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Theorie, Wirtschaft

Mit dem Buch „Einführung in das Kapital von Karl Marx“ von Friedrich Engels hat man schon das Kapital von Marx verstanden.

von Norbert Nelte

Ich empfehle jeden Neueinsteiger in den Marxismus, nicht mit dem Kapital anzufangen, es ist  nur was für Spezialisten, besser mit Einführung in das Kapital von Karl Marx von Friedrich Engels. Helmut Kohl erzählte einmal, dass er nur bis zur Seite 100 bei Marx gekommen ist. Karl Marx beleuchtet seine Theorien von  allen Gegenargumenten der Kritiker seiner Zeit, die wir heute gar nicht mehr kennen.

Marx war ein Philosoph, und als solcher setzte er sich mit seinen Fragen auch philosophisch auseinander, so, dass Du denkst, der kommt ja nie auf den Punkt. Aber die Betrachtungen aller sinnigen und unsinnigen Argumente musste er auch machen, sonst wären die Intellektuellen gar nicht auf ihn aufmerksam geworden, dazu gehören natürlich auch im 19. Jahrhundert die gewaltigen Bärte.

Der Dietz-Veerlag macht bei der Engels Einführung gleich am Anfang folgende 1. Füßnote: „Als 1859 Marx‘ »Zur Kritik der Politischen Ökonomie« erschienen war, hatte die offizielle deutsche Nationalökonomie davon keinerlei Notiz genommen, wodurch die unmittelbare Wirkung der Arbeit stark beeinträchtigt wurde. Um zu verhindern, dass dem »Kapital« das gleiche Schicksal widerfuhr, organisierten Engels und andere Mitkämpfer sofort nach dem Erscheinen des Werkes die Veröffentlichung von Rezensionen und Annotationen (kurze inhaltliche Zusammenfassung eines Buches [für bibliothkarische Zwecke]) in der deutschen Presse. Sie erreichten, dass bis Juli 1868 davon mindestens fünfzehn publiziert wurden. Während Engels in den für die bürgerlichen Zeitungen anonym geschriebenen Rezensionen das Buch scheinbar vom bürgerlichen Standpunkt aus kritisierte, um die bürgerlichen Ökonomen zu zwingen, sich über das »Kapital« zu äußern, konnte er in der Arbeiterpresse Marx‘ eigentliches Anliegen den Arbeitern nahe bringen. In den hier abgedruckten drei Rezensionen werden von ihm Marx‘ entscheidende Erkenntnisse am klarsten hervorgehoben und erläutert.“

Es ist zu empfehlen, bei den ökonomischen Marx-Büchern erst die Leichteren von Marx zu nehmen wie „Lohnarbeit und Kapital“ (1849) oder „Lohn, Preis, Profit“ (1865) bzw. gleich das hier besprochene Buch von Friedrich Engels „Einführung in das Kapital von Karl Marx“ auf Marxismus-Bilderbuch zu nehmen, er spricht dort alle wichtigen Punkte schon an.

Der wesentlichste Punkt von Marx’ „Kapital“ ist aber der tendenzielle Fall der Profitrate“, und den spricht er leider kaum an. Ich denke, wenn man den nicht versteht, kann man den ganzen Marxismus nicht verstehen. Ich habe deshalb bei dem Engelswerk den Anfang vom 13. Kapitel des 3. Buches von Marx’ Kapital hinten als Anhang noch einmal dazu gesetzt, denn hier ist Marx auch einfach zu verstehen. Ein besondrs sehr zu empfehlendes Buch ist das dadurch geworden.

Engels beobachtet stärker die Profitrate des Handelskapital im Feudalismus. Er schreibt.´dass „der Augsburger Fugger, Welser, Vöhlin, Hochstetter etc. und der Nürnberger Hirschvogel und andere, die mit einem Kapital von 66.000 Dukaten und drei Schiffen sich an der portugiesischen Expedition nach Indien 1505/06 beteiligte und dabei einen Reingewinn von 150, nach andern 175 Prozent“ machten. Anfang des 19. Jahrhundert waren sie in der Produktion bei Krupp oder bei Borsig nur noch um 70%.

Er stellt ein Rechenbeispiel an, bei dem er deshalb die errechneten 25% eine bescheidene Mehrwertsrate nennt: „Wir nehmen an, der Mehrwert, den er sich durch die neue Methode vom Weber aneignet, betrage nur 5 % vom Wert des Zeugs, was die sicher sehr bescheidene Mehrwertsrate von 25 % ausmacht“

Mehr leider nicht zum Fall der Profitrate. Insgesamt aber kann man sagen, dass damals die Wissenschaft sich noch nicht auf empirische Daten hatte aufbauen konnte, die Manufakturen wurden zu Marx‘ Zeiten gerade von der Maschinenindustrie abgelöst. Umso genialer ist die Überlegung von Marx, dass bei Verbesserung der Maschinen und dadurch anteilsmäßig weniger Lohn die Profitrate sinkt.‘

Er schreibt im 13. Kapitel des 3. Bandes „Diese fortschreitende relative Abnahme des variablen Kapitals im Verhältnis zum konstanten und daher zum Gesamtkapital ist identisch mit der fortschreitend höheren organischen Zusammensetzung des gesellschaftlichen Kapitals in seinem Durchschnitt.“
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Wenn c =   50,
V = 100, so ist p´ = 100/150 = 662/3%.
Wenn c = 100, V = 100, so ist p´ = 100/200 = 50%.
Wenn c = 200 V = 100, so ist p´ = 100/300 = 331/3%.
Wenn c = 300 V = 100, so ist p´ = 100/400 = 25%.
Wenn c = 400 V = 100, so ist p´ = 100/500 = 20%.

„Dieselbe Rate des Mehrwerts, bei unverändertem Exploitationsgrad der Arbeit, würde sich so in einer fallenden Profitrate ausdrücken, weil mit seinem materiellen Umfang, wenn auch nicht im selben Verhältnis, auch der Wertumfang des konstanten und damit des Gesamtkapitals wächst.“

(Karl Marx, Kapital, 3. Band, Dritter Abschnitt, Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate,  DREIZEHNTES KAPITEL, Das Gesetz als solches, S. 221.)

