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Ausland, Lateinamerika

Die USA schaffen Grundlage für eine militärische Intervention in Venezuela.

von https://southfront.org

Übersetzung LZ

Die venezolanische Regierung scheint sich offen auf eine militärische Invasion der USA vorzubereiten.

Am 10. Februar startete das Militär des Landes große militärische Übungen, die bis zum 15. Februar dauern werden. Laut Präsident Nicolas Maduro sollen die Übungen die größten werden, die das Land in seiner 200-jährigen Geschichte durchgeführt hat.

Am selben Tag wurden mehrere Flugabwehrsysteme, darunter Pechora-2M-Träger, im Gebiet von San Cristobal, nahe der Grenze zu Kolumbien, einem erwarteten Mitglied der US-geführten Koalition im Falle einer Invasion in Venezuela, entdeckt.

Am 7. Februar veröffentlichte Israels Satellitenfirma ImageSat International ein Satellitenbild, das angeblich zeigt, dass das venezolanische Militär am 4. Februar auf der Airbase Captain Manuel Rios sein Luftverteidigungssystem S-300VN entmottete.

Unabhängig davon kündigte Präsident Maduro die Einrichtung von 50.000 „Verteidigungseinheiten des Volkes“ an und versprach, dass die USA im Falle einer Invasion einen südamerikanischen „Vietnamkrieg“ erhalten würden.

Die militärischen Vorbereitungen fanden inmitten mehrerer wichtiger Sicherheitsentwicklungen statt. Im Januar nahmen die Behörden den flüchtigen Oberst Oswaldo Garcia Palomo fest, nachdem er aus Kolumbien zurück ins Land gekommen war. Am 7. Februar erschien er in einem Video, in dem er seine Beziehungen zur CIA und zu kolumbianischen Beamten bekannte, um die Regierung Maduro zu stürzen. Laut dem venezolanischen Informationsminister Jorge Rodriguez war Palomo an den Bemühungen beteiligt, Soldaten zur Meuterei zu sammeln, die Hauptstadt abzuriegeln und den Präsidentenpalast zu übernehmen.

Am 5. Februar beschlagnahmten die Behörden eine Lieferung von US-Waffen, die auf einem Lagerplatz des Arturo Michelena International Airport in der Stadt Valencia entdeckt wurde. Das Versteck umfasste mindestens 19 Gewehre und 118 Magazine, hochkalibrige Munition sowie 90 Radios und sechs Mobiltelefone – und wurde wahrscheinlich am 3. Februar aus Miami, Florida, geschickt.

Gleichzeitig soll Washington in so genannte direkte Kontakte mit Vertretern des venezolanischen Militärs und der Regierung getreten sein, um sie davon zu überzeugen, den Staatsstreich zu unterstützen und dazu beizutragen, den proklamierten US-Interimspräsidenten Juan Guaido an die Macht zu bringen. Diese Bemühungen brachten zumindest einen Teilerfolg.

Am 2. Februar soll der General der Luftwaffe, Yanez, auf die Seite der Opposition übergelaufen sein. Er forderte andere auf, ihm zu folgen und „die richtige Seite“ zu unterstützen. Am 9. Februar erklärte Oberst Ruben Paz Jimenez der Opposition seine Unterstützung. Getrennt davon desertierten zwei weitere Offiziere, Captain Hector Luis Guevara Figueroa und der Armeepilot Carlos Vásquez, und forderten andere dazu auf, dies ebenfalls zu tun.

Eine weitere, aber auch wichtige Front ist der Medienbereich. US-Präsident Donald Trump hat offen erklärt, dass er eine militärische Option für Venezuela nicht ausschließt. Dennoch braucht Washington noch einen formalen Vorwand. Deshalb erklärte Staatssekretär Mike Pompeo in einem Interview mit FOX Business, dass es in Venezuela einen wachsenden Einfluss der Hisbollah und des Iran gibt.

„Die Menschen erkennen nicht, dass die Hisbollah aktive Zellen hat – die Iraner beeinflussen das Volk von Venezuela und ganz Südamerika. Wir haben die Verpflichtung, dieses Risiko für Amerika zu minimieren so wie wir das in Südamerika und auf der ganzen Welt tun“, sagte Pompeo.

Washington sagt, dass die Hisbollah, die sie als terroristische Gruppe betrachtet, Lateinamerika seit Jahren als Basis für Geldsammlung nutzt. Sollte sich zufällig herausstellen, dass die Maduro-Regierung „tiefe Bindungen“ zur Hisbollah hat, könnte dies zu einer ausreichenden und notwendigen Bedingung für die Rechtfertigung einer militärischen Intervention werden.

Ein weiterer Knackpunkt ist die Bereitstellung der humanitären Hilfe der USA, die die venezolanische Regierung ablehnt.

Präsident Maduro nannte diese Bemühungen eine „gefälschte humanitäre Hilfe“, die darauf abzielt, das Land zu „demütigen“ und eine militärische Aggression zu rechtfertigen“. Am 9. Februar betonte Guaido, dass er die Genehmigung einer US-Militärintervention nicht ausschließen werde, wobei diese „Genehmigung“ seitens des von Washington ernannten Staatsoberhauptes erfolgt.

Bei all diesen öffentlichen Äußerungen und Anschuldigungen kann es sich das Weiße Haus nicht leisten, den Sieg von Maduro in der anhaltenden Pattsituation zu tolerieren. Die USA werden also den Druck in politischen, wirtschaftlichen und geheimen Bereichen weiter erhöhen. Wenn diese Maßnahmen jedoch nicht ausreichen, um die Regierung zu stürzen, kann eine direktere Aktion, einschließlich einer militärischen Invasion, durchgeführt werden.

https://southfront.org/u-s-is-setting-ground-for-military-intervention-in-venezuela/

 

 

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Die USA schaffen Grundlage für eine militärische Intervention in Venezuela.

  1. Nein, die USA werden 100 Prozentig nicht Venezuela angreifen. Erstens ist das ein verdammt großer Flächenstaat mit Dschungel und zerklüfteten Gegenden ist, zweitens können die Amerikaner nicht wissen wer vom Militär Venezuelas auf ihrer Seite steht. Die Angst vor einer Solidarisierung von anderen Ländern gegen die USA ist groß und berechtigt, und auch das die eigene Bevölkerung dann Waffen hat ist nicht auszuschließen. Andere machen lassen . . .So wie in Chile . . .Es wird auch so ablaufen . . .

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    Verfasst von Rainer Slade | 14. Februar 2019, 19:31

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