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„Ernsthaft? Wer lädt den denn ein?“ US-Botschafter Grenell auf dem Neujahrsempfang der Linksfraktion

von https://deutsch.rt.com

Bild: „Großartige Musik“: Botschafter Grenell auf dem Neujahrsempfang der Linksfraktion
Die Linksfraktion im Bundestag veranstaltete am Montagabend in Berlin ihren Neujahrsempfang. Der bekannteste Gast war wohl auch der unerwartetste: Richard Grenell, Botschafter der USA in Deutschland. Auf Twitter erntet die Linksfraktion nun Kritik und Spott.

Der US-amerikanische Botschafter in Deutschland hat am Montagabend den Neujahrsempfang der Linksfraktion besucht. Auf Twitter bedankte sich Grenell für die Einladung und die „großartige Musik“

Der Linken-Abgeordnete Stefan Liebich, Mitglied der Atlantik-Brücke, eines Lobby-Vereins, der die dauerhafte Bindung der Bundesrepublik Deutschland an die USA sichern soll, berichtete auf seinem Twitter-Konto über den Besuch Grenells bei seiner Fraktion. Das Echo war alles andere als freundlich.

Auf die kritische Frage eines Nutzers, wieso die Linke einen solchen „Vollpfosten“ einlade, antwortete Liebich: „Man muss mit allen reden und im Gespräch bleiben.“ Ein weiterer Kommentator fragte: „Ernsthaft? Wer lädt den denn ein?“ Andere Nutzer stellten die Glaubwürdigkeit der Linkspartei in Frage.

Die Linksfraktion selbst hing den Besuch des umstrittenen Botschafters nicht an die große Glocke. Auf dem Twitter-Account der Fraktion wurde die Einladung Grenells auf eine kritische Nachfrage hin gerechtfertigt. Zu den Neujahrsempfängen würden regelmäßig auch Diplomaten eingeladen.

Auch dieser Tweet wurde kritisch kommentiert. Die Einladung sei vor dem Hintergrund der jüngsten Angriffe auf Venezuela und Kuba instinktlos. Grenell sei ein Neokolonialist, der nach Hause geschickt gehöre.

Der Besuch Grenells ist ein Beleg dafür, wie weit die Linkspartei auf ihrem Weg ins politische Establishment der Republik bereits gekommen ist. Er kann durchaus als Akt der Anerkennung durch den „großen Bruder“ verstanden werden.

Wer wird wohl im nächsten Jahr bei der Linksfraktion auflaufen? John Bolton? Jens Stoltenberg? Oder vielleicht doch eher Mathias Döpfner? Wir dürfen gespannt sein.

Mehr zum ThemaWagenknecht: Warum kann der US-Botschafter hier jedem drohen – Leben wir etwa in einer US-Kolonie?

https://deutsch.rt.com/inland/83325-us-botschafter-grenell-besucht-empfang/?fbclid=IwAR1LgOotTM6mOJ_F302pjUJPlsBwrye3-UYE63oeONVlXqu_rmtBz7Z3XuM

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Diskussionen

7 Gedanken zu “„Ernsthaft? Wer lädt den denn ein?“ US-Botschafter Grenell auf dem Neujahrsempfang der Linksfraktion

  1. Vor langer Zeit haben Antideutsche, Transatlantiker und NATO-Freunde die Partei „Die Linke“, erst infiltriert und dann übernommen. Viele ehemals fortschrittliche Menschen, sind in der PDL zu Opportunisten und Reformisten mutiert.
    DIE LINKE im Europaparlament distanziert sich von der BDS-Kampagne. Verräter unter sich, wie schon die SPD aus der Sozialistischen Internationale ausgetreten ist, versucht jetzt Die Linke, die Europäische Linke GUE/NGL zu spalten.
    Der Spaß wird der Partei „Die Linke“ schon bei der Europawahl vergehen und dann kommt der Nachschlag bei den drei Wahlen in Ostdeutschland.

