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Ausland, Lateinamerika

Venezuela: Die Bachelet-Lüge

von Peter König – https://einarschlereth.blogspot.com

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Wir können sicher sein, dass der verlogene Bachelet-Report massenweise uns allen unter die Nase gerieben wird. Prestige und Knete machen es möglich.  Hingegen wurde der Report von Maurice de Zayas umgehend in den Papierkorb befördert. Aber Klaus Madersbacher und ich haben ihn da wieder rausgeholt, übersetzt und auf antikrieg und hier aufgelegt.  Und Peter König erklärt uns hier das schmutzige Spiel der famosen Michelle.

Beim Lesen des Bachelet-Berichts über die Menschenrechte wird nach dem dreitägigen Besuch des Hohen Kommissars in Venezuela, der am 5. Juli am Nationalfeiertag in Venezuela veröffentlicht wurde kaum auf die tödlichen Sanktionen und Blockaden der Vereinigten Staaten verwiesen. Wie ist das möglich? Der Hohe Kommissar für Menschenrechte erwähnt nicht die Verbrechen aller Verbrechen, die an Venezuela begangen wurden?

Das Zentrum für Ökonomie und Politik-Forschung in Washington veröffentlichte vor ein paar Wochen einen Bericht von Jeffrey Sachs und Mark Weisbrot, der zum Ergebnis kam, dass mehr als 40 000 Menscheen in Venezuel seit 2017 als Ergebnis der Sanktionen gestorben sind. Der Vorrat an Nahrungsmitteln, Medizin, medizinischer Ausrüstung wurde geringer, was Krankheit und die Todesrate erhöhte. Jeffrey Sachs schrieb in dem Bericht, den er bei Democracy Now wiederholte: «Die amerikanischen Sanktionen zielen bewusst darauf ab, Venezuelas Ökonomie zu zerstören und dadurch einen Regimewechsel zu erreichen «Es ist eine vergebliche, herzlose, illegale und gescheiterte Politik, die großen Schaden dem venezolanischen Volk zufügt».

Ist Michelle Bachelet von Washington gekauft? Ist sie bedroht worden? Hat sie von Washington ein Papier erhalten, was in dem Bericht zu stehen hat? Ist ihr gesagt worden, dass die Verurteilung der Sanktionen nicht statthaft ist, sonst … oder wer weiß, was «sonst» noch alles bedeuten kann? Glaubt mir, es kann das Schlimmste bedeuten.

Natürlich wusste M. Bachelet, was sie tat, als sie den Job der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte am 1. Sept. 2018 annahm. Es war und ist immer noch eine Herrausforderung und bedeutet Prestige. Es bereitet Prestige um die Welt zu reisen und ausgewählten Ländernzu erzählen, dass sie die Menschenrechte brechen – während andere gelobt werden, gewöhnlich jene, die die schlimmsten Menschenrechtsverbrechen begehen, so lange sie nur im Bett mit denen in Washington liegen. Aber, wenn nicht Michelle Bachelet, wer weiß, wer sonst Hochkommissar geworden wäre? Vlelleicht ein Saudi? Diese Erwägungen sollten wir nicht vergessen. Sie war villleicht der ‘Kompromiss’, den Washington akzeptierte.

Was jedoch Frau Bachelet nicht vergessen sollte und sehr wahrscheinlich nicht vergaß, als sie den Prestige-vollen Job annahm, ist ihr Vater Alberto, Arturo, Miguel Bachelet Martinez. Ihr Vater war der Luftwaffen Brigadegeneral, der sich dem CIA-Pinochet Coup von 1973 widersetzte. Er wurde kurz nach dem Putsch am 12. September 1973 verhaftet, gefoltert und starb am 12. März 1974 im Kerker, wie gewöhnlich an «Herzversagen». In Wirklichkeit starb er an der Folter. Einer seiner beieden Chef-Folterer, der pensionierte Luftwaffenoberst Edgar Cevallos Jones, starb vor ein paar Monaten, und der zweite, Ramon Caceres Jorquera wurde vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen und unter Hausarrest gestellt vom gegenwärtigen Präsidenten Sebastian Piñeras des Obersten Gerichts wegen «ernsthafter Demenz und Irrelevanz». Die beiden waren Pinochets Folter-Spitzenleute, ein ‘joint command’.
Alberto Bachelet wurde die Nahrung und Wasser entzogen, er wurde dem ‘water-boarding’ unterzogen, mit Plastiktüten über dem Kopf gefoltert, mit Elektroschocks – und mehr. All dies wusste Michelle Bachelet genau und hatte sie sicher nicht vergessen. Sie weiß, was Folter ist; sie weiß, was Missachtung der Menschenrechte bedeutet. Und so weiß sie auch, dass in Venezuela der rechtlich gewählte Präsident Nicolas Maduro die Menschenrechte respektiert; dass, falls irgendwelche Folter vorkommt, dann von Seitern der Opposition, von den Kumpanen Juan Guaidos.

