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Ausland, Nordamerika

Bedingungsloses Grundeinkommen + Automatisierung + Plutokratie = Dystopie

von Caitlin Johnstone – https://www.theblogcat.de

Die Amerikaner (Anm.d.Ü.: und nicht nur die) diskutieren die Möglichkeit eines universellen Grundeinkommens (UBI) ernster als je zuvor, vor allem aufgrund der überraschend populären Kampagne des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Andrew Yang. Yang hat UBI zum zentralen Thema seines Wahlkampfs gemacht und eine „Freedom Dividend“ versprochen, die von einer Mehrwertsteuer auf Unternehmen bezahlt werden soll, die jedem Amerikaner über 18 Jahren bedingungslose 1.000 Dollar pro Monat geben würde, um die drohende Krise der Automatisierung zu kompensieren, die die US-Jobs ersetzt.

„In den nächsten 12 Jahren läuft jeder dritte amerikanische Arbeiter Gefahr, seinen Arbeitsplatz durch neue Technologien zu verlieren – und im Gegensatz zu früheren Automatisierungswellen werden diesmal neue Arbeitsplätze nicht schnell genug und in ausreichender Zahl erscheinen, um das wieder auszugleichen“, argumentiert Yangs Wahlkampfseite. „Um eine beispiellose Krise zu vermeiden, müssen wir eine neue Lösung finden, anders als alles, was wir bisher getan haben. Alles beginnt mit der Freiheitsdividende, einem universellen Grundeinkommen für alle amerikanischen Erwachsenen, ohne Auflagen – eine Grundlage, auf der eine stabile, wohlhabende und gerechte Gesellschaft aufgebaut werden kann.“

Yang hat völlig Recht, dass die Automatisierung in naher Zukunft die Arbeitsplätze vieler Menschen ersetzen wird, und er hat völlig Recht, dass neue Lösungen, wie sie noch nie zuvor versucht wurden, notwendig sein werden, um dieses Problem anzugehen. Aber sein Plan, und in der Tat die allermeisten der veröffentlichten Pläne, die die Umsetzung eines universellen Grundeinkommens beinhalten, werden notwendigerweise zu einer repressiven oligarchischen Dystopie führen, wie wir sie noch nie zuvor gesehen haben.

Weißt du, wer neben Andrew Yang die Implementierung eines UBI unterstützt? Milliardäre. Viele Milliardäre, vor allem die neuen Tech-Milliardäre, die sich positionieren, um die Erde beim Übergang zu einem neuen Paradigma zu erben, das von Automatisierung und künstlicher Intelligenz dominiert wird. Milliardäre wie Jeff Bezos, Pierre Omidyar, Mark Zuckerberg, Jack Dorsey, Elon Musk, Richard Branson, Bill Gross, Tim Draper – und etwas gemäßigter Bill Gates – haben alle für eine Politik plädiert, die jetzt als eine Politik populär gemacht wird, die die wirtschaftlichen Wettbewerbsbedingungen einebnen und der Milliardärsklasse die Macht entziehen würde.

Warum sollte das so sein? Warum sollte eine Gruppe von Menschen, die sich zu Positionen immenser Vermögenskontrolle hochgekrallt haben, was ihnen ermöglicht, wie moderne Könige zu leben, so begierig darauf sein, diese Macht plötzlich abzugeben? Warum sollten sie mit dem Trend brechen und freiwillig und ohne zu kämpfen die Macht abgeben, um die sie gekämpft haben, ein Kampf, den wir seit Anbeginn der aufgezeichneten Geschichte bei den Herrschern immer wieder beobachten? Sind Milliardäre von Natur aus gute Menschen, die von Natur aus zu mitfühlendem Handeln und Umverteilung des Reichtums bereit sind? Haben wir uns die ganze Zeit geirrt, dass Jeff Bezos ein echter Superschurke sei?

Natürlich nicht. Diese immer mächtigere Klasse von neuen Geldtechnologieplutokraten drängt nicht darauf, Macht abzugeben, sie drängt darauf, sich noch mehr zu sichern. Wie Jimmy Stewarts Charakter in It’s A Wonderful Life sagt: „Potter verkauft nicht, Potter kauft.

