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Ausland, Nordamerika

New York Times: USA führen „aggressive Operationen“ gegen Russland im Cyberspace aus

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Die New York Times berichtet heute, dass die USA gegen Russland einen Cyberkrieg führen.

Die USA sind ein Land, das verkündet hat, dass es Cyberangriffe als Kriegsgrund ansehen würde, auch die Nato hat mitgeteilt, das Cyberangriffe als Grund für das Ausrufen des Verteidigungsfalles nach Artikel 5 des Nato-Vertrages angesehen werden. Die USA führen aber selbst solche Angriffe gegen andere Länder durch. Die USA haben, wie wir seit Snowden wissen, Schadprogramme, die sie in die Infrastruktur anderer Länder eingebracht haben. Damit können sie die Stromversorgung lahmlegen oder auch Krankenhäuser usw. „abschalten“. In Venezuela haben sie das vor kurzem vorgeführt.

Nun schreibt die New York Times darüber, dass die USA solche Programme auch in Russland eingeschleust haben. Die Zeitung berichtet von Interviews mit Regierungsmitgliedern, die sagten, dass die USA in den letzten Jahren ihre Bemühungen in diese Richtung noch verstärkt haben und schon seit 2012 Schadprogramme in Russlands Infrastruktur einschleusen. Dann heißt es:

„Aber nun ist die amerikanische Strategie mehr in Richtung Offensive gerückt, wie Offizielle mitteilen, und es wurde potenziell lähmende Malware in russischen Systemen platziert und zwar in einer Tiefe und Aggressivität, wie es nie zuvor versucht worden ist.“

Der Befehlshaber des US-Cybercommand, General Paul M. Nakasone, sprach von einer „Vorwärtsverteidigung“. Das Cybercommand wurde von Trump erst im Sommer per Dekret gegründet, wobei der genaue Inhalt des Dekretes bis heute geheim ist. Weiter zitiert die Zeitung einen Regierungsbeamten mit den Worten:

„Es ist in den letzten Jahren viel weiter gegangen und viel aggressiver geworden. Wir machen Dinge in einem Ausmaß, die wir uns vor wenigen Jahren noch gar nicht vorstellen konnten.“

Wie tief die USA in russsische Systeme eingedrungen lässt sich nicht sicher sagen, denn das ist geheim. Die Zeitung fragt jedoch, ob die USA sogar im Stande sind, das russische Militär zu lähmen. Das aber, so die Zeitung, weiß man erst, wenn der „Code aktiviert“ wurde.

General Nakasone hat bei anderer Gelegenheit bereits mitgeteilt, es gäbe einen Plan mit dem Namen „Nitro Zeus“, mit dem Iran im Falle eines US-Angriffes „abgeschaltet“ werden kann. Die Bemühungen im Cyberkrieg nannte ein Professor der Universität Texas die „Kanonenbootpolitik des 21. Jahrhunderts“. Die USA wollen ihre Fähigkeiten ganz bewusst auch als Drohung einsetzen, um Länder einzuschüchtern oder ihre Politik zu beeinflussen.

Und das wurde auch schon getan, wie die USA offen zugeben. Die New York Times zitiert Eric Rosenbach, ehemaliger Stabschef im Pentagon, mit den Worten:

„Wir machen solche Operationen nicht oft. Ich kann die durchgeführten offensiven Operationen in dem Bereich an einer Hand abzählen.“

Den Hinweis auf diesen Artikel habe ich in russischen Medien gefunden, in Deutschland wurde darüber meines Wissens kein Wort berichtet. Den deutschen Mainstream Journalisten würde eher die Hand abfaulen, als von einer „aggressiven“ US-Politik zu schreiben. Da sind sogar US-Medien ehrlicher, als deutsche Medien.

New York Times: USA führen „aggressive Operationen“ gegen Russland im Cyberspace aus

Diskussionen

Ein Gedanke zu “New York Times: USA führen „aggressive Operationen“ gegen Russland im Cyberspace aus

  1. Das zur Kenntnis zu nehmen ist zwar wichtig, aber da kommt Einem sonst was an. Ich danke Thomas Röper, dass er uns das mitgeteilt hat.

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    Verfasst von Gerd Pehl | 16. Juni 2019, 10:19

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