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Asien, Ausland

620 km ‘Mauer’ der Frauen quer durch Kerala gegen das Brahmanen-Patriarchat

von Countercurrents-Redaktion – https://einarschlereth.blogspot.com

Bild: 620 km  ‚Frauen-Power‘

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

3 – 5 Millionen Frauen bildeten quer durch den Staat Kerala im Süden Indiens Schulter an Schulter eine ‘Mauer’, um gegen die Hindu-Reaktion zu protestieren und die fortschrittlichen Werte Keralas zu erhalten, vor allem die Frauenrechte zur Stärkung ihrer Macht.

Der Chef-Minister des Landes sagte, dass die Mauer Kerala davor retten soll, «wieder in die Ära der Finsternis zurückgezerrt zu werden».

Die massive Teilnahme überschritt alle Grenzen der Klassen/Kasten/religiösen Barrieren. Aus Solidarität bildeten tausende Männer eine zweite Parallell-Mauer.

Natürlich war die reaktionäre Zentralregierung von Modi und seine Elite-Hindu-Haiducken in Kerala gegen die ‘vanith mathil’ – die Mauer der Frauen.

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Quelle – källa – source

https://einarschlereth.blogspot.com/2019/01/620-km-mauer-der-frauen-quer-durch.html

 

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Diskussionen

2 Gedanken zu “620 km ‘Mauer’ der Frauen quer durch Kerala gegen das Brahmanen-Patriarchat

  1. Kerala neigt zum Kommunismus aus Tradition, weil der König eher mit dem Volk, als mit den Adligen war, eine Tendenz, die im Feudalismus immer möglich war, aber selten blieb.

    speziellen Dank für die vielen Fotos !

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    Verfasst von zivilistin | 8. Januar 2019, 6:59
  2. Hier kommt gleich ein Doppelkommentar: Rudolph Bauer ist in dem ‚Weser-Kurier‘ vom 3. Januar 19 fündig geworden und hat ihn kommentiert:
    In unserem regionalblatt „weser-kurier“ befindet sich auf der „vermischtes“-seite ein vierspaltiges foto mit der unterschrift: „Dutzende Menschen protestierten vor dem Sabarimala-Tempel, nachdem ihn zwei Frauen über Nacht heimlich besucht hatten.“ die überschrift des dazu gehörenden beitrags: „Hindutempel als Kampfzone / Zwei Frauen lösen einen Eklat bei religiösen Extremisten aus – mit einem Tempelbesuch“. ganz versteckt in der vierten spalte des beitrags ist die rede von im oktober (!) stattgefundenen „Ausschreitungen zwischen Verbotsbefürwortern und der Polizei, etwa 2000 Menschen wurden festgenommen.“ und es geht weiter: „Am Dienstag hatten Zehntausende Frauen in Kerala eine Menschenkette gebildet, um gegen das Tempelverbot zu protestieren.“

    da sieht man mal wieder, wie aus 3-5 millionen frauen 10.000e werden, und aus einer demo für frauenrechte eine gegen das tempelverbot.
    DARAUFHIN habe ich dann noch mal eine Erläuterung und Richtigstellung geschrieben:
    Kerala galt/gilt als Bastion des Säkularismus in Indien. Durch den Modi-Hindutwa Faschismus ist es zu schweren Verfolgungen und Massakern an Moslems gekommen und zunehmenden politischen und religiösen Spannungen im ganzen Land, auch in Kerala. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat es in Kerala (wie gleichzeitig in Ägypten, Indonesien etc.) eine Islam-Reform-Bewegung gegeben
    https://countercurrents.org/2018/12/27/why-vakkom-moulavi-matters-today/ ,
    auch ‘Renaissance’-Bewegung genannt, was zur Entspannung zwischen den starken islamischen und christlichen Gemeinden in Kerala führte. Auch da gab es eine «Rückwärtsbewegung».
    Im Oktober vorigen Jahres kam es zu Zusammenstößen beim Sabarimala-Tempel, als Frauen ihn betreten wollten. Daraufhin hat das Höchste Gericht bestätigt, dass auch Frauen im gebärfähigen Alter den Tempel besuchen dürfen. Zwei Frauen Anfang 40 machten sich um Mitternacht auf den Weg zum abgelegenen Tempel, wo sie um 4 Uhr eintrafen. Sie verrichteten ihre Gebete – keineswegs heimlich – mit anderen Gläubigen und kehrten heim.
    Es kam natürlich heraus und die Hindu-Ultras tobten und schlossen den Tempel für Stunden, um ihn zu «reinigen», was gegen die indische Verfassung und gegen den Beschluss des Höchsten Gerichtes verstößt. Pinarayi Vijayan, Chefminister von Kerala hat Polizeischutz für alle Frauen angeordnet, die den Tempel besuchen wollen. Das war also der Auslöser der Mammut-Demo.

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    Verfasst von Einar Schlereth | 4. Januar 2019, 16:23

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