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Inland, Medien

Warum gibt es gute und schlechte Whistleblower

von Wilfried Kahrs – https://qpress.de

Waschen & Schminken: Das ist irgendwie total seltsam. Jetzt kommt ein Whistleblower aus irgendeinem Geheimdienst daher, mit dessen Informationen man den US-Trump’le bei den Eiern packen will. Schon jubelt die weltweite Presse. Letztere ist schon heute ziemlich geneigt dem Donald Trump den Totenschein auszustellen, würde er nur nicht mehr ganz so heftig zucken. Interessanterweise weicht die hiesige Berichterstattung durchaus von der einiger ausländischer Medien ab, die die Situation für Trump längst nicht so desaströs beschreiben.

Da fragt man sich just beim Augenreiben ganz unvermittelt, ob das jetzt die journalistische Freiheit ist oder das sogenannte Neutralitätsgebot der Presse … welches da gerade den Bach runter geht. Als unbescholtener Leser sieht man im ersten Moment noch mal auf den Titel oder ins Impressum. Man würde erwarten, hier einen Hinweis darauf zu finden, dass es sich um ein Parteiorgan der US-Demokraten handelt. Beschwerde veröffentlicht • Whistleblower-Bericht untermauert Vorwürfe gegen Trump in Ukraine-Affäre … [Der LÜGEL]. Das ist aber eine Fehlanzeige, hier wird mit Wonne das Material eines Whistleblowers aufgegriffen, um daraus Kanonenkugeln gegen einen unliebsamen Präsidenten zu formen.

Whistleblower gleich Exil oder Knast

Warum gibt es gute und schlechte Whistleblower. Gehören denn nicht Whistleblower direkt in den Knast oder zumindest ins Exil? Denken wir nur mal an Edward Snowden, Chelsea Manning oder Julian L’Assange (der längst nudel-gar ist). Oder ist da was durcheinander geraten? In welchem Lichte müssen wir heute Verbrechen betrachten, wenn wir hier einen klaren Blick behalten möchten. Die vorgenannten haben Mord & Totschlag, Völkerrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen öffentlich gemacht. Dafür werden sie mehr oder minder durch die Welt gejagt, auch wenn man zeitweilig andere Sachverhalte für die Jagd vorschiebt.

Whistleblower gleich Exil oder KnastJetzt kommt ein Whistleblower um die Ecke, der einem Präsidenten ans Bein pinkelt, der es bislang nicht einmal geschafft hat seinen eigenen Krieg in Szene zu setzen? Da war selbst Barack Hussein Obama mit seinem Friedensnobelpreis noch um einiges mörderischer. Darf man für so einen krummen Gesellen, der jetzt dem Trump ans Leder will, überhaupt den Begriff Whistleblower verwenden und warum sitzt der jetzt nicht im Knast oder im Exil. Schließlich hat der doch auch Geheimnisse verraten. Das ist alles ausgesprochen merkwürdig und UN-durchsichtig

Wie es ausschaut, werden wir das Thema hier mit keinem vernünftigem Ergebnis abschließen können. Da bleibt zunächst nur eine Vokabel unangenehm im Raume hängen: “Doppelmoral”. Letzteres hilft uns aber schon bedeutend weiter. Aber Vorsicht, das ist kein Alleinstellungsmerkmal US-amerikanischer Politik. Die ist inzwischen international und auf politischen Parkett eher der “gute Ton”. Wer da nicht schamlos genug lügen kann, der darf halt nicht mitspielen. Es bleibt also interessant, wie sich in den kommen Monaten das Berufsbild des Whistleblowers weiterentwickelt und vor allem, welche “Gefahrenklassen” da mit in sein Tätigkeitsprofil aufgenommen oder rausgestrichen werden müssen.

Warum gibt es gute und schlechte Whistleblower

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