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Ausland, Europa

Ukrainischer Nationalismus vs. Otto von Bismarck

von Saker – https://www.theblogcat.de

Bild:  Wahnvorstellung und Realität

Als Selenski an die Macht kam, da konnte er aus zwei fundamentalen Optionen auswählen. Diese Möglichkeiten waren im Grunde:

Option #1: Pragmatismus vor Ideologie:

Einen entschlossenen Versuch zu unternehmen, die dringendsten Probleme der Ukraine anzugehen. Zumindest hätte Selenski seinen Truppen befehlen können, das Feuer einzustellen und sie aus der Sicherheitszone abzuziehen (Selenski hatte dazu die volle Autorität als er gewählt war und musste niemanden um Beistand bitten). Selbstverständlich hätte so ein Schritt mit den Kräften der LDNR (VR Luhansk und Donezk) koordiniert werden müssen. Und das wiederum hätte zumindest bedeutet, dass Selenski einen direkten Kommunikationskanal mit den beiden Volksrepubliken hätte öffnen müssen. Diese Option könnte man so beschreiben: „Der Beginn einer Umsetzung zumindest der ersten Schritte des Minsker Abkommens“.

Option #2: Ideologie vor Pragmatismus:

Einen entschlossenen Versuch zu unternehmen, die dringendsten Probleme der Ukraine NICHT anzugehen.An erster Stelle steht hier die entschlossenen Bekundung, das Minsker Abkommen nicht zu beachten: Keine Gespräche mit der LDNR, kein Waffenstillstand, kein Abzug der Streitkräfte, keine Amnestie und ganz bestimmt keine Gespräche über irgendeinen Sonderstatus für den Donbass. Diese Option könnte man als „Weiter-So“ oder „Poroschenko 2.0“ bezeichnen.

Von Fürst Otto von Bismarck stammt dieser berühmte Satz: „Politik ist die Kunst des Möglichen“. Und ich denke, das ist eine ausgezeichnete Regel, die man beachten sollte, wenn man versucht, herauszufinden was vor sich geht und was als Nächstes geschehen könnte. Es schwirrt da draußen eine Menge übertriebener Rhetorik umher, aber egal wie wahnwitzig ukrainische Politiker auch sein mögen, die Realität bleibt etwas objektives, und diese objektive Realität wird die Zukunft bestimmen, nicht der hohle ideologische Unsinn, der von Politikern verbreitet wird (seien es ukrainische oder AngloZionistische Politiker).

Momentan gehen Experten davon aus, dass Selenski nicht Option #1 ergreifen wird. Das lässt stark vermuten, dass die Ukraine Option #2 anstrebt. Aber wie ich bereits angedeutet habe, ist Option #2 nichts anderes als ein „Weiter-So“. Und das ergibt Sinn, vor allem wenn man bedenkt, dass:

1) die selben Ursachen die selben Ergebnisse produzieren (schließlich ist die Definition von Irrsinn, „das Selbe immer wieder zu wiederholen und unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten“, und

2) das beste Anzeichen für zukünftiges Verhalten das Verhalten in der Vergangenheit ist.

Nun, was ist wirklich geschehen? Warum ist Selenski anscheinend darauf versessen, all die Fehler zu wiederholen, die Poroschenko gemacht hat?

Wie ich vor kurzem in einem Artikel angedeutet habe, ist die Ukraine keine Demokratie sondern eine Oligarchie: Seit 1991 wurde die einst reichste Sowjetrepublik gnadenlos von einer ganzen Klasse (im marxistischen Sinn des Wortes) von Oligarchen ausgeplündert. Deren größte Furcht war immer, den gleichen „Horror“ (aus ihrer Sicht) zu erleiden wie Russland unter Putin und dies auch in die Ukraine kommen könnte.

Hier müssen wir eines klarstellen: Hier geht es NICHT, ich wiederhole, NICHT um Nationalität oder Nationalismus. Die ukrainischen Oligarchen sind wie alle anderen Oligarchen: Ihre Loyalität gehört dem Geld und nichts anderem. Wollte man diese Oligarchen charakterisieren, dann könnte man sie sich als „post-sowjetisch“ vorstellen, was heißt, dass sie sich nicht um Nationalität kümmern, und obwohl ihre Hauptsprache das Russische ist, scheren sie sich einen Dreck um Russland oder das Russische (oder irgendwas anderes!). Da viele von ihnen Juden sind, besitzen sie natürlich in Israel ein Netzwerk aus Unterstützern/Helfern, aber ebenso im Westen und selbst in Russland. In Wahrheit sind dies Typen die echten „Internationalisten“, auf ihre eigene, toxische Art.

