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Asien, Ausland

Mehrere Gründe, warum West Papua seine Freiheit erhalten sollte…. Sofort!

von Andre Vltchek – https://einarschlereth.blogspot.com

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Obwohl ich vor 61 Jahren ‚Indonesien – Analyse eines Massakers‘ schrieb, die furchtbare Dokumentation über einen Massenmord ohne Beispiel (Korea, Vietnam, Afghanistan – das waren immerhin Kriege), so hatte ich und meine indonesischen Freunde mir nie träumen lassen, dass dies Land zu einer perfekten Mordmaschine werden würde. Neben dem fortlaufenden faschistischen Terror im Innern mit Hilfe von all den bekannten Verbrecherorganisationen wie CIA, MI6, Mossad und den NATO-Kulis, wurde das gerade vom portugiesischen Kolonialismus befreite und selbständig gewordene Ost-Timor überfallen mit maßloser Wut und einem Terror ohne Beispiel. André hat darüber ausführlich berichtet. Als nächstes war West Papua an der Reihe. Holland hatte es gerade geräumt, die UNO sollte ein Referendum durchführen, dessen sich kriminelle Mafiosis annahmen und das Volk betrogen. Der eigene Staat blieb ein Traum, als 1969 schon die faschistischen Räuberbanden des Massenmörders Suharto einmarschierten, was vom Westen wie üblich begrüßt wurde. Die Papuaner, deren Intelligenzquotient zu den höchsten der Welt gehört, wurden als Halbaffen bezeichnet, in übelster Weise geschändet, misshandelt, vergewaltigt und bestohlen. Millionen Indonesier waren und sind an den Morden beteiligt und müssten alle vor Gericht gestellt werden. Aber die lachen nur, weil sie genau wissen, dass Massenmörder immer davonkommen.

Vor mehr als zehn Jahren, in Nadi, Fidschi, wurde ich während einer UN-Konferenz vom Bildungsminister von Papua-Neuguinea (PNG) angesprochen.

Er war tief erschüttert, beunruhigt, seine Augen voller Tränen: „Bitte helfen Sie unseren Kindern“, wiederholte er immer wieder:

„Die indonesische Armee, TNI, entführt unsere kleinen Mädchen in den Dörfern, vergewaltigt sie und dann…. auf die sadistischste Weise, indem sie ihre Brustwarzen und Klitoris abschneidet. Und wenn sie sprechen, werden ganze Dörfer als Vergeltung niedergebrannt. Es waren schon viele. Einige Kinder schafften es zu fliehen; sie überquerten die Grenze, von West Papua nach PNG. Jetzt bleiben sie in unseren Flüchtlingslagern, aber unser Land ist arm; wir kommen kaum damit zurecht. Bitte kommt nach Papua, und wir bringen euch in die Grenzregion…. bitte erzählt die Geschichte der Welt….“

Danach habe ich in meinem Buch ‚Ozeania‘ ausführlich darüer beschrieben. Kurz gesagt, ich habe es geschafft, etwas Geld für meine Reise von Samoa zurück nach PNG zu sammeln, ich habe den Bildungsminister gefunden, aber er hat sich geweigert, mich in die Lager zu bringen. Ich wandte mich an seine Untergebenen sowie an lokale Journalisten und bekam dasselbe gesagt:

„Nichts hat sich geändert, nichts verbessert, aber der Minister wurde von der allgegenwärtigen indonesischen Botschaft bestochen und eingeschüchtert.“

*

Mittlerweile mussten auch die Mainstream-Medien in Java, darunter die allgemein regimefreundliche englischsprachige Tageszeitung ‚The Jakarta Post‘, auf die schrecklichen Ereignisse im besetzten Gebiet von West Papua reagieren. Am 19. August 2019 schrieb Evi Mariani:

„Es heißt, dass die Papuaner der rassischen Diskriminierung der Mehrheit der Javaner ausgesetzt waren. Ein politischer Aktivist aus Papua, Filep Karma, schrieb 2014 in seinem Buch ‚Seakan Kitorang Setengah Binatang: Rasialisme Indonesia di Tanah Papua‘ (As If We Are Half Animal: Indonesia’s Racism in Papua Land), dass er Rassismus erlebte, als er an einer staatlichen Universität in Surakarta, Central Java, studierte. Er hörte oft, wie seine Freunde die Papuaner „Affen“ nannten, sagte er in dem Buch.