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    Verfasst von Willi | 5. Februar 2019, 1:34
  2. Die Linkspartei zeigt hier wo sie politisch steht – für die Nato, für „Solidarität mit Amerika“, für Trump und für seinen Adjudanten Grenell – nun eben die neue Rechtspartei….

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    Verfasst von Ulkrich Bernhard | 2. Februar 2019, 11:21
    • Erstaunlicherweise fällt keinem auf oder es wird schamhaft ignoriert, daß die Vorsitzende eben dieser Linksfraktion, die den Botschafter des Imperialismus einlud, Wagenknecht ist. Offensichtlich fungiert sie als Vorzeigelinke mit der Aufgabe, linke Wähler an die Partei zu binden, hat aber nicht die Macht eine solche Einladung zu verhindern. Diese erfolgte von denjenigen, die das Sagen bei dieser Partei haben, den sogenannten „Reformern“, die mit dieser Bezeichnung zum Ausdruck bingen wollen, daß sie komplett damit gebrochen haben, Interessenvertreter der Arbeiter zu sein. Statt dessen biedern sie sich bei den Kapitalisten an mit dem Anspruch die besseren Kriegstreiber und besseren Umsetzer neoliberaler Politik zu sein – da sie ja gleichzeitig eine Wagenknecht bei Wahlen ins Feld schicken um so Widerstand zu paralysieren.

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      Verfasst von LZ | 2. Februar 2019, 12:01
  3. Grenell, mit seinem falschen Standart-Schauspielerlächeln, ist mir so sympathisch wie eine Pestbeule.
    Aber es passt zur Entwicklung der Linken, die mir früher, vor vielen Jahren, als eine Alternative zur üblichen
    Parteienlandschaft erschien. Mit solchen schmierigen Geschichten, werden sie wohl nur noch weiter absinken.
    Wollen sie an die „unglaublichen Erfolge“ der Grünen anknüpfen?
    Ich gönne es ihnen von Herzen, wenn sie wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
    Für mich sieht es so aus, das wir an einer außerparlamentarischen Opposition nicht vorbeikommen. Parteien-Kader sind zu billig einzukaufen.

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    Verfasst von MIKAEL | 1. Februar 2019, 11:13
  4. ein randereignis, aber symptomatisch. Das Ereignis zeigt einiges an.
    Im Moment ist die „Linke“ (hier vor allem die Partei) teil der demokratiefassade. Mehr nicht, aber könnte mehr sein. In Zukunft, so in 5, spätestens in 10 jahren, wird es die Linke, und hier jetzt nicht nur die Partei nicht mehr geben. Es sei denn, in der form der us-„Demokraten“, die einmal für US-Verhältnisse die „Linken“ waren,nämlich vor allem die Interessen der lohnabhängigen, der arbeiter, der „kleinen leute“ (wie man will) vertreten haben und heute,( von einem kleinen flügel abgesehen, der gemäßigt und widersprüchlich sozialdemokratisch versucht zu sein), vertreten haben. Heute aber das Zentrum des mafiös-kriminellen Establishments sind.
    Frage: Merkt das „Die Linke“ /merken das die Linken überhaupt?
    Ausgerechnet bürgerliche weisen sie darauf hin.
    Oder haben sie sich damit abgefunden, wollen es sogar?
    Nur mal zum nachdenken…………..

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    Verfasst von eschmidt | 31. Januar 2019, 14:25
  5. „Linke“, schämt Euch!!
    Wolltet Ihr gemeinsam mit Vorzeige-Imperialisten Rosa und Karl zum 100. Mordtag würdigen?
    Fortan umfasse ich Euch sprachlich als Sozialdemokraten, das beschreibt Euch dann passend mit.
    „Wer hat uns verraten? …“

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    Verfasst von Raguel | 31. Januar 2019, 13:29
  6. wer die ‚LINKE‘ wählt, kann auch gleich die FAKE- Grünen wählen

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    Verfasst von MG | 31. Januar 2019, 12:10

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