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Ausland, Europa

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Das OSZE-Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte veranstaltet eine Konferenz über die Meinungsfreiheit auf der Krim – und Journalisten von der Krim wird das Rederecht verweigert!

von https://www.theblogcat.de

Journalisten von der Krim durften bei dem OSCE-Meeting The Human Dimension Implementation 2018 des Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR) in Warschau , das der Meinungsfreiheit auf der Krim gewidmet war, nicht reden.

The Crimean Magazine – Spezialausgabe über die Medien auf der Krim

http://journalcrimea.ru/wp-content/uploads/2017/02/MID.pdf

Anm.d.Ü.: Schönes Vorwort im Magazin: „Die traurige Tatsache ist, dass im Informationskrieg derjenige, der die Wahrheit sagt, immer verliert. Er ist auf die Wahrheit beschränkt, während der Lügner behaupten kann was er will.“ – Robert Sheckley

Seite 64 ff (leicht gekürzt)

Jährlich organisiert das Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR) das „The Human Dimension Implementation Meeting. Es wurde im September 2018 in Warschau zum 22. Mal abgehalten. Auf der Tagesordnung: Menschenrechte und Fragen zur Demokratie. Dazu insbesondere ausgewählte Themen zur Freiheit der Medien. Das Recht von Migranten und der Kampf gegen Rassismus, Fremdenhass, Intoleranz und Diskriminierung.

https://www.osce.org/odihr/hdim_2018

Eine Delegation von Journalisten der Krim kamen nach Warschau, um bei dem Treffen zur Freiheit der Medien auf der Krim zu sprechen.

Sie durften in der Plenarsitzung jedoch nicht reden. Die Organisatoren schalteten kurzerhand die Mikrofone ab, nachdem der Direktor des einzigen krimtatarischen TV und Radiosenders „Millet“ in Russland an der Reihe war und gesagt hatte:

„Ich bin Ervin Musaev von der Republik Krim, Russische Föderation.“

„Ich hatte mich offiziell registriert, um über die Ereignisse auf der Krim zu berichten. Kanada, Österreich und die Ukraine haben sich dafür eingesetzt, meinen Bericht zu beenden, da ich angeblich ein Repräsentant einer nicht existierenden Einheit Russlands bin“, sagte Musaev.

Er wies darauf hin, dass auch andere Teilnehmer von der Krim vorhatten, auf der Konferenz zu reden. Deren Berichte wurden jedoch abgelehnt. „Nicht einer kam zu Wort. Der Rest musste gehen, bevor sie überhaupt reden konnten. Mir hat man das Wort erteilt, aber nachdem ich mich vorgestellt hatte und sagte, dass ich von der Republik Krim, der Russischen Föderation komme – da sind diese Länder gegen mich eingeschritten“, sagte Ervin.

Die ukrainische Delegation nannte die Krim-Journalisten Propagandisten.

Ervin Musaev veröffentlichte seinen Bericht in drei Sprachen. Wohlgemerkt in den drei Sprachen der Republik Krim: Russisch, Ukrainisch und Krimtatarisch.

Ein tatarischer Krim-Journalist veröffentlicht seine Rede: (Anm.d.Ü.: leicht gekürzt)

Meine Damen und Herren! Verehrte Kollegen!

Ich bin Ervin Musaev von der Republik Krim, Russische Föderation.

Ich bin Krimtatare. Ich bin der Direktor der „öffentlichen Crimean Tatar TV and Radio Company“. Wir haben fast 200 Angestellte. Die meisten davon Krimtataren. Unsere Firma besteht aus zwei Medienteilen: dem TV-Sender Millet und dem Radio Vatan Sedasi, es gibt eine Webseite und Seiten in den Sozialen Medien.

Unser Fernseh- und Radiosender berichtet objektiv über das sozio-politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Republik Krim, berichtet schnell über Ereignisse auf der Halbinsel und darüber hinaus in zwei Landessprachen: russisch und Krimtatarisch. Politiker und öffentliche Personen treffen sich in unseren Räumen und wir behandeln die Themen der Krim. Gegenwärtig starten wir ein neues Projekt zur Studie der Krimtatarischen Sprache, über das ländliche Leben und Projekte für Kinder. Ich möchte festhalten, dass unsere Zuhörer zur Verwirklichung solcher Projekte viele Ideen vorschlagen. Wir bekommen viele Rückmeldungen und Geschichten von der ganzen Krim.

Ich habe einen kurzen Bericht vorbereitet über das, was wirklich auf der Krim vorgeht, aus erster Hand:

Nun zu den Fakten.