Das Buch spricht Bände über die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, denen die Papuaner auf ihrem eigenen Land ausgesetzt sind.“

Aber was passiert wirklich in West Papua? Natürlich ist es ausländischen Journalisten verboten, von Inionesien dorthin einzureisen und zu berichten. Nur offizielle indonesische Journalisten, im Grunde genommen Lakaien des Regimes, werden regelmäßig in die am stärksten verwüsteten und unterdrückten Gebiete geflogen. Ihre Lügen und ihre verdrehte „Berichterstattung“ sind das Einzige, was die Welt „sehen darf“.

Ich arbeitete jahrelang im Südpazifik (Ozeanien) und besuchte mehrmals Papua-Neuguinea (PNG) und Vanuatu, wo sich der Widerstand West Papuas neu formiert hat. Ich habe auch etwa 25 Jahre Erfahrung mit der Arbeit in Indonesien selbst. Und ich habe früher mit einem verstorbenen Professor der Sydney University, Peter King, zusammengearbeitet, einem Mann, der sein Leben im Grunde genommen der Notlage in West Papua widmete. Ich habe an der Sydney University Seite an Seite mit ihm gesprochen und an meine Erfahrungen aus Osttimor, aus der indonesischen Besatzung, wo 30-40% der Bevölkerung ihr Leben verloren, erinnert. Ich selbst wurde dort auch 1996 brutal gefoltert, weil ich versuchte, die systematischen Bandenvergewaltigungen des indonesischen Militärs TNI aufzudecken.

Während meines Aufenthalts in Ozeanien verbrachte ich Tage damit, mit den westpapuanischen Flüchtlingen, die außerhalb von Port Moresby, der Hauptstadt von PNG lebten, über die Besatzung zu sprechen.

Es ist mir nur einmal gelungen, 1999 illegal nach West Papua einzureisen, als „Abstecher“, während ich über den schrecklichen sektiererischen Konflikt in Ambon berichtete.

Aus den Informationen und Zeugnissen, die ich bisher gesammelt habe, kann ich deutlich folgern, dass die Besetzung West-Papuas zusammen mit der Situation in der Demokratischen Republik Kongo (DRK), die sowohl von Ruanda als auch von Uganda im Auftrag westlicher Unternehmen und Regierungen geplündert wird und wo bereits etwa 8 Millionen Menschen ihr Leben verloren haben, der vielleicht schrecklichste Völkermord auf unserem Planeten ist.

Aber in der Region der Großen Seen Afrikas gelang es mir, meinen großen Dokumentarfilm ‚Ruanda Gambit‚ zu drehen. Während meines Aufenthaltes in West Papua würde es mir nie erlaubt werden zu filmen, zu fotografieren oder gar offen mit Menschen zu sprechen. Ich würde nie in diese monströsen Minen eindringen dürfen, die von Freeport und anderen Unternehmen kontrolliert werden; Minen, die vom korrupten und mörderischen indonesischen Militär geschützt“ werden.

