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Ausland, Europa

Die Gelbwesten: Was die westlichen Medien nicht berichten werden

von Ollie Richardson für den Saker-Blog – http://www.theblogcat.de

Warnung: Wer glaubt, dass Soros/Russland/Amerika oder die Illuminaten hinter den Gelbwesten stecken, oder irgendeinem anderen irren Unsinn, der kann hier zu lesen aufhören. Dieser Artikel ist nichts für dich. Katzenvideos auf YouTube sind vielleicht besser geeignet.

Während die Proteste gegen die Gelbwesten (Gilets Jaunes) tatsächlich am 17.11.2018 begannen, sind sich die meisten meiner Meinung nach bewusst, dass die Frustration mit der Regierung seit vielen, vielen Jahren zugenommen hat. Sarkozy spielte dabei sicherlich eine große Rolle. Tief verwurzelte Spannungen wurden nicht angegangen, während Offshore-Konten aufgefüllt wurden. Ohne den Einzelheiten über jede französische Regierung seit den letzten massiven Unruhen von 1968 viel Raum geben zu wollen, halte ich es für einfacher, von der Tatsache auszugehen, dass Frankreich seit Jahrzehnten im Wesentlichen von Amerika besetzt ist. Mir persönlich hilft das, vieles zu erklären.

In Russland gibt es das Wort „народ“. Die beste Übersetzung ins Deutsche ist „Nation“, aber eigentlich vermittelt das nicht wirklich den Sinn. Wir sprechen von brüderlichen Beziehungen zwischen Völkern, die sich nicht von verwandten unterscheiden lassen. Und es ist verständlich, warum dieses Konzept im Westen nicht existiert. Oder zumindest habe ich es noch nie gesehen. Als Amerika 1944 am Strand von Omaha landete, hatte es sicher nicht die besten Interessen Frankreichs im Sinn. Und die schnelle Gründung der NATO im Jahr 1949 zeugt davon. Amerika gelang es, im Gleichschritt mit dem Rückzug der UdSSR aus Europa einen loyalen Block zu bilden (übrigens ist die Rede von der „sowjetischen Besatzung“ eine vulgäre NATO-Propaganda). Die Normandie wurde von der US-Luftwaffe in einem Akt der nationalen Unterwerfung bombardiert. Das ist auch psychologische Kriegsführung.

Schließlich ist es kein Zufall, dass Japan – von Amerika mit Atomwaffen bombardiert– derzeit das am meisten verschuldete Land der Welt ist. Afrika ist eine andere Geschichte; die Menschen wurden ihrer Identität beraubt und zu automatisierten Plantagenarbeitern für den „zivilisierten“ Westen gemacht. Dies hilft zu erklären, warum das französische Fernsehen amerikanische Filme, amerikanische Serien, amerikanische Musik usw. in einer Dauerschleife sendet. Oder zumindest bis vor kurzem. Ich habe festgestellt, dass es im letzten Jahr einen leichten Rückgang gegeben hat, aber es gibt immer noch diese Dominanz. Im Fernsehen wird der Schwerpunkt auf Gewalt gelegt. Kinder-Cartoons bestehen aus fast endlosen Aggressionen. Alles wird getan, um Trennlinien zu schaffen und X gegen Y aufzuhetzen. Das nützt weder Frankreich noch Europa, aber es nützt den USA und ihrem EU-Projekt. Warum? Denn wie sonst können amerikanische…. sorry… NATO-Militärobjekte auf europäischem Boden stationiert und auf Russland gerichtet werden? Die meisten Franzosen glauben, dass die USA im Zweiten Weltkrieg ein Befreier waren und dass die atomare Bombardierung Japans gerechtfertigt war. Das Fernsehen verstärkt diese Ideen auch in Dauerschleife.

Wenn du versuchst, jemanden herauszufordern, der solche Dinge denkt, bekommst du es am Ende mit 3 Stufen der Verleugnung zu tun. Die schleichende Annexion der französischen Souveränität erreichte 1999 ihren Höhepunkt, als der Euro (€) den Franc ersetzte. Seitdem hat sich der Lebensstandard verschlechtert. Danach verloren die französischen Agrarprodukte ihren Platz im eigenen Land, durch die spanische Landwirtschaft (Spanien ist heute Sklave des IWF), die mit Pestiziden übersät ist. Infolgedessen sind die französischen Produkte jetzt viel teurer geworden. Obst und Gemüse? Wucherpreise. Leider sind auch französische Produkte ein Opfer von Bayer/Monsanto (deshalb haben die Gelbwesten kürzlich das Hauptquartier angegriffen).

Ich werde später auf dieses Thema zurückkommen, aber ich habe ein erstes Beispiel für die Folgen der US-Besatzung gegeben. Hat es etwas Gutes gebracht? Meiner Meinung nach, nein. Das Leben wurde abhängig vom Kredit. Autowerbung im Fernsehen fördert unendlich Schulden und einen unerschwinglichen Lebensstil. Ein Teil des Pakets der US-Besatzung ist das Hineinziehen in Verstöße gegen das Völkerrecht. Frankreich spielte eine wichtige Rolle bei der Bombardierung Jugoslawiens und dem Organhandel (Bernard Kouchner war stark beteiligt). Sie trug dazu bei, die Region aufzuteilen und illegal die „Unabhängigkeit“ des Kosovo zu schaffen. Frankreich half Amerika bei der Invasion in Afghanistan (die Invasion des Irak erhielt nicht genügend öffentliche Unterstützung) während der Operation Enduring Freedom (schöner Name, haha). Frankreich (Sarkozy) half Amerika, Georgien als Rammbock gegen Russland zu benutzen. Frankreich war der Anführer bei der Vernichtung Libyens. Frankreich half, Terroristen im Irak zu bewaffnen und Al Qaida zu versorgen, was später zur Geburt von ISIL/ISIS führte. Frankreich half AFRICOM, Waffen von Libyen nach Syrien zu schicken. Frankreich ist ständig in Afrika und hilft dem IWF, souveräne Nationen wie Mali zu plündern.