Erstens:

Eines der ersten Dekrete, das der russische Präsident V.V. Putin bezüglich der Krim unterzeichnete, war das Dekret Nr. 268 vom 21.04.2014: „Zu den Maßnahmen zur Rehabilitierung der Armenier, Bulgaren, Griechen, Italiener, Krimtataren und Deutschen und zur staatlichen Unterstützung für ihre Belebung und Entwicklung“.

Dieses Dekret lieferte nicht nur die moralische Genugtuung, die ganz sicher notwendig war und auf die wir 70 Jahre lang gewartet haben, sondern auch eine faire finanzielle Lösung. Noch im Frühjahr 2014 hatten viele Orte – Gebiete mit dichter Besiedlung von Krimtataren kein Gas, Licht, Wasser und Straßen. Es gab keine ärztliche Versorgung, Schulen und Kindergärten. Und das alles im 21. Jahrhundert.

Das sind nicht nur Worte – das ist das Schicksal von Zehntausenden von Menschen – meinem Volk, Nachbarn und Freunden!

Zweitens:

Die beschlossene Verfassung der Republik Krim bekam auf der Halbinsel 2014 den Beinamen „Historische Einheit der Nationen“. Denn der Artikel 10 der Verfassung besagt, dass Russisch, Ukrainisch und Krimtatarisch die  Landessprachen der Republik Krim sind. Die Krimtataren haben 70 Jahre darauf gewartet – heute werden Gesetze und Verordnungen in den Landessprachen veröffentlicht, die Kinder können ihre eigenen Sprachen lernen.

Einfache Statistik:

– keine Wasserversorgung in 31 Siedlungen

– keine Stromnetz in 20 Siedlungen

– keine Gasversorgung in 101 Siedlungen

– keine Kanalisation in 208 Siedlungen

– keine befestigten Straßen in 142 Siedlungen

Und nur die Russische Krim hat auf Vorschlag der Städte und Regionen eine Liste von 74 großen Bauvorhaben beschlossen, deren Umsetzung bis 2020 günstige Konditionen für die Menschen herstellen wird:

Eine Heimat für nahezu 2.000 rehabilitierte Familien der Krim (19 mehrgeschossige Wohnungsbauobjekte);

– Die Schaffung von 7 Kindergärten für 1.575 Personen;

– Die Schaffung von 3 Sekundarschulen für 1.080 Personen;

– Stromanschluss für 5.000 Familien (12 Objekte);

– Wasseranschluss für 4.100 Familien (9 Objekte);

– Gasanschluss für 3.330 Familien (10 Objekte);

– Kanalisation für 2.000 Familien (5 Bauvorhaben);

– Befestigte Straßen für 2.100 Familien (9 Bauvorhaben);

– Ein Zentrum für multiethnische Kultur.

….

Ich möchte sagen, dass die Krim seit Jahrzehnten keine solchen Baufortschritte erlebt hat.

…..

Die Geschwindigkeit der Bauvorhaben und die soziale Unterstützung ist sehr hoch. Zum ersten Mal seit vielen Jahren fühlen die Krimbewohner, dass sich der Staat kümmert.

Meine Damen und Herren, Freunde, Kollegen.

Wir diskutieren gerade die wichtigen Fragen mein Heimatland betreffend, meiner Familie und Verwandten, Freunde und die Zukunft der Krim. Entschuldigung, falls ich zu emotionell war.

Beantwortet meine Frage: Wem von euch ist es verboten, die Krim zu besuchen? Und wenn es nicht verboten ist, warum kommt ihr dann nicht? Kommt her. Wir hatten bereits Gäste aus Deutschland, der Slowakei, der tschechischen Republik, Österreich, Philippinen, Türkei und aus afrikanischen Ländern. Redet mit den Menschen, schaut wie sich die Halbinsel verändert hat. Vergleicht. Analysiert. Lasst uns professionell und objektiv sein!

Wie kann es sein, dass geachtete Organisationen das fundamentale Prinzip der Objektivität verletzt haben? Statt einer umfänglichen und unparteiischen Analyse der Situation konsumiert ihr Spekulationen und Unterstellungen. Kommt her! Riecht den Wind der positiven Veränderung und den Fortschritt, zusammen mit echtem Kaffee, der eine traditionelle Spezialität der Krimtataren ist! Seht es euch selbst an! Nicht vom Hörensagen! Stellt das gebrochene Vertrauen wieder her, denn wir haben eine gemeinsame Aufgabe, die übrigens in der Charta eurer Organisation verankert ist: Die Unterstützung des Abbaus internationaler Spannungen!

Besucht die Krim! Die Welt muss die echte Wahrheit über die Krim und ihre Bevölkerung erfahren. Die Bewohner der Krim müssen zumindest gehört werden!

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/osze-und-die-meinungsfreiheit/

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