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Klima, Umwelt

Der militärische Angriff auf das globale Klima

von https://npr.news.eulu.info

Es gibt ein heißes Eisen in der Klimadebatte, dass weder von den Medien noch von der Politik nicht einmal im Ansatz erwähnt wird. Der exorbitante Verbrauch von Erdöl durch das Militär, allen voran, der USA. Kannst du dir eine Klimadebatte ohne diesen militärischen CO2-Ausstoß vorstellen? Eigentlich nicht! Du wirst es nicht glauben aber es geht und wie das geht zumindest wenn es die USA betrifft.

Die Auswirkungen des US-Militärs auf den Klimawandel sind enorm, da es zu viel Erdöl verbraucht. Die USA müssen ihren Einfluss auf die ölproduzierenden Teile der Welt ausdehnen oder wie bei Saudi-Ar Arabien wegsehen, um ihre Ölversorgung zu sichern und damit die weltweite Vormachtstellung zu erhalten und auszubauen. Jüngstes Beispiel dafür, ist der Versuch, Venezuela als Erdölreichstes Land der Welt, via Regimechange unter seine Kontrolle zu bekommen. Es wird, da der Regimewechsel mittels Juan Guaido als misslungen bezeichnet werden kann, nur eine Frage der Zeit sein, bis die USA militärisch intervenieren.

Aber wie kommt es, dass in der Klimadebatte von keinem Politiker, den Medien, oder auch irgendwelchen NGO’s dieses Thema, welches neben dem haarsträubenden Transport von Handelsgütern rund um den Globus, die „Umweltverschmutzung“ durch das Militär KEIN THEMA ist.

Als Donald Trump im August 2017 medienwirksam verkündete aus dem Klimaschutzabkommen von Paris auszusteigen war dies nur eine logische Fortsetzung dessen was Jahre zuvor im Zuge des Kyoto-Protokolls ereignete und dies wird von Politik und Medien bis heute totgeschwiegen. Damals war der politisch-mediale Aufschrei zwar gewaltig die Hintergründe liegen aber,  wie bereits erwähnt, beim Kyotoprotokoll denn:

Zum Zeitpunkt der Verhandlungen über die Kyoto-Abkommen forderten die USA als Unterzeichnungsvorschrift, dass alle ihre militärischen Operationen weltweit und alle Operationen, an denen sie mit den Vereinten Nationen und/oder der NATO beteiligt sind, vollständig von der Messung oder Reduzierung ausgenommen werden.

Nachdem sie sich dieses gigantische Zugeständnis gesichert hatte, weigerte sich die Bush-Regierung dann, die Verträge zu unterzeichnen. In einem Artikel mit dem Titel „Nationale Sicherheit und militärische Fragen im Zusammenhang mit dem Kyoto-Vertrag“ beschrieb Dr. Jeffrey Salmon die Position des Pentagons. Er zitiert den damaligen Verteidigungsminister William Cohens Jahresbericht 1997 an den Kongress: „Das DoD empfiehlt den Vereinigten Staaten dringend, auf einer nationalen Sicherheitsbestimmung im derzeit ausgehandelten Klimaschutzprotokoll zu bestehen.“

Das Hauptargument des Kongresses gegen den Vertrag konzentrierte sich auf die Beteiligung der Entwicklungsländer an der Emissionsminderung. In letzter Zeit hat eine Koalition aus konservativen Gesetzgebern und ehemaligen außenpolitischen Diplomaten jedoch vorgeworfen, dass das Kyoto-Protokoll auch die „nationale Sicherheit und Souveränität der USA einschränken würde“.

Daraus folgte das der 105th U.S. Congress mit § 1232 des H.R.3616 – Strom Thurmond National Defense Authorization Act for Fiscal Year 1999 105th Congress (1997-1998) ein Gesetz erließ dass:

(§ 1232) States that no provision of the Kyoto Protocol to the United Nations Framework Convention on Climate Change or any related regulation shall restrict the procurement, training, or O&M of U.S. armed forces.

(§ 1232) stellt fest, dass keine Bestimmung des Kyoto-Protokolls zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen oder einer damit zusammenhängenden Regelung die Beschaffung, Ausbildung oder O&M* von US-Streitkräften einschränken darf.

Dies betrifft somit aber auch alle aktuellen und zukünftigen Klimaabkommen die zum Die Senkung der des CO2 Ausstoßes zum Ziel haben. Damit erklärt sich jetzt auch der Rückzug der USA aus dem Pariser Abkommen. Das Wertewestengeheul dabei eine Alibi-Erregung fürs gemeine Fußvolk, also für uns.

Dass Pentagon hat eine pauschale Ausnahme in allen internationalen Klimaabkommen… Jede Rede vom Klimawandel, die nicht das Militär einschließt, ist laut Sara Flounders nur heiße Luft.

Welche Dimensionen der Erdölverbrauch der USA einnimmt lässt sich Anhand eines Rechenbeispiels in etwa eruieren. Das US-Militär ist der größte Einzelverbraucher von Energie in der Welt. Wäre es ein Land, würde das Verteidigungsministerium (DoD) beim durchschnittlichen täglichen Ölverbrauch den 34. Platz in der Welt belegen und knapp hinter dem Irak und knapp vor Schweden liegen.

