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Ausland, Naher Osten

Chemiewaffenlager in West-Aleppo explodiert

von https://de.southfront.org

Am 20. April ist ein mutmaßliches Chemiewaffenlager von Hayat Tahrir al-Sham (die ehemalige al-Nusra Front) nahe der Stadt al-Atarib in West-Aleppo explodiert. Laut regierungsnahen Quellen war das Depot einer der Orte, an denen Milizen Raketen und Granaten mit toxischen Stoffen bestückt haben.

Angehörige der berüchtigten Propagandaorganisation “Weißhelme” sollen die Leichen von mindestens sechs Menschen geborgen haben, die bei der Explosion getötet worden waren. Drei Verwundete sind in nahegelegene Krankenhäuser gebracht worden.

Laut der von den Milizen nahen Medienkanälen verbreiteten Darstellung, gehörte die betroffene Einrichtung einem vor Ort ansässgen Pharmaunternehmen namens “al-Khalil” welches dort nur Säuglingsmilch lagerte. Oppositionsnahe Quellen fügten hinzu, daß die Explosion von einem improvisierten Sprengkörper verursacht worden ist. Unklar allerdings bleibt, wer eine Lager für Säuglingsnahrung in die Luft sprengen sollte.

Während der vergangenen Monate haben Rußland und Syrien wiederholt davor gewarnt, daß Mitglieder von Hayat Tahrir al-Sham und den Weißhelmen, mit Hilfe westlicher Geheimdienste, Vorbereitungen für Chemiewaffenangriffe treffen, um diese dann der Regierung-Assad vorzuwerfen.

Hayat Tahrir al-Sham, Horas al-Din und verschiedene andere radikale Gruppierungen haben eine Reihe von Anschlägen auf  Stellungen der Syrisch Arabischen Armee (SAA) nahe der so genannten Deeskalationszone in Idlib verübt. Die erfolgreichsten Angriffe ereigneten sich in Saraya, in Nordlattakia, wo 5 Soldaten der SAA getötet worden sind sowie in West-Aleppo, wo über 15 Soldaten der SAA den Tod fanden.

Außerdem verbreiteten sowohl den Milizen nahe Quellen als auch verschiedene kurdische Kanäle, die den von den Vereinigten Staaten (VS) verbundenen Demokratischen Kräften Syriens (SDF) nahestehen, neue Spekulationen über angebliche Zusammenstöße zwischen “russischen” und “iranischen” Kräften in den Provinzen Aleppo und Deir ez-Zor. Die SAA hat diese Behauptungen als Fake News dementiert.

Diese Behauptungen scheien Teil einer gut koordinierten militärpsychologischen Operation zu sein, deren Absicht die Unterwanderung des syrisch-iranisch-russischen Bündnisses ist. Ähnliche, in den vergangenen Jahren erschienene Berichte hatten sich stets als völlig unbegründet erwiesen.

Die Situation in der Wüstenregion zwischen den Städten Palmyra und Deir ez-Zor bleibt weiterhin angespannt. Am 19. April hat die Nachrichtenagentur des ISIS, Amaq, behauptet, daß Mitglieder des ISIS nahe dem Berg al-Bishri einen Konvoi der SAA überfallen und hierbei mindestens 20 Soldaten getötet sowie 4 Fahrzeuge zerstört haben.

SDF-nahe kurdische Aufständische haben ihre Angriffe auf türkische Kräfte in der Region Afrin fortgesetzt. Am 19. April haben kurdische Kämpfer mutmaßlich türkische Stellungen nahe Maryamayn und Villat al-Qadi mit Panzerabwehrlenkraketen angegriffen. Pro-kurdische Quellen berichteten, daß hierbei 6 türkische Soldaten getötet worden sind. Jedoch hat das türkische Militär keine Erklärung bezüglich seiner Gefallenen veröffentlicht. Daher hat es sich bei den angegriffenen Stellungen höchstwahrscheinlich um solche von durch die Türkei unterstützten Milizen gehandelt.

Wie der stellvertretende russische Premierminister, Juri Borisow, am 20. April nach einem Treffen mit dem syrischen Präsidenten, Bashar Assad, gegenüber Journalisten berichtete wird der syrische Marinehafen Tartus für 49 Jahre an Rußland verpachtet. Moskau wird den Hafen für wirtschaftliche und logistische Zwecke nutzen.

Rußlan ist bereits im Besitz einer Marineeinrichtung in Tartus, die dort als zweitgrößter Hafen errichtet worden ist. Diese Militäreinrichtung wird derzeit modernisiert.

Diese Entwicklungen ereigneten sich inmitten einer wachsenden wirtschaftlichen Kooperation zwischen der russischen Republik auf der Krim und Syrien. Laut offiziellen Schätzungen könnte der Güterumschlag zwischen der Krim und Syrien bis Ende 2019 eine Höhe von 15.000 Tonnen erreichen. Während der Wirtschaftskonferenz in der Hafenstadt Jalta auf der Krim haben Syrien und dortige Behörden überdies weitere Abkommen über die wirtschaftliche Zusammenarbeit geschlossen.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-apr-22-2019-chemical-weapons-warehouse-exploded-in-western-aleppo/

Übersetzung©: Andreas Ungerer.

Syrien – Kriegsbericht vom 22. April 2019: Chemiewaffenlager in West-Aleppo explodiert

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Chemiewaffenlager in West-Aleppo explodiert

  1. USA rüstet im Osten auf

    Die Ruhe vor dem Sturm in Idlib könnte bald vorbei sein.

    https://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980204000169

    https://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13980204000869

    http://tass.com/world/1055404

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    Verfasst von zivilistin | 25. April 2019, 10:25

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