Michelle Bachelet, Mitglied der chilenischen sozialistischen Partei und Kinderärztin von Beruf, war zweimal Präsidentin von Chile, vom 11. März 2006 bis 11. März 2010 und vom 11. März 2014 – 11. März 2018. Inihrer 1. Amtszeit verbesserte sie die Bürgerrechte und die sozialen Dienste. Zwischen ihren Amts-Perioden dienee Sebastian Piñera, ein rechter multi-Milliardär, einer der reichsten Männer Chiles, als Präsident, und wie durch Zufall, folgte er auch auf ihre zweite Amtszeit und es jetzt auch zum 2. Mal Präsident.

In seiner 1. Amtszeit hat Piñera Chile voll auf einen neo-liberalen Kurs gebracht, hat «alles privatisiert», so heißt das Spiel, und jetzt ist er das 2. Mal am Ruder, gut von Washington vorbereitet, um seinen Job abzuschließen. Das bedeutet, dass Michelle in ihrer 2. Amtszeit 2014-2018 die Hände gebunden waren von dem alles beherrschenden Finanzsektor, während die soziale Infrastruktur des Landes, vom Gesundheitswesen bis zur Erziehung und den Pensionen sich verschlechterte und jetzt immer schneller den Bach hinuntergeht.

Der vormalige Berater des Büros des Hochkommissars Alfred de Zayas, sagt, dass Bachelets Report außerordentlich fehlerhaft ist und «unglücklicherweise unausgewogen und nicht die Schlussfolgerungen zieht, die dem leidenden venezolanischen Volk helfen können». Er forderte weiterhin das, was Bachelets Report nicht fordert: «die sofortige Aufhebung der Sanktionen der USA».

Der Report verurteilte nicht die US-Sanktionen und erwähnte nicht die ausländischen Staatsstreich-Versuche. Stattdessen spricht der Report von zweifelhaften Todeszahlen aus den vergangenen Jahren mit gewalttätigem Aufruhr – circa 9000 – was nicht erläutert, wer für die Morde verantwortlich war, sondern impliziert, dass es höchstwahrscheinlich die Maduro-Regierung war. Das ist nicht wahr, aber ist genau das, was Washingtonn und seine europäischen und lateinamerikanischen Vasallen hören wollen.

Was Bachelets Report zweifellos bewirken wird, das ist mehr Öl auf das westliche anti-Vernezuela-Feuer zu gießen. Er wird außerdem ausländische Einmischung und Unterdrückung rechtfertigen sowie die Fortführung der finanziellen und ökonomischen Folter durch die westliche politische Korruption. Frau Bachelet, Sie und die gesamte Menschenrechts-Kommission haben nicht den Menschenrechten gedient. Ganz im Gegenteil, haben Sie damit der Oppression der Meschenrechte gedient.

Die venezolanische Regierung sagte, dass 70 Verbesserungen in dem Bericht gemacht werden müssten. Nun ja, es ist schon ein Jammer, dass es der UNO nicht gelungen ist, Venezuela zurück in die Herde der Nationen zu bringen, die die «Vereinten Nationen» darstellen. Die UNO wurde als Instrument für den Frieden geschaffen. Gegenwärtig wird sie von den westlichen Mächten manipuliert, geführt von – na, von wem wohl – der USA, als Instrument, um Krieg zu entfachen. Ja, nochmal, die UNO und eine ihrer Spitzenagenturen zur Verteidigung des Friedens – die Menschenrechtskommission – hat die Sache der verbrecherischen, ungesetzlichen, kriminellen Vereinten Staaten von Amerika betrieben.

Peter Koenig ist Ökonom und geopolitischer Analyst. Außerdem ist er Fachmann für Wasserressourcen und Umwelt. Er arbeitete über 30 Jahre lang für die Weltbank und die Weltgesundheitsorganisation auf der ganzen Welt in den Bereichen Umwelt und Wasser. Er lehrt an Universitäten in den USA, Europa und Südamerika. Er schreibt regelmäßig für Global Research, ICH, RT, Sputnik, PressTV, The 21st Century, TeleSUR, The Saker Blog, New Eastern Outlook (NEO) und andere Internetseiten. Er ist der Autor von Implosion – An Economic Thriller about War, Environmental Destruction and Corporate Greed – Fiction, die auf Fakten und 30 Jahren Erfahrung der Weltbank rund um den Globus basiert. Er ist auch Mitautor der Weltordnung und Revolution! – Aufsätze aus dem Widerstand.
Peter Koenig ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Centre for Research on Globalization.

Quelle – källa – source

https://einarschlereth.blogspot.com/2019/07/venezuela-die-bachelet-luge.html

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