Frankreich half Al Qaeda/ISIS in Sy-Raq bedingungslos im Medienbereich und bei der Finanzierung. Frankreich half Riad, den Jemen zurück in die Steinzeit zu schicken. Frankreich hilft Israel, Palästinenser zu massakrieren. Frankreich (mit Bernard-Henri Lévy als Mittelsmann) half Amerika, Janukowitsch in der Ukraine zu stürzen und einen Bürgerkrieg auszulösen.

Frankreich hat immer wieder die amerikanische Anti-Russland-Propaganda zu Skripal, MH-17, der Krim, der Trump „Kollusion“, etc. nachgeplappert. Und jetzt hilft Frankreich Amerika, Venezuela in die Knie zu zwingen. Nutzt irgend etwas davon Frankreich oder dem französischen Volk? Nein? Wem nützt es dann? Der IWF. Der NATO. Jacob Rothschild (Ich bin „antisemitisch“, ja). Apartheid Israel. Lockheed Martin. Raytheon. Boeing. Goldman Sachs. JP Morgan. Disney. Kelloggs. Katar. Saudi-Arabien. Den Bandera-Anhängern. Wall Street. Soros. Clinton. AMERIKA.

Nun, mit diesen wichtigen Hintergrundinformationen auf dem Tisch, kommen wir zum Thema der Gelbwesten. Der erste Funke der Proteste ist das El-Khomri-Gesetz, das die Arbeitnehmer im Wesentlichen ihrer Rechte beraubte. Mehr darüber erfahren Sie hier:

https://en.wikipedia.org/wiki/El_Khomri_law

Und weißt du was? Ja, am 15. März hat die EU dieses Gesetz verurteilt. D.h.: 18 Wochen Proteste hätten vermieden werden können, lange bevor dieses dumme, globalistische Gesetz verabschiedet wurde. Aber nein – den Arbeitnehmern einen fairen Ausgleich für ihre Arbeitskraft zu ermöglichen, das füllt nicht die Offshore-Konten.

Der nächste Skandal, der die Menschen erzürnte, ist die Benalla-Affäre vom Juli 2018. Zusammenfassung: Macron’s bester Kumpel Alexandre Benalla (einige sagen, er sei sein Boyfriend) verstieß gegen das Gesetz und griff einen Demonstranten am 1. Mai an. Dann brach er das Gesetz über Diplomatenpässe. Dieser besondere Skandal ist endlos, und – man ahnt es – es wurde noch keine Strafe verhängt. Die Medien versuchten sogar, es mit Russland in Verbindung zu bringen. Wenn eine Gelbweste (ein Boxer) jedoch in Selbstverteidigung gegen die über-aggressive Bereitschaftspolizei handelt, erhält er sofort eine Gefängnisstrafe.

Das Fass zum Überlaufen brachte Macrons 23%ige Steuer auf Diesel, die er zu Beginn des Jahres 2019 einführen wollte. Das führte zu mehr als 300.000 Demonstranten, die im November 2018 auf die Straße gingen – auch bekannt als Act 1 der Gelbwesten. Die Regierung hat nicht reagiert und tat so als sei nichts geschehen.

Daher wurde zum Act 2 aufgerufen, und der war noch gewalttätiger. Aber auch hier folgte keine Reaktion von Macron. Act 3 kam, und dann bluffte Macron – er behauptete, dass die Erhöhung der Kraftstoffsteuer verschoben würde. Etwas später kündigte er an, dass sie vollständig abgeschafft würde (ein Trick, da er Anfang 2019 damit begann, eine „CO2-Steuer“ zu fördern). Erst nach dem vierten Akt tat Macron etwas. Aber alles, was er tat, war, den Mindestlohn um lausige 100 Euro zu erhöhen. Ironischerweise wurde es die meistgesehene politische Rede in der Geschichte Frankreichs. Die Gelbwesten schüttelten gemeinsam den Kopf und protestierten weiter.

Vor dem 5. Akt gab es den Straßburger „Terroranschlag“. Ich benutze Anführungszeichen, weil ich glaube, dass es von der Regierung inszeniert wurde, um zu versuchen, die Proteste zu beenden. Macron ließ den Täter – der bei der Polizei bekannt war – vor dem Angriff als freien Mann herumlaufen, als es die Chance gab, ihn festzunehmen. Er war auch schon mehrmals inhaftiert worden und hatte über 30 Straftaten auf seinem Konto. Ein unschuldiger „Terroranschlag“ war das nicht. Act 6 und 7 waren ziemlich ruhig und zu diesem Zeitpunkt fühlte sich Macron, als hätte er es geschafft, die Bewegung zu unterdrücken. Dann gab es den Boxerskandal beim Act 8, der von den Medien ausgeschlachtet wurde.

Nach dem 9. Akt kündigte Macron den Beginn der erbärmlichen „großen Debatte“ an, die am Ende einen Monat dauerte. Das Ziel? Zeit zu gewinnen und zu hoffen, dass die Unterstützung für die Gelbwesten sinkt. Propaganda-TV-Sender verkauften diese „Debatte“, die nun beendet ist, als „eine neue Stufe der Demokratie“. In Wirklichkeit handelte es sich um eine Wiederholung von Macrons Wahlkampf und gleichzeitig um seinen Wahlkampf für die EU-Wahlen im Mai. Eine PR-Technik oder ein Monolog.

