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Ausland, Naher Osten

Das Pentagon erklärt seinen Sieg im Nicht-Krieg: Der Iran sei gezwungen worden, seine Angriffe „aufzuschieben“

von Tyler Durdenhttp://www.theblogcat.de

Bild: Verteidigungsminister Shanahan und Präsident Trump, Foto von New York Times

Und so schnell ist es wieder vorbei – der Krieg wurde anscheinend verhindert, denn das Pentagon verkündete am Dienstag, dass die amerikanische Verteidigungsbereitschaft und die militärische Präsenz am Persischen Golf mögliche Angriffe auf Amerikaner verhindert haben.

Verteidigungsminister Patrick Shanahan sagte, der Iran sei gezwungen worden, Pläne „aufzuschieben“, amerikanischen Truppen und ihren Alliierten in der Region zu schaden.

„Ich denke, dass unsere Schritte sehr klug waren und wir das Angriffspotential auf Amerikaner verschieben konnten, und das ist sehr wichtig“, sagte Shanahan im Pentagon zu Reportern, ohne genauere Details zu verkünden.

Er fügte hinzu, dass der Iran letztlich gezwungen wurde, seine Aggression „neu zu kalkulieren“. (Reuters)

Seit John Boltons Äußerungen vom 5. Mai, in denen er von „glaubwürdigen Erkenntnissen“ über eine erhöhte iranische Bedrohung sprach, die angeblich US-Truppen ins Fadenkreuz nehme, hat es so gut wie keine neuen Details dazu gegeben.

Stattdessen gab es zwei Wochen lang unablässiges Gepoltere aus Washington, mit täglichen Drohungen, dass eine Militäraktion gegen den Iran bevorstünde.

Und nun, ohne einen einzigen Beweis, dass der Iran einen Angriff vorbereite, erklärt das Pentagon im Grunde den Sieg. Das nach Äußerungen von Trump, dass er nicht zu Eskalationen bereit sei, aber dafür den iranischen Führern mitteilen ließ, dass sie ihn „anrufen“ sollen.

Während Shanahans Presse-Briefing betonte dieser noch einmal „die Glaubwürdigkeit der Erkenntnisse“ und nannte die US-Stationierung einer Flugzeugträger-Gruppe und von B-52 Bombern „sehr weise“. Durch dies Maßnahmen, so behauptet er, „konnten wir das Angriffspotential für Angriffe auf Amerikaner aufschieben und das sei extrem wichtig.“

„Ich würde sagen, wir sind in einer Phase, in der die Bedrohung hoch bleibt, und unsere Aufgabe ist es, dass es von Seiten des Irans keine Fehlkalkulation gibt“, fügte Shanahan hinzu.

„Ich hoffe nur, dass der Iran zuhört. Wir sind in der Region, um viele Dinge anzusprechen, aber es geht nicht darum, gegen den Iran in den Krieg zu ziehen“, sagte der Verteidigungsminister.

Zuvor hatte Trump am Montag gewarnt, dass er zum Einsatz „großer Gewalt“ sei, sollte der Iran amerikanische Interessen in der Region schädigen. Außenminister Mike Pompeo gab ebenfalls Stellungnahmen ab und sagte, es sei „gut möglich“, dass der Iran letzte Woche vier Öltanker in der Nähe der Straße von Hormuz sabotiert habe. Das klingt eigentlich wie eine Aufweichung der Erwartung, dass das Weiße Haus den Iran direkt beschuldigen könnte.

https://www.zerohedge.com/news/2019-05-21/pentagon-declares-victory-non-war-iran-put-attacks-hold

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/der-sieg-im-nicht-krieg-21-05-2019/

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Das Pentagon erklärt seinen Sieg im Nicht-Krieg: Der Iran sei gezwungen worden, seine Angriffe „aufzuschieben“

  1. Die Entscheidung der Trump-Administration, den Frieden in der Region aufrecht zu erhalten, ist zweifelsfrei eine gute und vor allem eine richtige Entscheidung. Ich denke, dass diese Entscheidung einmal mehr verdeutlicht, dass der Stern John Bolton am US-Kriegshimmel sich im Sinken befindet. Wenn in dem Zusammenhang beachtet wird, dass Trump Bolton als Hauptschuldigen nach dem gescheiterten Putschversuch des in Venezuela selbstgekürten Interimspräsident Guaidó bezeichnete, so dürfte davon auszugehen sein, dass Boltons Kriegs-Tummelwiese nun für ihn und den anderen Kriegstreibern der USA geschlossen sei. Es darf auch dabei nicht übersehen werden, dass Trump mit Putin ein eineinhalbstündiges Telefonat vor rund 2 Wochen führte. Bei diesem Telefonat ging es keinesfalls um Austausch von Nettigkeiten und Ähnlichem. Dieses Zurückrudern der USA könnte auch verdeutlichen, dass Trump zu Netanjahu eine andere Sichtweise künftig einnehmen wird. Erinnern wir uns daran, dass Netanjahu bereits mehrmals den Versuch bei Obama unternommen hatte, die USA stärker für seine Interessen einspannen zu wollen, was bei Obama immer mehr auf Ablehnung stieß. Es darf m. E. nicht verkannt werden, dass Trump angetreten ist, die Kriege zu beenden und keine neuen zu entfachen. Er setzt seine Wahlversprechen wie kein US-Präsident bisher soweit wie möglich um. Nun hat er den Kriegstreibern seiner Partei und den Demokraten gezeigt, dass es besser ist, den Frieden zu bewahren, als US-Soldaten im Golf zu begraben. Das wäre bei einem Krieg gegen den Iran auf keinen Fall zu vermeiden gewesen. Jetzt wird auch das Kriegsgeheul gegenüber Venezuela immer mehr abflauen. Guaidó ist mit seinen Versuchen Präsident zu werden auf der ganzen Linie gescheitert, was auch Trump erkannte. Folglich werden die USA ihn fallen lassen wie eine heiße Kartoffel, wobei er auch nichts anderes verdient. Es bleibt nur zu hoffen, dass Venezuela rechtzeitig zupackt, um ihn vor Gericht zu stellen, denn Schaden fügte er dem Volk genug zu.

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    Verfasst von Gerd Pehl | 23. Mai 2019, 17:25

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