Marx weiter: „Nimmt man nun ferner an, dass diese graduelle Veränderung in der Zusammensetzung des Kapitals sich nicht bloß in vereinzelten Produktionssphären zuträgt, sondern mehr oder weniger in allen oder doch in den entscheidenden Produktionssphären, dass sie also Veränderungen in der organischen Durchschnittszusammensetzung des einer bestimmten Gesellschaft angehörigen Gesamtkapitals einschließt, so muss dies allmähliche Anwachsen des konstanten Kapitals, im Verhältnis zum variablen, notwendig zum Resultat haben einen graduellen Fall in der allgemeinen Profitrate bei gleichbleibender Rate des Mehrwerts oder gleichbleibendem Exploitationsgrad der Arbeit durch das Kapital.“

„Diese Rate des Mehrwerts würde sich jedoch, wie wir gesehen, in sehr verschiednen Profitraten ausdrücken, je nach dem verschiednen Umfang des konstanten Kapitals c und damit des Gesamtkapitals C, da die Profitrate = m/C. Ist die Mehrwertsrate 100%:

„Nun hat sich aber gezeigt, als ein Gesetz der kapitalistischen Produktionsweise, dass mit ihrer Entwicklung eine relative Abnahme des variablen Kapitals im Verhältnis zum konstanten Kapital und damit im Verhältnis zu dem in Bewegung gesetzten Gesamtkapital stattfindet.“

Dieser 13. Kapitel des 3. Buches ist meines Erachtens das wichtigste Ergebnis des Buches Kapital, aber bei Engels kommt das mit der zwingenden Darstellung von Marx seltsamerweise nicht vor. Also neben Engels auch den 13 Kapitel bei Marx lesen (als Anhang bei Engels), vielleicht noch meine Broschüre, „Kapital leicht gemacht“, denn hier wird auch erklärt, warum das Kapitalisten immer zwanghaft rationalisiert haben, obwohl sie wussten, dass dabei immer wieder ihre Profitrate sinkt. Jede Rationalisierung führt dazu, nachdem alle sie getätigt haben, dass der Preis der Ware auf die vorher geplanten niedrigeren Kosten plus Mehrwert fällt, und entsprechend fällt auch die Profitrate.

[Natürlich geschehen die Rationalisierungen immer gleichzeitig, also nur der 3. Schritt. Aber die Kapitalisten erhoffen sich nur den 2. Schritt. Mein Job als  Betriebswirt, Wirtschaftlichkeitsrechner war immer den 2. Schritt zu errechnen und wann die Maschine/Anlage sich amortisiert hat, bezahlt gemacht hat. Da aber hört dann das Denken der Ökonomen auf und dafür verleihen sie sich gegenseitig den Nobelpreis. Bei C sinkt der Preis auf die vorher kalkulierten, billigeren Kosten plus Mehrwert]

Die Linken haben das Kapital überhaupt nicht verstanden, vielleicht kamen sie auch nur wie Helmut Kohl bis zur Seite 100. Mir sagte einmal in den 70er Jahren der Gründer der SAG Volkhard Mosler, die Frage des tendenziellen Falls der Profitrate sei nebensächlich, die Arbeiter würden auch nicht streiken, wenn sie das wüssten.

Das stimmt zwar, aber die Kader müssen das wissen, um zu sehen, wo wir überhaupt stehen. Wir sehen doch, die zwei größten Gruppen der Linken, Marx21 (SAG Nachfolger) und SAV kuscheln mit den Linken und der Merkel und wähnen sich schon halb im Sozialismus. Bei einer Profitrate von 1% und globaler Schuldenkrise und immer mehr Überkapazitäten schreibt – Marx 21 völlig blind, sie stände laut IWF bei 12%.

Engels musste sich auch ständig mit Banausen rumschlagen. Sehr lustig schreibt er die Anekdote wegen des Wertgesetzes von Marx mit dem „Wichtelmännchen“ Achille Loria, Ökonomie Professor, wie dieser entrüstet „den festgefügten Marxschen Riesenbau in die Luft heben und zersprengen kann.“

Dazu muss man noch sagen, das die Ökonomen auch heute noch meinen, der Preis einer Ware stelle sich her über Angebot und Nachfrage und auch das „Wichtelmännchen“ verhöhnt Marxens Aussage mit dem Zufall. Geblieben ist Marx und seine Warenwerttheorie: Die kristallisierte (tote) Arbeit und die gesamte Arbeitskraft (v+m) fließen in die Ware ein und machen den Wert aus und der Preis gravitiert je nach Krise oder Boom um den Warenwert.

Es ist klar, dass unser Professor sich so echauffieren musste, denn damit hatte ja auch Marx gesagt, dass eigentlich die ganze Ware den Arbeitern gehöre, sie nur vom Kapital enteignet wurde.

„Man sieht, unser Loria ist überglücklich. Hat er nicht recht gehabt, Marx als seinesgleichen, als ordinären Scharlatan zu traktieren? Da seht ihr’s – Marx mokiert sich über sein Publikum ganz wie Loria, er lebt von Mystifikationen ganz wie der kleinste italienische Professor der Ökonomie. Aber während Dulcamara sich das erlauben darf, weil er sein Handwerk versteht, verfallt der plumpe Nordländer Marx in lauter Ungeschicklichkeiten, macht Unsinn und Absurdität, so dass ihm schließlich nichts übrig bleibt als feierlicher Selbstmord.“

Wir sehen, mit dem Warenwert setzt er sich noch sehr gründlich auseinander und mit den anderen wichtigen Punkten wie Geld, Ware, Produktion, Arbeitstag, Mehrwertrate auch und spricht hier eine klare Sprach die schnell auf den Punkt kommt.

Darstellen lässt diese Klarheit besonders an einem Punkt.

