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Ausland, Naher Osten

Iran wirft Russland Deaktivierung von S-300 bei israelischen Luftangriffen gegen Syrien vor

von https://ifpnews.com

Übersetzung LZ

Ein hochrangiger iranischer Parlamentarier hat Russland scharf kritisiert, weil es sein in Syrien eingesetztes Raketenabwehrsystem S-300 während der jüngsten israelischen Luftangriffe auf die angeblichen iranischen Positionen im arabischen Land deaktiviert hat.

Der Vorsitzende der Kommission für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments, Heshmatollah Falahatpishe, sagte, dass Israel bei ordnungsgemäßer Funktion der Systeme seine Luftangriffe auf Syrien nicht ohne weiteres durchführen könnte.

In einem Interview mit IRNA sagte der Parlamentarier, dass der Schritt Russlands, sein Raketensystem S-300 in Syrien während israelischer Luftangriffe zu deaktivieren, Grund für ernsthafte Kritik ist.

„Es scheint eine Art Zusammenhang zwischen den Luftangriffen des zionistischen Regimes und der Deaktivierung der in Syrien eingesetzten Verteidigungssysteme durch Russland zu bestehen“, sagte er.

Er stellte ferner fest, dass er nach den israelischen Luftangriffen sofort am Ort des Angriffs ankam und feststellen mußte, dass die Berichte über die Opfer des von Israel ausgelösten Luftangriffs völlig falsch waren.

Er bezeichnete die Berichte als Bluff und fügte hinzu, dass das zionistische Regime versucht, den Prozess der Wiederherstellung von Frieden und Stabilität in Syrien durch die Durchführung der Luftangriffe auf das Land zu behindern.

„Sie wollen den Iran provozieren, bestimmte Reaktionen einzuleiten, um neue Herausforderungen in Syrien zu schaffen“, schloss er.

Israel zielte auf einen Flughafen im Südosten von Damaskus in Syrien, wo am Montag eine Reihe von Menschen starben und verletzt wurden. Russland sagte, dass Syriens Luftverteidigung mehr als 30 Marschflugkörper und gelenkte Bomben während der Luftangriffe Israels abschoss.

Israel behauptete in einer Erklärung, dass die Hauptziele der Angriffe iranische Truppen waren. Gemäß der Erklärung operieren iranische Streitkräfte auf syrischem Gebiet und starteten eine Boden-Boden-Rakete von syrischem Gebiet aus, die auf die nördlich besetzten Golanhöhen abzielte.

„Als Reaktion auf den Angriff unternahmen in der Nacht (israelische Militär-) Kampfflugzeuge Angriffe auf iranische Quds-Militärziele in Syrien, zusätzlich zu den syrischen Luftverteidigungsbatterien“, hieß es.

Der Iran sagte, dass seine militärische Präsenz in Syrien total beratend ist und darauf abzielt, der syrischen Regierung zu helfen, das Land von ausländisch unterstützten Terroristen zu reinigen.

https://ifpnews.com/exclusive/iran-slams-russia-for-deactivating-s-300-during-israeli-airstrikes-on-syria/

 

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Diskussionen

5 Gedanken zu “Iran wirft Russland Deaktivierung von S-300 bei israelischen Luftangriffen gegen Syrien vor

  1. LZ, so ungefähr. Aber die Dinge sind mehr komplex. Die zwei Fraktionen betreiben nicht „mehr oder weniger gegensäzliche Außenpolitik“, sie betreiben DIAMETRAL gegensätzliche Außenpolitik. So wie in Venezuela. Aber nur im Bereich der Außenpolitik. Nach Innen und nach Ihrer Wirtschaftspolitik kann man beide Richtungen kaum voneinander trennen. Nach Außen gibt es ein harter Kampf in allen Bereichen. Gerade die Syrienpolitik ist höchst umstritten. Der Punkt ist, dass die eine Fraktion ist dem religiösen Führer untergeordnet und kontrolliert die Schlüsselpositionen im Militärbereich und betreibt auch eigene außenpolitik während die Administration samt alle Regierungskörper und die Medienlandschaft und der Mittelstand absolut die pro westliche positionen vertritt.
    Was die Lage in Syrien und das Verhältnis mit Russland angeht, sieht die Sache anders aus. Es gibt differenzen zwischen Iran und Russland. Aber die sind im Rahmen eines Bündnisses zwischen Gleichen. Die Iranischen Soldaten und Militärberater die in Syrien agieren gehören zu den Kräften, die eine Ost-Orientierung verfolgen. Insofern ist dies Sache total anders als bei den Kurden. Die Russen wollen denen nicht irgendwie bestrafen und einfach wegschauen. Vielmehr ist das relativ passive Verhalten Russland eine akzeptierte Haltung von beiden Seiten. Was von Russland erwartet wird ist die Verstärkung der Abwehrkapzitäten der Syrischen Armee und nicht dessen Eingreifen. Und das tut Russland. Die Iraner sind sehr geduldig und gehen strategisch vor. Sie wissen, dass sie gegenüber Israel strategisch im Vorteil sind. Deshalb setzen Sie darauf eine vorzeitige Eskalation zu vermeiden und stattdessen ihre Positionen beharrlich aufbauen und verstärken. Was sie auch tun. Die geringe Schäden der Israelischen Angriffe nehmen Sie in Kauf. Beachte bitte: Gibt es Meldungen über Dutzende oder Hunderte tote Iraner durch Israelischen Angriffe? Nein, die gibt es nicht. Warum? Weil Israel selber diese Art von Eskalation nicht riskieren will. Die wissen, dass in diesem Fall die Antwort kommen wird und versuchen so weit wie möglich dies zu verzögern, in der Hoffnung auf bessere Zeiten mit besserem geopolitischen Ausgangspunkt. Die wird allerdings m.E. nie kommen.

