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Ausland, Naher Osten

Wie die Huthis, mit Hilfe dummer Saudi-Prinzen, alle F-35 abschießen

von Stefan Boehnke

Einige einfache, aber wenig bekannte Zusammenhänge zwischen Radar, Klima, F-35 und Quds-1.

Eigenschaften der Erdatmosphäre

Man beachte oben das ‚Optische Fenster‘ und das ‚Radiofenster‘. Die Erdatmosphäre ist für verschiedene Frequenzen unterschiedlich durchlässig, was auch die Grundlage für den bekannten Treibhaus- CO²- Schmarn ist. Die Frequenzen zwischen den beiden Bereichen hoher Transparenz werden für Radar, Mikrowelle, Handy genutzt. Geringe Transparenz bedeutet Absorption der Strahlungsenergie durch das Medium. In der Atmosphäre und der Mikrowelle sind das die Wasser- Dipole. Mobilfunk erhitzt also das Wasser in der Luft und verhindert so die Wolkenbildung über Ballungsgebieten, was aber keinen CO²- Jünger interessiert. Regen verändert die Stealth Eigenschaften eines Flugobjektes dramatisch.

Radar

Die Briten merkten früh, daß Horchen gegen 500 km/h schnelle Flugzeuge nicht funzt und mußten sich ‚was Neues einfallen lassen, entscheidend für ‚RADAR‘ war die Kathodenröhre (der alte TV Bildschirm) zur Visualisierung und die Röhre, welche die Strahlung erzeugt, welche gar keine Röhre ist, sondern ein Magnetron, wie es heute in jeder Mikrowelle verbaut ist. Die Deutsche Luftwaffe nutzte schnell auch das Britische Radar, wobei ein eigener Sender gar nicht nötig war, weil die Britischen Sender so stark waren, daß man deren Echo nur zu empfangen brauchte: Passivradar, und darin sind die Deutschen noch heute, so heißt es, sehr gut. Man kann sich leicht vorstellen, daß in Westeuropa mit seinen zahlreichen Strahlungsquellen Passivradar sehr gut funktioniert, über der Arabischen Wüste oder über Sibirien aber weniger gut.

‚Unter 2 GHz ist nichts unsichtbar‘ heißt es unter Radar-freaks, GHz und Wellenlänge sind umgekehrt proportional, wir sprechen also vom Bereich links von 3m in der obigen Grafik, also mitten im ‚Radiofenster‘ Die SU bzw. Russland hat immer langwelliges Radar genutzt, vermutlich wegen der großen Reichweite. Nach Untergang der SU haben die Amis den Export solcher mobilen Technik durch Tschechien verhindert, Belarus hat dann das Geschäft gemacht.

F-35

Die F-35 hat eine lange Geschichte, die des Senkrechtstartes (die F-35 landet bestenfalls senkrecht) und die der Verringerung der Radar- Signatur (SR-71: ’stealth before stealth‘), beide so alt, wie der ‚Nachkrieg‘, in der Phase der konkreten Entwicklung hatten die USA noch weniger einen Gegner, als sonst und man träumte von einem Flugzeug für alle (derselbe Fehler, den man bereits mit der F-111 gemacht hatte), 4000 Stück und investierte 400 Mrd $ (die USA allein, die Partner wurden dann auch noch zur Kasse gebeten) in diesen Super deal. ABER: dieser Atombomber war immer nur für die westlichen Radare unsichtbar.

F-35 war nie als Kampfflugzeug konzipiert, sondern als Atombomber, gewissermaßen ein Nachfolger der Cruise Missiles, gut zum Reinschleichen, der Name ist Etikettenschwindel und entstand auf einer Pressekonferenz, ‚A-‚ wie ‚attack‘ wäre richtig.

Quds-1

Die hier bereits beschriebene Quds-1 (https://linkezeitung.de/2019/09/19/zur-quds-1/) der Huthis hat ebenfalls eine kleine Radarsignatur, einfach weil sie klein ist und wenige Meter über dem Boden fliegt. Cruise Missiles waren größer, weil sie eine Atombombe tragen sollen und die kann man nicht beliebig klein bauen, und hatten schon daher eine relativ große Reichweite (auch weil die SU so groß war). Schon die Iranische Cruise Missile, bei deren Entwicklung die Kh-55 Pate stand (von der Ukraine geliefert, von wem sonst ?) ist zu klein, um eine Atombombe, wie sie der Iran vielleicht in Jahrzehnten entwickeln könnte, zu tragen, war also nie für diesen Zweck gedacht. Die Huthis konnten sich modernster Technik global bedienen und exakt für ihren Einsatzzweck bauen, darum ist die Quds-1 sehr klein, ich schätze sie auf 300 Kg.

Jedes Radar, jedes Luftabwehrsystem, das der Quds-1 und dergleichem gewachsen ist, und danach werden die Streitkräfte der Welt jetzt suchen – und in Russland fündig werden, denn die VAE waren vor Jahrzehnten so klug, Panzir S-1 in Auftrag zu geben – raubt der F-35 ihre Tarnkappe, zurück bleibt ein schlechtes Flugzeug zu einem Wahnsinnspreis. Der Kaiser ist – wieder einmal – nackt ! Und das ist vielleicht der stärkste Effekt der Huthi- ‚Luftschläge‘ auf Saudische Infrastruktur.

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