//
du liest...
Geld, Wirtschaft

Brennt den Amazonas nieder!

von Eric Margolis – http://www.antikrieg.com

Fällt die Bäume. Tötet die wilden Tiere. Verbrennt den Busch. Verschmutzt die Flüsse. Pflastert das Gras zu. Züchtet mehr Rindfleisch, Schweine und Geflügel in Käfigen.

Das ist das Credo der neuen Rechten. Der Hass auf die Natur ist ein integraler Bestandteil ihrer Politik. Präsident Donald Trump ist der Hohepriester eines solchen Umweltvandalismus. In dem engen Verstand seines Immobilienwicklers ist die Natur eine linksliberale Verschwörung.

Der brasilianische Möchtegern-Trump, Präsident Jair Bolsonaro, macht es jetzt noch besser als sein Mentor: er ermutigte brasilianische Bauern, Holzfäller und Bergleute, allesamt wichtige Wählerschaften Bolsonaros, ihre Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes, der 20% des Sauerstoffs der Erde liefert, zu beschleunigen.

Die Bauern, Bergleute und Holzfäller folgten seinem Ruf und verbrannten den unersetzlichen Wald, den größten der Welt, mit einer Rate von über 80% mehr als im Vorjahr. Selten hat die Welt ein erschreckenderes Beispiel dafür gesehen, wie Menschen den kleinen Planeten, auf dem sie leben, zerstören.

Bolsonaro und seine brasilianischen Vandalenkollegen sagen, dass es ihnen an den Mitteln mangelt, um diese brennende Epidemie zu stoppen. Unsinn. Der brasilianische Präsident ist ein ehemaliger Armeeoffizier. Er muss die gesamte brasilianische Armee einsetzen, um die wichtigste Ressource seiner Nation, den Amazonas, zu schützen. Die Nachbarländer Bolivien, Kolumbien und Paraguay sollten mitmachen. Hier ist ein perfektes Beispiel dafür, dass der UN-Sicherheitsrat Maßnahmen ergreift, indem er die 75.000 von Menschen verursachten Brände zur Bedrohung für die gesamte Menschheit erklärt und droht, die brasilianischen Exporte zu sanktionieren, wenn es nicht entschlossen handelt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron brachte es beim aktuellen G7-Treffen in Biarritz auf den Punkt: „Unser Haus brennt“. Frankreich, Spanien und Portugal haben alle ihre sehr schweren Trockenzeitbrände, aber sie schicken kleine Armeen, um sie zu bekämpfen. Der Klimawandel spielt eine wichtige Rolle bei der Auslösung der verheerenden Brände. Im Gegensatz zu Bolsonaro behaupten die europäischen Nationen nicht absurderweise, dass die Brände von NGO’s (nichtstaatlichen Umweltorganisationen) gelegt wurden.

Die brasilianische Armee zählt 222.700 Mann, unterstützt durch Reserven von 1.980.000 Mann. Mobilisiert sie! Bolsonaro war begierig darauf, spezielle paramilitärische Milizengruppen in die Slums von Rio de Janeiro und Sao Paulo zu schicken. Schicken Sie sie an den Amazonas, wo drei Millionen Arten von Pflanzen und Tieren und eine Million einheimische Menschen leben.

Die Wälder des Amazonas werden in erster Linie verbrannt, um mehr Weideland für Rinder zu schaffen, einem der wichtigsten Exporte Brasiliens. Die Fleischproduktion ist nicht nur grausam, sie verbraucht auch übermäßig viel Land und Wasser. Alle, die „fleischlose Montage“ praktizieren oder neue pflanzliche Burger kaufen, kämpfen direkt gegen die Zerstörung des Amazonas.

Der langsame Tod des Amazonas ist ein Alarmsignal an uns alle, wie wichtig Bäume für die Menschheit sind. Ich war in vielen Ländern – wie Indien und Haiti – wo die meisten ihrer ursprünglichen Bäume gefällt wurden – und das Ergebnis war eine Umweltkatastrophe für Mensch und Tier.

Wir sind mutwillig und verschwenderisch in unserer übermäßigen Verwendung von Holz. Bäume müssen geschützt werden – wie es die Stadt Toronto klugerweise getan hat, indem sie Bäume in Bauzonen umzäunt. Ich hoffe, dass ein Weg gefunden wird, um Kunststoffabfälle in Baustoffe umzuwandeln.

