Ali al-Sanaeri gegenüber der FNA. „Die wissenschaftlichen Untersuchungen und Bewertungen internationaler Bohrunternehmen zeigen, dass die Ölreserven im Jemen mehr sind als die kombinierten Reserven aller Golfstaaten“, fügte er hinzu.

Al-Sanaeri ergänzte weiter, dass der Jemen in den Regionen Ma’rib, al-Jawf, Shabwah und Hadhramaut über reichliche Ölreserven verfüge.

Er wies darauf hin, dass eine Reihe geheimer Dokumente von Wikileaks enthüllte, dass die Regierung von Riad ein Komitee unter dem Vorsitz des ehemaligen saudischen Verteidigungsministers Kronprinz Sultan bin Abdel Aziz eingesetzt habe. „Der ehemalige saudische Außenminister Saud al-Faisal und der Geheimdienstchef des Königreichs waren auch Mitglieder des Komitees.“ Al-Sanaeri fügte hinzu, dass Saudi-Arabien das Komitee beauftragt habe, das Projekt für den Bau einer Pipeline von Saudi-Arabien über Hadhramaut zum Arabischen Meer umzusetzen, um die Meerengen von Hormuz und Bab al-Mandab zu umgehen.

Er bekräftigte, dass in der Provinz Jemen al-Jawf neue Ölreserven entdeckt wurden, die den Jemen zu einem der größten Ölexporteure in der Region und der Welt machen können. Saudi-Arabien hat sich bemüht, seine 2008 begonnene Grenzbarriere weiter auszubauen und widerspricht dem Dschidda-Grenzabkommen zwischen den beiden Ländern im Jahr 2000. An der Grenze tauchten saudische Militärs auf und Dutzende von Grenzposten wurden entlang der Grenze stationiert, unterstützt von einer Reihe von US-M-1-Abrahms Panzern. Jemenitische Stämme sagten jedoch, sie würden nicht zögern, ihr Territorium zu verteidigen, wenn die jemenitischen Behörden ihre Pflicht zur Verteidigung der Souveränität des Jemen aufgeben. Die Saudi Bin Laden Company wurde daran gehindert, den Bau der Grenzmauer fortzusetzen, insbesondere nachdem die Stämme, die in Hunderten von Gemeinden in Al-Jawf und Sa’ada vor saudischen Infiltrationen standen, bedroht und genötigt worden waren, einige Standorte im Jemen zu kontrollieren und in saudische Militärstandorte umzuwandeln.

Die Provinz JAWF ist die Heimat der berüchtigtsten Stämme im Jemen. Bewaffnet und gesetzlos kontrollieren die Stämme die Provinz, und ihr Einfluss ist stärker als der der Regierung. Im Juni letzten Jahres war eine Reporterin bereit das Risiko einer Expedition dorthin einzugehen. Al Jazeera-Reporterin Safa Karman legte kulturelle Grenzen beiseite und reiste nach JAWF, um vor Ort zu recherchieren. Sie meldete: Örtliche Ölfirmen versuchten, eine behördliche Genehmigung für die Erkundung der Öl- und Gasreserven zu erhalten, darunter Shaher Trading, ein Unternehmen des einflussreichen Geschäftsmanns Shaher Abdulhak Saleh, jedoch ohne Erfolg.
Die jemenitische Regierung wollte sich nicht offen dazu äußern.

Der jemenitische Ingenieur Abdullah Abdulmalek, legte die Fakten über die JAWF-Öl- und Gasreserven anhand wissenschaftlicher und geologischer Dokumente offen. Beamte der Staatsfirma SAFER, ein Öl- und Gasunternehmen im Besitz der jemenitischen Regierung, sagten, dass die neue Entdeckung allein eine tägliche Produktion von 6 Millionen Kubikmeter Gas gewährleistet. Karman war während des größten Teils ihrer Mission von zehn bewaffneten Stammesangehörigen umgeben. Nach Tagen der Untersuchung und Begegnung mit Bewohnern und Experten wurde ihre Geschichte auf Al-Jazeera gesendet. Ihre Meldung verursachte Aufruhr im Jemen und gab den Menschen nun Hoffnung, dass der Jemen wie alle anderen Länder am Golf über ein weitreichendes Vermögen an Öl- und Gasreserven verfügte.