Prof. Peter King und Prof. John Wing schrieben in der Zusammenfassung ihres Berichts ‚Genozid in West-Papua?‚ (Centre for Peace and Conflict Studies, The University of Sydney, 2005):

„Der Bericht nennt eine Reihe von Bedenken, die, wenn sie nicht berücksichtigt werden, ernsthafte Bedrohungen für das Überleben der indigenen Bevölkerung der indonesischen Provinz Papua darstellen können. Es behandelt die massiven Bedrohungen, die das indonesische Militär für die Stabilität des Landes darstellt, die jüngste Zunahme groß angelegter Militärüberfälle, die die indigenen Völker im Hochland dezimieren, um die HIV/AIDS-Explosion und die kontinuierliche Unterentwicklung West-Papuas angesichts eines raschen und bedrohlichen demografischen Wandels, bei dem die Papuaner in ihrem eigenen Land zu einer Minderheit werden können.

Eine „Kultur der Straffreiheit“ existiert in Indonesien, das seine höchste Ausprägung derzeit in Papua und Aceh hat. Militäroperationen haben in Papua zu Tausenden von Toten geführt und kosten weiterhin Menschenleben, doch die Streitkräfte der Republik agieren als Gesetz für sich selbst, ohne echte Rechenschaftspflicht für Verbrechen gegen die papuanische Bevölkerung. Der Bericht behandelt eine Reihe von Bereichen der Beteiligung indonesischer Sicherheitskräfte, wie z. B. illegaler Holzeinschlag, korrupte Infrastruktur und Bauarbeiten; Destabilisierung und Manipulation der lokalen Politik sowie Orchestrierung von militärischen Angriffen, die pro-Papua Unabhängigkeits- Gruppen in die Schuhe geschoben werden; die Einführung illegaler Waffen- und Milizenausbildung und -rekrutierung; Prostitution und die Verbreitung von HIV/AIDS.

Der Bericht schließt mit einer Reihe dringender Empfehlungen an die indonesische und australische Regierung, die Vereinten Nationen und andere beteiligte Parteien.“

Seit 2005 hat sich nicht viel verbessert. Tatsächlich hat sich die Situation noch weiter verschlechtert.

Eliza Egret und Tom Anderson berichteten am 31. August 2017 in ihrem Essay „West Papuas stiller Völkermord„:

„Die Besetzung von West Papua findet in Großbritannien wenig Beachtung. Dies ist nicht zuletzt auf das indonesische Verbot ausländischer Journalisten und die Ächtung der sozialen Bewegungen West-Papuas zurückzuführen, die versuchen, sich international zu äußern. West Papua wurde jedoch von den internationalen Großunternehmen nicht vergessen, auch nicht von den englischen. Ihnen bietet die brutale Besatzung von West-Papua lukrative Profit-Möglichkeiten.

Bergwerkunternehmen beuten den großen Reichtum an Mineralien aus,während
die Sicherheit vom indonesischen Militär garantiert wird. Internationale Waffen-Produzenten profiten an der Unterstützung und UAusbildung der indonesiscen Polizeikräfte und nehmen Teil an der Unterdrukung des Volkes.

West-Papua hat das Volk in England aufgerufen, ihm zu helfen,den leisenGenozid
in West-Papua zu stoppen.“

Die Kampagne ‚Freiheit für West-Papua“ erklärt:

„Üb er 500 000 Zivilisten sind in dem Genozid an der indigenen Bevölkerung getötet worden. Tausende mehr sind vergewaltigt, gefoltert, eingesperrt oder „verschwunden“ worden nach ihrer Verhaftung. Die grundlegenden Rechte der Menschen wie Redefreiheit werden verboten und die Papuaner leben in einem ständigen Zustand der Furcht und Einschüchterung.

Sexuelle Gewalt un d Vergewaltigung sind wiederholt als Waffe vom Militär des Landes und der Polizei eingesetzt worden.
In einem öffentlichen Bericht an die UN-Kommission für Menschenrechte 1999 sagt der Sonderberichterstatter für Gewalt gegen Frauen, dass die indonesische Armee Vergewaltigung „als Folter-Instrument und der Einschüchterung in West-Papua einsetz einsetzt und „die folterung von verhafteten Frauen weit verbreitet ist.“

Das Robert F. Kennedy Memorial Centre for Human Rights hat einen kompletten Bericht über „Vergewaltigung und andere Menschenrechtsverletzungen durch das indonesische Militär in Irian Jaya (West Papua), Indonesien“ erstellt.