„Das Arbeitsmittel gibt nur den Wert ans Produkt ab, den es seihst verliert,  p. 169. Dies ist in verschiednem Grad der Fall. Kohle, lubricants   (Schmiermittel)   pp.   werden   ganz   verzehrt.   Rohstoffe nehmen eine neue Form an. Instrumente, Maschinen etc. geben nur langsam und teilweise Wert ab, und der Verschleiß wird erfahrungsgemäß berechnet, p. 169, 170. Hierbei bleibt das Instrument doch fortwährend ganz im Arbeitsprozess. Hier also dasselbe Instrument zählt im Arbeitsprozess ganz und im Verwertungsprozess nur teilweise, so dass der Unterschied beider Prozesse hier an gegenständlichen Faktoren sich reflektiert. p. 171. Umgekehrt, der Rohstoff, der Abfall bildet, geht ganz in den Verwertungsprozess ein und in den Arbeitsprozess, da er minus des Abfalls im Produkt erscheint, p. 171.“

Wir sehen, er spricht klares Deutsch, jeden Satz, jeden Halbsatz kann ,man sofort verstehen. Aber weiter, jetzt der Vergleichssatz:

„In keinem Fall kann das Arbeitsmittel aber mehr Tauschwert abgeben, als es selbst besaß – es dient im Arbeitsprozess nur als Gebrauchswert und kann daher nur den Tauschwert abgeben, den es vorher schon besaß, p. 172.“

Auf der Seite 171 bei Marx lesen wir mehr über das Geld:

„Der Wert wird also prozessierender Wert, prozessierendes Geld und als solches Kapital. Er kommt aus der Zirkulation her, geht wieder in sie ein, erhält und vervielfältigt sich in ihr, kehrt vergrößert aus ihr zurück und beginnt denselben Kreislauf stets wieder von neuem.(13) G – G‘, geldheckendes Geld – money which begets money – lautet die Beschreibung des Kapitals im Munde seiner ersten Dolmetscher, der Merkantilisten … Abstrakt betrachtet, d.h. abgesehen von Umständen, die nicht aus den immanenten Gesetzen der einfachen Warenzirkulation hervor fließen, geht außer dem Ersatz eines Gebrauchswerts durch einen andren nichts in ihr vor als eine Metamorphose, ein bloßer Formwechsel der Ware. Derselbe Wert, d.h. dasselbe Quantum vergegenständlichter gesellschaftlicher Arbeit, bleibt in der Hand desselben Warenbesitzers in Gestalt erst seiner Ware, dann des Geldes, worin sie sich verwandelt, endlich der Ware, worin sich dies Geld rückverwandelt. Dieser Formwechsel schließt keine Änderung der Wertgröße ein. Der Wechsel aber, den der Wert der Ware sel bst  in diesem Prozess durchläuft, beschränkt sich auf einen Wechsel seiner Geldform. Sie existiert erst als Preis der zum Verkauf angebotenen Ware, dann als eine Geldsumme, die aber schon im Preise ausgedrückt war, endlich als der Preis einer äquivalenten Ware. Dieser Formwechsel schließt an und für sich ebenso wenig eine Änderung der Wertgröße ein wie das Auswechseln einer Fünfpfundnote gegen Sovereigns, halbe Sovereigns und Schilling.“

Keine Wertabgabe. Ich denke, dass das der deutschen Übersetzung geschuldet ist und dass Marx seine Absätze bei Neuauflagen umgestellt hat

Aber auf S. 408 lesen wir im 13. Kapitel, Teil I (Abschnitt 1 bis Maschinerie und große Industrie unter Punkt 2: Wertabgabe der Maschinerie an das Produkt

„Gleich jedem andren Bestandteil des konstanten Kapitals schafft die Maschinerie keinen Wert, gibt aber ihren eigenen Wert an das Produkt ab, zu dessen Erzeugung sie dient. Soweit sie Wert hat und daher Wert auf das Produkt überträgt, bildet sie einen Wertbestandteil desselben. Statt es zu verwohlfeilern, verteuert sie es im Verhältnis zu ihrem eignen Wert. Und es ist handgreiflich, dass Maschine und systematisch entwickelte Maschinerie, das charakteristische Arbeitsmittel der großen Industrie, unverhältnismäßig an Wert schwillt, verglichen mit den Arbeitsmitteln des Handwerks- und Manufakturbetriebs.“

Das ist zwar auch klar, es fehlt aber doch der kurze und klare Satz wie bei Engels: „In keinem Fall kann das Arbeitsmittel aber mehr Tauschwert abgeben, als es selbst besaß“. Das Problem bei Marx ist, dass er an wichtigen Stellen nicht auf den Punkt und oft ausländisch schreibt und das man vor lauter Wald nicht die kostbaren Bäume findet.

Kein Punkt, aber notwendig. Aber, wenn man den Engels gelesen hatte, kann man den Marx leichter verstehen, eigentlich jeder. Und darum ging es ja, Ziel erreicht, also Einführung in das Kapital von Karl Marx von Friedrich Engels gratis downloaden.

http://www.marktendenews.de/Theorie/2018/Einfuehrung/in%20das%20Kapital.html

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Mit dem Buch „Einführung in das Kapital von Karl Marx“ von Friedrich Engels hat man schon das Kapital von Marx verstanden.

  1. Profitrate

    Vielleicht nun doch mal ein interessanter Streit in der Sache und ich bin ja selbst Ökonom und habe diese Werke nicht nur gelesen,sondern studiert und in mehreren Prüfungen an verschiedenen Hoch-und Fachschulen immer mit der Note 1 abgeschlossen;-).

    Dabei ist mir früher schon aufgefallen, wie viele Mitbürger oder auch unter den Mitstudenten Marx nur formal wiedergeben konnten und da machten Parteikader keine Ausnahme.

    Im Gegenteil, das waren die schlimmste Dogmatiker.

    Nicht immer ist jeder Satz bei Marx heute noch gültig und manche waren schon damals falsch, wobei ich mich nur noch an diese Feststellung als Erkenntnis erinnere, nicht mehr an das Detail, weil das nicht so wichtig war.

    Denn in seiner Grundaussagen lag Marx damals richtig und das betrifft sowohl das Wertgesetz und den tendenziellen Fall der Profitrate.

    Marx war Philosoph, richtig und das Kapital kann nur im Zusammenhang mit dem wissenschaftlichen Sozialismus und dem historischen und dialektischen Materialismus behandelt werden.

    Sagt ja auch der Autor, tut es aber nicht..

    Da hat er zwei sich widersprechende Thesen mitgeteilt, die 12% des Marxkritikers sind mit Zahlen belegt, die 1% Profitrate belegt er nicht.