Act 10 verlief relativ ruhig. Dann schossen während Act 11 Macrons Schlägertypen ein Hartgummigeschoss (Flashball) ins Gesicht einer prominenten Gelbweste – Jérome Rodrigues. Alle Zeugenaussagen und Beweise zeigen, dass dies absichtlich geschah. Jérome verlor dadurch sein rechtes Auge.

Act 12 drehte sich hauptsächlich um die Verurteilung der Polizeigewalt und wurde Jérome gewidmet. Bei Act 13 wurde einer Gelbweste durch eine Granate eine Hand abgerissen. Die Medien haben der Öffentlichkeit nie erzählt, dass diese Wurfgranaten mit TNT gefüllt sind. Sie haben die Bilder nie gezeigt und den Zwischenfall als eine „kleinere Verletzung“ hingestellt, ja sogar den Demonstranten dafür beschuldigt, er hätte sich der Granate genähert.

Es war Act 14, als die zionistische Ratte Alain Finkielkraut von den Gelbwesten „begrüßt“ wurde. Daraufhin schrien die Medien unaufhörlich „Antisemitismus“. Danach konnte ich tagelang kein Fernsehen mehr anschauen, das Ausmaß der sozialen Manipulation war zum Kotzen. Im Grunde versuchte jeder Kanal zu sagen, dass alle Demonstranten der Gelbwesten Unterstützer des Holocaust wären.

Act 15 und 16 unterschieden sich insofern, als die Gelbwesten beschlossen, ihre Demos nicht mehr anzukündigen und stattdessen nicht genehmigte Märsche durchführten. Leider hatte diese Taktik wenig Erfolg, da die Polizei Keile in sie trieb und es schaffte, die Gelbwesten zu quetschen und zu lähmen. Das glich einer Herde Schafe, die von der Polizei durch die Straßen getrieben wurde.

Act 17 sollte ein dreitägiger Sit-in in Paris werden. Leider vereitelte die Polizei bereits am Freitag die Pläne und verhinderte die Errichtung eines Zeltlagers unter dem Eiffelturm. Der Marsch am Samstag wurde von der Polizei mit Leichtigkeit aufgehalten (ich war bei den Gelbwesten, als sie von der CRS (Bereitschaftspolizei) in die Enge getrieben wurden).

Das war eigentlich eine gute Sache, denn dadurch kehrten die Gelben Westen zu ihren Wurzeln zurück, als sie am effektivsten waren. Man hatte verstanden, dass sich das Format der Proteste ändern musste, da es veraltet und für die Polizei leicht zu stoppen war. Der ursprüngliche Plan für Act 18 war, den Elysee-Palast aus vier Richtungen mit Massenmobilisierung zu umkreisen.

In letzter Minute (Samstag um 10 Uhr vormittags) hat man Macron ausgetrickst und alle Gelbwesten versammelten sich auf der Champs Elysee. Den Rest kennt ihr: Die gewalttätigsten Proteste seit Act 1 und 2. Schaut euch mein Facebook-Album dazu an:

Nachdem ich nun eine grundlegende Chronologie erstellt habe (ich habe nur die wichtigsten Ereignisse erwähnt, von denen die meisten in Paris stattgefunden haben), werde ich nun einige Fragen beantworten und dann meine Meinung zu all dem äußern.

Frage: „Wie viele Leute sind zum 18. Akt in Paris erschienen?“

Meine Antwort: Ich weiß nicht genau, aber es war ähnlich wie bei Act 1 und 2, also mindestens 10.000. Das Polizeisyndikat sagt, dass 290.000 im ganzen Land protestiert haben, während das propagandistische Innenministerium von 14.000 spricht (haha). Die Bereitschaftspolizei (CRS) hatte sowieso keine Chance, der Zorn der Gelbwesten war wie ein ausbrechender Vulkan.

Frage: „Ist das deiner Kenntnis nach auch in anderen französischen Städten passiert?“

Meine Antwort: Das passiert in allen großen Städten. Toulouse hat immer eine große Besucherzahl, ebenso wie Nantes. Es gibt auch die Blockade von Mautstraßen, Kreisverkehren, Flughäfen usw.

Frage: „Warum gibt es fast keine Berichterstattung darüber in allen US-Nachrichtenagenturen?“

Meine Antwort: Weil es den „Demokratie“-Betrug aufdeckt und sich „Partner“ wie die Ukraine in die Hose machen, weil sie erkennen, dass die Angelsachsen ihnen als nächstes die Kehle durchschneiden werden.

Frage: „Erleben Sie ein gewisses Maß an Organisation unter den Demonstranten oder sind es immer noch nur Menschen, die sich versammeln, herumlaufen und wieder nach Hause gehen?“

Meine Antwort: Es gibt eine zentrale Organisation, ja. Die Polizei versucht ihr Bestes, um Fallen aufzustellen, aber die Gelbwesten kommunizieren alle Beobachtungen intern. Ich nenne ein Beispiel: In der Nacht des 15. März patrouillierte die Polizei auf allen Autobahnen, die nach Paris führen. So wurde ein großes Kommuniqué unter den Gelbwesten verteilt, das darüber informierte, auf welchen Routen und zu welcher Zeit sie sich dort befinden. Dasselbe gilt für die Schließungen der U-Bahn-Stationen.

