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Ausland, Nordamerika

USA ist ERSTER im Kriegführen, aber den Rest kann man vergessen

von Einar Schlereth – https://einarschlereth.blogspot.com

Darüber hat Lawrence S. Wittner einen längeren Artikel geschrieben. An den Anfang stellte er zwei Berichte von der großmäuligen New York Times und Newsweek, die sich beide überschlagen bei der Darstellung der MÄCHTIGSTEN ARMEE DER WELT, ihren tausend Basen rund um den Globus, ihren aller Orten gegenwärtigen Stiefeln, ihren phantastischen Waffen und den teuersten für ein Budget, das alle anderen haushoch übertrifft. Über den Zustand ihrer Armee und ihrer Waffen schreiben sie gar nichts. Na ja, es gibt da ja nicht viel zu schreiben, außer: Schrott. Und Kriege gewonnen? Haben sie nicht. Deswegen müssen sie lügen, dass sie den 2. Weltkrieg und auch den Krieg gegen die ISIS gewonnen haben, worüber die ganze Welt nur lachen kann. Oh Pardon. Sie haben doch zwei Kriege gewonnen: gegen Panama und Grenada. Also nicht Granada, sondern Grenada – und nicht den Kanal, sondern gegen das Land Panama. Kennt ihr nicht? Dann sucht mal auf der Landkarte, aber nehmt eine große Lupe zur Hand.
Lawrence Wittner hat sich aber in seinem Land ein bisschen umgeschaut und was er gefunden hat, das wird vielen Leuten die Sprache verschlagen. Es gibt da ein Programm, bei dem 15-jährige Studenten in 72 Ländern auf ihre Fähigkeiten hin getestet werden. Da kommen die US-Studenten beim Lesen an 24. Stelle, in der Wissenschaft an 25. Stelle und in der Mathematik an 41. Stelle. Na wunderbar. Insgesamt an 31. Stelle, hinter den Studenten aus Slowenien, Polen, Russland und Vietnam.
Aber es kommt noch besser. 30 Millionen erwachsene Amerikaner (ca. 15 %) können nicht lesen, schreiben oder einfachste Mathematik. Im Alphabetismus steht die USA an 26. Stelle der Welt. Das ist eine wohlwollende Einschätzung; manche stellen sie an 125. Stelle.
Das US-Gesundheitssystem ist bekanntermaßen reichlich schlecht. Von elf der fortschrittlichsten Industrieländer kommt die USA an die letzte Stelle. Aber zahlreiche Länder, die wesentlich ärmer sind, haben weit bessere Gesundheits-Systeme, wodurch die USA dann an die 37. Stelle rutscht, noch hinter Zypern, Kolumbien und Marokko.
Bei der Kindersterblichkeit liegen die USA an 54. Stelle. Dafür haben sie aber den 5. höchste Krebs – Rate unter 50 untersuchten Ländern. Und ihre durchschnittliche Sterblichkeitsrate befindet sich auf Talfahrt. Sie nehmen den 53. Platz ein.
Obwohl die USA das reichste Land der Welt sind, hat es eine ungewöhnlich hohe Armutsrate. Laut dem UNICEF-Bericht von 2017 leben 29 % der Kinder unter sehr ärmlichen Verhältnissen (USA an 35. Stelle). Die USA mit ihrer 15.1 % Armutsrate liegt über Ländern wie Usbekistan, Indonesien, Thailand, Brasilien und Sri Lanka.
In Umweltfragen steht die USA an 27. Stelle, bei der Wasserbehandlung an 36. Stelle, beim Zugang von Trinkwasser an 39. Stelle, bei den Treibhausgas-Emissionen an 73. Stelle. Wittner zählt noch eine Reihe von Indikatoren auf, bei denen die USA ungewöhnlich schlecht dastehen. Aber es gibt dort drüben keinen Grund zur Beunruhigung, weil es den Einprozentern, also den 6 Leuten, denen die halbe Welt gehört, sehr gut geht und den restlichen Einprozentern auch nicht so schlecht.
Zum Schluss noch ein paar Daten, die der gute Stephen Lendman in seinem Artikel ‘Die Raserei der USA nach endlosen Kriegen bedroht den Weltfrieden 2019’ den Amerikanern unter die Nase reibt. Er schreibt: «Die hegemonialen Ziele, sowohl unter Republikanern wie unter Demokraten, stellen die größte Bedrohung für den Weltfrieden und für das Überleben der Menschheit dar.» Und da ist Stephen Lendman nicht allein, sondern das meint auch eine große Mehrheit der Weltbevölkerung. Er zählt die Meriten des Mister John Bolton auf: Er stachelte Trump an, den Iran-Deal aufzukündigen, obwohl das illegal ist, den INF-Vertrag mit Russland zu beenden und hetzte gegen die Verlängerung von New Start (Verringerung und Begrenzung der strategischen Waffen). Er wollte sofort den Iran bombardieren, weil Diplomatie eine «Zeitverschwendung» sei. Er meinte, das beste Mittel zur Beendigung des Nordkoreanischen Atomprogramms sei die Auslöschung Nordkoreas.
Bolton, Pompeo und andere hardliner wollen keinerlei Begrenzung für ihre Waffenprogramme. Sie alle hören überhaupt nicht hin, wenn Putin oder Peskow, sein Pressesprecher, oder der russische Verteidigungsminister Shoigu vom Frieden, von der Reduzierung der Atomwaffen und strategischer Waffensysteme sprechen und deutlich davor warnen, einen Erstschlag zu führen, weil unvermeidbar darauf automatisch ein Vergeltungsschlag folgen wird, den die Amerikaner unmöglich verhindern können und der die USA auslöschen wird. Lendman erklärt es ebenfalls deutlich den Amerikanern: «Ihre Superwaffen übertreffen die besten der USA, wie etwa ihr Avangard Überschall Gleitfahrzeug, das über 30 000 km/h erreicht, das mehrere Atomsprengköpfe für getrennte Ziele trägt und beim Flug die Bahn ändern kann. Die USA haben nichts, was Avangard aufhalten könnte; ihr Raketen-Schutzsystem ist völlig wertlos.»
Und er wiederholt die Worte von Putin: «Der Weltfrieden ist der einzig sinnvolle Weg. Alles andere riskiert die Zerstörung alles Lebens auf Erden.»
Dem kann man nichts hinzufügen.

https://einarschlereth.blogspot.com/2019/01/usa-ist-erster-im-kriegfuhren-aber-den.html

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