    Ich selbst habe mit vor Jahren mal mit dem Thema beschäftigt. Mein Resümee, die verwendeten Zahlen stellen nicht die Realität dar. Welches Unternehmen legt wirklich seine Gewinne offen und zweitens, wie real sind heute Preise als Ausdruck von Wert und das auch noch bei einem Geld, das selbst keinen Wert mehr darstellt, also aus dem Nichts geschaffen werden kann?

    Deshalb habe ich auf Zahlen verzichtet und habe ein kybernetisches Modell aufgestellt.

    Diese Modell habe ich über 4 Jahre daraufhin geprüft, wie es auf die unterschiedlichen Probleme unserer Zeit reagieren würde und es erwies sich als unschlagbar in der Theorie.

    Nun habe ich natürlich dabei auch das ergründet, was in der Praxis die Umsetzung behindert und erschwert.
    Dazu gehören psychologische Faktoren und das ist etwas, was bei Marx zu kurz kommt und was sich aber unmittelbar auf die Arbeiterparteien ausgewirkt hat.

    Einmal im, Revisionismus der einen Arbeiterführer (SPD, heutige Linke) und im Dogmatismus (Stalin, Ostblock), wobei es im einzelnen und konkreten sehr wohl Unterschiede gibt.

    In Jugoslawien unter Titow wurde der Sozialismus anders gestaltet, in Kuba anders und jedes Land hat auch eigene Besonderheiten und auch unterschiedliche Personen hervorgebracht.

    Nun ist leider das Problem, dass in der Entwicklungsgeschichte nicht das zählt, was richtig war, sondern das, was an Fehlern gemacht wurde und nicht als Fehler erkannt wurde.

    Das trifft natürlich auch auf den Kapitalismus zu, der mit seiner Armee von bürgerlichen Wissenschaftlern alles Mögliche hervorgebracht hat, auch um den Kapitalismus zu verbessern.

    Keynes gehörte dazu, aber sein magisches Viereck wurde nie wirklich praktiziert, obwohl es im GG verankert wurde. Eine Illusion, da der Staat eben nicht in guten Zeiten akkumuliert, da sofort, wenn irgendwo Reproduktionskosten sinken, das dazu benutzt wird, die Unternehmen steuerlich zu entlasten, also Profit zu erhöhen.

    Zwar ging man den Weg in die Staatsverschuldung und das hatte durchaus etwas mit dem internationalen Klassenkampf zu tun, denn auch ein unvollkommener Sozialismus ohne Kapitalisten stellte eine permanente Bedrohung dar allein aus seiner Existenz.

    Historisch änderte sich das, als dieses System zusammenbrach wegen unzureichender Wettbewerbsfähigkeit. Diese hatte aber vorher auch dazu geführt, dass gute in der DDR erzeugte Produkte zu Dumpingpreisen bei Neckermann und Co verkauft werden konnten, wodurch die DDR-Volkswirtschaft den Erlös des echten Mehrwerts nicht realisieren konnte, aber die Reproduktionskosten der Arbeiter in der alten Bundesrepublik sinken konnten.

    Nun ist das aber nicht Neckermann anzulasten, denn so funktioniert nun einmal der Markt und 2012 sind Teile von Neckermann selbst in die Insolvenz gegangen. Es gibt also schon noch Wettbewerb, aber das wird immer mehr ein Wettbewerb der Technologien und nicht ein Wettbewerb der Arbeitskosten.

    Keiner der Autoren bestreitet,das ,was schon Lenin festgestellt hat, dass der Monopolgewinn dem Kapital neue Handlungsoptionen eröffnet hat und schon Lenin stellte die Tendenz zu Krieg und räuberischer Erpressung fest, brandmarkte den Imperialismus als parasitären, faulenden und sterbenden Kapitalismus.

    Aber wo stirbt der denn nun hin?

    Ja, der Zins ist bereits in Teilen aufgehoben, aber nur für die Bürger und die Kleinen und jene Finanzmodelle, die vom Zins leben. Längst haben wir dort eine Entwicklung zu einem Tributsystem, das als bequeme Sache erscheint und letztlich den Übergang zu einem postkapitalistischen Tributsystem erahnen lässt. Es würde dabei ein Faschismus entstehen können, der von vielen gar nicht mehr als Faschismus wahrgenommen würde.

    Keineswegs ist es so, dass das noch nationale kleine Kapital eine ausreichende Stärke hätte, um dem globalen Kapital ebenbürtig zu sein und so träumen sich manche „Iwans“ in die Aufhebung von Hartz IV und stellen sich damit ungewollt und vielleicht sogar unbewusst an die Seite von Frau Kipping, die das BGE fordert, was bekanntlich der arbeitende Teil der Bevölkerung nicht haben will und der marxistische Philosoph und Ökonom als eine neue Form der Spaltung der Gesellschaft identifiziert.

    Die Dialektik von Sein und Bewusstsein ist eine äußerst komplizierte und erzeugt nicht nur Störungen in der Widerspiegelung materieller Prozesse,es ermöglicht eine Gestaltung von Realität, die absurd ist und trotzdem das Verhalten von Menschen bestimmt. Wir finden das in den Religionen und ganz extrem bei Sekten, egal ob irgend welche Sonnenanbeter oder Scientologen.

    Es gehört auch zur geschichtlichen Erfahrung, dass Marxismus als Religion betrieben werden kann.

    Das kann ganz leicht passieren, indem man eben aus richtigen Thesen Dogmen macht und unhistorisch und undialektisch an die Wirklichkeit herangeht.

    So richtig das Marxsche Wertgesetz ist,so sehr wirkt es heute durch seine permanente Verletzung innerhalb der Märkte. Selbst wenn wir den globalen Weltmarkt als ganzes betrachten, entsteht das Problem, warum die globale Geldmenge das 5bis 6fache der Warenproduktion übersteigt.

    Marx schrieb sein Kapital in einer Zeit, als der Markt unter bestimmten Voraussetzungen den Wert einer Ware im Preis sichtbar werden lassen konnte.

    Marx und auch niemand anders ist in der Lage, die unterschiedlichen konkreten Arbeiten in abstrakte Arbeit umzuwandeln und konkret zu messen.