Frage: „Glauben Sie, dass es andere Gruppen unter den Demonstranten gibt, die jetzt mehr Gewalt in die Proteste bringen? Oder mit anderen Worten, wurden Demonstranten infiltriert, um sie zu diskreditieren?“

Meine Antwort: Für Act 18 gab es Solidarität. Aber für die ersten Acts waren die Yellow Vests nicht allzu wohlwollend mit dem „schwarzen Block“, weil sie von den Medien nicht als Demolierer/Hooligans bezeichnet werden wollten. Aber die Gelbwesten erkannten bald, dass die Medien sie verteufeln werden, wenn sie trotzdem friedlich sind, also ist es besser, Macrons Spiel nicht zu spielen. Es gibt Zeiten, in denen die Polizei gelbe Westen getragen und sich als Demonstranten ausgegeben hat. Es gibt auch Polizisten in Zivil, die herumlaufen. Außerdem gibt es Polizisten, die vorgeben, „Schwarzer Block“ zu sein. Also ja, es gibt eine Infiltration. Aber nichts konnte das verhindern, was am 16. geschah. Das untenstehende Bild, das der Reuters-Fotograf aufgenommen hat, stammt vom 16. März (Akt 18) in Paris – es zeigt einen inkognito Polizisten mit einer gelben Weste:

Frage: „Wie hoch schätzen Sie die Unterstützung in der französischen Bevölkerung gegenüber den Gelbwesten ein?

Meine Antwort: Die Medien-/Entertainment-Hirnwaschanlage hat im Laufe der Jahre viel Schaden angerichtet. Ich würde sagen, pro 3 Personen gibt es einen Unterstützer. Das ist unter den gegebenen Umständen immer noch gut – bedenkt man die ununterbrochene Verteufelung im Fernsehen.

Frage: „Sind Strafverfolgung, Polizei und Institutionen folgsam oder gibt es auch unter ihnen Dissidenten?“

Die Gelbwesten sind ziemlich verblüfft, warum die Polizei nicht abtrünniger ist. Es gibt ein Problem mit Selbstmord unter den Beamten, und sie sind unterfinanziert. Einige Gewerkschaften sind für die Gelbwesten. Im Allgemeinen lässt sich die Polizei gerne vom Macron ausbeuten – Stockholm Syndrom.

Jetzt werde ich ein paar Gedanken äußern.

Lassen Sie uns näher darauf eingehen, was am 16. März (Act 18) passiert ist. Ich kam gegen 10:15 Uhr auf der Champs-Élysées an. Ich bemerkte sofort, wie die Bereitschaftspolizei (CRS) die Allee mit einer Reihe von Lastwagen in zwei Hälften geschnitten hatte, wie bei Act 17. Aber etwa 10 Minuten später brachten sie die Lastwagen und die Wasserwerfer in die Seitenstraßen, so dass sie der Allee zugewandt waren, anstatt darin zu sein. Das war merkwürdig. Es war, als hätten sie die Allee den Gelbwesten auf einem Silbertablett kampflos übergeben. Vielleicht wurde eher ein Kessel als ein linearer Kampf bevorzugt. Die ersten Zusammenstöße ereigneten sich in der Nähe des Arc de Triomphe. Pflastersteine und Felsen wurden auf die dort geparkten Lastwagen und EU-Panzer geworfen. Es gab einen endlosen Schleier aus Tränengas. Noch war keine Ladendemolierung erfolgt.

Man muss wissen, dass Macron nach den ersten Demonstrationen den Befehl gab, eine stärkere Formel von Tränengas zu verwenden. Und normalerweise sind mobile Anti-Terror-Einheiten (BAC) im Standby-Modus, um die Gelben Westen zu verfolgen und festzunehmen. Auf den Champs-Élysées gab es überhaupt keine BAC, wahrscheinlich weil sie geschlagen worden wären. Nachdem ein Versuch, eine der Straßen vom Arc de Triomphe hinunterzugehen, fehlgeschlagen war (die Polizei blockierte sie), kehrten alle zurück zur AdT und gingen dann die Champs-Élysées hinunter. Hier begann die Randale. Die Polizei blockierte jede Seitenstraße und startete alle 30 Sekunden Tränengas. In einem der Videos, die ich gefilmt habe, können Sie sehen, warum CRS es vorgezogen hat, in der Ferne zu stehen. Sie hatten keine Chance. Ich bin mir sicher, dass ein Polizist in diesem Moment hätte sterben können, wenn er sich nicht zurückgezogen hätte. Die Steine flogen sich wie Artillerie auf sie. Übrigens habe ich hier die Fouquet-False Flag entlarvt – die Medien geben die Wahrheit noch nicht zu, sondern ziehen es vor, die Schuld auf die Gelbwesten zu schieben. (Anm.d.Ü.: Der Brand des Nobelrestaurants Fouquet)

https://www.stalkerzone.org/fouquets-restaurant-in-paris-macrons-false-flag-against-the-yellow-vests/

Es erinnerte mich sehr an den Maidan, in dem Sinn, dass die Polizisten leichte Ziele waren, und es fühlte sich an, als könne nichts die Demonstranten zerstreuen. Die Gelbwesten nahmen die Champs-Élysées ein, und die Polizei konnte nur versuchen, die Leute wie Schafe mit Tränengas zu vertreiben. Die Rettung für die Polizei war, dass es den Gelbwesten gelang, eine Seitenstraße zu durchbrechen und damit die Champs-Élysées zu verlassen. Die zweistündige Randale über 2 km begann Straße für Straße. Der „Schwarze Block“ zerschmetterte die Dinge links, rechts und in der Mitte. Es gab viele Dinge, die ich nicht gefilmt habe, weil ich nicht auf die falsche Seite von ihnen kommen wollte. Das Letzte, was ich brauchte, war ein kaputtes Telefon, weil sie vermuteten, dass ich ein Undercover-Cop (wie Benalla) bin. Shopper und Touristen beobachteten das Ganze mit offenem Mund.