Ich spreche mich hier nicht gegen das generelle Prinzip eines universellen Grundeinkommens aus. Wenn die Menschheit lernen soll, auf eine gesunde Weise mit dem Ökosystem, in dem wir uns entwickelt haben, zusammenzuarbeiten, werden viel mehr von uns anfangen müssen, viel weniger zu tun. Wir werden aufhören müssen, Energie zu verbrauchen, was zu Jobs führt, die die Welt nicht braucht, um Mist zu produzieren, für den man werben müssen, um Menschen glauben zu machen, dass sie ihn brauchen,und dann Geld dafür ausgeben und den Mist dann auf die Müllhalde werfen. Das ist offensichtlich ein wahnsinniger Weg für eine immer technologisch fortschrittlichere Spezies, um weiterhin zu funktionieren, und auf die eine oder andere Weise werden wir bald anfangen müssen, wesentlich weniger zu tun.

Aber stellt euch sich vor, was mit einem System geschehen wird, wie es Yang und die Tech-Milliardäre vorschlagen. Stellt euch vor, was in einer Gesellschaft passieren wird, in der die Menschen nicht mehr notwendig sind und nichts mehr besitzen, was die Mächtigen brauchen. Stellt euch vor, was passieren wird, wenn Menschen von einem existentiellen Grundeinkommen abhängig werden, die von einer bereits von Plutokraten kontrollierten Regierung eingerichtet würde, um sie zu unterstützen, wenn Technologien, die sich im Besitz von Plutokraten befinden, ihre Arbeit völlig überflüssig machen. Stellt euch eine Welt vor, in der einige wenige, zunehmend konsolidierte Automatisierungsfirmen mehr und mehr von den Waren und Dienstleistungen produzieren, die einst von menschlicher Arbeit bereitgestellt wurden, und alle Steuern, die sie in die UBI einzahlen müssen, von einer Öffentlichkeit zurückfordern, die durch ihre Existenzminimumslöhne gezwungen ist, automatisierte Produkte und Dienstleistungen zu kaufen.

Das wäre eine totale oligarchische Kontrolle. Nicht das, was wir jetzt sehen; was wir jetzt sehen, ist keine totale oligarchische Kontrolle. Unsere aktuelle Situation verblasst im Vergleich dazu, wie schlimm es werden könnte.

Denkt darüber nach, was in dieser Situation passieren würde, wenn die Menschen entscheiden würden, dass sie vom bestehenden System nicht fair behandelt werden. Welche Möglichkeiten hätten sie? Sie können keinen Arbeitskampf organisieren, wenn sie keine Arbeit haben. Sie können nicht boykottieren, wenn alles vom gleichen korrupten System hergestellt wird. Massendemonstrationen und ziviler Ungehorsam würden von einer Machtstruktur unbemerkt bleiben, die von ihrer Bevölkerung nichts braucht. Gewalttätige Revolutionen wären ein nicht zu gewinnendes Spiel, da Sicherheitssysteme, die die Infrastruktur der Mächtigen schützen, ebenfalls automatisiert würden. Die Menschen würden aufhören, aktive Teilnehmer an ihrer Gesellschaft zu sein, und wären stattdessen nur den Launen der Oligarchen ausgeliefert, solange die Oligarchen sie für nicht zu unangenehm hielten, um sie in der Nähe zu halten.

Denn dann wären uns unsere letzten Verhandlungschips genommen worden.

Julian Assange über Künstliche Intelligenz und die Sozialen Medien, mit Zizek, MIA & Horvat:

Denkt daran, wie ein solches Paradigma mit den aktuellen populistischen Bewegungen, die wir heute in der Welt sehen, tanzen würde, wenn die Menschen über ihre ohnehin schon repressiven Lebensbedingungen verärgert sind. Die Linke wird weitaus endgültiger kastriert werden als durch das, was sich Regierungsbehörden jemals ausdenken konnten; die Arbeiter können sich nicht vereinen, wenn es keine Arbeiter gibt. Demonstrationen vom Typ Gelbwesten hätten keinen Einfluss auf eine Machtstruktur, die außerhalb ihrer Automatisierungskomplexe keine öffentliche Ordnung erfordert. Versuche, das Problem abzuwählen, werden von einem politischen System ausgelacht, das noch stärker von Oligarchen kontrolliert wird, als es eh schon ist.