Die weitreichende Zerstörung des großen nordamerikanischen borealen Waldes ist ein Verbrechen, das jetzt beendet werden muss. Fliegen Sie über die „klaren“ Zonen der Baumzerstörung in Kanada und den USA, um den vollen Schrecken des industrialisierten Massakers an unseren Bäumen zu sehen. Brasilien ist nicht der einzige Mörder von Wäldern.

Das Recycling von Holz ist der erste Schritt. Das Verbot von Lagerfeuern im Freien ist ein weiterer vernünftiger Schritt. Denjenigen, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, Bäume und Tiere zu töten, muss geraten werden, eine andere Arbeit zu finden, wenn die Arbeit knapp ist.

Trump und Bolsonaro sind moderne Vandalen. Die Entkernung der amerikanischen Tier- und Umweltgesetze durch die Trump-Administration ist ein beschämender Akt der Unwissenheit. Aber man nimmt an, dass unser Präsident, der von Burgern und Diät-Cola zu leben scheint, kein Interesse an Feuchtgebieten, Bäumen, Vögeln, Tieren oder Flüssen hat.

Sogar Adolf Hitler war Naturschützer und Vegetarier, der Raucher hasste und Vögel und Bäume liebte. Die Mongolen zerstörten jede Stadt auf ihrem blutigen Weg, um mehr Weide für ihre Ponys zu schaffen. Bolsonaro und Trump würden sich bei Dschingis Khan und seinen Jungs wie zu Hause fühlen.

erschienen am 24. August 2019 auf www.ericmargolis.com

http://www.antikrieg.com/aktuell/2019_08_24_brennt.htm

Werbeanzeigen

Diskussionen

7 Gedanken zu “Brennt den Amazonas nieder!

  1. Es ist wirklich unglaublich wie dumm diese verdreckten Leute sind welche die Linke wählen!

    Liken

    Verfasst von Anonymous44 | 4. September 2019, 13:51
  2. Holzauge sei wachsam!
    Es ist bestimmt richtig, dass durch Abholzung und Acker-/Feldbrandlegung als Mittel zur Rodung (hier z.B. Abholzung auch für die Erweiterung/Neuanlegung der Soja- und Palmölplantagen) Raubbau an der Natur betrieben wird. Hier hilft vermutlich nur entsprechende Verfolgung.
    aber, beschäftigt man sich einmal intensiver mit dem Thema Waldbrände im Amazonasgebiet oder auch sonstwo auf der Welt, dann muss man sich doch fragen, warum diese plötzlich so derartig aufgebauscht werden.
    hier ein link zu NASA Daten: https://visibleearth.nasa.gov/view.php?id=145464

    „…As of August 16, 2019, an analysis of NASA satellite data indicated that total fire activity across the Amazon basin this year has been close to the average in comparison to the past 15 years. …“

    weiter heißt es dort, dass dieses Jahr die Brände im Amazonasgebiet stärker ausfallen als in vorangegangenen Jahren und auch in anderen Gebieten, die bisher eher geringer betroffen waren als im Durchschnitt, jetzt auch mehr Brände entstanden sind.

    Nur, die Brände“saison“ hat erst begonnen, und scheint trotz der jetzigen hohen Anzahl immer noch im/unter Durchschnitt zu liegen, da, wie wir es aus der „Klimawissenschaft“ kennen, Bezugsjahre gewählt werden, die unter Durchschnitt ausfallen.
    Und dann ist es nicht verkehrt, bevor man sich der Aufregung und Empörung hingibt, sich einemal mit dem Begriff der „Feuerökologie“ auseinanderzusetzen. (Den gibt es!) Wir vermuten ja immer gleich das Schlimmste und wenn das medial dann auch noch genauso aufbereitet wird, dass Panik entsteht …., dabei kann so etwas vielleicht auch ganz (halb) normal sein???

    Zu bemerken ist aber auch, dass die Brände in Südamerika (warum eigentlich nicht auch die in Afrika) jetzt schön klimahysterieunterstützend genutzt werden.