Eine weitere bedeutende Kraft in der Ukraine sind die west-ukrainischen (galizischen) Nazi-Todesschwadronen und der Mob. Ihre Macht ist auch nicht demokratisch, sondern eine Ochlokratie (Pöbelherrschaft). Diese Typen sind eine Minderheit, eine ziemlich kleine sogar, aber sie haben genug Muskel- und Feuerkraft, um jeden nominellen ukrainischen Führer zu bedrohen. Darüber hinaus haben dies Leute die gesamte Polizei und die Sicherheitskräfte infiltriert, was ihnen theoretisch die Möglichkeit gibt, sie zu kontrollieren oder zu entwaffnen (vor allem der Geheimdienst SBU ist voll mit Ukronazi-Banditen).

                     Ein paar feine Exemplare von Ochlokraten

Sehen wir uns zunächst die Oligarchen an: Ihre erste Priorität ist die Fortsetzung der Plünderung der Ukraine. Dazu benötigt man das Gegenteil von „Recht und Ordnung“: man benötigt Gesetzlosigkeit, Chaos, Gewalt und, am wichtigsten, man benötigt das Feigenblatt der „Moskauer Aggression“, um sich dahinter zu verstecken. In anderen Worten: Diese Oligarchen wollen vielleicht keinen offenen Krieg mit der DNLR (und schon gar nicht mit Russland), sie wollen nur, dass kein Frieden ausbricht.

Die Ukronazis wollen auch nicht, dass Frieden ausbricht, dass ihr Einfluss und ihre Macht gemindert wird und sich dem Durchschnitt der ukrainischen Bevölkerung angleicht. Und da ihre gesamte Ideologie und Weltanschauung sich nur darum dreht, Russland zu hassen und anti-russisch zu sein, ist jeder Friede mit Russland für sie einfach nicht vorstellbar. Sie und ihre polnischen Unterstützer wollen, dass Russland in viele kleine Ministaaten zerbricht, die sie (oder in ihrer Wahnvorstellung die Chinesen) beherrschen können. Diese Leute werden Russland immer als existentielle Bedrohung wahrnehmen. Auf ihre Art haben sie durchaus Recht: Russland wird immer der Realitätscheck für ihre Wahnvorstellungen bleiben. Das galt im 13. Jahrhundert genauso wie heute.

Und schließlich sollten wir daran denken, dass weder die Oligarchen noch die Ukronazis wirklich wollen, dass die Menschen auf der Krim und im Donbass Teil „ihrer“ Ukraine sind, denn die überwältigende Mehrheit dieser Menschen würde sowohl die Oligarchen als auch die Ukronazis kategorisch ablehnen. Ja, aus ideologischen und aus Prestigegründen werden diese galizischen Nazis immer behaupten, dass „die Krim für immer ukrainisch sei“ und „wir den Donbass zurückerobern werden“. Aber worüber sie tatsächlich fantasieren, das ist das Territorium, und nur das Territorium. Was die mehr als zwei Millionen virulent anti-nazistischen Menschen auf diesem Gebiet anbelangt, so wollen sie sie entweder tot oder vertrieben sehen.

Während also etwa 70% der ukrainischen Bevölkerung wollen, dass Frieden einkehrt und der Horror des Bürgerkriegs aufhört, wollen nur jene beiden Gruppen, die die Macht haben, dass der Bürgerkrieg im Osten weitergeht. Es gibt sogar einige Selenski-Kandidaten, die verkündet haben, dass der Krieg mit der LDNR der einzige Weg zur Lösung der Krise sei. Einige wollen sogar Krieg mit Russland!

Die Realität ist jedoch – so sagt man – eine lästige Sache. Wenn dein Kopf im Sand steckt und dein Hintern in die Luft ragt und dieser kollektive Hintern der Ukronazis jetzt seit einigen Jahren für alle zu sehen ist. Dies gilt auch für die angeblichen „Reformen“ der Ukronazi-Kräfte.

