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Kultur, Satire

„Bitte Präsident Assad, bewaffnen Sie die Demonstranten in Frankreich, um dieses brutale Durchgreifen zu beenden“

von Brandon Turbeville – http://www.brandonturbeville.com

Übersetzung LZ

Nach wochenlangen massiven Protesten in Frankreich ist eines klar: Das französische Volk hat das derzeitige Regime satt. Nach jahrzehntelanger Unterdrückung durch eine immer abgehobenere Elite, wirtschaftlicher Stagnation, einem repressiven Polizeistaat und jetzt steigenden Treibstoffpreisen steht das französische Volk endlich auf und fordert, dass der Status quo dem immer stärker werdenden Konzept der Demokratie Platz macht.

Fast unmittelbar nach Beginn der Proteste startete das Macron-Regime ein brutales Vorgehen gegen die Demonstranten und ging sogar so weit, chemische Waffen gegen unbewaffnete Menschen einzusetzen, um die Funken der Demokratie zu ersticken. Hunderte von unschuldigen Menschen wurden durch die Sicherheitskräfte des Regimes verletzt. Es wurden auch Dutzende von Verhaftungen vorgenommen, wobei die Opfer vermutlich in Macrons Folterkammern gebracht wurden.

Der jüngste Versuch des Macron-Regimes, die Treibstoffpreise zu erhöhen, scheint wieder einmal der Strohhalm zu sein, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, und in Kombination mit Bildern von Macron umherjettend in der ganzen Welt, beim Essen dekadente Speisen und wie er mit seinem luxuriösen Leben prahlt, ist die Distanz zwischen dem Regime und den Menschen für alle sichtbar.

Aber die Erhöhung der Kraftstoffsteuern ist nur eines von vielen Verbrechen des Regimes gegen das französische Volk. Die bewusste Auslagerung der französischen Industrie in Länder der Dritten Welt hat viele Franzosen arbeitslos gemacht, während das Regime weiterhin den Reichtum der Glücklichen beschlagnahmt, die Arbeit haben, die exorbitant besteuert wird. Darüber hinaus unterdrückt das Regime ohne zu zögern jede abweichende Meinung, nachdem es die Bevölkerung entwaffnet hat, um Widerstand noch weniger möglich zu machen. Freie Meinungsäußerung und sogar freies Denken gibt es in Frankreich nicht, wo das Regime die Infragestellung von Staatsnarrativen mit Gefängnisstrafen bestraft und alle politischen Oppositionellen gezwungen sind, sich einer psychiatrischen Beurteilung zu unterziehen.

Während die französische Wirtschaft schwächelt und die Bevölkerung unterdrückt wird, hat das Regime sein Militär in zahlreiche andere Länder wie Niger, Libyen und Syrien geschickt, wo jetzt Chaos herrscht und ungezähltes Blutvergießen stattgefunden hat.

Leider stehen die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Deutschland und praktisch die gesamte westliche Welt weiterhin zum französischen Diktator, während seine Sicherheitskräfte mit brutaler Repression friedliche Demonstranten unterdrücken.

Da die westliche Welt keine Maßnahmen zur Verteidigung des französischen Volkes ergreift und Russland damit beschäftigt ist, sich in Wahlen einzumischen, Hillary Clinton zu verfolgen und „gute“ Länder zu „erobern“, haben wir keine andere Wahl, als Präsident Bashar al-Assad aufzufordern, das Einzige zu tun, was möglich ist, um das französische Volk und die sterbende Glut der Demokratie zu verteidigen.

Wir verstehen die Versuchung der Beschwichtigung und der Verschwiegenheit gegenüber den Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die heute in Frankreich stattfinden, und wir sind uns der Probleme bewusst, mit denen Syrien zu Hause konfrontiert ist. Die Welt betrachtet Syrien jedoch als die einzige Hoffnung, unschuldige Menschen in Frankreich zu verteidigen. Syrien muss dort handeln, wo der Rest der Welt nicht in der Lage oder nicht willens ist.

