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Geschichte, Kultur

So klingen wirkliche Kommunisten. Nicht liberal-irgendwie-Linke. KPD-Programm 1952.

von Klaus Linder – http://www.facebook.com/klaus.linder.332

Weiter aus dem „Programm der nationalen Wiedervereinigung Deutschlands“, das die KPD vor 66 Jahren, im November 1952, veröffentlichte. Aus dem ersten Kapitel „Die Notlage in Westdeutschland“:

„Zugleich führt der amerikanische Imperialismus einen systematischen Kampf gegen die deutsche Nationalkultur. Er möchte sie vernichten, damit die Deutschen vergessen, daß sie Deutsche sind, und daß sie eine große Vergangenheit als selbständige und begabte Nation besitzen. Er möchte das deutsche Volk dazu erziehen, auf einen einheitlichen, deutschen Nationalstaat und auf die deutsche Nationalkultur zu verzichten und die „amerikanische Lebensweise“ mit ihrer äußerlichen und primitiven „Kultur“ zu übernehmen. Die amerikanischen und englischen Machthaber wollen nur für ihr eigenes imperialistisches Land das Recht auf selbständige nationale Existenz gelten lassen, dem deutschen Volk und den anderen Völkern Europas aber dieses Recht nehmen, indem sie ihnen das „Europäertum“, die „Integration Europas“, den „Kosmopolitismus“ usw. aufzwingen.

Die imperialistischen Besatzungstruppen üben die Funktion von Straf- und Gendarmeriebataillonen aus. Deutsche Frauen und Mädchen gelten den Okkupanten als Freiwild.

Die amerikanischen Imperialisten geben sich jedoch nicht damit zufrieden, die westdeutsche Bevölkerung zu versklaven, auszurauben und zu erniedrigen. Sie wollen Westdeutschland in den neuen Aggressionskrieg hineinzerren, den sie vorbereiten.

Das amerikanische Rüstungskapital liebt es, mit fremden Händen Krieg zu führen. Daher ist es entschlossen, für die Verwirklichung seiner Angriffspläne gegen die Sowjetunion, die volksdemokratischen Länder und die Deutsche Demokratische Republik, Westdeutschland mit seiner starken Industrie, seinen Menschenreserven und seinen Militärkadern einzusetzen. Aus diesem Grunde wird mit allen Mitteln die Schaffung einer deutschen Söldnerarmee organisiert, Westdeutschland in einen Exerzierplatz verwandelt, die Errichtung militärischer Bauten, Flugplätze, Waffenlager und Kasernen betrieben, daher werden Gebäude, Brücken, Straßen, Staudämme und Wälle mit Sprengkammern versehen. So werden die Vorbereitungen getroffen, um Westdeutschland in das Abenteuer eines neuen Eroberungskrieges zu stürzen.

Gerade wir Deutschen kennen aus eigener Erfahrung den Ausgang von Eroberungskriegen. Den vorigen Krieg führte der deutsche Imperialismus im Bündnis mit dem kaiserlichen Japan, dem faschistischen Italien und einer Reihe anderer Staaten. Er endete mit der vollen Niederlage. Nicht anders würde ein neuer Angriffskrieg enden. Zeigen nicht die Niederlagen der USA in Korea und China, die Niederlagen Englands in Malaya und Iran, die Niederlagen Frankreichs in Vietnam, die tiefe innere Schwäche des Lagers der großsprecherischen Imperialisten?

(…)

Und ist der westdeutschen Bevölkerung etwa nicht bekannt, daß die Amerikaner mit ihren Verbündeten nicht wie mit gleichberechtigten Partnern, sondern wie mit Söldnern umgehen? Sie würgen, bedrängen und berauben sogar solche Verbündete wie England und Frankreich. Welches Schicksal erwartet angesichts dessen das von den Imperialisten okkupierte Westdeutschland?

Die Perspektive, die der amerikanische Imperialismus Westdeutschland eröffnet, ist: Heute zunehmende Ausplünderung und Versklavung und morgen Verwandlung unserer Heimat in verbrannte Erde, als Folge des amerikanischen Aggressionskrieges, dessen Scheitern von vornherein feststeht.

Deshalb muß Westdeutschland ein für allemal mit der amerikanischen Politik der Aggression und des Strebens nach Weltherrschaft brechen. Es muß den Weg gehen, der im Potsdamer Abkommen festgelegt ist, das heißt den Weg der Einheit, der Demokratie und des Friedens.“

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Diskussionen

2 Gedanken zu “So klingen wirkliche Kommunisten. Nicht liberal-irgendwie-Linke. KPD-Programm 1952.

  1. ja, das liest sich „schaurig-schön“….
    aber was soll das jetzt? legitimierung, sich dem alten lied der mainstream medien/politiker „linksextremisten und rechtsextremisten sind genau dasselbe und also beide böse“ anzuschliessen? ohne mich!

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    Verfasst von philip trellert | 19. November 2018, 11:48
  2. gut, das war in anderer Zeit, lange her …., da lebte ja sogar Stalin noch……was sagen die gleichen (oder ihre nachfolger ) denn heute?

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    Verfasst von tom | 18. November 2018, 12:05

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