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    Verfasst von Bahman | 30. Januar 2019, 17:12
  2. Dieser Parlamentarier heißt Falahat-Pisheh und gehört zu den Arschkriechern von Europa. Nebenbei gesagt, die meisten Iranischen Tageszeitungen entweder begrüßten den Putsch in Venezuela oder zumindest berichteten sehr wohlwollend darüber.

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    Verfasst von Bahman | 29. Januar 2019, 3:56
    • Aber die Regierung hat sich hinter Maduro gestellt. So heißt es jedenfalls. Und wenn der Falahat-Pisheh pro EU ist, wie plausibel ist es, daß er sich gegen Israel äußert bzw. mit der Forderung an Russland die S300 nicht zu deaktivieren ein schärferes Vorgehen gegen die israelischen Luftangriffe fordert. Das ist sicher nicht im Sinne der EU.

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      Verfasst von LZ | 29. Januar 2019, 8:46
      • 1: Die Regierung Irans hat sich vergleichsweise sehr spät zu den Ereignissen in Venezuela geäußert. Fast einen Tag später als die, die den Putsch unterstützten. Dass zeigen auch die im Netz verbreiteten Karten und Meldungen der ersten Stunden nach dem Putsch.
        2: Die Stellungnahme des Irans war beschränkt auf diplomatische Ebene. Auf keinen Fall aber so, dass es den Schein einer ernsthafteren Maßnahme erwecken würde. Die wollen sich mit den Europäern nicht verderben und hoffen im Ernst, dass die EU ihnen in der Konfrontation gegen USA unterstützt. Oder zumindest tune so, als ob sie hoffen. Hintergrund ist die tiefe Abneigung gegen China und Russland, die in der Iranischen Elite weit verbreitet ist.
        3: Die Masche, Russland solle das S300 System im Falle Israelischen Angriffs aktivieren, sollte man nich ernst nehmen. Das ist genau was die nicht wollen. Vielmehr ist die Art der Kritik Teil einer Kampagne, die Russland als nicht zuverlässig und Verräter denunzieren will. Bitte genau hinschauen: Nicht diejenigen üben diese Kritik, die für den Einsatz Irans in Syrien sind, sondern die die gegen diesen Einsatz sind. Sollte diese Art Kritik tatsächlich eine bessere Koordination mit Russland zum Ziel haben, sollte sie von den Kommandeuren der IRGC geäußert werden und nicht von denjenigen die vor allem eine Anbindung an Europa verfolgen und dieser Flahat-Pisheh ist einer von denen.
        Übrigens, diese Art Russlandkritik ist keinesfalls nur im Iran üblich.

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        Verfasst von Bahman | 30. Januar 2019, 2:40
        • Demnach wären die Verhältnisse im Iran denjenigen in den USA ähnlich, insofern als es einen Kampf mindestens zweier Fraktionen gibt, die beide mehr oder weniger gegensätzliche Außenpolitik betreiben. Richtig ist, daß die Kritik an Russland eigentlich keine Kritik ist und von einem Vertreter des Proimperialismus ausgeht. Gleichwohl ist es so, daß die Regierung zumindest die Fraktion, die mit Russland militärisch und diplomatisch in Syrien aktiv ist, gewähren läßt und eindeutige Bündnisse mit China und Russland eingeht. (z.B. Shanghaipakt).
          Russland verhält sich wie immer in solcher Lage, indem es mit Taten antwortet: Wenn ihr mit der EU und ihren Herren USA und Israel kuscheln wollt, dann zeigen wir euch mal, was mit euren Leuten und eurem Land ohne uns passiert. So verhalten sie sich auch gegenüber den Kurden.

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          Verfasst von LZ | 30. Januar 2019, 9:02

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