Stellt euch nun vor, wie das ausgehen würde, wenn Sie die Art von narrativer Dominanz hinzufügen würden, die die fortgeschrittenen Programme der künstlichen Intelligenz zulassen würden, wie Julian Assange warnte, kurz bevor er zum Schweigen gebracht wurde. Wir sehen bereits, dass solche Programme von zwielichtigen Regierungsbehörden entwickelt werden, zusammen mit zunehmend orwellschen High-Tech-Überwachungssystemen.

Das ist es, was die Milliardäre anstreben. Das ist es, was Potter kauft.

Die Reichen und Mächtigen haben immer zwei Dinge gefürchtet: den Tod und die Öffentlichkeit. Weil diese beiden Dinge alles wegnehmen können, was sie gestohlen haben. Unsere derzeitigen Herrscher, die Milliardärklasse, arbeiten derzeit daran, das Geheimnis der Unsterblichkeit auf verschiedene unheimliche Weise zu erschließen, und sie arbeiten daran, das Problem der Öffentlichkeit in der von mir beschriebenen Weise anzugehen. Eines Tages hoffen Jeff Bezos und seine Art, die ersten Herrscher in der Geschichte zu werden, die ohne die Gefahr regieren können, alles an den Tod oder die Revolution zu verlieren.

Die Lösung besteht natürlich darin, dies aufzuhalten, bevor es passiert. Denn wenn man zulässt, dass dies geschieht wird, dann wird es viel zu spät sein, um etwas dagegen zu unternehmen. Die Menschen müssen aus der Propagandamatrix aufwachen und der Milliardärsklasse die Macht entziehen, und dazu gehört auch die Kontrolle über die Automatisierungstechnologien. Künstliche Intelligenz und Automatisierung sind viel zu folgenreich, um von ein paar Milliardäre bestimmt zu werden, die nur Milliardäre sind, weil sie wie eine Maschine besser denken können als andere Menschen. Die Zukunft der Menschheit muss von der kollektiven Weisheit aller Menschen im Dienste der Menschheit geleitet werden, nicht von binär denkenden Tech-Zauberern im Dienste der Gewinnspannen der Konzerne.

Ein universelles Grundeinkommen könnte in einem ganz anderen System funktionieren, aber eines haben die beliebtesten UBI/Automatisierungsmodelle, die von der Milliardärklasse und von Andrew Yang gefördert werden, gemeinsam: Keiner von ihnen versucht, das System grundlegend zu verändern, welches es Plutokraten ermöglicht, immer mehr Macht und Kontrolle für sich selbst zu gewinnen. Sie alle versuchen, den Status quo zu erhalten und ihn weiter in die von Oligarchen dominierte Dystopie zu tauchen. Dies ist abzulehnen.

Dieser Artikel sagte ursprünglich, dass Yangs Plan ist, jedem Amerikaner zwischen 18 und 64 Jahren 1.000 Dollar zu geben, aber das ist ein älterer Plan von ihm. Yangs „Freiheitsdividende“ gäbe es für jeden Amerikaner über 18 Jahre.

*

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Universal Basic Income + Automation + Plutocracy = Dystopia

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/bedingungsloses-grundeinkommen-08-09-2019/

Diskussionen

4 Gedanken zu “Bedingungsloses Grundeinkommen + Automatisierung + Plutokratie = Dystopie

  1. Die Soziale Dreigliederung von Rudolf Steiner und Friedrich Schillers ästhetischer, dynamischer, ethischer Staat könnten durch das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt werden:

    1. Freiheit für Bildung, Kultur und Innovationen
    Friedrich Schillers ästhetischer Staat (beruht auf der Freiheit des Menschen)
    Basis: Zivilgesellschaft
    2. Gleichheit für alle im Recht-Schaffen
    Friedrich Schillers dynamischer Staat (beruht auf dem Recht der Menschen)
    Durch direkte Demokratie und lobbyfreie Parlamente
    Basis: reiner Rechtsstaat
    3. Solidar-Wirtschaft für Bedarf statt Profit
    Friedrich Schillers ethischer Staat (beruht auf den Pflichten der Menschen)
    Basis: Vertrauen in Gemeinwohlökonomie = BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN

    „Frei ist der Mensch, insofern er in jedem Augenblick seines Lebens sich selbst zu folgen in der Lage ist.“ — Rudolf Steiner Die Philosophie der Freiheit – Grundzüge einer modernen Weltanschauung https://www.youtube.com/watch?v=X0sNXsfKjME

    Wichtige Seiten: https://fuereinander.jetzt/, https://buendnis-grundeinkommen.de/europawahl/, http://www.dreigliederungsbewegung.de,

    Nicht das Investieren in Institutionen ist der freie Mensch aber der freie Mensch ist die Institution in die wir zu investieren haben. Nicht der Beruf ist der eigene Name aber der eigene Name ist der Beruf.Nicht die Universität ist das Universum aber das Universum ist die Universität.Nicht die Schule ist das Leben aber das Leben ist die Schule: Unschooling – wenn spielen Schule macht | Lernen ohne Schule https://www.youtube.com/watch?v=8q9jqSols4s Freilernen Österreich https://www.youtube.com/watch?v=WKb3UH-5C1E
    Nicht Wissenschaft ist eigene Erfahrung aber eigene Erfahrung ist Wissenschaft.

    Die Kunst ist die Tochter der Freiheit so sagt Friedrich Schiller:

    „Ästhetik bei Friedrich Schiller

    Ästhetik und Schönheit bei Friedrich Schiller (1759-1805)

    Schillers ästhetische Beurteilung verlagert sich von der geschichtlichen Entwicklung und dem Stellenwert des Menschen hin zum Stellenwert der Kunst in der Geschichte der Menschheit.

    Schiller setzt sich in der Schrift „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ mit Kants „Analytik des Schönen“ auseinander.

    Die Kunst:

    Schiller weist der Kunst eine hohe Bedeutung zu, nämlich bei der Schaffung eines ethischen Vernunftstaates eine tragende Rolle innezuhaben. Der Übergang von Naturstaat zu Vernunftstaat muss kontinuierlich verlaufen, bei dem der Mensch das harmonische Zusammenspiel zwischen Geist und Natur, Pflicht und Neigung erlernt.

    Dabei ist auch und gerade die Kunst Zeichen dessen und kann die Erziehung vorantreiben. Denn: Das Kunstwerk bietet selbst eine Verschmelzung von Stoff und Form, von Materie und Geist, von Vernunft und Sinnlichkeit.

    Der Schein:

    Die Natur erhebt den Menschen von der Realität in den Schein, bedingt durch die Sinne des Sehens und des Empfindens.

    Der Schein lässt den bloßen Verstand hinter sich. Der Schein kann etwas selbständiges sein, sofern der Mensch ihn loslöst von der Wirklichkeit.

    Um in dem Schein zu verweilen, bedarf der Mensch der Empfindung, also der Liebe.

    Alles wirkliche Sein der Natur ist getrennt von der Empfindung des Menschen. Der Schein hingegen ist Teil der Empfindung des Menschen. Daher soll sich der Mensch den Schein zu eigen machen, damit er am Ende den Zusammenhang der Natur erkennt und Freiheit erfährt.

    Dichtung und Schein:

    Der Künstler (der Dichter) muss im Scheine leben, in dem „wesenlosen Reich der Einbildung“. Versucht der Dichter die Existenz, also die Praxis der Realität mit hinein zu nehmen, tritt er aus dem Ideal des Scheins heraus.

    Der Schein kann nur dann ästhetisch sein, wenn er sich an die Realität klammert oder versucht, diese zu kopieren.

    Ist der Schein nicht ästhetisch, kann der Schein auch nicht mehr dazu dienen, die Freiheit des Geistes zu beweisen.

    Grundsätzlich kann die Realität in der Kunst auftreten, der Dichter darf in seiner Empfindung des Scheins aber keine Rücksicht auf die Realität nehmen. Die Ästhetik würde hierdurch verloren gehen.