    Und ich kann hier Marx etwas vorwerfen, was seine Wissenschaftlichkeit betrifft und das betrifft den Begriff der Arbeit im physikalischen Sinne. Sicher ist menschliche Arbeit auch mechanische Arbeit und damit Verausgabung von Energie,,auch Hirnarbeit ist Verausgabung von Energie,denn unser Gehirn ist ein Energiefresser.

    Selbst im realen Sozialismus wurde festgestellt, dass Wissenschaft und Technik zur unmittelbaren Produktivkraft werden.

    Wenn ich also heute die Frage stelle, inwieweit wir die Verausgabung von anderen Energieformen in einer postkapitalistischen Produktionsweise als wertschaffend behandeln müssen, dann ist das nicht nur eine berechtigte theoretische Frage, sondern eine aus praktischen Erfahrungen im Bereich der Hochtechnologie, die vor allem in der Extrapolation in die Zukunft grundlegend wird.

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    Dabei wird das klassische Automobil in der Zukunft selbst obsolet wie vieles andere obsolet werden kann.

    Der i-Markt zeigt z.B. dass seine neue Eigentumsform an Unternehmen mit hochradig gesellschaftlich geleisteter Arbeit mit einer anderen Akkumulationform selbst nicht mehr als Ware gehandelt werden kann und auch nicht vererbt werden kann. Damit werden heute solche Fragen, die die naiven Linken umtreiben wie die Erbschaftssteuer nicht nur unwichtig werden, sondern in ihrem Konstrukt selbst, also sozusagen materiell aufgehoben werden. Es gibt keine natürlichen Kinder von speziellen Organisationsformen der Arbeit im i-Markt, im kapitalistischen Markt schon und zwar als eine spezielle Wirkung des Machtgebrauchs.
    Ich rede hier von den Stiftungen der Unternehmen und der Parteien.
    Das ist eine spezielle Form des ökonomischen Machtmissbrauchs, die insbesondere dazu dient, Herrschaftswissen weiter voran zu treiben zur Sicherung der bestehenden Daseinsweise, die aus sich auch noch eine Form institutioneller Korruption hervorbringt.

    Manchmal sogar auch wirkliche Erkenntnisse. So las ich bei der Rosa- Luxemburg-Stiftung eine Analyse zur Oktoberrevolution, dass eben aus der Arbeiterklasse das revolutionäre Denken nicht automatisch hervorgehen kann und genau deshalb entwickelte Marx seine Theorien zum wissenschaftlichen Sozialismus und schrieb das Manifest für den damals noch geheim operierenden Bundes der Kommunisten..

    Und warum bringt dann die Linke keine revolutionäre Theorie zu Stande,, die die alten Fehler überwindet und einen Weg in den richtigen Sozialismus findet?

    Ganz einfach, weil diese Theorie deutlich macht, dass die derzeitige Existenzweise der Parteien als Mittel der politischen Entmachtung der Bürger durch den Parlamentarismus aufgehoben werden muss und damit gefährdet diese Form die Existenzweise der Kinder derer,,die heute als Apparatschiks privilegiert durch Tribute des Staates ernährt werden.

    Da wird es sekundär,dass damit die These von Marx vom Absterben des Staates nach der neuen Revolution eine Bestätigung findet.

    Marx war parteilich und startete als Gutmensch, um das Elend der Arbeiterklasse zu verbessern gemeinsam mit Engels. Beide waren aber keine Arbeiter und sie versuchten es als Wissenschaftler ihrer Zeit.

    Sie entdeckten aber die Motoren der Geschichte und den dahinter liegenden Grund, als eben auch die Quelle der kapitalistischen Ausbeutung und die Widersprüche, die den Kapitalismus vorwärts treiben, aber gleichzeitig seine Totengräber erzeugen.

    Was beide nicht vorher gesehen waren, ist die Option, dass das globale Kapital den Kapitalismus selbst aufheben könnte, indem sich dieser von oben in einen Finanzfaschismus verwandelt, der alle Formen der Ausbeutung durch Tributsysteme neu organisieren wird.

    Richtig bleibt aber, das der alternative Weg nur von unten durchgesetzt werden kann, wenn die Staatsmacht errungen wird, um die alten Verhältnisse außer Kraft zu setzen.

    Dazu braucht man aber eine revolutionäre Theorie und eine gesellschaftliche Kraft,die dieses Bewusstsein in die Massen trägt. Bier,Konsum, Sport und Spiele,die psychische Konditionierung von Menschen stehen dem entgegen.

    Wer in seinen Analysen die Veränderungen in der Produktion und im Geldwesen, in der Zirkulation und den Distributionsprozessen nicht umfassend in das Ganze einordnen kann, der muss in seinen Schlussfolgerungen scheitern und die Erfahrung lehrt, dass ein einziger substantieller Fehler in die Irre führen kann.

    Wenn also übersehen wird, dass der objektive Wertbegriff in der Praxis durch den subjektiven ersetzt worden ist, der wird auch nicht zu einer Lösung finden.

    Wenn der Wert im Geld verschwindet, dann funktioniert natürlich nichts mehr so, wie es Marx beschrieben hat. Dazu müssten wir Geld als Wertform wieder mit mit echtem Inhalt füllen können und auch die Organisation der Arbeit anders aufstellen und auch letzteres wusste schon Marx, denn die Formen der Teilung der Arbeit durchziehen seine ganze Geschichtsbetrachtung und Perspektiven, wie das Verständnis, wie diese zur Hierarchiebildung und damit auch zum Staat geführt haben.

    Wenn er also den Staat absterben lässt, muss auch die alte Teilung der Arbeit aufgehoben werden wie auch die Hierarchien, damit die Klassen und so auch ihre Parteien und erst recht deren hierarchische Strukturen.

    Wenn man nur Räte bildet, die nicht wirklich gewählt sind und selbst einer unerbittlichen Hierarchie unterstehen, verwirklicht man nicht die Marxsche Idee des Sozialismus und wenn die, die die Macht in den Räten an sich gerissen haben, vorwiegend Ideologen sind, sein müssen, weil sie sonst aus politischen Gründen im Knast landen könnten oder zumindest aus der Struktur entfernt werden und schwer eine neue Existenzsicherung aufbauen können, dann können wir erahnen, welches Bewusstsein ein solches Sein hervorbringt.