Selbst die ansonsten „ängstliche“ Amnesty International (ängstlich, wenn es um die Verbündeten des Westens geht) gibt in ihren Berichten über West Papua zu, dass Folter, Morde und andre schwere Menschenrechtsverletzungen ständig in von Indonesien kontrollierten Gebiet stattfinden.

Informationen über sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen, die im oben genannten Bericht der Vereinten Nationen hervorgehoben werden, stehen im Einklang mit dem Verhalten des indonesischen Militärs während und nach dem Militärputsch von 1965-66 und später während der Besetzung Osttimors und des dortigen Völkermords.

Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass das indonesische Militär und die indonesische Polizei eine beispiellose Straffreiheit genießen. Nach dem Vorsitz bei der Ermordung von etwa 2 Millionen Kommunisten, Intellektuellen, Lehrern und Angehörigen der chinesischen Minderheit in den Jahren 1965-66 wurde noch nie ein Täter ins Gefängnis gesteckt. Tötungshandlungen werden immer noch öffentlich gefeiert. Generäle und Offiziere, die sich offen am Völkermord in Osttimor und am anhaltenden Völkermord in West-Papua beteiligt haben, haben hohe Positionen in den indonesischen Regierungen, einschließlich der jetzigen, inne.

Die monströse Brutalität ist gut dokumentiert (selbst einige Mainstream-Medien wie Al-Jazeera veröffentlichen regelmäßig Aufnahmen von Folterungen durch die indonesischen Truppen), aber Indonesien wird nie vor die internationalen Gerichte gezogen. Denn Jakarta ist ein bewährter und äußerst zuverlässiger Verbündeter westlicher Unternehmen und Regierungen ist. So ermöglicht es beispielsweise vielen lokalen und westlichen Bergbauunternehmen, West Papua zu plündern. Der indonesische Präsident, „Jokowi“, fliegt tatsächlich um die Welt und fordert „mehr Investitionen“, verspricht Steuerferien, „Reformen“ des ohnehin schon erbärmlichen Arbeitsrechts und andere unternehmensfreundliche Zugeständnisse.

All dies wird in einem australischen kurzen (2:39 Minuten) Satirefilm „Honest Government Ad/Visit West Papua“ brillant beleuchtet.

Aber die Welt zieht es vor, untätig zu bleiben. Zumindest für den Moment. Keine Massenprotestbewegungen, wie die zur Unterstützung der palästinensischen Sache oder gar der kurdischen Sache.

Warum passiert das alles?

Mein enger Freund, der renommierte australische Historiker Geoffrey Gunn, emeritierter Professor an der Nagasaki University, schrieb für diesen Aufsatz:

„Die Verbrechen, die das indonesische Militär heute in Papua begangen hat, scheinen Osttimor unter der indonesischen Militärbesetzung zwischen 1975-1999 und mit einigen derselben indonesischen Beamten sehr ähnlich zu sein. Dazu gehört General Wiranto, der Metzger von Osttimor im Jahr 1999, der bei weitem nicht vor ein internationales Tribunal nach ruandischem Vorbild gestellt wird, sondern eine Ernennung auf Kabinettsebene in der Regierung Jokowi genießt. Aber auch wenn die Verbrechen der Suharto-Ära in Osttimor dank des Mutes, kämpfender Journalisten und anderer nicht mehr vertuscht werden konnten, so verbietet unfassbarer Weise das erklärte demokratische Regime in Jakarta heute den Einreise von humanitären Helfern, geschweige denn ausländischen Medien nach Papua. Wenn die westlich unterstützte Vertuschung von Verbrechen in Osttimor selbst ein Verbrechen der Komplizenschaft war, dann ist das Schweigen des Westen – besonders Australiens – über die Qualen des papuanischen Volkes über einen noch längeren Zeitraum ein Verbrechen von besonderer Bedeutung, wobei die Interessen Bergbau- und Ölgesellschaften im Vordergrund stehen, als ob dies das Herz Afrikas unter Leopold II. von Belgien wäre“.