    Wenn die Kunst die Ästhetik des Scheins behält, trifft man auf ein Ideal, das durch den Freiheitsgeist das wirkliche Leben regieren wird und damit die „Ehre über den Besitz“, „den Gedanken über den Genuss“, „den Traum über die Existenz“

    Weitere Unterteilung in:

    *Ästhetischer Staat (beruht auf der Freiheit des Menschen)*

    *Dynamischer Staat (beruht auf dem Recht der Menschen)*

    *Ethischer Staat (beruht auf den Pflichten der Menschen)*

    Der dynamische Staat versucht die Natur zu bezähmen.

    Der ethische Staat macht die Natur moralisch notwendig, indem der einzelne Wille dem Willen der Allgemeinheit unterworfen wird.

    Der ästhetische Staat macht die Natur und damit die Gesellschaft wirklich, weil der Wille des Ganzen durch das Individuum verwirklicht wird.

    Das Bedürfnis und die Vernunft stehen der Schönheit gegenüber.

    Die Schönheit (im ästhetischen Staat):

    Die Schönheit ist gekoppelt an den Geschmack und stiftet Harmonie im Individuum.

    Die Schönheit schafft ein Ganzes und vereint die Sinnlichkeit und den Geist. Die Schönheit vereint somit auch das Individuum und das Ganze – umschrieben mit dem Begriff der

    Gattung.

    Die Sinnlichkeit allein macht nur das Individuum glücklich.

    Das absolut Gute (ethische) macht nur theoretisch glücklich, nicht aber praktisch.

    Die Schönheit beglückt das Individuum und die gesamte Welt.
    In einem solchen ästhetischen Staat regiert die Freiheit der Bürger, in der jeder das gleiche freiheitliche Recht hat. Es ist das Ideal der Gleichheit.

    Wo existiert ein solcher ästhetischer Staat (des schönen Scheins)?
    Überall dort, wo das Bedürfnis danach die Seele regiert und jeden Einzelnen ergreift.
    Möglich ist dies durch „kühne Einfalt“, „ruhige Unschuld“, „Freiheit“, „Würde“ und „Anmut“.“

    https://ssc-schule.blogspot.com/2010/01/asthetik-bei-friedrich-schiller.html

    Friedrich Schillers Schriften Über die ästhetische Erziehung des Menschen sind heute aktueller den je, denn mit bedingungslosen Grundeinkommen haben die Menschen Spieltrieb:

    „SCHILLER stellt in seinem Denkgerüst eine Formel auf, die etwa so lautet: Formtrieb + Stofftrieb = Spieltrieb

    wobei gilt:Gegenstand des Stofftriebes : Leben in weitester Bedeutung (Physis + Sinne = natürliches Dasein des Menschen)
    +
    Gegenstand des Formtriebes : lebende Gestalt („alle formalen Beschaffenheiten der Dinge und alle Beziehungen derselben auf die Denkkräfte unter sich“, also: Ausdruck des Geistes)

    = Gegenstand des Spieltriebes: der harmonische Ausgleich der Triebe.

    „Die totale Harmonie erreicht der Mensch durch das Spiel. Das Spiel ist für SCHILLER der Zustand der Leichtigkeit, der mittels der Kunst erreicht wird. Somit wird die Kunst zu einem zentralen Begriff für die Erreichung des Vernunftstaates.“

    https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/deutsch-abitur/artikel/friedrich-von-schiller-ueber-die-aesthetische-erziehung-des-menschen

    Was können wir von Schiller Friedrich lernen? „Bevor es also zu einer Veredlung des Menschengeschlechts, zu jenem von Schiller geforderten Paradigmenwechsel zwischen Notstaat und Vernunftstaat kommt, muss sich das Individuum, quasi aus sich selbst heraus, zur ästhetischen Erziehung entscheiden.“ http://www.tabvlarasa.de/34/Gross4.php

    „Der Mensch ist nur da ganz Mensch wo er spielt“ Friedrich Schiller

    Hier auch eine wichtige Seite: https://de.wikipedia.org/wiki/Szene_(Volkskunde)

    Das Leben im nebeneinander in Szenen anstatt vertikale in Hierarchie:

    „Eine Szene ist ein soziales Netzwerk in Form eines freizeitlichen Sozialisationsraumes, das durch gemeinsame Interessen, Überzeugungen, Vorlieben oder Geschmäcker von Menschen verdichtet ist.“

    Der Begriff Szene:

    „Eng verbunden ist der Begriff mit dem Anglizismus Insider (engl. für „Mitglied, Zugehöriger, Eingeweihter) „Beteiligter an einer Szene“ – wörtlich ‚der, der innerhalb ist‘. Als begriffsgeschichtlicher Vorläufer kann Bohème angesehen werden (frz. aus mittellat. bohemus „der Böhme“, „Zigeuner“), veraltet für die Künstlerkreise der Belle Époque.“

    Wie soll also den Menschen, schlimm genug Patient zu sagen, in einem Krankenhaus/einer Klinik heilen? Kliniken die entweder nur die Psyche behandeln oder nur den Körper,weil Patienten eben keine Menschen sind sondern Wirtschaftsfaktoren an denen eben erwirtschaftet werden soll! Weil hinter den „Deutschen SOZIAL?staat“ ein ausgeklügelter Wirtschaftsstaat steckt. Der Mensch ist nur ganz wo er frei ist, wo er innerhalb der Kultur ist im kosmischen Geschehen ist, wandern, mit Menschen zusammen sein und sie kennenlernen, künstlerisch im kosmischen Geschehen zu tanzen, zu singen, spielen wie spielen etc.. Das hält den Menschen im Gleichgewicht und nicht eine Institution die sich Krankenhaus oder Klinik nennt.
    Wir sind die Bekloppten die zulassen das die Berufspolitikerlobbyisten mit unseren Steuergeldern in Institutionen unser Geld investieren die sie steuern dürfen mit ihrer „politisch korrekten Norm“ wie Menschen, sorry Patienten sind wir ja nur, behandelt werden sollen, „Therapiechen“, „Pillchen“ mit jede Menge Nebenwirkungen die uns noch mehr aus dem Gleichgewicht bringen, noch mehr krank machen, wir sind die Hamstersklaven im Hamsterrads hier unten die das bedingungslose Diätengrundeinkommen der Könige an Berufspolitikerlobbyisten da oben finanzieren das sie jahrzehntelang schon bekommen weil wir ihre Sklaven sind und deshalb sollen auf gar keinen Fall Soziale und kreative Berufe Selbstständigkeit und Freiberuflichkeit erlangen weil ansonsten künstlerische Bewegungen und die Kunst, Musik, Gesang, Theater, Schausiel, freie Medien/TV/Film gefördert werden, stattdessen hat die Wirtschaft die Freiheit bekommen die nun jeden Müll auf den Markt bringt, Lebensmittel die den Menschen aus den Gleichgewicht bringen, krank machen, das freut Big Pharma die dafür wieder ein „Pillchen“ haben, ein „Therapiechen“, eine „OPchen“. Durch das bedingungslose Grundeinkommen würde sich das ändern, es würde ENDLICH Soziales ausgeführt werden auf Kosten der Wirtschaft von der nur Berufspolitikerlobbyisten profitieren. Das bedingungslose Grundeinkommen würde ermöglichen das die Medien nicht mehr von den Berufspolitikerlobbyisten gestuert werden, die die Kunst ausrotten denn künstlerisch bedeutet der Mensch ist ein ganzes Geschöpf und die Berufspolitikerlobbyisten setzen ein System immer noch durch das den Menschen, sorry Patienten, entweder nur psychisch oder nur körperlich behandeln aber nicht ganzheitlich und dadurch auch nicht die Ursache behandeln, nämlich eine „Politik“ die keine Politik ist. Ich kann jeden nur empfehlen Bündnis Grundeinkommen zu wählen, damit wir endlich einen kompletten Systemwechsel durchführen können in eine künstlerische soziale freie Gesellschaft die durch ihre eigenen Innovationen, ihre eigenen Ideen und eigenen Projekte selber Politik gestaltet indem wir eine eigene Kultur aufbauen die im ständigen Wandel ist, organisch sich bewegt im kosmischen Geschehen, wo wir uns über die Welt außerhalb von Institutionen definieren, uns im komischen geschehen befinden und auch so erleben, als ein dreidimensionale Figur, ein Mensch der frei ist.