Die Ölproduktion des Jemen ist seit 2015 zusammengebrochen, als eine von Saudi-Arabien unterstützte Militärkoalition in den Jemen-Krieg intervenierte, um zu versuchen, die Regierung von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi wieder an die Macht zu bringen. Hadi´s Regierung kontrolliert die südliche Hafenstadt Aden und Gebiete, in denen die Öl- und Gasfelder des Jemen liegen. Die Huthi-Truppen kontrollieren die Hauptstadt Sanaa und das Ölterminal von Ras Issa an der Westküste.

Das Öl-Ministerium sagte, Unternehmen, die an der Produktion und Exploration beteiligt sind, sollten die Produktion gemäß den Partnerschaftsvereinbarungen mit der Regierung wieder aufnehmen, wie aus dem vom jemenitischen Minister für Öl und Mineralien, Aws Abdullah al-Awd, unterzeichneten Memorandum hervorgeht. Das jemenitische Öl-Ministerium forderte nationale und internationale Ölfirmen auf, in der temporären Hauptstadt Aden eine Zentrale im Jemen einzurichten oder dorthin zu verlegen. Im Februar erklärte Al-Awd, sein Land wolle die Ölproduktion auf 110.000 Barrel pro Tag steigern. Der Jemen produzierte 2018 durchschnittlich 50.000 Bpd Rohöl, verglichen mit rund 127.000 Bpd im Jahr 2014.

Die Bevölkerung Jemens hungert, keine Medizin, kaputte Krankenhäuser, die Infrastruktur wurde komplett zerbombt. Der unmenschliche Krieg im Jemen kostet die saudische US-Koalition nichts, er finanziert sich vom Diebstahl des jemenitischen Erdöls, das über die ARAMCO-Pipelines nach Saudi-Arabien abfließt.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat die internationale Gemeinschaft in einem Interview vor einer weiteren Eskalation im Konflikt mit Iran gewarnt. «Wenn die Welt keine starken und entschlossenen Massnahmen ergreift, um Iran abzuschrecken, dann werden wir weitere Eskalationen sehen, die die Interessen der Welt bedrohen werden», sagte der Kronprinz in einem am Sonntag letzter Woche vom amerikanischen Sender CBC News ausgestrahlten Interview. «Die Ölversorgung wird unterbrochen, und die Ölpreise werden auf unvorstellbar hohe Werte steigen, die wir in unserem Leben noch nicht gesehen haben.»

Quellen:

  1. https://en.wikipedia.org/wiki/Saudi_Vision_2030
  2. http://yemenpost.net/Detail123456789.aspx?ID=3&SubID=6379
  3. https://www.sudaress.com/sudaneseonline/29393
  4. http://www.yemenlng.com/ws/en/go.aspx?c=proj_overview
  5. https://en.wikipedia.org/wiki/Yemen_Oil_and_Gas_Corporation
  6. https://ahtribune.com/world/north-africa-south-west-asia/war-on-yemen/1537-saudi-arabia-yemen-oil-total.html
  7. https://store.fitchsolutions.com/all-products/yemen-oil-gas-report
  8. http://griffin-security.com/
  9. http://www.sepocye.com/
  10. https://www.cia.gov/library/readingroom/docs/CIA-RDP89S01450R000500500001-7.pdf
  11. https://ctc.usma.edu/app/uploads/2018/09/CTC-SENTINEL-092018.pdf

https://kenfm.de/standpunkte-•-der-stille-krieg-um-die-weltweit-groessten-oelreserven/

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Der stille Krieg um die weltweit größten Ölreserven

  1. Vergessen wir nicht: je mehr Erdölproduzenten sich vom Dollar abwenden, desto mehr schwindet dessen Bedeutung als Weltwährung. Und wenn deshalb die Nachfrage nach ihm einbricht, dann wird er inflationär. Der Iran, und Venezuela sind für die USA auch aus diesem Grund von Interesse, bzw. Gegenstand ihrer imperialistischen Anstrengungen, und es war auch beim Irakkrieg (2003) ein wichtiges Moment – denn Saddam Hussein hatte vor seinen Ölhandel auf Euro umzustellen.

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    Verfasst von Paul Hollenstein | 7. Oktober 2019, 9:53

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