Wir haben dieselbe eiskalte Gleichgültigkeit erlebt, als 30 bis 40 Prozent der Osttimoresen von Indonesien abgeschlachtet wurden. Immer wieder gelang es mir, illegal in die damalige indonesische Kolonie einzudringen, die vor Schmerz schrie und jeden Monat Tausende und Abertausende von Menschen verlor. Und immer wieder wurden meine Geschichten abgelehnt; die Massenmedien zeigten nicht das geringste Interesse.

Damals und heute. Osttimor und West-Papua.

Und in Indonesien selbst, ein kalter, schrecklicher Trotz. Stille. Fast kein Aktivismus und kaum Bewusstsein. Das Land lebt in völliger Verleugnung. Wie im Falle von 1965-66, wie im Falle von Osttimor; totale Ablehnung der Wahrheit. Es besteht fast keine Chance, dass die Barbarei wegen des Drucks „von innen“ aufhört. Indonesien hat immer wieder bewiesen, dass es nach jahrzehntelanger Konditionierung durch extreme faschistische Ideologie, fundamentalistische Religionen und grotesken Individualismus keine Gnade und keine Sympathie für seine eigenen Opfer hat. Nach Massenmorden und bester Konditionierung befindet es sich nun in einem ernsten mentalen, pathologischen Zustand.

Die Regierung von Präsident Jokowi ist bei weitem nicht in Gedanken versunken und denkt über ein Referendum über die Unabhängigkeit der West-Papuaner nach. Ganz im Gegenteil: Es geht um „Investitionen in die Infrastruktur“, um noch mehr „Investitionen“ aus dem Ausland zu tätigen und noch mehr natürliche Ressourcen herauszuholen.

Laut einer Untersuchung von Eliza Egret und Tom Anderson:

„Die indonesische Besetzung von West Papua steht in direktem Zusammenhang mit den Interessen der Unternehmen. Das US-Unternehmen Freeport-McMoRan betreibt die Grasberg-Mine in Papua – die größte Goldmine und die drittgrößte Kupfermine der Welt. Der drittgrößte Aktionär von Freeport, Carl Icahn, ist zufällig ein Sonderberater von Donald Trump.“

Laut der ‚Kampagne Freiheit für West Papua‚:

„Freeport ist Indonesiens größter Steuerzahler, die jedes Jahr Milliarden Dollars für die indonesische Regierung erwirtschaftet. Un dFreeport bezahlt Berichten zufolge dem indonesischen Militär jedes Jahr 3 Mill. US $ als „Schutzgeld“ durch Sicherstellung, dass kein Papuaner das Gelände betritt.“

Die TIME erklärt, dass „Allein im Jahr 2015 förderte Freeport hier Gold und Kupfer im Wert von rund 3,1 Milliarden Dollar. Darüber hinaus verfügt Papua über Holzressourcen im Wert von schätzungsweise 78 Milliarden Dollar.“

Amos erklärte die Geschichte des Bergbaus von Freeport in West Papua: „Ein Vertrag wurde unterzeichnet, damit Freeport in West Papua operieren kann, bevor wir überhaupt Teil von Indonesien waren.“ Mit Hilfe von Henry Kissinger erhielt Freeport die Rechte zur Plünderung von West Papua. Kissinger wurde später Vorstandsmitglied von Freeport.

Der australisch-britische Konzern Rio Tinto hält eine Beteiligung an der Grasberg-Mine von Freeport, die ihn zu 40% bestimmter Produktion-Mengen bis 2021 berechtigt und zu 40% der gesamten Produktion nach 2021.