Der Vorfall mit dem Polizeiauto war ziemlich verrückt. Sie fanden ein verlassenes Polizeiauto auf der Straße, zerschlugen es und zündeten es an. Dann gab der Polizeihubschrauber oben innerhalb von Sekunden einen Hinweis und Polizisten auf Motorrädern kamen an. Die wahnsinnigen Fluchtversuche waren der Irrsinn.

Als ich in einen normalen Laden ging, um etwas zu Essen zu kaufen, kam der „Schwarze Block“ und fing an, den Laden nebenan zu zerschlagen. Der Ladenbesitzer schloss die Fensterläden in Eile und ließ mich 5 Minuten lang nicht gehen. Es war nicht schwer, die Kolonne wiederzufinden – ich musste nur der Spur von zerschlagenem Glas folgen.

Nun werde ich über den „Schwarzen Block“ sprechen. Es sind nur die typischen Stadttypen, die verarmt sind, eine schlechte Ausbildung haben und maximal frustriert sind. Ich fühle mit ihnen, denn die Bilanz der Kolonisierung in Frankreich ist erschreckend, und Macron unternimmt nichts, um ihnen Hoffnung zu geben.

Es gibt einige Stadtteile von Paris, in die sich nicht einmal die Polizei traut. Die Banden dort werfen Molotow-Cocktails auf Polizeiautos, auch wenn die Bullen drin sitzen. „No-go zone“ ist eine Untertreibung. Es gibt Orte, an denen der Einsatz von Sturmgewehren zur Begleichung von Rechnungen normal ist. Eine wichtige Sache, die sich beim Aufbau von Act 18 ereignet hat, wird hier beschrieben. Infolgedessen waren die Straßen von Grenoble wegen dieses Falles von Polizeibrutalität drei aufeinander folgende Nächte lang ein Kriegsgebiet.

https://www.ouest-france.fr/societe/faits-divers/grenoble-deux-policiers-menaces-apres-la-mort-des-deux-jeunes-en-scooter-portent-plainte-6252000

Ich will denen auch kein Label verpassen. Letztendlich sind es französische Bürger, die Opfer der sozialen Völkermordpolitik der Regierung sind. Sie sind die verlorene Generation, die nur erwarten kann, Sklaven der Elite zu sein. Sie sind auch Menschen und sollten nicht entmenschlicht werden, was die wichtigste Taktik der Medien gegen die Gelbwesten ist. Die Gelbwesten haben die Vereinigung mit dem Schwarzen Block nicht erklärt, und das werden sie wahrscheinlich auch nicht, da die Medien das ausschlachten werden, aber es ist jetzt klar, dass die Gelbwesten einen Power-Flügel brauchen (силовое крыло). Am 16. Mai arbeiteten der „Black Block“ und die Gelbwesten zusammen, weil sie sich beide im Überlebensmodus befinden. Beide sind gegen Macron/das System, und sie verstehen beide, dass „friedlich“ zu sein, während die Regierung weiterhin plündert, physisch quält und den „Plebs“ liberalisiert/globalisiert, wie das Bücken nach der Seife ist und Macron die Vaseline zu reichen.

Macrons Verabschiedung des so genannten „Anti-Vandalismus-Gesetzes“ (mehr dazu hier: https://www.connexionfrance.com/French-news/Amnesty-International-condemns-French-anti-smash-anti-casseur-gilets-jaunes-protest-law ) war ein erbärmlicher Versuch, Proteste indirekt zu verbieten. Die Medien bezeichnen alle Gelben Westen gerne als „Hooligans“, damit die ultraliberalen Macron-Wähler mehr Lärm gegen die Gelbwesten machen. Wie gesagt, die Gelbwesten versuchten es auf dem friedlichen Weg, und es war, als würden sie in den Wind pissen. Ironischerweise stornierte Macron die Erhöhung der Treibstoffsteuer und erhöhte den Mindestlohn, als die Gelbwesten bereits im November/Dezember gewaltsam vorgingen. Er dachte, dass den Gelbwesten wegen der „großen Debatte“ die Luft ausgegangen sei. Er lag sehr falsch. Ist Gewalt „richtig“? Das Problem ist, dass die Medien Bilder verwenden, um emotionale Reaktionen hervorzurufen. Zeigen die Medien jemals das Macron-Regime, das die Steuern und Renten der Menschen plündert? Nein. Zeigen sie französische Waffen, die benutzt werden, um syrische Kinder zu töten? Nein. Heben sie irgend etwas hervor, was sie sollten, wenn sie wirklich für die Menschen arbeiten würden? Nein. Sie arbeiten ausschließlich für Oligarchen und Lobbys.

