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Ausland, Europa

USA bauen Nato-Marinehäfen in der Ukraine

von Thomas Röper – https://www.anti-spiegel.ru

Wie fest die USA die Ukraine im Griff haben, ist nicht vielen bekannt. Dabei ist die Ukraine unter Poroschenko zu einer US-Kolonie geworden und ihre Kolonien geben die USA nicht wieder her.

Wer gehofft hat, dass es unter Präsident Selensky in der Ukraine endlich Frieden geben würde, der reibt sich in den letzten Wochen schockiert und enttäuscht die Augen. Im Wahlkampf hat Selensky versprochen, den Krieg durch direkte Gespräche zu beenden. Das waren neue Töne in der Ukraine und das kriegsmüde Land stimmte hoffnungsvoll für Selensky.

Was Selensky tatsächlich wollte oder will, weiß nur er. Aber wie beschränkt seine Möglichkeiten sind, hat er schnell verstanden. Als er nach seiner Amtseinführung davon sprach, zumindest Teile des Abkommens von Minsk nun erfüllen zu wollen, sprach Amtsvorgänger Poroschenko, der das Abkommen 2015 unterschrieben und nie umgesetzt hat, von Verrat. Tatsächlich hat Kiew bis heute keine einzige Verpflichtung des Abkommens umgesetzt. Die Details zu dem Abkommen von Minsk finden Sie hier.

Und so sieht man heute unter Selensky auch keinen Unterschied in der Politik von Poroschenko. Die Politik von Poroschenko wird fortgesetzt und selbst die Rhetorik von Selensky ist die gleiche, wie bei seinem Vorgänger. Gespräche mit Putin lehnt er offen ab und mit den Rebellen will er auch nicht direkt sprechen. Die Kämpfe hingegen gehen im Osten des Landes unter ihm weiter. Keine Spur von einem Versuch, sich einem Frieden zu nähern, dabei könnte Selensky als Oberbefehlshaber der Armee sofort als ersten Schritt zum Frieden einen Waffenstillstand verkünden. Tut er aber nicht.

Der Generalstab der Ukraine scheint hier realistischer zu sein, als die Politiker in Kiew. Und der Chef des Nationalen Sicherheitsrates war in seinen Äußerungen erstaunlich offen, als er mitteilte, dass sich der Konflikt nicht mit Gewalt gewinnen lasse. Im Gegenteil forderte er die Politik auf, endlich den Menschen im Osten zu zeigen, dass Kiew nicht ihr Feind ist. Ein Militär hat verstanden, dass der Krieg die Gräben im Land vertieft, die Politiker in Kiew aber nicht. Sie glauben, man könne den Menschen im Osten des Landes erst mit Artillerie ihre Städte zerschießen und danach wären sie froh, wieder unter die Herrschaft Kiews zu kommen.

Aber die Politiker wissen auch, dass sie keine Wahl haben. Die USA sind im in der Ukraine allmächtig, längst werden die Entscheidungen nicht mehr in Kiew getroffen, sondern in Washington. Die Ukraine ist zu einer Kolonie der USA geworden. Und der Stadthalter ist der US-Sonderbeauftragte Kurt Volker. Wenn er etwas sagt, dann wird es in Kiew umgesetzt. Und er hat vor der Wahl gesagt, dass direkte Gespräche mit den Rebellen im Osten ausgeschlossen sind. Und siehe da, Selensky hält sich trotz aller gegenteiligen Wahlversprechen daran. Und Volker sagt denn auch lieber US-Waffenlieferungen zu, als zu erlauben, dass man über Frieden verhandelt.

Wie groß die Macht der USA in Kiew ist, teilte der ehemaligen Vize-Präsident Biden ganz offen mit, als er in den USA erzählte, wie er in Kiew durchsetzte, wer dort Generalstaatsanwalt sein solle. Der aktuelle Staatsanwalt hatte nämlich seinerzeit den Fehler gemacht, ausgerechnet im Umfeld von Bidens Sohn wegen Korruption zu ermitteln. Bidens Sohnemann hatte zuvor einen gut bezahlten Posten bei einem großen ukrainischen Gas-Unternehmen bekommen. Und so sorgte Papa Biden dafür, dass der ermittelnde Staatsanwalt gefeuert wurde und ein freundlicherer Mann den Posten bekam.

Nun wird bekannt, dass die USA mehrere Flottenstützpunkte in der Ukraine auf Nato-Standard aufrüsten, damit Nato-Schiffe dort Anlaufstellen haben. Und es wird offen gesagt, dass diese Basen nahe der Krim gegen Russland gerichtet sind. Wörtlich wird in der Ukraine gemeldet:

„Die USA modernisieren einige ukrainische Marinebasen, damit die Schiffe der Nato und US-Kriegsschiffe die Möglichkeit bekommen, nahe der russisch kontrollierten Krim zu operieren.“

Und so verwundert es nicht, wenn Stadthalter Volker der Ukraine nicht nur Panzerabwehrwaffen gegen die Rebellen versprochen hat, sondern auch Systeme zur Küstenverteidigung. Damit sollen die US-Schiffe künftig geschützt werden, nicht etwa die Ukraine.

Wenn uns USA-Versteher immer erzählen, es wäre russische Propaganda gewesen, dass die USA den Maidan organisiert haben, um die Krim inklusive der dortigen modernen Marinebasen unter Kontrolle zu bekommen, dann kann heute sehen, dass es die Wahrheit war. Das mit der Krim hat zwar nicht geklappt, aber man hat ja noch die ukrainische Festlandsküste und so werden die US-Basen nun eben dort gebaut, auch wenn man sie als Nato-Basen bezeichnet.

Und eines ist sicher, die USA werden die Kontrolle über die Ukraine nicht freiwillig abgeben. Für diese Kontrolle brauchen sie den Krieg im Osten des Landes. Ohne den Krieg könnte es zu einer Annäherung zwischen der Ukraine und Russland kommen. Der Krieg verhindert das zuverlässig. Und schon versteht man, warum US-Stadthalter Volker direkte Gespräche untersagt hat: Sie könnten ja Erfolg haben und den Krieg beenden.

Sollte Selensky aus der Reihe tanzen, würde es die USA keinerlei Schwierigkeiten bereiten, einen neuen Maidan zu organisieren. Die USA haben sich im Land inzwischen viel stärker verankert, als es beim letzten Maidan 2013/2014 der Fall gewesen ist. Selbst wenn Selensky also versuchen sollte, den Krieg durch Gespräche zu beenden, werden die inzwischen noch stärker radikalisierten und auch besser bewaffneten Nationalisten einen weiteren Putsch durchführen.

Es wird sich in dem Land also in absehbarer nichts ändern und der Krieg wird weitergehen.


Wenn Sie sich für die Ukraine nach dem Maidan und für die Ereignisse des Jahres 2014 interessieren, als der Maidan stattfand, als die Krim zu Russland wechselte und als der Bürgerkrieg losgetreten wurde, sollten Sie sich die Beschreibung zu meinem Buch einmal ansehen, in dem ich diese Ereignisse detailliert auf ca. 670 Seiten genau beschreibe. In diesen Ereignissen liegt der Grund, warum wir heute wieder von einem neuen Kalten Krieg sprechen. Obwohl es um das Jahr 2014 geht, sind diese Ereignisse als Grund für die heutige politische Situation also hochaktuell, denn wer die heutige Situation verstehen will, muss ihre Ursachen kennen.

USA bauen Nato-Marinehäfen in der Ukraine

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