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Ausland, Nordamerika

Ein psychopathischer US Senator ruft offen dazu auf, dass Maduro das Schicksal von Gaddafi erleidet

von Cailtin Johnstonehttp://www.theblogcat.de

Marco Rubio, der einflussreiche US Senator und Präsidentschaftskandidat 2016, hat eine krasse Todesdrohung und einen Aufruf zu Gewalt gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro getwittert. Bisher hat sein Tweet 13.000 Shares (Anm.d.Ü.: mittlerweile sind es 19.000).

Der Tweet besteht aus einem „Vorher“ und einem „Nachher“-Foto des früheren libyschen Führers Muammar Gaddafi, der 2011 in den Straßen zu Tode gefoltert wurde, nach einer US-geführten NATO-Intervention, die unter gefälschten humanitären Vorwänden gestartet wurde. Das erste Foto zeigt Gaddafi im Leben und mit einem souveränen Lächeln, das zweite zeigt ihn blutüberströmt nach seiner Festnahme und kurz vor seinem Tod.

Senator Rubio war im Kapitol der größte Advokat für einen US-Interventionismus in Venezuela, und er hat ständig dazu getwittert. Seit Washingtons getürkte „humanitäre Hilfslieferungen“ an den Grenzen zu Kolumbien und Brasilien zu Gewalt geführt hat – was auch so bezweckt war – hat Rubio sein interventionistisches Cheerleading in den 7. Gang geschaltet. Die Tatsache, dass Maduro einer Regierung, die offen einen Umsturz in Venezuela ausführt, nicht erlauben würde, den Oppositionsgruppen in seinem Land eine große, unkontrollierte Lieferung zu überlassen, das wurde benutzt, um das Narrativ zu verhökern, dass Venezuelas böser Diktator die Hilfe für eine bedürftige Bevölkerung absichtlich einstellt. Auch das war natürlich so geplant. Dieses Narrativ wurde durch sehr verdächtige, fotofreundliche Brände unterstützt und wurde mit hysterischer Dringlichkeit von Rubio, Bill und Hillary Clinton, Dianne Feinstein, Bernie Sanders, Kamala Harris und der gesamten Trump-Administration in das Bewusstsein des Mainstreams gehämmert. Und dieses Narrativ ist völlig falsch.

Erstens lehnt Maduro humanitäre Hilfe für sein Volk nicht ab. Nur ein Idiot würde glauben, dass der neueste offizielle Bösewicht (der zufällig auf den größten Ölreserven der Welt sitzt) absichtlich sein Volk aushungert und beraubt, und jeder, der solche Behauptungen aufstellt, sollte erklären müssen, wie er das in seinem Kopf funktionieren lässt. Was genau steckt dahinter? Hungert er sie alle aus und schneidet sie von der medizinischen Versorgung ab, weil er sie hasst? Versucht er, alle in Venezuela zu töten, damit er das ganze Land für sich allein haben kann? Hat er einen seltsamen sexuellen Fetisch für den langsamen Hunger einer ganzen Bevölkerung? Wie genau funktioniert das?

In Wahrheit hat Maduro Hilfe von allen Seiten akzeptiert, nur nicht von jener Regierung, die offen einen Umsturz in seinem Land ausführt, eine grobe Verletzung der nationalen Souveränität. Erst letzte Woche hat Caracas 933 Tonnen an Nahrungsmitteln und Medikamenten aus China, Kuba, Indien, der Türkei akzeptiert, und Russland allein hat 300 Tonnen eingeschifft.

Zweitens, die dürftigen 20 Millionen Dollar an Nahrungsmitteln, medizinischen und hygienischen Hilfsgütern, die über USAID verschickt werden, verblassen im Vergleich zu den 30 Millionen Dollar pro Tag, die das neue US-Ölembargo in diesem Jahr die Venezolaner kosten wird. Wenn die USA dem venezolanischen Volk helfen wollen, ist das Beste, was sie tun können, ihren erdrückenden Wirtschaftskrieg gegen sie zu beenden, von dem Experten sagen, dass er die wirtschaftliche Erholung praktisch unmöglich gemacht hat. Dem CIA/CNN-Narrativ zu glauben, dass US-Sanktionen nur die Führung einer Nation beeinflussen, ist dümmer, als zu glauben, dass US-Bomben nur böse Jungs töten; der ehemalige UN-Sonderberichterstatter Alfred de Zayas hat gesagt, dass US-geführte Sanktionen Venezolaner töten und nach internationalem Recht als Verbrechen gegen die Menschlichkeit behandelt werden könnten. Der beste Weg für die USA, den Venezolanern zu helfen, wäre, jeden Interventionismus einzustellen und ihren Wirtschaftskrieg gegen sie zu beenden.