Etliche Anzeichen deuten darauf hin, dass die meisten dieser sogenannten „Reformen“ und „Reorganisationen“ der Ukronazis sich mehr um Korruption (was sonst?) und Augenwischerei drehen als alle andere. Galizier sind allgemein bekannt als erstklassige Folterer und Henker von Zivilisten, aber nicht wirklich als Militärkommandeure (deshalb suchen die „Historiker“ der Ukronazis verzweifelt jedes Jahr in der Geschichte dessen, was man heute die Ukraine nennt, nach so etwas wie einem „ukrainischen“ Sieg; alles was sie bisher gefunden haben, sind sehr kleine, völlig irrelevante und örtliche Schlachten).Im Gegensatz dazu scheint es den Kräften der LDNR ziemlich gut zu gehen, und ihre Moral scheint besser las je (was nicht überrascht, das ihre militärische Moral auf 1000 Jahren russischer Militärgeschichte basiert). Und nicht zuletzt gibt es da Putins ziemlich deutliche Warnung während er Olympischen Spiele, als er erklärte, dass jeder Angriff der Ukronazis „sehr ernste Konsequenzen für das ukrainische Staatsgebilde“ haben würde.

Diese Warnung wurde offenbar sowohl in Kiew als auch in Washington DC vernommen.

Die Stimmung in der russischen Öffentlichkeit scheint sich aus totalem Ekel und frustriertem Zorn zusammenzusetzen. Nicht dass Selenski in Russland jemals populär war, aber zumindest war er kein Nazi, und er schien bereit zu sein, den ersten Schritt zu tun, um diesen Wahnsinn zu stoppen. Diese Hoffnung ist jetzt völlig zertrümmert (die russischen Medien berichten täglich über alle anti-russischen Äußerungen der verschiedenen Kandidaten von Selenski).

Während der Kreml sich zumeist an die diplomatische Sprache hält, scheinen die meisten russischen Experten von Selenski und seinem Verhalten genug zu haben, und sie drängen nach einer irgendwie härteren russischen Gangart gegen dieses fünf Jahre alte Banderastan. Und der Kreml hat zugehört: Russland verteilt jetzt an praktisch jeden Ukrainer, der einen haben will, einen Pass. Dies ist der erste Schritt in einer bewährten Vorgehensweise, der nächste Schritt könnte die Anerkennung der DNLR als souveräne Staaten sein (so wie es mit Abchasien und Süd-Ossetien geschah).

Viele wundern sich, worauf Putin wartet und warum Russland diese Republiken noch nicht anerkannt hat.

Die Gründe dafür sind so einfach wie überzeugend:

Erstens würde eine vorzeitige Anerkennung nur das westliche Märchen anfeuern, Russland sei in die Ukraine einmarschiert um Land zu rauben. Wenn die AngloZionisten solche Behauptungen schon machen, wenn die russischen Streitkräfte noch in ihren Baracken sind, dann kann man sich das hysterische Gekreische aus dem „kollektiven Westen“ vorstellen, wenn Russland sich wirklich dazu entscheidet, seine Truppen in den Donbass zu schicken, um die Aggression der Ukronazis aufzuhalten!

Zweitens: So wie das Imperium mit seinem Ukronazi Banderastan ein „Anti-Russland“ erschaffen hat, so hat Russland mit der LDNR ein „Anti-Banderastan“ erschaffen. Das ist sehr wichtig und darf nicht übersehen werden: Ja, die von Nazis besetzte Ukraine ist eine nicht heilende Wunde auf der Seite Russlands, aber Novorossia ist ebenfalls eine nicht heilende Wunde auf der Seite der von Nazis besetzten Ukraine. Der große Unterschied ist, dass Russland stark genug ist, um mit dieser Wunde fertig zu werden, während das Banderastan der Ukronazis nie eine Chance hatte und bereits jenseits jeder Hoffnung auf eine Überlebenschance zusammengebrochen ist.