    Friedrich Schiller sprach auch von Universalgeschichte betreiben. Das können wir nur wenn wir wie Friedrich Schiller wandern, wenn der freie Mensch zur Institution wird in die wir zu investieren haben, wenn wir aufhören in Institutionen zu investieren die wir als „Schule“ bezeichnen, als „Arbeitsplatz“ dazu brauchen wir aber eine horizontale Politik wo freie Menschen durch eigene Initiativen, eigene Ideen und eigene Projekte im kosmischen Geschehen schreiben, also etwas von sich selbst hinterlassen, ein Stück Ewigkeit, die wir nur erreichen können wenn wir unseren eigenen Namen zum Beruf machen und nicht mehr den Beruf der von oben gesteuert wird zum „eigenen“ Namen machen. Wir können alle als freie Menschen in einer Mensch zu Mensch Beziehung durch das bedingungslose Grundeinkommen Universalgeschichte schreiben und zwar im kosmischen Geschehen schreiben wir, nicht in Institutionen wie „Schulen“, in Institutionen wie „Arbeitsplätze“ die von der Elite in der Institution „Regierungsgebäude“ gesteuert werden die uns zu ihren Sklaven machen sodass wir unser Geburtsrecht verlieren, unser Geschenk Gottes, ein freier Mensch zu sein. Wenn wir geboren werden sind wir alle frei, bis der „Staat“ sich einmischt und uns in Institutionen zwingt wo wir die „politische Korrektheit“ auszuführen haben, ab da sind wir nicht mehr frei. Wir sitzen unser ganzes Leben in Institutionen ab um den „Staat“ zu dienen, denn unser Geburtsrecht frei zu sein, unser Geschenk Gottes uns wegnimmt. Wir können nicht in einer Institution schreiben lernen, weder in der Institution „Kita“, noch in der Institution „Schule´“, noch in der Institution „Arbeitsplatz“, dort lernen wir nur eins: Sklave sein. Gehorsam sein. Die „politische Korrektheit“ auszuführen. Wir tun nur eins nicht: schreiben. Etwas hinterlassen von uns selbst . Erst wenn wir im komischen Geschehen leben und nicht mehr für Elite im „Regierungsgebäude“, fangen wir an Universalgeschichte zu schreiben, fangen wir an Mensch unter Menschen zu sein, empfehle das Buch: Mensch unter Menschen werden, Über die Soziale Dreigliederung von Karl König und fangen an unsere Aufgabe als Mensch wieder zu finden nämlich mit unseren eigenen Namen zu schreiben, das ist Politik betreiben und nicht für eine Elite der Sklave zu sein. Das einzige Regierungsgebäude ist der Kosmos, der freie Mensch, der nach seinen eigenen Rhythmus fließt, demnach sich nicht einer „politisch korrekten Norm“ beugt die von einer Elite eingeführt wurde, die meint sie haben mehr zu sagen als wir. Freie Menschen schreiben, schreiben was sie mit eigenen Sinnen wahrgenommen haben im kosmischen Geschehen, schreiben Universalgeschichte. Wie? indem sie Spieltrieb haben und selber durch ihre eigenen Innovationen, ihre eigenen Ideen, ihre eigenen Projekte im kosmischen Geschehen wirken, etwas vermitteln, etwas von sich selbst hinterlassen. Zusammenhänge können wir nur im kosmischen Geschehen erkennen. Das vertikale System gehört auf die Mülldeponie. Institutionen müssen befreit werden von der politischen Korrektheit, dürfen nicht mehr von elitären Mächten da oben gesteuert werden, die meinen das sei „Politik betreiben“ und nach ihrer „politischen Korrektheit“ bzw. nach ihrer „Politik“ sollen die Menschen bzw. Sklaven „schreiben“, klar werden da Menschen krank wenn gegen ihren eigenen Rhythmus sie funktionieren müssen, schon deshalb hat Schiller gesagt der Staat ist jeder einzelne Mensch in sich, der seinen eigenen Rhythmus, seinen eigenen Gesetzen folgt, mit seinen eigenen Herzen fühlt, sein eigener Kopf ist, sich durch sich selbst bewegt, durch seine eigene Hand schreibt, selber zum Schöpfer wird

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    Verfasst von Bedingungsloses Grundeinkommen | 13. September 2019, 16:01
  2. Keinen Cent für Knarrenbauer !

