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Inland, Militärpolitik

Linksismus

von Klaus Linder – http://www.facebook.com

Bild: „Humanitäre Interventionen“ der Bundeswehr

Eine der bevorzugten Beschäftigungen des merkelverliebten Linksismus, wenn sich nicht gerade Gelegenheiten bieten, regierungskonforme „Proteste“ gegen Putin und Xi Jinping zum „Hamburger Aufstand“ zu (v)erklären, ist die Nebelwand eines angeblichen „Kampfs gegen rechts“, unter anderem dargeboten als heldenhafter Enthüllungsjournalismus gegen „braune Netzwerke“ in der Bundeswehr. Da mag die Frage, ob Bundeswehrangehörige gar Kontakte zu Reichsbürgern nachzuweisen sind (man stelle sich vor: Reichsbürger im NATO-Manöver!!), oder was denn nun Franco Albrecht mit seiner uralt-Pistole und den „syrischen“ Fingerandrücken darauf so im Schilde geführt habe, zum zivilisationsbedrohenden Menetekel werden, daß die Bundeswehr nun vielleicht doch sich nach „rechts“ entwickeln könne – worauf ihr Treiben vor Syrien oder vor der russischen Westgrenze ohne solche „Netzwerke“, gemäß dieser Weltsicht, offenbar in keiner Weise schließen ließ.

Quintessenz dieser verkehrten Weltsicht ist die klassische Äußerung einer linksistischen Bundestagsabgeordneten (mit der Zuarbeit des „Zentrums für politische Schönheit“ im Rücken): „Schuld an der Gewalt ist Putin, der überall seine Bomben hinwirft“ auf dem Höhepunkt des G20 in Hamburg. Unzweifelhaft scheint dieser Weltsicht auch, daß mit der Entlassung Maaßens, Merkel sei Dank, eine gefährliche „Rechtsentwicklung“ vom Verfassungsschutz abgewendet wurde.

Was die innerimperialistischen Hygieneoperationen an der Bundeswehr betrifft, so ist solche „bunt-statt-braun“-Kosmetik für den völkerrechtswidrigen Auslandseinsatz von längerer Hand vorbereitet – sie gehört zum Gründungsbrimborium der Bundeswehr als NATO-Abteilung in Wehrmachts-Kontinuität, seit die Frankfurter Schule, unter strenger Geheimhaltung, ihre F-Skala zur Codierung einer politisch korrekten Bereitschaft zum Angriffskrieg einsetzte, zur Herausbildung des imperialistischen Killers, der auf gebildete und „mündige“ Weise massakriert, mit richtigem Bewußtsein nota bene, – eine Kreation, die dann gegen Serbien erstmals mit großem Hurrah losgelassen wurde.

Wer dieser Propaganda unter „linkem“ Vorzeichen allmählich überdrüssig und müde ist, ja wem sie inzwischen Übelkeit erregt, der darf sich ermutigt fühlen, daß das – auch unter dem publizistischen Druck des Linksismus – keine geheime Gedanken bleiben müssen, sondern dass Bertolt Brecht den Schrecken davor schon Ende der 20er Jahre aussprach:

„Von allen Militaristen sind diejenigen die gefährlichsten, die den Militarismus mildern wollen. Mich erschreckte nicht die Haltung der Extremen, die die allgemeine Dienstpflicht verlängern und den Drill verschärfen wollen. Aber als ich hörte, daß es Leute gab, die für ein Volksheer eintraten, eine Disziplin mit Berücksichtigung der Menschenwürde forderten und den Offizieren nahelegten, sich die Elemente der Bildung anzueignen, als ich das hörte, erschrak ich. Denn nun übersah ich eine endlose Kette von Kriegen, die unsere Kindeskinder töten, roh machen, niederhalten würden vermittels eines verbesserten Militarismus, und den widerlichsten Typ des Soldaten: den, der aus Berechnung tötet, aus Pflichtgefühl, auf Grund zwingender Argumente.“

Schriften zur Politik und Gesellschaft I, Aufbau Verlag Berlin und Weimar 1968, S. 44f

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