Drittens: Russland kann es sich einfach nicht leisten, die enorme Rechnung für einen eventuellen Wiederaufbau einer zerstörten Ukraine zu tragen. Allein der Wiederaufbau der Krim ist eine enorme und kostenintensive Aufgabe für Russland, vor allem nach der jahrzehntelangen Vernachlässigung durch die Ukros. Aber zumindest wird letzten Endes ersichtlich, dass die Krim auf dem Weg zu Wohlstand ist und die Rendite für die Investitionen wir riesig sein.Aber den gesamten Donbass eigenhändig wiederaufzubauen, das liegt vermutlich jenseits der russischen Mittel. Gegenwärtig liefert bereits riesige Mengen an Hilfe an die Novorussen und ist praktisch am Anschlag.

Abschließend sei daran erinnert, dass der UN-Sicherheitsrat die Minsker Abkommen genehmigt hat und dass sie als solche kein Wahlfach sind: Die Minsker Abkommen sind völkerrechtlich bindend. Und hier ist das Schöne: Russland ist nicht Teil der Minsker Abkommen, nur die Ukraine und die LDNR sind es. Während die Anglozionisten also Mantra-artig wiederholen, dass „Russland dafür bestraft werden muss, dass es sich nicht an die Minsker Abkommen hält“ oder „Russland muss mehr tun“ – erkennen sie alle insgeheim, dass dies leere Heißluft ist. Außerdem beginnen selbst die geistloseren westlichen Führer jetzt zu erkennen, welche Seite sich wirklich nicht an diese Vereinbarungen halten will.

Diese Abkommen sind in Novorossia noch unpopulärer als in Kiew: Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Novorussen niemals zustimmen werden, jemals wieder von Kiew regiert zu werden. Niemals. Und früher oder später werden sie auf irgendeine Weise Russland beitreten. Aber das liegt in der Zukunft. Für den Moment sind die Novorussen schlau genug zu erkennen, dass sie dabei mitmachen sollten und die idiotischen Ukronzis diese Abkommen öffentlich sabotieren lassen. Und da Selenski und seine Kandidaten jetzt erklären, dass sie niemals mit der LDNR verhandeln werden (was die Minsker Abkommen verlangen), so sind es nicht Russland oder die LDNR, die diese Abkommen zerstören, sondern die ukrainische Regierung, und das ganz offiziell.

Eine verblüffende Entwicklung seit der Wahl von Selenski ist die Anzahl der ukrainischen Politiker, die offen verkünden, dass die Ukraine den Donbass ganz einfach militärisch zurückerobern sollte (einige sogar die Krim). Es ist daher vielleicht eine gute Idee, noch einmal die militärischen Optionen auf beiden Seiten zu beleuchten.

Die süße Ironie der Ukro-Politik: Ein Ukronazis zerschneidet das Portrait jenes Mannes, der überhaupt erst die Ukraine erschaffen hat!

Beginnen wir mit dem Traum der Ukronazis: Der ist ganz klar, und viele ukrainische Vertreter haben die „kroatische Option“ erwähnt, die sich auf den Überraschungsangriff der Kroaten (mit voller Unterstützung der NATO) gegen die serbischen UN-Schutzzonen in Kroatien bezieht (siehe „Operation Storm“ auf Wikipedia). Dieses Modell ist einfach: Tu so, als würdest du in gutem Glauben verhandeln, bringe die (geneigten) Friedenstruppen dazu, alle Örtlichen zu entwaffnen, und greife sie dann mit allem an was du hast. Wäre die LDNR alleine, von Russland abgeschnitten, dann könnte das theoretisch (wenn auch unwahrscheinlich) bei einem Angriff eine Chance auf Erfolg haben. Aber wir müssen uns daran erinnern, dass die Serben in der Krajina (und auch die bosnischen Serben) von Slobodan Milosevic verraten wurden, der nichts zu ihrem Schutz unternahm. In Wahrheit hat Serbien sogar Sanktionen gegen die Republika Srpska verhängt. Und schließlich hatte die NATO völlige Lufthoheit.