Macron und seine neoliberalen Vorgänger schufen als Regel des Engagements die „Gewalt“ – und nicht die Gelbwesten. Haben die Gelbwesten jetzt eine andere Wahl? Die Lebenshaltungskosten werden immer höher und höher, also was sollten sie tun, wenn man bedenkt, dass ISIS-rückgeführte Kinder eine bessere Betreuung erhalten? Sollten sie versuchen, die Dinge durch die Wahlurne zu ändern? Funktioniert nicht, siehe Katalonien. Was wird nun passieren? In naher Zukunft: weitere große Proteste sind in Arbeit; der 1. Mai steht bevor, also erwarte etwas Großes, das für diesen Tag geplant ist; Massenstreiks sind möglich; andere effektive Störungen, die ich geheim halten werde, werden ebenfalls stattfinden. Die Medien werden die Yellow Vests weiterhin als Hooligans brandmarken, die schlecht für das Geschäft sind. So werden die Gelbwesten immer militanter. Macron könnte eine schwache Steuersenkung als „Zugeständnis“ versuchen, aber e kann ihm genauso gut Wurst sein, da es nichts ändern wird.

Im Mai findet auch die EU-Wahl statt, die die Gelbwesten sabotieren und Macrons Partei daran hindern wollen, Stimmen zu gewinnen. Es ist noch nicht entschieden, was die beste Vorgehensweise ist, aber es wurde vereinbart, dass leere Stimmzettel eine schlechte Idee sind. Längerfristig: Wenn die Dinge auf dem aktuellen Kurs bleiben, dann ist ein Bürgerkrieg in Sicht. Dies ist kein Konflikt aus ethnischen Gründen. Dieser Konflikt betrifft das System der Regierungsführung. Was die Gelbwesten wollen, unterscheidet sich sehr radikal vom Neoliberalismus und der EU. Es ist wie das plötzliche Anziehen der Handbremse/E-Bremse während der Fahrt auf der Autobahn. Vielleicht dachten die Gelbwesten zunächst, dass ein paar gewalttätige Proteste die Ziele erreichen würden, aber im Laufe der Zeit begannen sie, die Schwere der Situation zu erkennen. Act 18 bezeugt dies – eine plötzliche Freisetzung von Energie, um die Bewegung am Leben zu halten, um Macrons aggressive PR-Technologien zu bekämpfen (jetzt sprechen die Medien wieder über die Gelbwesten, wenn auch verdreht). Dinge wie „RIC“ („Bürgerrefendum“) und „Frexit“ sind im Moment nur Konzepte. Die Umsetzung ist schwierig, da das Parlament so konzipiert ist, dass es die Dezentralisierung der Macht verhindert. Letzteres hängt von der Umsetzung des ersteren ab.

Letztendlich ist dies ein Beispiel für die Kriegsführung der vierten Generation. Im Prinzip ist es bereits ein Bürgerkrieg – im Rahmen des Spätkapitalismus/Liberalismus. Wenn man die Gestalttheorie anwendet, dann ist die Geschwindigkeit, mit der Informationen vermittelt werden und industrielle Prozesse stattfinden, der einzige Grund, warum es wie ein „Protest“ an einem Samstag und nicht wie ein permanenter Krieg aussieht. In Wirklichkeit ist die französische Gesellschaft so zersplittert wie beispielsweise die Gesellschaft im Sudan. Und die Ereignisse in Syrien, Ukraine, Venezuela, Irak, Jemen usw. wirken wie ein zusätzlicher Bumerang, der schnell nach Frankreich zurückkehrt und jeden Samstag das Land heimsucht.

Die Gelbwesten repräsentieren diesen Verlust der Synchronität innerhalb des EU-Motors. Als Trump gewählt wurde, nahm der Abbau der Globalisierung an Fahrt auf. Macron versucht, diesen Prozess umzukehren. So ist er beispielsweise dabei, die Flughäfen zu privatisieren. Eine weitere Komplikation ist, dass die Gelbwesten keine Parteipolitik mögen und daher nicht für Le Pen stimmen werden, die sie als ein Produkt des Systems betrachten. Wir haben also eine Sackgasse wie die im Vereinigten Königreich, in der der Wille der Menschen nichts zählt und die Gesellschaft extrem zerspalten ist. Dies ist die Folge des Einsatzes von S-400 in Syrien. Sie ließ den Westblock zersplittern (denn das Überleben des Kapitalismus hängt davon ab, den Reichtum anderer Nationen zu plündern), und so nimmt das Schiff nun Wasser auf. Aber sollten die Gelbwesten versuchen, das Ruder zu übernehmen und es zu retten? Meine Antwort: Man kann kein neues System bauen, ohne das alte vollständig zu zerstören. Frankreich hat dies in den vorangegangenen Revolutionen nicht getan. Der Feudalismus blieb bestehen. So steigen die Widersprüche wieder an die Oberfläche. Damals mussten sie sich jedoch noch nicht mit der EU und Atomwaffen der USA herumschlagen.

Meine Schlussfolgerung ist, dass die meisten Franzosen die Realität, in der das Land jetzt existiert, völlig ignorieren und denken, dass sie ihr Leben wie gewohnt fortsetzen können. Sie sind der Meinung, dass die Gelbwesten Terroristen sind und haben sie bereits unbewusst entmenschlicht. Sie stecken ihren Kopf als Schutzmechanismus in den Sand, weil sie nicht die Verantwortung für ihr eigenes Schicksal übernehmen wollen und es vorziehen, dass jemand anderes alles tut – eine Kindlichkeit, die Frankreich von Amerika aufgezwungen wurde. Schließlich lief Macrons Anglo-Kollege Adolf Hitler frei und ohne Widerstand durch Paris. Das ist in Moskau nicht passiert. Aber mit der Gründung von RT France, das exponentiell populärer wird, gibt es mindestens ein Leuchtfeuer des Lichtes. Ich weiß, dass die Gelbwesten RT und Sputnik als ihre Standardwahl für den Masseninformationskonsum gewählt haben, und ich weiß, dass Propagandisten wie BFM, CNEWS, LCI, FranceInfo, France24 usw. Schweißausbrüche bekommen, während sich ihre Zuschauerzahl der Null nähert. Das bedeutet, dass die jahrzehntealten angelsächsischen Hegemonieinstrumente ihre Wirkung verlieren und das Overton-Fenster überarbeitet wird.