Unterdessen profitiert das britische Unternehmen BP von der Besetzung durch seine riesigen Naturgasfelder in Tangguh. Kugi erzählte uns: „Der größte Betrieb von BP in Südostasien liegt in West Papua. Ppapua-Gemeinden werden von ihrem Land verdrängt, um Palmölplantagen anzulegen.“ Laut CorpWatch hat eine indigene Gemeinde in West Papua eine Beschwerde gegen das sri-lankische Unternehmen Goodhope Asia eingereicht, weil es ihr Land übernommen hat, um eine Palmenplantage zu errichten.“

In der Zwischenzeit hat die indonesische Regierung die noch böllig unberührten Küstengewässer in Papua Raja Ampat zu einem luxuriösen Tauchziel gemacht‘ Es werden horrende Flug- und Unterkunftspreise erhoben, damit hauptsächlich westliche Touristen in einer isolierten Blase leben können.

Und jetzt kommen die Westler, gleichgültig, dass sie im Grunde den Völkermord finanzieren und die illegale Besetzung legitimieren. Von einem Boykott fü ein freies West-Papua hat man noch nie gehört.

Jetzt erhebt sich das Volk von West Papua.Es leidet seit Jahrzehnten. Ihre Nation verlor Hunderttausende von Männern, Frauen und Kindern. Folter, Demütigung und Vergewaltigung sind seit Beginn der Besetzung weit verbreitet. Die Religion wurde in vielen Gebieten West-Papuas brutal in das Hirn gehämmert. „Entweder ihr nimmt den Islam an, oder ihr werdet verhungern, nachdem man alles, was man früher besaß, geplündert hat.“

Hier haben es Java und seine westlichen Kumpane geschafft, den Kolonialismus neu zu definieren und ihn auf ein monströses Extrem zu heben.

Es gilt jetzt „Freiheit oder Tod“. Entweder Freiheit oder die totale Zerstörung der Nation: Der indonesische Präsident Jokowi ist auf einer Verkaufsreise. Er fliegt in der ganzen Welt herum und bietet den multinationalen Konzernen das, was von Indonesien und seinen „Abhängigkeiten“ noch übrig ist, zu einem extrem niedrigen Preis und oft steuerfrei an. Papua gehört ihm nicht, und er ist sich der Tatsache bewusst, dass es bald einen Weg finden könnte, sich aus der Folterkammer und dem Schrecken der indonesischen Besatzung zu befreien. Deshalb beschleunigt er seine Geschäftstätigkeit: Er versucht, so schnell wie möglich etwas zu verditschen,was ihm gar nicht gehört..

*

Zuerst bei NEO veröffentlicht – New Eastern Outlook – ein Journal der russischen Akademie der Wissenschaften.

Andre Vltchek ist Philosoph, Schriftsteller, Filmemacher und investigativer Journalist. Er hat Kriege und Konflikte in Dutzenden von Ländern behandelt. Vier seiner neuesten Bücher sind China und die ökologische Zivilisation mit John B. Cobb, Jr., Revolutionärer Optimismus, westlicher Nihilismus, ein revolutionärer Roman „Aurora“ und ein Bestseller der politischen Sachbücher: “ Lügen des Imperiums enthüllen“. Sehen Sie sich seine anderen Bücher hier an. Sehen Sie Rwanda Gambit, seine bahnbrechende Dokumentation über Ruanda und den Kongo und seinen Film/Dialog mit Noam Chomsky „On Western Terrorism“. Vltchek lebt derzeit in Ostasien und im Mittleren Osten und arbeitet weiterhin weltweit. Er ist über seine Website und sein Twitter erreichbar.

Mit Hilfe von DeepLtranslator übersetzt.

Quelle – källa – source

https://einarschlereth.blogspot.com/2019/09/mehrere-grunde-warum-west-papua-seine.html#more

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