Der Fall LDNR könnt nicht unterschiedlicher gelagert sein, denn anstatt den Donbass zu verraten oder wie Milosevic Sanktionen zu verhängen, hat Putin der LDNR die volle Unterstützung Russlands gewährt. Sollten die Ukrainer angreifen, so hat Russland eine große Auswahl an Optionen, darunter:

1. Noch mehr humanitäre Hilfe zu schicken

2. Noch mehr militärische Ausrüstung zu schicken (das „Voentorg“)

3. noch mehr Freiwillige zu schicken (der „northern wind“), vor allem hoch trainierte Profis

4. das Teilen von Geheimdienst- und Aufklärungsdaten mit den Kräften der LDNR

5. die Stationierung von Fliegerleitoffizieren (FAC) innerhalb der Spezialkräfte, um Artillerieschläge gegen Ukronazi-Ziele jenseits der Grenze zu koordinieren

6. der Abschuss ukrainischer Raketen und Flugzeuge (einschließlich UAVs)

7. der Einsatz russischer EloKa-Einheiten, um ukrainische Signale zu stören (Radar, Anti-Artillerie-Einheiten, GNSS-Signale, Audio- und Videokommunikation, Data-Links etc.)

Russland hat dies bereits in der Vergangenheit getan (die Optionen 5,6 und 7 nur in besonderen Fällen).

Für gewöhnlich würden die Menschen annehmen, dass die nächste eskalierende Option der Einsatz von Bodentruppen in Novorossia wäre, um direkt die Streitkräfte der Ukronazis zu bekämpfen.

In Wahrheit hat Russland viele weitere Optionen für eine Boden-Operation. Zum Beispiel könnte eine weitere russische Option beinhalten:

8. Offiziell eine „humanitäre Flugverbotszone“ á la Libyen auszurufen, bei der „alle nötigen Mittel“ eingesetzt werden, um die Aggression zu stoppen und dann umgehend russische Jets und Hubschrauber für den Luftnahkampf einzusetzen, und Angriffsflugzeuge (natürlich mit Deckung von Abfangjägern und Mehrzweckkampfjets) und sogar Bomber, um vorrückende Ukro-Einheiten zu zerstören.

Russland könnt mit Leichtigkeit eine Flugverbotszone über dem Donbass ausrufen, ohne auch nur eine Luftverteidigungseinheit über die Grenze zu verlegen: Die Langstrecken-Luftverteidigung Russlands ist mehr als ausreichend, um den gesamten Luftraum abzuriegeln, vor allem in Verbindung mit AWACS und Abfangjägern (mit Langstreckenraketen).

Und diese Schritte wären sehr sichtbar nur auf das Einsatzgebiet Donbass beschränkt. Aber Russland könnte einen Schritt weitergehen und bestimmte Ziele in der restlichen Ukraine angreifen. Insbesondere:

9. Russland könnte die gesamte (winzige) ukrainische „Flotte“ in den Häfen und auf hoher See versenken. Das wäre militärisch nicht von Bedeutung, aber politisch würde es die richtige Botschaft senden.

10. Russland könnte sich dazu entschließen, die ukrainische Luftwaffe durch die Zerstörung ihrer Stützpunkte außer Gefecht zu setzen. Russland könnte das sehr leicht mit seinen weitreichenden Cruise Missiles tun. Sind die Startbahnen, die Kontrolltürme, die Radaranlagen, Treibstoff- und Öllager erst einmal zerstört, würde die ukrainische Luftwaffe aufhören zu existieren (auch wenn einzelne Flugzeuge versteckt und die russischen Angriffe überleben würden)

11. Als Nächstes könnte Russland mit den ukrainischen Bodentruppen ernst machen und Kommandoposten, Kommunikationsknotenpunkte, Treibstoff- und Waffenlager, Bunker, Brücken usw. angreifen. Das Ziel wäre dabei nicht, so viele ukrainische Soldaten wie möglich zu töten, sondern die richtigen Ziele anzugreifen, um es dem ukrainischen Militär unmöglich zu machen, koordinierte Offensiv-Operationen durchzuführen.

12. Schließlich könnte sich Russland dazu entscheiden, die Jagdsaison auf wichtige Offizielle zu eröffnen und einige der übelsten Nazi-Vertreter zu exekutieren (nur um dem Rest Angst einzujagen).Auch hier wären die Cruise Missiles wahrscheinlich das beste Mittel, aber auch andere Optionen können sehr erfolgreich sein, darunter der „Dudaev-Trick“ (eine Rakete, die sich das Signal eines Satellitentelefons sucht), oder man macht „voll auf NATO“ und beginnt damit, politisch symbolische Gebäude zu sprengen.