Mit einer immer entsetzlicheren nationalen/globalen (westlichen) Wirtschaftslage, immer mehr Migranten, die die ohnehin schon lähmende Last auf dem Rücken des Steuerzahlers erhöhen, und einer schlechten Bildung, die Zombie-Jugendliche hervorbringt, wird die Situation früher oder später explodieren. Wie schlimm ist es? Das ist die Millionenfrage. Wie die Gelbwesten sagen: On Lâche Rien!

Ich schließe diesen Artikel mit der Aussage der Gelbwesten nach dem heftigen Protest vom 16. März, den ich übersetzt und hier veröffentlicht habe:

https://www.stalkerzone.org/french-yellow-vests-statement-about-events-on-march-16-in-paris/

Stellungnahme der französischen „Gelbwesten“ zu den Ereignissen in Paris am 16. März

Die folgende Stellungnahme kommt von der Gelbwesten-Gruppe „Cervaux non disponibles“ und betrifft die Ereignisse vom 16. März 2019. Bitte seht euch meinen folgenden Twitter.Thread an, um eine Vorstellung vom Geschehen an diesem Tag zu bekommen:

https://twitter.com/O_Rich_/status/1106853155579588608

Man kann davon ausgehen, dass die westlichen Medien „vergessen“ werden, darüber zu berichten, da es unangenehm ist, die wahre Natur westlicher „Demokratie“ zu beleuchten.

– Ollie Richardson —

Es ist erledigt: Der 16. März bleibt unter den wichtigen Daten der sozialen Bewegung der Gelbwesten (Gilets Jaunes) eingraviert.

Angesichts politischer, medialer und wirtschaftlicher Gewalt ist es notwendig, die Dinge klar zu sagen, ohne Heuchelei.

Beginnen wir mit den Fakten: Es ist wahr, dass viele GJ für diesen Act 18 nach Paris gekommen sind, um über das System hinauszugehen und das Management der „öffentlichen Ordnung“ zu untergraben. Sie waren vielleicht nicht in der Mehrheit, aber sie waren ziemlich zahlreich und entschlossen, Ergebnisse zu erzielen. Diese Tausende von GJ waren nicht alle ein Teil der Black-Block-Taktik. Es gab viele GJ zum ersten Mal mit nur ihren Westen, Masken und Goggles. Es gab auch einige Demonstranten in einem Block, ob in schwarzem K-Weg und/oder in gelber Weste.

Vor allem aber waren alle Demonstranten voll in die Demonstration des Tages eingebunden. Es gab noch nie eine Aufteilung in Gruppen von „nettte GJ“ und „bad rioters“. Die überwiegende Mehrheit der anwesenden Demonstranten unterstützte oder akzeptierte die offensiven Aktionen, ohne unbedingt dasselbe tun zu wollen.

Mehrere Videos zeigen die Ankunft eines Blocks von dreißig Demonstranten, der von einer Ehrengarde und einem Applaus auf dem Place de l’Etoile am Vormittag begrüßt wird.

Und ja, es schockiert dich und kann dich stören. Aber so sieht die Realität in Frankreich im Jahr 2019 aus: Zehntausende von Bürgern sind sich heute einig, dass der Kampf offensiv geführt wird. Du kannst sie diskreditieren, sie Zerstörer, Komplizen, Hooligans, Rassisten oder Anarchisten nennen. Du kannst versuchen, ihnen ganz die Menschlichkeit wegzunehmen.

Aber die Realität ist ganz anders: Es ist nicht zum Vergnügen, dass diese Menschen gewalttätige Handlungen akzeptieren (und/oder fördern). Es ist eine Notwendigkeit. Es geht nicht um die Gewalt selbst, sondern um ihre Folgen im sozialen Kampf. Folgen, unvermeidlich ungewiss und manchmal gefährlich, die aber einen positiveren Horizont darstellen als der aktuelle soziale Status quo.

Ganz im Ernst, tief drinnen, seht ihr nicht, dass der Act 18 wegen dieser Exzesse eine sehr wichtige Auswirkung auf die Politik und die Medienwelt hatte? Dass die gleiche Anzahl von Demonstranten bei einer erklärten Kundgebung, bei der „nichts passiert ist“, von denselben Politikern und Medienagenturen völlig missachtet und verachtet worden wäre?

Es sind nicht die GJ, die nur die Sprache der Gewalt und Macht verstehen, es ist das gegenwärtige System. Wie könnte man in dieser Gesellschaft, in der man der wildeste und mächtigste sein muss, hoffen, die Situation zu ändern, indem man schwach und zahm bleibt?

Die Massenmedien sind nur an einer Bewegung interessiert, in der es „sensationelle“ Bilder gibt, die die Einschaltquoten der Zuschauer erhöhen. Zwei Tage vor Act 18 fand in der Bourse du Travail ein Treffen zwischen Persönlichkeiten der Bewegung und Intellektuellen statt. Der Ort war voll und Hunderte von Menschen blieben draußen. Warum nicht über diese konstruktive und friedliche Initiative sprechen? Warum haben sich mehrere Wochen lang Tausende von GJ in den Städten versammelt, ohne dass sich die Medien dafür interessieren? Weil es nichts mehr gibt, was man den Zuschauern „verkaufen“ kann.