    Wessen Brot ich esse,dessen Lied ich singe. Zu dieser Selbstkritik bin ich heute offen fähig, aber nur, weil ich diese Fähigkeit zur Kritik und Selbstkritik von Kind auf entwickelt und durchgehalten habe, nicht ohne anzuerkennen, dass dazu meine Beschäftigung mit dem Marxismus/Leninismus quasi 30 Jahre lang meine Tätigkeiten in der DDR begleitet hat einschließlich der Erfahrungen der negativen Aspekte, die aus einem unmenschlichen Denken hervorgehen können, dass so weit ging, dass ich mich von meiner Mutter lossagen sollte,nur weil sie ihre christliche Pflicht als Tochter 2 Jahre vor Erreichen des Rentenalters wichtiger genommen hat, als doch 2 Jahre zum Wohl des Sozialismus in der Fabrik zu arbeiten.

    Gleichzeitig hat die DDR aus diesen Ereignissen über GENEX Profit gezogen. Auch das ist Doppelmoral.

    Zu diesen 30Jahren bewusster Realsozialismus und das fing schon in der Schulzeit an mit der Kaderschmiede der Pionierrepublik am Werbellinsee kamen dann auch fast 30 Jahre Realkapitalismus im Strukturwandel und seit etwa 10 Jahren auch die theoretische Aufarbeitung dieser Erfahrungen.

    Nur mal eine Erfahrung aus der Pionierrepublik. Gesagt habe ich das natürlich nicht, aber der Gedanke war so elementar, dass ich ihn nie vergessen habe:

    „Du musst aus Nichts eine Mücke machen und dann diese Mücke zum Elefanten aufblasen, dann hast Du Erfolg im System.“

    Nur erfuhr das eben später seine bewusstseinsmäßige dialektische Aufhebung im Studium der Werke von Marx und Engels, auch von Lenin

    Der Widerspruch von Theorie und Praxis war also permanenter Treibsatz meines Denkens, auch im Hinblick mit der Anwendung europäischer Normen, sei es nun im Maschinenbau, der IT oder auch der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen.

    Der Widerspruch zu heutigen Formen der Interpretation von Marx durch alle möglichen Theoretiker beruht also auf einer eigenen intellektuellen Leistung, die ihre Quelle inn tatsächlicher Praxis hat, die beständig der Kritik unterworfen wird.

    Der Praktiker in der Betriebswirtschaft von Unternehmen im Kapitalismus mag ja in seinem Bereich den tendenziellen Fall der Profitrate real vorfinden,auch mit 1%.

    Wäre das nicht so,gäbe es auch keine Insolvenzen, wo der Ertrag unter die Kosten sinkt.

    Betriebswirtschaft selbst steht im Kapitalismus in einem antagonistischen Widerspruch zur Volkswirtschaft.

    Pyramidensysteme im Geldsystem zu entdecken und diese dann nicht einzuordnen in den Wirkungen auf die Realwirtschaft, kann nicht als marxistisch durchgehen und alle Scheinlinken wettern gegen die Austerität und ausgerechnet im Bündnis mit den Rechten in Italien will man ein Grundeinkommen durch höhere staatliche Verschuldung ermöglichen und das Land retten.

    Wenn Iwan von deflationären Prozessen gesprochen hat, was meinte er damit? Das Sinken des Lohnes insbesondere in Deutschland als Billiglohnland? Das ist nicht Folge von Deflation sondern von Inflation.

    Richtig, die Politik Italiens kann Europa oder besser das , was uns als Europa verkauft werden soll, zerstören und das ist das einzige Gute daran und die Lernerfahrungen, die dabei gemacht werden könnten.

    Besser wäre es, die Menschen könnten rational die Dinge aufarbeiten und würden mal hinterfragen, wie sie durch Emotionen durch andere fremdgesteuert werden.

    Wahrheiten verursachen manchmal auch negative Emotionen, Schmerzen, die richtig weh tun können.
    Trabant konnte nicht mit Mercedes konkurrieren und seine Erhebung als Kultobjekt macht ihn nicht besser, vor allem im Umweltschutz nicht.

    Überwachung erzeugt negative Emotionen, aber nur wenn man davon spricht. Dort wo sie permanent stattfindet und nicht bemerkt wird, erzeugt sie Vertrauen in Microsoft, Google, Facebook.

    Da werden eben 12 Euro im Jahr für einen zumindest in Deutschland stehenden Mailserver zu viel im Verhältnis zum scheinbaren kostenfreien Konto.

    Dabei überlegt nun Google, seine Apps in Europa kostenpflichtig zu machen.

    Muss ich noch ein Beispiel für die neue Art von Geschäftsmodellen schaffen.
    Einige wurden sogar von verantwortlichen Politikern benannt, auch wenn sie sich später davon distanziert haben, wie Söder in Bezug zur Asylindustrie.

    Armutsindustrie ist selbst zum Geschäftsmodell geworden und vor einer solchen Bude steht dann auch mal ein Porsche, der gehört aber dem Chef und nicht den 1-Euro-Jobern.

    Wenn Flassbeck nach höheren Lohnen ruft, stellt er die Frage richtig und falsch zugleich.

    Italien und Spanien hatten Löhne überdurchschnittlich erhöht und dadurch an Wettbewerbsfähigkeit verloren.

    Griechenland bleibt in der Krise.

    Wertschöpfung müsste erst mal wieder real messbar werden. Das ist unmöglich bei internationalen Wertschöpfungsketten mit unterschiedlichen Bewertungen von Währungen und bei Bestehen Währungskriegen, noch dazu in einem Geld,dass quasi aus dem Nichts erzeugt wird.

    Dann kommen eben neue Geschäftsmodelle dazu, die Grenzkosten gegen Null tendieren lassen und ungeheure Profite ermöglichen. Natürlich ist das selbst oft nicht einmal direkte Mehrwertproduktion, sondern nur Umverteilung fremden Mehrwerts, ausländischer Mehrwertproduktion. Werbung ist so ein Bespiel.

    Wenn Unternehmen freie Software einsetzen, so sparen sie Lizenzgebühren, erhöhen also durch sinkende Kosten den möglichen Erlös. Ich kenne das mit Openoffice, aber auch die damit verbundenen Probleme.

    Fehlersuche kann bei Dokumenten, die mehrere hunderte Seiten umfassen zu einem Kostenfaktor werden.