Ich habe die letzten vier Optionen erwähnt, weil sie durchführbar sind, aber sie wären auch der totale Overkill.

Die Wahrheit ist, sollte Russlands jemals echt intervenieren, dann würden die meisten ukrainischen Soldaten fliehen oder sich ergeben (sie haben nicht für Selenski gestimmt, um für eine kranke Nazi-Ideologie und Weltanschauung zu sterben). Ich wiederhole: Die Vergangenheit ist das beste Anzeichen für zukünftiges Verhalten, und das Beispiel Krim hat gezeigt, dass, wenn eine (relativ kleine!) russische Einheit interveniert, niemand den Mut (oder die Motivation) hat, Widerstand zu leisten.

Nebenbemerkung:

(Ein beliebter Witz geht folgendermaßen: Frag einen ukrainischen Nationalisten, warum die Ukrainer im Donbass kämpfen, und die obligatorische und politisch korrekte Antwort lautet: „weil die Russen dort sind!“ Und dann frag ihn, warum die Ukraine nicht auf der Krim kämpft, und er wird antworten: „weil die Russen dort wirklich sind!

Das ist so wahr. Die Ukronazis versuchen sich mit minderen Formen des Terrorismus (Bomben legen, zumeist), aber ohne viel Erfolg.

Ein Angriff auf die Krim (mittlerweile wahrscheinlich einer der best verteidigten Orte auf der Welt!) – das wäre für das gesamte Expeditionskorps der US-Marines eine Selbstmordaktion, geschweige denn für das heruntergekommene Ukro-Militär!)

Darüber hinaus haben sich die Russen seit mindestens fünf Jahren intensiv auf einen großen Krieg gegen die NATO vorbereitet und sie sind gut darauf vorbereitet, sich dem vereinten Westen zu stellen. Sich also mit der verfallenen, korrupten, demoralisierten, desorganisierten und ganz allgemein „räudigen“ Streitkraft der Ukronazis anzulegen, das wäre kein bedeutender Aufwand. Jeder halbwegs kompetente Militäranalyst weiß das. Sogar die Ukronazis.

Was das für die Selenski-Administration bedeutet ist einfach: Sollte sie ein „Kroatien-Szenario“ versuchen, dann werden sie kein „Kroatien-Ergebnis“ bekommen, sondern ein „Georgien 08.08.08-Ergebnis“: die Vernichtung der Streitkräfte in 48 Stunden, gefolgt von einem Verlust von 20% ihres nationalen Territoriums (im Fall der Ukraine wahrscheinlich mehr!)

Nebenbemerkung:

Seit vielen Jahren erkläre ich, dass das wahre Ziel einer Ukronazi-Attacke auf Novorossia nicht ein Sieg ist, sondern Russland dazu bringen soll, offen zu intervenieren. Diese Strategie ist jedoch gescheitert, während sich das Gleichgewicht der Kräfte, einschließlich der politischen Kräfte, geändert hat. Es ist eine Sache, einen Krieg mit der LDNR anzufangen, nur um Russland zum Einschreiten zu bewegen, und eine ganz andere Sache, sein ganzes Land „ernsthaften Konsequenzen“ für sein gesamtes „Staatsgebilde“ auszusetzen. Putins (ziemlich außergewöhnliche) Drohung hat die Latte für eine mögliche russische Erwiderung um einiges höher gelegt.

Gibt es also irgendetwas, das auch nur vage wie „irgendeine“ Lösung aussieht?