    Liken

    Verfasst von Sigrid | 30. August 2019, 12:42
  3. “ Ein ernstes Problem für die ganze Gegend ist die Nichtbeachtung der elementarsten Forstgesetze. Der Urwald wird abgeholzt, angezündet, vernichtet – dem braunen Gold der Kaffeeplantage soll Platz geschaffen werden…Die Folgen zeigen sich bereits heute drohend. Dürre ist die Rache des Urwaldes. Die ganze Gegend ändert sich grundlegend in ihrer klimatischen Struktur. . .Das Fehlen des Urwaldes hat berieits zu plötzlichen schweren Hagelwettern geführt, wie sie in dieser Intensität früher kaum auftraten. „………………………Frank Arnau in: der verchromte Urwald, Licht und Schatten über Brasilien, 1956

    Liken

    Verfasst von zivilistin | 30. August 2019, 11:46
  4. „Das ist das Credo der neuen Rechten. Der Hass auf die Natur ist ein integraler Bestandteil ihrer Politik.“

    Was für ein Blödsinn. Sie sprechen den Konservativen ja jegliche Fähigkeit auf vernunftorientiertes Denken ab. Glauben Sie, damit helfen Sie jemandem? Es vertieft nur den Graben.

    Als würde Trump hingehen und sagen „Boah, hab ich heut einen Hass, ich muss mal ein Stück Regenwald abfackeln, damit ich mich besser fühl.“
    Lächerlich, das überhaupt vorzuschlagen. Da wollte ich Sie an anderer Stelle für eine für linke Verhältnisse überragende Neutralität loben, dann kommt hier eine Verallgemeinerung ála „Die Rechten hassen die Natur.“

    Ja klar, deswegen fahren konservative Eltern mit ihren Kindern ja auch zum Baden an den See, zum Pilzesammeln in den Wald oder zum Picknicken auf eine große Wiese, und genau deshalb haben auch viele einen Garten mit Häuslein drauf, weil sie nämlich wissen, deinen Freund halt dir nahe, doch deinen Feind noch viel näher.

    Was die Vorwürfe an die NGOs angeht, muss ich sagen, dass die Erfahrung zeigt, dass linke NGOs mit vielen kleinen und großen Verbrechen in Verbindung gebracht werden können, da muss man nicht lange suchen, um Sachbeschädigung, Körperverletzung, Bedrohung, Doxxing (das Veröffentlichen privater Informationen einer Person, um ihr zu schaden) und ähnliches zu finden. Heute erst geht ein Fall durch die Zeitungen, wie ein grüner Stimmenzähler bei der Brandenburg-Wahl absichtsvoll und reuelos Stimmen für die AfD den Grünen zugeschoben hat. Er hat sich damit noch gerühmt und gesagt, er würde das wieder tun.
    Man könnte also durchaus einwenden, dass linke Gruppierungen bei Gesetzesverstößen gern mal ein Auge zudrücken, wenn es doch der „guten Sache“ dient.
    Ich will damit nicht sagen, dass Rechte so etwas nie tun, jedoch ist die Tendenz dort weit weniger ausgeprägt, denn unter Konservativen sind Gesetzestreue und Vertrauen in den Rechtsstaat immer hoch im Kurs. Ein aufrichtiger Konservativer hält sich an Recht und Gesetz, auch wenn ihm Teile davon nicht gefallen.
    Wie dem auch sei, ich halte es eben nicht für absurd, zu glauben, linke NGOs könnten die Feuer gelegt haben, um ihre Agenda zu pushen.
    Greenpeace ist auch schon beim Lügen erwischt worden. Wir können es also nicht ausschließen, solange die Beweislage nicht eindeutig ist.

    Und die Mongolen waren also gute Menschen, weil sie Weidefläche geschaffen haben und dabei lediglich 100.000 Menschen abschlachten und eine ganze Stadt in Schutt und Asche legen mussten? Die haben alles vernichtet, was diese Menschen in Jahrhunderten, vllt. sogar Jahrtausenden erschaffen haben, und Sie verbinden damit etwas Gutes, weil es Weideland für Ponys geschaffen hat?

    Dies offenbart in meinen Augen wunderbar die zutiefst menschenverachtende Ideologie, aus der sich die linke Bewegung speist. Der Mensch ist böse, deshalb muss er kontrolliert, dezimiert und kastriert werden. Ganz, wie es Machiavelli immer wollte. Das kommt eben heraus, wenn man Geisteskranke über Politik entscheiden lässt: Der Wahnsinn wird Programm.

    Liken

    Verfasst von Salatski | 26. August 2019, 16:22
  5. Top Artikel! Sie sprechen mir aus der Seele. Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben!

    Liken

    Verfasst von Christian | 25. August 2019, 18:31
  6. Top Artikel! Siesprechen mir aus der Seele. Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben!

    Liken

    Verfasst von Christian | 25. August 2019, 18:30

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Archive

Werbeanzeigen
%d Bloggern gefällt das: