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Ausland, Nordamerika

Seit 2001 haben die USA $32 Millionen pro Stunde für Krieg ausgegeben

von Waking Times – http://www.theblogcat.de

Diesen März jährte sich zum 16. Mal die von den USA angeführte Invasion in den Irak.

Im Jahr 2003 begründeten Präsident George W. Bush und seine Berater den Krieg mit der Idee, dass Saddam Hussein, der damalige Diktator des Irak, Massenvernichtungswaffen besaß – Waffen, die nie gefunden wurden. Dennoch geht Bushs „Global War on Terror“ all diese Jahre später weiter – im Irak und in vielen anderen Ländern.

Es ist ein guter Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, was dieser Krieg – der längste in der Geschichte der USA – die Amerikaner und andere auf der ganzen Welt gekostet hat.

Erstens, die wirtschaftlichen Kosten: Nach Schätzungen des Costs of War-Projekts am Watson Institute for International and Public Affairs der Brown University hat der Krieg gegen den Terror die Amerikaner seit 2001, als die USA in Afghanistan einmarschierten, unglaubliche 5,6 Billionen Dollar gekostet.

5.600 Milliarden Dollar. Diese Zahl beinhaltet nicht nur den Kriegsfonds des Pentagons, sondern auch zukünftige Verpflichtungen wie Sozialleistungen für eine ständig wachsende Zahl von Veteranen nach dem 11. September.

Für die meisten von uns ist eine so riesige Summe nicht begreifbar.

Sie bedeutet, dass die USA pro Stunde $32 Millionen ausgeben, so eine Berechnung des National Priorities Project beim Institute for Policy Studies.

Anders ausgedrückt: Seit 2001 hat jeder amerikanische Steuerzahler fast 24.000 Dollar für die Kriege ausgegeben – das entspricht der durchschnittlichen Anzahlung für ein Haus, für einen neuen Honda Accord oder ein Jahr an einer öffentlichen Universität.

So verblüffend diese Zahlen auch sein mögen, die Budgetkosten sind im Vergleich zur menschlichen Belastung gering.

Bis 2015, als das Costs of War-Projekt seine neuesten Ergebnisse herausgab, waren bis zu 165.000 irakische Zivilisten als direkte Folge des US-Krieges gestorben, dazu kamen rund 8.000 US-Soldaten und Militärdienstleister im Irak. (Anm.d.Ü.: Abgesehen von den 20 Veteranen, die sich jeden Tag das Leben nehmen)

Diese Zahlen sind nur noch weiter gestiegen. Bis zu 6.000 Zivilisten wurden 2017 durch US-geführte Angriffe im Irak und in Syrien getötet – mehr Zivilisten als in jedem anderen Jahr, so die Watchdog-Gruppe AirWars.

https://airwars.org/

Zusätzlich zu diesen direkten Todesfällen sind im Irak mindestens viermal so viele Menschen an den Nebenwirkungen des Krieges gestorben, wie Unterernährung, Umweltzerstörung und verschlechterte Infrastruktur.

So ist zum Beispiel seit der Invasion im Jahr 2003 die irakische Gesundheitsversorgung stark gesunken – mit bombardierten Krankenhäusern und Kliniken, gefährdeter Medikamenten- und Stromversorgung und Tausenden von Ärzten und medizinischem Personal, die aus dem Land fliehen.

Unterdessen breitet sich der Krieg weiter aus, nicht mehr nur in Afghanistan, Irak oder Syrien, wie viele Amerikaner glauben. Tatsächlich eskaliert das US-Militär ein finsteres Netzwerk von Anti-Terror-Operationen auf der ganzen Welt – in mindestens 76 Nationen oder 40 Prozent der Länder der Welt.

Im vergangenen Oktober gab es Nachrichten über vier Green Berets, die von einer Tochtergesellschaft des Islamischen Staats in dem westafrikanischen Land Niger getötet wurden, und gab den Amerikanern einen Eindruck davon, wie breit dieses Netzwerk ist. Und dazu kommen all die verheerenden Folgen des Militarismus für die Menschen in diesen Ländern.

Wir müssen uns fragen: Sind diese erstaunlichen Kosten es wert? Erreichen die USA etwas, das ihrem Ziel, die globale terroristische Bedrohung zu verringern, nahe kommt?

Die Antwort ist ein schallendes Nein.

Die Aktivitäten der USA im Irak und im Nahen Osten haben nur zu größeren politischen Umwälzungen und Unruhen geführt. Die von den USA geführte Koalition wird nicht als befreiende Kraft, sondern als Aggressor angesehen. Dies hat die Rekrutierung von Aufständischen angeheizt, und es gibt jetzt mehr terroristische Gruppen im Nahen Osten als je zuvor.

Solange sich nicht ein breiter Teil der amerikanischen Öffentlichkeit dafür einsetzt, den Krieg gegen den Terror zu beenden, werden diese explosionsartig ansteigenden Kosten – wirtschaftliche, menschliche, soziale und politische – einfach weiter steigen.

Since 2001 We Have Spent $32 Million Per Hour on War

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/32-millionen-pro-stunde-26-04-2019/

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Diskussionen

2 Gedanken zu “Seit 2001 haben die USA $32 Millionen pro Stunde für Krieg ausgegeben

  1. Wenn davon ausgegangen wird, dass die US-Regierungen für die in den Jahren von 2001 bis 2017 geführten Kriege 32 Millionen US-Dollar pro Stunde verbrauchten, so kann dem nicht zugestimmt werden. Unbedeutend ist dabei erst einmal die Zahl der Menschen, die durch die von den USA geführten Kriege ihr Leben verloren und an ihrer Gesundheit Schaden erlitten. Bekannt ist, dass das US-Militär im Oktober 2001 den Krieg gegen Afghanistan eröffnete. Die paar Tage bis zum Ende 2001 sind unbeachtet zu lassen. Folglich würden sich die USA bis 2017 dann 16 Jahre im Krieg befunden haben, für die nach Schätzung des Watson Instituts die USA 5,6 Billionen US-Dollar bzw. 5.600 Milliarden US-Dollar ausgegeben haben.

    Der Tag hat 24 Stunden. Folglich hat das Jahr mit seinen 365 Tagen – die Schaltjahre innerhalb der 16 Jahre unbeachtet lassend – 8.760 Stunden. Wenn nun in 16 Jahren gleich 140.160 Stunden Kriegsführung 32 Millionen US-Dollar je Stunde für die USA aufgewendet wurden, so hätten die USA 4.485.120.000.000 US-Dollar für ihre Kriege bis Ende 2017 ausgegeben.

    Jedoch ist m. E. völlig unbedeutend wie viel US-Dollar die USA für die von Ihnen geführten und unterstützten Kriege ausgeben haben. Deshalb stimme ich dem Autor des Artikels auch nicht zu, dass erforderlich ist, darüber nachzudenken. Wichtig ist vielmehr, darüber nachzudenken, wie die Kriegstreiberei der USA und die damit verbundene Ermordung, Zufügung von Gesundheitsschäden und Vertreibung aus ihren Häusern der unschuldigen Menschen zu stoppen ist. Dass die US-Amerikaner daran kein besonders großes Interesse haben, zeigen diese verheerenden Kriegsjahre des US-Militärs und die permanenten Versuche der US-Kriegstreiber, weitere Kriege mit Billigung der US-Amerikaner anzuzetteln. Trump verdeutlichte es jüngst mit den Worten, die „Troika der Tyrannei“ – zu der er Kuba, Nicaragua und Venezuela zählt – zu beseitigen.

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    Verfasst von Gerd Pehl | 28. April 2019, 13:43

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