    Eigene Dokumentautomatisierung kann in einer Organisation von der Entlastung ins Gegenteil umschlagen,wenn neue Versionen von freien Programmen oder auch lizenzierten ein anderes oder auch nur geringfügig geändertes Objektmodell verwenden, dass dann ofd nicht einmal dokumentiert wird.

    Automatisierungscode für Roboter oder automatisierte vernetzte Systeme können,wenn er schlecht geschrieben ist, die Innovation erschweren und behindern. Schlechte Systemarchitekturen erschweren Fehlersuche und Weiterentwicklung.

    Bei Standardsoftware der großen Konzerne,,die massenhaft über Lizenzen verkauft werden kann, ergeben sich maximale Profite und das Ganze wird von diesen so organisiert, dass der Kunde in Geiselhaft genommen wird, kein Recht auf Eigentum an der Software erwirbt und in einem Lizenzmodell als Kude zu r dauerhaften Melkkuh wird.

    Dabei kann man sich darüber streiten, ob alle Innovationen auch welche sind. Es gibt diese, sicher, aber sie führen zwangsläufig über die Einbindung über das Internet und bieten damit gleichzeitig Möglichkeiten des geistigen Diebstahls oder eben auch der Sabotage bis hin zum Cyberwar.

    Bereits an dieser Stelle wird deutlich, dass die Fragen der Ökonomie der Zukunft auch kulturelle Fragen stellen bis hin zu konkretem menschlichen Verhalten und damit den Antrieben, den Motiven von Menschen, die sie in ein Verhalten treiben.

    Ärzte, die in Gefängnissen arbeiten, lernen Menschen kennen, die selbst sagen, sie seien ein Monster und man dürfe sie nicht mehr frei lassen.

    Dass solche Menschen ein Ergebnis ganz besonderer gesellschaftlicher Verhältnisse auch unter möglicher Mitwirkung genetischer Dispositionen und sozialer Erfahrungen sind, ist eigentlich bekannt und nicht umstritten.

    Es macht also Sinn, Gesellschaft auch wieder von der heiligen Familie zu denken, die Verantwortung von Eltern zum Thema zu machen und natürlich auch von Bildung und Erziehung.
    Ich habe selbst mit den Folgen und Wirkungen unserer heutigen Lebensweise zu kämpfen, aber wenn ich eine Mutter mit pubertierender Tochter beim Besuch ieiner Pulmonologie-Praxis sehe, deren Breite annähernd ihre Höhe entspricht, dann wird es mir recht gruselig.

    Die lebenslangen Einschränkungen für solche „Kinder“ und die Sozialkosten schaffen für einige Arbeit, wo es besser wäre, auf diese verzichten zu können.

    Nur noch mal als ein Beispiel für kostenlose Medizin. Allein an Medikamenten werden heute Preise fällig, wo früher mit wenig Geld zurecht gekommen wurde.
    So ein Rezept mit 6 Medikamenten,teils für nicht mal 14 Tage erzeugt beispielsweise schon mal 30 Euro an Selbstkosten und vielleicht ab 100 Euro aufwärts Kosten für die Krankenkasse.
    Bei Krebsmedikamenten, Operationen oder auch modernen Ersatzteilen für den Körper geht das schnell in mehrere Zehntausende.
    Personal, Technik – und Praxiskosten kommen da noch dazu.

    Eine Volkswirtschaft muss also nicht nur von ihrer Produktionsweise sondern auch von ihrer Reproduktionsweise her betrachtet und analysiert werden.

    Das erste Modell, das das für eine nichtkapitalistische Gesellschaft, also eine sozialistische als notwendiges Übergangsmodell ins „Reich der Freiheit“ dafür Erkenntnisse formuliert hat, ist das Modell vom intelligenten Markt.

    Dabei wird Marx nicht widerlegt sondern erfährt seine historische Weiterentwicklung auf der Grundlage des Denkens auf der Grundlage des historischen und dialektischen Materialismus, der insbesondere die besondere Dialektik der Bewusstseinsbildung aus den Produktionsverhältnissen und Reproduktionsverhältnissen heraus untersucht in enger Verbindung aus der Praxis moderner Technologien.

    Dass dabei praktische Erfahrungen aus beiden geschichtlichen Systemen eingegangen sind und kein anderes Motiv dahinter steht, als die Fehler der Vergangenheit zu erkennen und aufzuarbeiten ist dadirch gegeben, dass sich durch diese freie Arbeit für mich keinerlei Einkünfte ergeben und auch nichts erwartet wird. Ich bin finanziell soweit unabhängig, dass ich meine aktuellen Einkünfte dem gegenwärtigen Sozialsystem aber eben auch eigener vergangener Arbeit verdanke.

    Mein Leben war ständig mit Lernprozessen verwoben, theoretischen , praktischen, organisatorischen und sozialen in unterschiedlichen Bereichen der Volkswirtschaft, ob nun chemische Industrie,IT, Maschinenbau, Automatisierung von industriellen oder auch Verwaltungsprozessen. Dabei wurden in der DDR große Teile der Erfahrungen im sozialen Bereich gesammelt und dort liegen meine ersten Erfahrungen mit Programmierung und Rationalisierung von Verwaltungsprozessen, die ich später weiter entwickeln konnte und gleichzeitig Einsicht erlangte in die modernsten Technologien, die es heute weltweit gibt.

    Von der Theorie zur Praxis und wieder zurück in die Theorie. So bin ich heute in der Philosophie gelandet, als der Wissenschaft von den allgemeinsten Gesetzen der Natur , der Gesellschaft und des Denkens.

    Dazu gehört es eben auch, den Stand heutiger Wissenschaften kritisch einzubeziehen und eben auch das bekannte Nichtwissen wie auch das unbekannte Nichtwissen bis hin zu meinen eigenen individuellen Grenzen, die im Detail den Irrtum nicht ausschließen, zu berücksichtigen.

    Diese sind aber immer noch geringer, wo andere mit Professorentitel stecken bleiben. Dass die das nicht zugeben wollen,ist ja verständlich, einmal aus Ignoranz und vielleicht auch Arroganz, aber noch viel mehr aus der Organisation,aus der Finanzierung ihrer Tätigkeit.