Präsident Assad, nachdem sie in einen vom Außland unterstützten Krieg verwickelt wurden, der über 400.000 Menschen das Leben gekostet hat, das Land bis ins Mark erschüttert und eine der größten humanitären Katastrophen des 21. Jahrhunderts ausgelöst hat, wissen Sie genau, welchen Unterschied die Bewaffnung von „Rebellen“ machen kann. Aus diesem Grund fordern wir Sie auf, den Demonstranten in Frankreich unverzüglich Hilfe und Waffen zur Verfügung zu stellen. Wird es Blutvergießen bringen? Ja. Wird es das Leben unschuldiger Menschen kosten? Ja. Wird es ein unmoralischer Kriegsakt sein? Auch ja.

Als Opfer internationaler Sanktionen sind Sie bestens darüber informiert, wie ein solches Embargo den Lebensstandard des Volkes einer Nation drastisch senken kann, das nichts mit einer Meinungsverschiedenheit zwischen den Staatschefs zu tun hatte. Sie haben seit geraumer Zeit unter westlichen Sanktionen gelitten, und Sie haben gesehen, wie Millionen Ihrer Nachbarn infolge der amerikanischen Sanktionen in ihrem Land verhungert sind. Weil Sie sich all dessen bewusst sind, müssen Sie sich auch bewusst sein, wie wichtig es ist, dass Sie auf der Weltbühne die Forderung stellen gegen Frankreich unverzüglich Wirtschaftssanktionen zu verhängen. Wenn es mehr Druck auf Macron bedeutet, dann lohnt es sich eindeutig, das französische Volk  auszuhungern.

Da wir alle wissen, wie brutal das französische Regime ist und wie bedingungslos Macron an der Macht bleiben will, kann es notwendig sein, begrenzte Luftangriffe gegen Macrons Luftwaffe zu unternehmen. Dies kann einen umfassenden Krieg auslösen, möglicherweise sogar den dritten Weltkrieg. Aus nicht genannten Gründen wird es sich jedoch lohnen. Ja, Zivilisten werden sterben. Aber Sie können verhindern, dass Zivilisten sterben, indem Sie sie jetzt töten, damit Macron niemanden mehr zum Töten hat, und ihn so in den Augen seines Volkes und der ganzen Welt weiter erniedrigen.

Um das klarzustellen, wir fordern keine syrischen Stiefel am Boden. Die Einrichtung von „Beobachtungsposten“, „Luftwaffenstützpunkten“ und „Ausbildungsbasen“ kann jedoch notwendig werden, um „Rebellen“ auszubilden und Patrouillen sowie Luftangriffe gegen französische zivile und militärische Standorte durchzuführen.

Präsident Assad, die Welt beobachtet uns. Sie müssen in dieser dunklen Stunde Größe zeigen und sagen: „Nie wieder!“ Sie müssen für Demokratie und Freiheit eintreten. Sie müssen den Kurs beibehalten, bis Macron zurücktritt und bis eine politische Lösung zwischen den von Ihnen bewaffneten „Rebellen“ und dem Regime gefunden ist.

Alle Demonstranten, die bereit sind, mit der Polizei oder den Sicherheitskräften zusammenzuarbeiten, sind Demonstranten, die es wert sind, von einer ausländischen Macht bewaffnet zu werden. Mr. Präsident, die Welt schaut zu.

Offensichtlich handelt es sich bei diesem Artikel um eine Satire. Der Autor will nicht, dass sich Syrien in Frankreich engagiert, noch will er Gewalt in Europa oder anderswo sehen. Er bedauert jedoch, dass 2018 Satire regelmäßig dadurch ruiniert wird, dass man sie als solche bezeichnen muss.

http://www.brandonturbeville.com/2018/12/please-president-assad-arm-protesters.html

 

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “„Bitte Präsident Assad, bewaffnen Sie die Demonstranten in Frankreich, um dieses brutale Durchgreifen zu beenden“

  1. Wer fordert das denn , welcher Idiot ??

    Gefällt mir

    Verfasst von beatehermann | 9. Dezember 2018, 14:27

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