Noch ein Beispiel gefällig:

Der F-4 Phantom Fighter verbrennt mehr als 1.600 Gallonen Kerosin pro Stunde und erreicht bei Überschallgeschwindigkeiten Spitzenwerte von 14.400 Gallonen pro Stunde. Der B-52 Stratocruiser mit acht Triebwerken verdschlingt 500 Gallonen pro Minute; zehn Flugminuten verbrauchen so viel Kraftstoff wie der Durchschnittsautofahrer in einem Jahr Fahrt! Ein Viertel des weltweiten Kerosinverbrauchs versorgt die USAF-Flotte der fliegenden Tötungsmaschinen; 2006 verbrauchten sie so viel Treibstoff wie US-Flugzeuge während des Zweiten Weltkriegs (1941-1945) – erstaunliche 2,6 Milliarden Gallonen.

Es ist ein Schlupfloch [in der Kyoto-Konvention über Klimaänderungen], das groß genug ist, um einen Panzer durchzufahren, so der Bericht “ A Climate of War „.

Somit ist jede Rede vom Klimawandel, die nicht das Militär mit einschließt, nur heiße Luft.

*Operation and Maintenance (Betrieb und Instandhaltung)

Quellen:
The Military Assault on Global Climate
The US Military is a Major Contributor to Global Warming
Größter Umweltverschmutzer der Welt: Das Pentagon
CLIMATE: U.S. Exempts Military from Kyoto Treaty

https://npr.news.eulu.info/2019/03/25/der-militaerische-angriff-auf-das-globale-klima/

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Der militärische Angriff auf das globale Klima

  1. Ich möchte hier nur einmal ein bisschen die Relationen hervorheben, um damit deutlich zu machen, dass ich diesen Denkansatz bezüglich der Haltung zur Klimawandelpolitik der USA für nicht richtig halte. Sehr wohl sehe ich die Ölindustrie der USA und Englands und damit deren Finanz“Industrie“ hier hauptverantwortlich, allerdings, und das mutet auf den ersten Blick verwunderlich an, in umgekehrter Weise. Ich möchte hier nur auf Zusammenhänge bezüglich der Entstehung der Idee der Energiewende in den USA im Zusammenhang mit der ersten Ölkrise aufmerksam machen: Kissinger, McBundy, FordFoundation, Club of Rome, Aspen Institut, etc.pp. Denn eine erfolglose Energiewende, (wie sie eintreten wird, da mit den angegangenen Mitteln – die volatilen Energielieferanten sind geeignet jedweden Industriealisierungsversuch der Drittländer zu vereiteln und werden die bisher gut industiealisierten westlichen Länder eben abwirtschaften und destabilisieren) zum Scheitern verurteilt, so die Hoffnung, wird das Öl wieder zur Hauptquelle der Weltenergiewirtschaft machen. Und wenn man sich die Zusammensetzung dieser ach so philanthropischen Gründungsmitglieder (eben weitestgehend aus der Ölindustrie und dem Finanzwesen) sowohl der oben benannten Vereine, als auch WWF und sonstige anschaut, muss man sich schon fragen, wessen Interessen in der Klimadebatte hier eigentlich das Wort geredet wird.

    Die folgend aufgemachte Rechnung soll nur darstellen, dass an dieser Stelle, wie sie der Artikel beschreibt, das Problem nicht liegen kann!

    1600gallonen/h x 3,78 = 6.048 liter/h
    Bei Unterschallgeschwindigkeit: angenommen 900km/h > 6,72 l /km > 672 l/100km
    Boing 747-8 mit 605 Plätzen, 3,7 l/100km/Sitzplatz – entspr. 2.238 l/100km

    Bei Überschallgeschwindigkeit: hier Höchstgeschw. 2370km/h
    14.400gallonen/h > 54.432 l/h / 2370 > 22,96 l/km > 2.296 l/100km –

    Allein die boing 747 Flotte hat in den letzten 38 Jahren 2.000.000.000 km/a zurückgelegt.
    /100 km x 2.296 l = 45.920.000.000 Liter (12.148.000.000 gallonen) Kerosinverbrauch /a

    (Quelle der Daten Boing 747: https://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/luftfahrt/boeing-747_aid_263358.html)

    Dafür (also allein für den Verbrauch aller Boing 747) könnte ein F-4 phantom fighter 843.621 Stunden = 96,3 Jahre durchgängig mit Überschallgeschwindigkeit oder 1000 Flieger 843 Stunden fliegen. (Bei diesem Modell handelt es sich um ein Modell aus den 60er Jahren, nur noch vereinzelt im Gebrauch. Neuere Modelle brauchen vermutlich nur noch die Hälfte? Dies nur als kleiner Scherz am Rande 😊.)

    Ca. 350.000 Barrel Kerosinverbrauch pro Tag (das entspricht ca. dem 34 Platz auf der Liste) für militärische Zwecke entspricht ca. 1,7 % des Gesamtölverbrauchs (20.571.000 Barrel/Tag) der USA!

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    Verfasst von Sigrid | 26. März 2019, 16:43

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