    Nicht umsonst will der i-Markt die Lehre unter die Kontrolle der Öffentlichkeit und der Praxis stellen.

    Zum Glück wurde mir von einem guten Philosophielehrer schon in relativ jungen Jahren beigebracht zu fragen, was Vernunft ist. Marx hatte ja bereits nachgewiesen,dass der gute alltägliche Menschenverstand schwer in die Irre und Fetischismus führen kann.

    So richtig und umfassend ist mir das erst viel später als AHA-Erlebnis in neuer Qualität ins Bewusstsein gestiegen. Dabei war der Fortschritt in den Naturwissenschaften äußerst hilfreich, indem dabei deutlich wurde, wie höhere Präzision in den Messmitteln gerade alte Vernunft zur Unvernunft werden ließ.

    Wenn ich früher lernte, das Kriterium der Wahrheit ist die Praxis, so muss ich heute einschränken, dass das eben nicht ausreicht.

    Die Rituale der Menschen zur Zeit der Erbauer von Stone henge oder eben die der Maja oder anderer Stämme waren hinreichend den Sonnenstand zu bestimmen, Zeitmessung vorzunehmen und Aussaatzeiten festzulegen. Diese ermöglichten es aber nicht, die Erde als Sandkorn im Universum zu erkennen, es gelang ihnen nicht einmal, anderen Kulturen zu widerstehen oder auch nur Folgen eines langandauernden Klimawandels langfristig zuerkennen und entgegen zu steuern. Die Gesetze der Evolution wirkten damals brachial und führten zur Vernichtung dieser Kulturen.

    Eine Praxis, die auf Entwicklungsprozesse nicht, unzureichend oder gar falsch reagiert,ist zum Untergang verurteilt, dass ist die dialektische Kehrseite der Praxis als Kriterium der Wahrheit.

    Solche Sterbeprozesse in der Entwicklung von Gesellschaft haben aber historische Dimensionen in einer komplexen Vielheit und sicher auch mannigfaltige Formen, eben weil sie immer auch mit Anpassungsversuchen verbunden sind, die auf ganz unterschiedlichen Wissensständen, Erfahrungen.Möglichkeiten und natürlichen Randbedingungen beruhen.

    Ganz sicher bestimmen derzeit nicht die Völker die Entwicklung und sie werden es nicht lernen, wenn sie sich nicht emanzipieren. Ich kann diese Erkenntnis bestenfalls verteilen, die Konsequenzen im Handeln müsste schon eine gesellschaftliche Bewegung hervorbringen.

    Immerhin haben auch einige bürgerliche Ökonomen erkannt, dass das FIAT-Geldsystem eine Ursache der Malaise ist und das klingt ja auch in linken Medien an. Aber weder in der Schweiz hat die direkte Demokratie über die Macht der Banken gesiegt, noch haben linke Kräfte Wege zur Lösung der Eurokrise vorgelegt.

    Da wird nach wie vor von Werten gefaselt an der Börse, die nur Preise sind in einer Fiktion von Erwartungen in der Zukunft, außerdem manipuliert werden können und hochspekulativ sind. Bekannt und dann wird in den Medien von Wertverlusten in Milliardenhöhe gesprochen und einige Linke stellen das dann als Wertvernichtung, als Kapitalvernichtung dar.

    Da ist weder das Kapital als Herrschaftsverhältnis vernichtet worden, noch das reale Kapital, dass neuen Wert heckt. Kapitalvernichtung bedeutet die Beseitigung realen nutzlosen Kapitals, die Streichung von Schulden durch Insolvenz.

    Heute werden Insolvenzen schon so rechtlich konstruiert, dass der Kunde zu Kasse gebeten und ausgetrickst wird und auf der Ebene von Staaten will man unbedingt die Illusion aufrecht erhalten, dass Staaten nicht pleite gehen können. Dabei gehört das zur geschichtlichen Praxis und Erfahrung.

    Wegen all dieser Notoperationen und unterschiedlicher Wege ist es so, dass wir im Nachhinein geschichtliche Prozesse als Zickzackbewegungen und auch als teilweise Rückschritte wahrnehmen müssen, wenn wir den Prozess als Ganzes ausreichend reflektieren.

    Von einer Zeitenwende reden ja inzwischen sogar Vertreter der CDU und andere Philosophen, um uns darauf einzustimmen, dass die Gürtel enger geschnallt werden müssen und für den EU-Zentralismus nationale Opfer zu erbringen sind.

    Verlust von Demokratie, von Souveränität bis zur persönlichen ist der Weg in eine neue Form von Sklaverei, Verlust und Verzicht auf eigene Entwicklung ist Verzicht auf Fortschritt, der Verzocht auf kukturelle Weiterentwicklung.

    Idioten, Träumer oder Ideologen aller Länder vereinigt Euch, führt mit Sicherheit nicht zum Sozialismus!
    Bei den Ideologen ist das immanent schon ein Widerspruch in sich und das erklärt auch die unversöhnliche Praxis, die wir bei den unterschiedlichen Gruppen unter den Marxisten finden.
    Ich habe deshalb von Anfang an versucht, den i-Markt nicht als Ideologie aufzustellen, sondern nur als ein Rahmenmodell von heute vorhandenen Instrumenten und möglichen Handlungsoptionen als Fortsetzung und Bewahrung der besten kulturellen Ergebnisse, die Gesellschaften bisher hervorgebracht haben.

    Alle Bespiele dienen nur als eine mögliche Idee und bedürfen der Bestätigung durch die Gesellschaft als Ganzes, aber eben eine, die zunehmend intelligenter wird aus den materiellen Säulen ihrer Verankerung.

    Ich klage ja nicht, über den aktuellen Zustand, sondern versuche etwas dagegen zu tun.
    Ohne die Bereitschaft, einen eigenen Beitrag dazu zu leisten, werden wir die Spaltungen unter Gruppen, die als Avantgarde gebraucht werden, nicht überwinden.

    Ich betrachte mich nicht als Marxist, sondern als ein Schüler und Erbe Marxscher Methodik.

    Solange niemand eine fundierte Kritik gegen den i-Markt vortragen kann, erweisen sich alle letztlich als inkompetent.

    AMEN

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    Verfasst von Politikus | 24. Oktober 2018, 16:10

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