Drittens hindert die USA eigentlich nichts daran, die Hilfslieferung, die sie angeblich liefern wollen, Russland, China, der Türkei oder Indien zu übergeben und von denen liefern zu lassen. Das Gleiche könnte auch mit der UNO oder dem Roten Kreuz geschehen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie die US-Regierung, die behauptet, sich so sehr um das venezolanische Volk zu sorgen, ihre „humanitäre Hilfe“ an sie leisten könnte, die keine hoch provokanten Lieferungen mit Militärfahrzeugen und aggressiven Konfrontationen in venezolanischen Grenzstädten beinhaltet. Die Tatsache, dass Washington sich weigert, diese Wege zu gehen, ist ein Eingeständnis, dass das Ziel immer Provokation und nie Humanismus war.

Marco Rubio schert sich einen Dreck um das venezolanische Volk. Wie alle Kriegshuren auf dem Kapitolshügel kümmert er sich nur darum, die Hegemonie des US-zentrierten Imperiums voranzutreiben. Rubio unterstützte den Sturz von Gaddafi und von Syriens Bashar al-Assad im Jahr 2011; jetzt sind in Syrien eine halbe Million Menschen infolge der gescheiterten Regimewechsel-Intervention des Imperiums gestorben, und die „humanitäre Intervention“ in Libyen verursachte eine humanitäre Katastrophe, dort werden jetzt Menschen offen als Sklaven verkauft.

„Ich war gerade in Venezuela, wo viele Leute Befürchtungen äußerten, dass die USA ihr Land in ein weiteres Libyen verwandeln wollen“, berichtete der Journalist Aaron Maté als Antwort auf Rubios Tweet. „Ich würde sagen, ihre Bedenken sind begründet.“

@MaxBlumenthal: Man beachte, während die Republikanische Führung und Trump dazu aufrufen, dass @IlhanMN wegen ihrer Kritik an der Israel-Lobby zurücktreten solle, so hat kein Demokrat das selbe bei Rubio verlangt, der zum Mord an einem gewählten Staatsoberhaupt aufruft.

Das sind die Gesichter der Regimewechsel-Intervention der USA in Venezuela: Donald Trump, John Bolton, Elliott Abrams und ein Kriegsschwein-Senator, der zum qualvollen Lynchen des Führers einer souveränen Nation aufruft. Wann immer jemand einen Teil dieser Coup-Agenda unterstützt, ist dies die Seite, auf der sie stehen. Das ist die Flagge, die sie hissen.

Jeder weiß auf irgendeine Weise, dass die US-Regierung eine beständige und unbestreitbare Lügenbilanz hat, wenn es darum geht, über die Führer von Nationen an geopolitisch wichtigen strategischen Standorten zu lügen, wenn die sich weigern, sich den Forderungen der US-Interessen zu beugen. Egal wie mit vielen Venezolanern du angeblich gesprochen hast, wie böse du Maduro findest, wie fantastisch du Trump findest, oder wie schlecht du den Sozialismus findest: dies wird immer noch wahr sein. Und du weißt, dass es wahr ist. Hört auf, euch von Fakten zu trennen, von denen ihr wisst, dass sie wahr sind, und wendet euch der Realität dessen zu, was hier vor sich geht.

https://caitlinjohnstone.com/2019/02/24/psychopathic-us-senator-openly-calls-for-maduro-to-suffer-gaddafis-fate/

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/ein-psychopathischer-us-senator-24-02-2019/

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Ein psychopathischer US Senator ruft offen dazu auf, dass Maduro das Schicksal von Gaddafi erleidet

  1. Petition: Marco Rubio. Demand for Resignation due to Promotion of Violence
    https://www.change.org/p/us-congress-marco-rubio-demand-for-resignation-due-to-promotion-of-violence

    Liken

    Verfasst von Fx | 27. Februar 2019, 11:58

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