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Ausland, Naher Osten

Syrien: Ankara kündigt Militäroperation gegen US-gestützte Kräfte an – Kurdische SDF nimmt es gelassen

von https://orbisnjus.com

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan enthüllte während dem türkischen Verteidigungsindustrie-Gipfel das die Türkei in den kommenden Tagen eine Militäroperation gegen US-gestützten Syrisch Demokratischen Kräfte (SDF) in Nord-Ost Syrien starten werde.

Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu zitierte Erdogan wie folgt:

“Wir haben ausgesprochen das wir in einigen Tagen östlich des Euphrats eine Militäroperation starten werden, um die Region vor einer separatistischen Terroristen-Organisation zu retten.”

Der türkische Präsident kritisierte auch den Plan der US-geführten Koalition Beobachtungsposten entlang der syrischen Grenze zur Türkei zu errichten. Gleichzeitig betonte er hingegen das das türkische Militär während der bevorstehenden Operation keine in der Region stationierten US-Soldaten angreifen würde.

“Es ist offensichtlich das der Zweck der Beobachtungsposten in Syrien nicht dient um unser Land vor Terroristen zu schützen, sondern um die Terroristen vor der Türkei zu schützen,” so Erdogan.

Indes hat sich der Sprecher der SDF, Kino Gabriel, zu den Ankündigungen Erdogans geäußert. Gegenüber dem kurdischen Nachrichtensender Kurdistan 24 ließ Gabriel verlauten, das die Türkei nicht in der Lage sein würde den Nordosten Syriens anzugreifen,  da die Lage sich erheblich von der in Afrin unterscheide.

Der SDF-Sprecher teilte dem Nachrichtensender ferner mit das die US-Beobachtungsposten in Nord-Syrien das Gebiet gesichert hätten und alle potenzielle grenzübergreifenden Feindseligkeiten blockiert hätten.

“Die Vereinigten Staaten haben Beobachtungsposten errichtet und sich hier an der Etablierung von Sicherheit beteiligt. Ich denke nicht das wir in naher Zukunft weitere Angriffe erleben werden,” so Gabriel der hinzufügte das die Posten es zugelassen hätten das die SDF ihre Kräfte in Richtung der ISIS-Fronten konzentrierten.

Gabriel gab den im vergangenen Monat stattgefundenen türkischen Angriffen, die Schuld für das Wiederaufleben der ISIS in diversen Städten im Euphrat-Flusstal.

Die türkisch gestützte Syrische Nationalarmee (SNA eine weitere Terroristen-Fraktion der Freien Syrischen Armee FSA) gab derweil mögliche Ziele der fraglichen Operation preis.

Das Nachrichtenportal Southfront verwies auf das oppositionelle Medium Enab Baladi, das mit dem SNA-Anführer Haitham Afisi sprach. Laut Afisi würde die türkische Militäroperation wahrscheinlich die Grenzstadt Tel-Abyad und umliegende Dörfer anvisieren.

“Wir sind bereit für jede Militärkampagne östlich des Euphrats,” so der SNA-Anführer.


Ob die Türkei den Startschuss für seine Dschihadisten Heerscharen geben wird, um US-gestützten kurdischen Terroristen weitere Grenzgebiete zu entreißen und ihre Besatzungszone zu expandieren, hängt von der Haltung der Vereinigten Staaten ab.

Laut dem Sprecher der SDF würden die US-Beobachtungsposten jedweden Angriff auf die besagte Region unmöglich machen. Zudem würde die direkte Beteiligung von US-Soldaten an der Etablierung von Sicherheitsmaßnahmen ihr übriges tun.

Die USA stehen derweil zwischen zwei Stühlen. Sollten sie die Militäroperation Ankaras zulassen, stellen die SDF höchstwahrscheinlich ihre Kampfhandlungen gegen die ISIS in der Hajin-Region umgehend ein.

Als vor einigen Wochen das türkische Militär Stellungen der SDF in Ayn al-Arab (Kobani) unter Beschuss nahm, stoppten die US-gestützten Kräfte ihre Offensive gegen den Islamischen Staat, was zur Folge hatte das die USA die Beobachtungsposten errichteten.

Da es hingegen im Ermessen der USA ist den IS solange wie möglich am Leben zu halten, ist es nicht weit hergeholt davon auszugehen das die Vereinigten Staaten die Türkei machen lassen werden.

Schließlich birgt diese Variante Chaos in sich, und macht die russisch-türkische Kooperation in Idlib zunichte. Dort sollte die Al-Qaida von Ankara annihiliert werden, was sich ohnehin problematisch gestaltet. Und nun durch die komplette Abwendung von dem Geschehen in Idlib, und Neuausrichtung auf SDF-gehaltene Gebiete völlig brachliegt.

Die SDF sind Bauernopfer deren Bestehen vom Wohlwollen der Amerikaner abhängt, Sollte sich das Afrin-Szenario wiederholen ohne ein amerikanisches Einlenken und die Kurden drücken aufgrund ihres lechzen nach einem eigenen Staat alle Augen zu und lassen alles über sich ergehen, dann kann man nur noch von einer insgeheimen Absprache zwischen den drei Parteien reden, die darin mündet das Ankara sämtliche Grenzgebiete annektiert und der Einflussbereich der Amerikaner nicht schwindet.

https://orbisnjus.com/2018/12/13/syrien-ankara-kuendigt-militaeroperation-gegen-us-gestuetzte-kraefte-an-kurdische-sdf-nimmt-es-gelassen/

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