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    Verfasst von zivilistin | 13. September 2019, 8:41
  3. Leider muss ich dem Artikel grundlegend widersprechen. Es wird von einem veralteten Gesellschaftsbild ausgegangen und die Dystopie die hier dargestellt wird existiert so bereits. Weiterhin wird, wie bei linken Kritiker üblich, kein Wort über die Wirkung eines UBIs auf den individuellen Menschen in der Gesellschaft verloren.

    Erstens wir leben nicht mehr in einer produzierenden Industriegesellschaft und die Gesellschaft ist heute nicht mehr in zwei wesentliche Klassen unterteilt. Stattdessen lebe wir in einer Dienstleistungsgesellschaft mit drei wesentlichen Klassen. In einer Dienstleistungsgesellschaft ist der Großteil der Arbeitsleistung bereits für den Großkapitalisten unnötig, er/sie braucht keine Busfahrerin, keinen Sozialarbeiter, keine Kassenartzin, keinen Supermarktverkäufer… Das Großkapital benötigt diese Arbeiter*innen nur um den sozialen Frieden zu gewährleisten oder um als „Diener“ für die wertvollen Mittelschicht und zu guter letzt als Kunden. Das Großkapital ist bereits jetzt von der Arbeitsleistung der Unterschicht weitestgehend unabhängig. Aber die Großkapitalisten sind keine Wissenschaftler, keine Ingenieure und keine Programmierer, Mark Zuckerberg hat sein Studium abgebrochen und Jeff Besos hat als höchsten Abschluss einen Bachelor of Arts. Diese ökonomische Elite ist daher auf die geistige Elite aus der Mittelschicht angewiesen, diese versucht durch hohe Bildung ihre persönliche ökonomische Lage zu stabilisieren oder zu verbessern und sie bildet das Rückgrad der Automatisierung, der Entwicklung und der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit. Um diese Mittelschicht zu erhalten und zu befriedigen ist eine dienstleistende Unterschicht nötig. Ein Streik der Arbeiter ist daher schon heute nur ein Streik gegen die Mittelschicht, die dann hoffentlich den Druck nach oben weiter gibt, den Streikende Busfahrer interessieren Jeff Besos persönlich sicherlich nicht. Weil die die geistige und die ökonomische Elite nicht mehr eins sind, kann es keine Milliardäre mehr ohne die restliche Gesellschaft geben.
    Daran ändert ein UBI gar nichts.

    Zweitens, ein UBI in teilhabe sichernder Höhe, im heutigen Deutschland mindestens 1200€, hat eine breite Auswirkung auf die Menschen in der Gesellschaft und es soll ein völliges Umdenken in den „Leistungsanreizen“ erzeugen. Ein Bildungssystem, welches nur auf Ausbilden ausgerichtet ist, bietet kaum Anreiz, solange man auch ohne Leistung leben kann. Hingegen ein auf Förderung ausgelegtes System, dass die Talente des Individuums unterstützt und unabhängig von den momentanen wirtschaftlichen Ausbeutungsmöglichkeiten fördert, bietet einen individuellen Anreiz und hilft Menschen, ihren eigenen Platz in der Gesellschaft zu suchen. Also aktive Arbeitsmenschen und nicht reaktive Arbeitsplatzkonsumenten. Dies ist eine der wesentlichen Punkte eines UBI, darauf zu achten, dass in praktischen Umsetzungen dieser Gedanke enthalten ist, ist das linke Ausrufezeichen in dem Diskurs. Dies bedeutet, dass der Lohnabstand zwischen Lohnarbeit und UBI nicht zu groß werden darf, dies Bedeutet das der Betrag hoch genug für ein Leben IN und nicht unterhalb der Gesellschaft sein muss und das andere Sozialleistungen wie Krankenversicheerung und Wohngeld weiterhin bestehen bleiben müssen.
    Auf diese Art stellt EIN und nicht DAS UBI eine Möglichkeit dar, die Gesellschaft in eine positive Richtung zu ändern.

    Drittens, für alle die das Argument „Reiche wollen das, also muss es schlecht sein“ für glaubhaft halten, sollten sich mal die Vita von Friedrich Engels anschauen:)

    Mit lieben Grüßen Pazu

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    Verfasst von Pazu | 10. September 2019, 16:31

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