Auf der politischen Seite schien die Regierung in 17 Wochen nur während der gewalttätigsten Akte von Ende November und Anfang Dezember Zugeständnisse zu machen. Dort, wie durch Zufall, nach fast zwei Monaten, in denen die Regierung das soziale Thema und die Gelben Westen völlig verachtete, verkürzte Macron seinen Urlaub, um die Dinge in die Hand zu nehmen. Wir wissen, dass er soziale Fragen nicht direkt aufgreifen wird und dass er das Thema GJ ausschließlich durch seine Gewaltlupe angehen wird. Aber zumindest kommt die Frage wieder auf den Tisch.

Um es klarzustellen: Die politische Macht respektiert die tiefen Gründe für die Wut ihres Volkes nicht. Was sie interessiert, ist die Ruhigstellung dieser Wut, für ihre eigene Ruhe und die aller Mächtigen.

Macron sagt, dass die Anwesenden gestern auf den Champs-Élysées die Republik „zerstören“ wollen. Weil die Republik Fouquet gehört? Cartier? Den Banken?

Diese Regierung hat, wie alle anderen auch, Millionen von Bürgern verunglimpft, sie in eine immer unerträglicher werdende Prekarität versetzt, auch wenn die Milliardäre immer reicher und reicher werden. Wie viele Menschen wurden in den letzten vier Monaten, in denen die Gelbwesten gekämpft haben, zu Arbeitslosen gemacht, um ihr Geschäft profitabler zu machen? Wie viele Rentner sind weiter in die Schieflage geraten? Wie viele Patienten konnten aus Mangel an Mitteln nicht die notwendige Versorgung erhalten?

Wie viele Todesfälle hat diese liberale Politik in vier Monaten Kampfzeit verursacht? Die Zahlen kennt keiner, aber es ist offensichtlich, dass sie kolossal sind.

Der Ultraliberalismus tötet, verletzt und zerstört Leben und Familien. Es geht nicht um „große Worte“, um den Menschen Sand in die Augen zu streuen. Es ist völlig sachlich. Und viele Yellow Vests auf dem Land oder in den Vororten kennen es sehr gut, da sie es täglich leben.

Wenn ihr also denkt, dass Bürger, die eine Bank zerstören oder eine Barrikade errichten, Feinde der Republik sind, aber diejenigen, die Arbeitsplätze abbauen und sich durch das Elend dieser Bürger bereichern, Freunde der Republik seien – und außerdem ihre Beschützer, dann haben wir eine ganz andere Vorstellung davon, was die Republik sein sollte.

Wenn dich die Gewalt eines verwüsteten Luxusgeschäfts viel mehr stört als Menschen, die sterben oder in Armut geraten – ja, dann wir sprechen nicht die gleiche Sprache.

Dein moralischer Kompass ist nicht derjenige, der in uns lebt. Selektiv moralisch zu sein bedeutet, unmoralisch zu sein. Du bist unmoralisch. Und du kannst die GJ als Feinde der Republik behandeln, aber sie werden viel moralischer und viel näher an den Werten der Republik bleiben als du.

Und hör auf, dich von der Gewalt einer sozialen Bewegung beleidigen zu lassen, wenn du diese Bewegung leugnest und völlig ignorierst, außer in Fällen von Gewalt.

Nur dann können wir über Moral diskutieren.

                               #MacronDemission

http://thesaker.is/inside-the-yellow-vests-what-the-western-media-will-not-report/

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/die-gelbwesten-19-03-2019/

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Die Gelbwesten: Was die westlichen Medien nicht berichten werden

  1. „Man kann kein neues System bauen, ohne das alte vollständig zu zerstören. Frankreich hat dies in den vorangegangenen Revolutionen nicht getan. Der Feudalismus blieb bestehen. So steigen die Widersprüche wieder an die Oberfläche. Damals mussten sie sich jedoch noch nicht mit der EU und Atomwaffen der USA herumschlagen.“

    Kleine Korrektur, der Adel wurde damlas schon entmachtet, aber wir bewegen uns wieder in eine neue Feudalgesellschaft, noch schlimmer. Der Zins wird durch den Tribut ersetzt und die Meinung wird gepuscht in eine Richtung, die die Kriege gegen die Menschlichkeit vergessen machen soll.

    Gleichschaltung ist ein Merkmal von Faschismus und je mehr die Massen verelenden und die Religion in der Bevölkerung anwächst, je größer die NOGO-Areas werden, desto mehr verliert das Volk seine Widerstandskraft.

    Was regiert die Welt? Das Geld, Der Dollar!

    Mit 25% ändert man das noch nicht. 51% sind Minimum.

    Es würde also reichen bis 100000 abzusichern, um eine hinreichende Mehrheit gewinnen zu können.

    Die Leute müssten aber erst mal verstehen, um was es geht. Um Emanzipation, um Selbstbefreiung.

    Gestern wurde ich von einem Freund im Geiste gefragt: Was ist Macht?

    Die Fähigkeit, Dinge zu ändern, die man ändern kann?
    Die Fähigkeit, Dinge zu ändern, die man ändern muss?

    Wissen ist Macht, wenn es mit Können verbunden wird.

    Für mich hat das zwei Dimensionen, die individuelle als Selbstermächtigung
    und die gesellschaftliche, die Menschen in der Gesellschaft von ihrer
    Unmündigkeit zu befreien.

    Andere benutzen Macht zur Ausübung von Fremdherrschaft. Das birgt immer
    den Krieg oder die Dekadenz in sich, also den Zerfall.

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    Verfasst von Politikus | 20. März 2019, 15:07

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