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Ausland, Naher Osten

EX-Geheimdienstchef Israels: “USA nicht in der Lage, Iran militärisch zu schlagen.”

von https://orbisnjus.com

Der ehemalige israelische Geheimdienstchef , Yakov Kedmi, gab kürzlich seine Sichtweise in Bezug auf die Spannungen zwischen den USA und Iran preis. Während einer Gesprächsrunde die im russischen TV-Sender Russia 1 ausgestrahlt wird, erörtert Kedmi das seiner Meinung nach aus militärischer Sicht, es unmöglich sei den Iran zu besiegen. Das Land weise ein riesiges Territorium auf, und die Amerikaner würden nicht genügend Kräfte haben um sich vor Ort zu stationieren, so Kedmi. Laut dem Ex-Geheimdienstler sei die damit verbundene Logistik ein “wahnsinniger” Aufwand, und für die Amerikaner unmöglich zu bewältigen. Demnach bestünde keine Möglichkeit gegen den Iran einen Krieg zu führen und jenen zu gewinnen, wie Kedmi schildert. Ihm zufolge wisse das Pentagon besser als jeder andere das dem so sei, und habe davor gewarnt. Zum Vergleich zieht Kedmi das Beispiel der Offensive auf Kuwait heran, und fügt hinzu das die Amerikaner damals 500 000 Soldaten benötigt hätten, um lediglich ein paar Meilen in dem winzigen Land vorzurücken. Sie hätten ihre ganze Armee belastet, so der ehemalige Geheimdienstchef. Nach Kedmi hätten die USA ein halbes Jahr lang logistische Vorkehrungen getroffen, um anschließend nur kurzweilig in den Krieg zu ziehen. Demzufolge seien derartige Unternehmungen gegen den Iran nicht möglich.

Ferner erklärt er das an kriegerischen Belangen, sich die Geister zwischen Politikern und Streitkräften scheiden. Kedmi erläutert, alle amerikanischen Kräfte im Iran zu konzentrieren, bedeute das die Amerikaner Fernost unbeschützt zurücklassen müssten und somit China aus den Augen ließen. Das erste was China laut dem Nachrichtendienst-Chef tun würde, wenn sich die Amerikaner auf den Iran fokussieren, sei Taiwan den “Nacken zu brechen”. Die Amerikaner würden dagegen nichts unternehmen können. Die US-Armee sei mitnichten in der Lage zwei mittelgroße Kriege auszutragen. Sie sei kaum fähig einen großen durchzuführen. Demnach würde ein Freiraum für China geschaffen, worauf die Amerikaner bestimmt nicht hinauswollten, so Kedmi. Zur Untermauerung seiner Angaben erinnert er daran, das die Vereinigten Staaten sich nicht darüber im klaren gewesen seien welches Debakel sie angerichtet haben, als sie Saddam Hussein stürzten, und verweist auf die konfessionelle Struktur des Iraks, in dem 60% Schiiten leben. Ähnlich verhalte es sich in anderen Nah-Ost Staaten, was den Ex-Geheimdienstchef schlussfolgern lässt, das die Sunniten kein ebenbürtig militärisches Gegengewicht aufbieten könnten, und demzufolge gegen iranische Kräfte den kürzeren ziehen würden. Bei Diskussionen mit derartigem Schwerpunkt ist es allemal angebracht, die Nemesis des Irans und den wohlhabendsten Staat im Nahen-Osten zu thematisieren. Yakov Kedmi war offenbar ähnlicher Auffassung und deutet an, das Saudi-Arabien zwar ein immenses militärisches Budget zur Verfügung habe, es dennoch nicht vermöge die Houthi-Rebellen im Jemen zu schlagen. In diesem Kriege zwischen Arabern und Persern würde Letzterer gewinnen. Laut dem einstigen israelischen Nachrichtendienstler würde sich ein Krieg gegen den Iran, katastrophal auf den Ölpreis auswirken. Teile der Weltwirtschaft wären ruiniert wenn das Barrel auf $150 hochschießen würde. Konkludierend erörtert Kedmi das Russland der größte Nutznießer jener Situation sein würde.

 

EX-Geheimdienstchef Israels: “USA nicht in der Lage, Iran militärisch zu schlagen.”

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “EX-Geheimdienstchef Israels: “USA nicht in der Lage, Iran militärisch zu schlagen.”

  1. Das ist zweifelsfrei eine gute Analyse des Ex-Geheimdienstchefs. Sie unterstreicht im Prinzip, dass seine Sichtweise auch von den US-Geheimdiensten akzeptiert wird. Wenn unter dem Aspekt betrachtet auf die Handlungen der US-Politiker geschaut wird, dann wird deutlich, dass es eine Minderheit in der US-Administration und auch im Kongress ist, die die Trompete zu einem Krieg gegen den Iran und auch gegen Venezuela blasen. Unter denen befindet sich Trump bei genauem Hinsehen nicht. Er schlägt zwar schräge Töne an, provoziert und versucht Stärke zu vermitteln, jedoch stellt er sich nicht mit den Kriegstreibern der USA in eine Reihe. Er will seine Regierungszeit überstehen und immer noch versuchen, seine Wahlversprechen zu realisieren. Vielleicht ist es ihm auch wirklich ernst mit der Äußerung, in den Wahlkampf 2020 zu seiner zweiten Präsidentschaft einzusteigen. Tatsache ist, dass Trump die US-Soldaten aus Syrien und ein Großteil aus Afghanistan abziehen wollte, jedoch die Neocons und andere Kriegshetzer im Kongress sich stark machten und ihn zwingen konnte, es zu unterlassen. Das soll nicht bedeuten, dass die gegenwärtige Politik Trumps nicht kritikwürdig ist, sondern es soll vielmehr bedeuten, dass auch sie realistisch betrachtet werden muss, um zu den richtigen Schlüssen zu gelangen.

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    Verfasst von Gerd Pehl | 3. Juni 2019, 11:51

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