Nun, theoretisch gäbe es da eine Lösung nach dem Minsker Abkommen. Den Novorussen gefällt es nicht, aber Russland könnte es ihnen wohl auferlegen. Russland selbst könnte sicher mit so einem Ergebnis leben (nein, Russland hat absolut kein Bedürfnis nach weiteren Territorien, vor allem nicht nach verwüsteten!). Aber da die Ukronazis zu ideologisch und wahnhaft sind, um diese Option zu akzeptieren, gibt es da noch den Plan B: Russland erkennt einseitig die LDNR-Republiken an, die dann für einen Anschluss an die Russische Föderation stimmen. Theoretisch könnte der Rest der Ukraine anerkennen, dass diese Situation Vorteile hat, unter anderem, dass man 2 Millionen Anti-Nazis loswird. Aber ihre Ideologie (eigentlich eine lokal einzigartige galizische Form von Ultra-Nationalismus – ähnlich dem Ustascha-Regime in Kroatien im 2. Weltkrieg, das dem gesamten Land auferlegt wurde) macht es diesen wahnsinnigen Nationalisten absolut unmöglich, so einen Gebietsverlust zu akzeptieren, vor allem nach so einem erniedrigenden Bürgerkrieg gegen ihr eigenes Volk (das behaupten sie zumindest). Einfach gesagt: Sie können nicht beanspruchen, die Nachkommen von 200.000 Jahre alten „antiken Ukrs“ zu sein, die die Pyramiden gebaut haben, die das Schwarze Meer gegraben haben, die die arische Zivilisation begründet haben und deren Sprache die Basis von Sanskrit ist, und gleichzeitig zugeben, dass ein großer Teil ihrer eigenen Bevölkerung lieber tot als unter ihrer Herrschaft ist. In Wahrheit sind diese Typen nicht nur nicht bereit, den Verlust von irgendwelchem Gebiet zu akzeptieren (sei es de jure oder de facto), einige von ihnen beanspruchen sogar Gebiete innerhalb der Russischen Föderation.

Gott sei Dank machen ihre Wahnvorstellungen keinen Unterschied: Novorossia und die Krim sind weg, für immer, egal was einer sagt.

Ehrlich gesagt glaube ich, dass sogar ohne die Krim und sogar ohne Novorossia die von Nazis besetze Ukraine nicht haltbar ist, schon allein weil die südlichen Regionen (Odessa, Nikolaev, Mariupol) niemals zustimmen werden, ein von Nazis besetztes Protektorat jener galizischen Ukronazis zu werden, die i Odessa schon Menschen bei lebendigem Leib verbrannt haben. Die Wahrheit ist, dass die Galizier besser dran wären, ihre (vollkommen künstlichen) Verbindungen zu dem zu trennen, was heute als „die Ukraine“ bekannt ist und sich auf ihre wirklich historischen Ländereien zu beschränken. Ihre Ideologie wird jedoch nie zulassen, dass sie das erkennen. Der Prozess der Auflösung wird wahrscheinlich in der einen oder anderen Form weitergehen.

Schlussfolgerung: Wie ein Spruch zu einem ganz anderen führen kann

Die gesamte Weltanschauung der Ukronazis kann man in ihrem wohlbekannten Spruch zusammenfassen: „Alle Kikes und Polaken im russischen Blut ersäufen“ (oder eine Variation davon). Das Problem an diesem Spruch ist, das die (relativ kleine) galizische Bevölkerung auf keinen Fall für immer ihre viel größeren (und ehrlich gesagt schlaueren) jüdischen, polnischen oder russischen Nachbarn besiegen kann. Aber immer wieder resultiert die Politik, die mit diesem bekannten Ukro-Spruch beginnt, unvermeidlich zur Variation eines ziemlich schmerzvollen weiteren bekannten Ukro-Spruchs: „Koffer, Bahnhof, Russland“, aber, und das ist wichtig, in einer völlig anderen Zusamenstellung: „Koffer, Bahnhof, und zurück nach Kanada/Israel!“ 😉

Mir persönlich ist egal, was aus diesen Menschen wird oder was mit dem Land geschieht, das sie historisch besiedelt haben. Wenn sie die Österreicher, die Polen, die Ungarn oder die Deutschen haben wollen – dann sollen sie sie gerne aufnehmen. Schließlich sind das jene Leute, die, neben dem Papsttum, die Ukraine und das Ukronazi-Phänomen gegründet haben. Also, viel Spaß damit!

Wenn die Menschen irgendeiner Rest-Ukraine stark und klug genug sind, um diesen Nazi-Sumpf auszumerzen – gut für sie, dann können sie auf russische Hilfe und Unterstützung für einen Wiederaufbau zählen. Aber wenn nicht – dann ist es ihr Problem.

Wenn die Menschen so weit vom Weg abweichen und die Realität ignorieren, dann haben sie das verdient, was auf sie zukommt.

Ukie nationalism vs Otto von Bismarck

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/ukrainischer-nationalismus-14-08-2019/

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