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Inland, Medien

Märchenland Deutschland

von Toros Sarian – http://spyurk.de

Märchen sind erfundene Geschichten, die man in der Kindheit gerne gehört hat. Fast in jeder Gesellschaft wachsen Kinder mit Märchen auf, die sie von den Erwachsenen entweder erzählt oder vorgelesen bekommen.  Je älter man wird, desto mehr verblasst der magische Zauber, der in der Kindheit gehörten Märchen. Es gab hinter den sieben Bergen keine sieben Zwerge, es gab kein Aschenputtel und auch keine Rapunzel. Alles war ausgedacht, man könnte auch erlogen sagen. Die Redewendung „erzähl mir keine Märchen“ bedeutet schließlich auch, dass man das, was jemand erzählt,  für etwas Erfundenes, für eine Lüge hält.

Die Geschichte und Gegenwart der Menschheit ist voller politischer Märchen, Mythen und Legenden. Sie handeln von  politischen Entwicklungen, Ereignisse oder Personen. Oft ist die herrschende bzw. offizielle Sicht ein Märchen, das vom Staat oder der Regierung vorgegeben wird. Aber auch Intellektuelle und Wissenschaftler unterschiedlicher politischer Überzeugung erzählen oder schreiben Märchen mit, um die Bevölkerung in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Wenn Märchen nur  eine Form von frei erfundenen, wundersamen Geschichten wären, die unterhaltsam sind und die Phantasie anregen, dann bräuchte man sich keine Gedanken machen oder Angst haben.  Die vielen politischen Märchen jedoch, die aus den unterschiedlichsten Motiven erfunden und verbreitet werden, sind aber eben nicht harmlos; sie tragen oft entscheidend dazu bei, die Gesellschaft in einem bestimmten Sinne zu manipulieren. „Fake-News“mögen vielleicht einfacher zu erkennen sein, aber die vielen Märchen, Mythen und Legenden, mit denen wir aufwachsen, sind es nicht.

Unschuldig und von hinten erdolcht

Auch in Deutschland wurden bzw. werden ständig Märchen über politische und historische Ereignisse verbreitet. Die kaiserliche Regierung gewann die SPD für ihre Kriegspolitik 1914, indem sie ihnen das Märchen von der russischen Bedrohung erzählte. Die Sozialdemokraten bzw. die von ihr  geführte Arbeiterschaft, die kurz zuvor noch auf großen Kundgebungen gegen einen drohenden Krieg marschiert waren und als „vaterlandslose Gesellen“ bezeichnet wurden, kämpften dann unter dem Kommando der kaiserlichen Militaristen gegen den zaristischen Bösewicht und seine Alliierten.

Nach der Kapitulation und dem Versailler Vertrag wurde das Märchen von der deutschen Unschuld am Kriegsausbruch erfunden. Demnach sei Deutschland ungewollt in einen Krieg hineingezogen worden.  An dieses Märchen wurde noch bis in die 60er Jahre geglaubt. Der Historiker Fritz Fischer bezweifelte in seinem 1961 und 1969 veröffentlichten Werken „Griff nach der Weltmacht“ und „Krieg der Illusionen“ die deutsche Unschuld. Die Empörung über den „Nestbeschmutzer“ war – wie zu erwarten – groß. Wer es als Wissenschaftler wagt, eines der Lieblingsmärchen der deutschen Geschichtswissenschaft anzuzweifeln, hat es schwer.

Nach der deutschen Kapitulation im Herbst 1918 wurde von den Militärs und ihnen nahestehenden politischen Kreisen „Dolchstoßlegende“ verbreitet. In diesem Märchen wurde erzählt, dass die Reichswehr auf dem Schlachtfeld unbesiegt geblieben wäre. Die Kriegsgegner im Land hätten mit ihrer Anti-Kriegs Agitationen den Kampfwillen der Soldaten untergraben und so die Kapitulation herbeigeführt. Vor allem diese zwei Märchen dienten später vor allem den Hitlerfaschisten dazu, die Bevölkerung auf einen erneuten Krieg vorzubereiten. Deutschland sollte dadurch die Fesseln des „Schmachfriedens“ loswerden. So wurden Märchen ein Bestandteil faschistischer Propaganda und Kriegsvorbereitung.

Verschwörungstheorien gehören zum Repertoire politischer Märchenerzähler, weil sie sich gut für die Manipulation der Bevölkerung eignen. Um sie auf einen neuen Krieg einzuschwören, benötigten Faschisten einen Feind, der eine globale Gefahr für Deutschland darstellt. Der Antisemitismus und der Antikommunismus waren bereits zwei wesentliche Elemente des deutschen Faschismus. Es war also naheliegend,  beides mit einem Verbindungsstrich zu verbinden: das Märchen von der „jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung“ war für die deutschen Faschisten ein  ideales Feindbild mit  globaler Dimension. Dieses Märchen war eigentlich ein Plagiat: es war bereits während des Russischen Bürgerkrieges  von anti-bolschewistischen Kräften in Russland in die Welt gesetzt worden.

Die deutschen Blitzkrieger

Bis heute glauben noch viele – nicht nur Deutsche – an das Märchen vom deutschen Militär, das  innerhalb kurzer Zeit fast ganz Europa überrannt hätte. Wenn man sich den Kriegsverlauf anschaut, fällt auf, dass die Wehrmacht außer Frankreich keinen nennenswerten Gegner besiegt hatte. Polen stellte für die hochgerüstete und zahlenmäßig weit überlegene Wehrmacht kein Problem dar. Ohne nennenswerten Widerstand besetze sie den Balkan  und drang schnell bis nach Griechenland vor. Der Feldzug in Nordafrika scheiterte aber  kläglich,  Großbritannien und die Sowjetunion konnten nicht geschlagen werden und nach dem Kriegseintritt der USA im Dezember 1941 war eigentlich alles entschieden.

Ein lange Zeit beliebtes Märchen war die von der Wehrmacht: Offiziere und Soldaten hätten nur ihre „Pflicht“ verrichtet  und sich nicht an den Verbrechen des Hitlerfaschismus beteiligt. Erst durch die vom Hamburger Institut für Sozialforschung zusammengestellte Wehrmachtsausstellung erfuhr eine breite Öffentlichkeit von den Verbrechen des deutschen Militärs.

Bereits während des 1. Weltkrieges hatte die kaiserliche Reichswehr Gräueltaten an Zivilisten verübt: Nachdem sie das neutrale Belgien besetzt hatten, massakrierten deutsche Soldaten im August 1914 in der Stadt Dinat 674 Zivilisten. Die von der Wehrmacht verübten Verbrechen während des 2. Weltkrieges hatten aber weitaus größere Dimension, vor allem in der Sowjetunion, wo mindestens 20 Millionen Zivilisten getötet wurden. Aber auch in anderen Teilen Europas verübte die Wehrmacht Massaker an der Zivilbevölkerung.

Die Wehrmachtsakte Helmut Schmidt

Die Angehörigkeit zur Waffen-SS war nach 1945 schwer zu rechtfertigen und stellte einen doch erheblichen „Makel“ dar. Wer sich in der Wehrmacht an Verbrechen beteiligt hatte, konnte sich relativ leicht damit herausreden, dass man  nur Befehle ausgeführt hatte. Die Wehrmacht wurde im Nachhinein quasi als Opfer des faschistischen Herrschaftssystems dargestellt: die Militärs seien von den Faschisten instrumentalisiert worden usw. Vor allem nach der Gründung der Bundeswehr wurde versucht, die Geschichte der Wehrmacht in einem möglichst makellosen Licht erscheinen zu lassen. Dies wurde umso wichtiger, als ehemalige Wehrmachtsoffiziere eine wichtige Rolle beim Aufbau der Bundeswehr übernahmen. Wer aber eine politische Laufbahn einschlug, hatte es schwieriger, vor allem dann, wenn er nachweislich auch noch der faschistischen Organisationsstruktur angehörte und sich dort hervorgetan hatte.

Helmut Schmidt ist wohl der bekannteste Politiker, der trotz Angehörigkeit zur Hitlerjugend und Wehrmacht einer der wichtigsten Politiker der Nachkriegszeit wurde. Sehr spät kamen die dunklen Seiten dieser politischen Ikone der Bundesrepublik ans Tageslicht.

Die Öffentlichkeit erfuhr erst ein Jahr vor seinem Tod über die dunklen Seiten seines Lebens aus der von Sabine Pamperrien verfassten und 2014 veröffentlichten Biographie „Helmut Schmidt und der Scheißkrieg“; für Helmut Schmidt Fans sicherlich ein Scheißbuch. Der spätere Sozialdemokrat und Bundeskanzler, der einen jüdischen Großvater hatte, war freiwillig in die Hitlerjugend eingetreten und brachte es in der Wehrmacht zum Rang eines Oberstleutnants. Dies alleine mag vielleicht nicht so erschrecken. Aber was in der Wehrmachtsakte Schmidt stand, war es. Schmidt würde „auf dem Boden der nationalsozialistischen Weltanschauung“ stehen, urteilte der Verfasser des Akteneintrags.  Im Jahr 1943 wurde erneut bestätigt, dass er eine „einwandfreie nationalsozialistische Haltung“ habe.

Er wurde in den höchsten Tönen gelobt: „Leistungsfreude, Verantwortungsbewusstsein und stets der Sache dienende, eigenwillige, zielstrebige Art, stempeln ihn zu einem vorzüglichen Sachbearbeiter. Nationalsozialistische Haltung tadelfrei.“ Auf deutsche Akten kann man sich verlassen; der „vorzügliche Sachbearbeiter mit tadelfreier nationalsozialistischer Haltung“ hätte im faschistischen System vermutlich noch sehr weit kommen können.

Nach Beging des Angriffs auf die Sowjetunion wurde Schmidt ab August 1941 für wenige Monate an der Ostfront bei Leningrad eingesetzt. Offenbar bewährte er sich dort, denn er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Bevor der Krieg gegen die Rote Armee 1942/43 eine für das faschistische Deutschland  katastrophale Wende nahm, war er längst wieder in Deutschland. Warum wurde ein Offizier, der immerhin ein Eisernes Kreuz erhalten hatte, von der Front abgezogen?

Die Begabten ins „Hinterland“, der Rest an die Front!

In Kindermärchen passieren oft Wunder, die den Helden vor einer Katastrophe bewahren. Der spätere Sozialdemokrat und Bundeskanzler überlebte den 2. Weltkrieg nicht durch ein Wunder unbeschadet, sondern aufgrund seiner außerordentlichen Begabungen, die seine Vorgesetzten bei der Wehrmacht erkannt hatten. Sie verfügten offenbar nicht nur über gute Menschenkenntnisse, sondern waren auch sehr weitsichtig und human.

In der FAZ schrieb der Historiker und Publizist Michael Wolfssohn: „Im Hinterland wurde er – seiner Begabungen wegen – mehr gebraucht als an der Front. Man kann es brutal formulieren: Weil so begabt und einsatzfreudig, wurde er nicht als „Kanonenfutter“ ge- und missbraucht.“[1] Über 3 Mio. Soldaten und Offiziere  –  brutal formuliert: die ohne Begabung und Einsatzfreude – wurden in das „Unternehmen Barbarossa“ gesteckt und an die Rote Armee verfüttert. Die Wehrmacht erscheint so als Opfer des vom Hitlerfaschismus. Das „Kanonenfutter“ tötete nebenbei 25-30 Millionen Sowjetbürger.

Der Träger des Eisernen Kreuzes diente als Referent für Ausbildungsvorschriften der leichten Flakartillerie im Reichsluftfahrtsministerium in Berlin und in Bernau. Erst Ende 1944 wurde er für einige Monate an der Westfront eingesetzt. Im April fiel er in der Lüneburger Heide in britische Gefangenschaft; Ende August 1945 war er wieder frei.[2]

Das Entnazifizierungsmärchen

Nach der Niederlage 1945 erzählten die Deutschen ihre eigenen, persönlichen Märchen: Das Märchen, wonach sie über die Verbrechen des Hitlerfaschismus nichts gewusst hätten. Die Bundesrepublik Deutschland bemühte sich schließlich auch um ein positives Image: Es entstand das Märchen von der Aufarbeitung bzw. Vergangenheitsbewältigung – und das Märchen von der Erinnerungskultur.

Zu einem der merkwürdigsten Märchen der Nachkriegsgeschichte gehört die Geschichte von der „Entnazifizierung“. Anfangs erfolgte es unter Aufsicht der Alliierten, später überließen sie diese Aufgabe den Deutschen. Von der sprichwörtlichen deutschen Gründlichkeit konnte bei der „Entnazifizierung“ keine Rede sein. Einundsechzig Jahre nach Kriegsende gab der Literaturnobelpreisträger und SPD Anhänger Günter Grass zu, dass er in der Waffen-SS gedient hatte.[3] Zuvor hatte er noch behauptet, er sei 1944 als Flakhelfer eingezogen worden. Das „antibürgerliche“ an der faschistischen Partei, so behauptete Grass, hätte ihn genauso fasziniert, wie viel andere seiner Generation. Außerdem habe er  der Enge des Elternhauses entkommen wollen.  Als Begründung für sein langes Schweigen über seine Angehörigkeit in der Waffen-SS sagte er: „Es ist sicher so, dass ich glaubte, mit dem, was ich schreibend tat, genug getan zu haben. Ich habe ja meinen Lernprozess durchgemacht und daraus meine Konsequenzen gezogen. Aber es blieb dieser restliche Makel.“

Jesus hätte wohl gesagt, „wer unter euch ohne Makel ist, der werfe den ersten Stein“. Dem ehemaligen Waffen-SS-Angehörigen Grass blieb die Steinigung erspart – vielen anderen auch.  Statt gesteinigt zu werden, machten sie Karriere: Der „vorzügliche Sachbearbeiter mit tadelfreier nationalsozialistischer Haltung“ wurde Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und verteidigte sie erfolgreich gegen die Rote Armee Fraktion; die Universität der Bundeswehr in Hamburg heißt „Helmut Schmidt Universität“. In der SPD-Hochburg Hamburg gab es bis 1992 eine „Graf-Goltz-Kaserne“. Der Namensgeber Rüdiger von der Goltz war ein Reichswehroffizier, der in der Weimarer Republik Vorsitzender der rechten „Vereinigten vaterländischen Verbände Deutschlands“ war. Wie viele andere Reaktionäre, Nationalkonservative und Militaristen auch, hatte er sich für die Regierungsbeteiligung der NSDAP eingesetzt.[4] Die 1933 an die Regierungsmacht gelangten Faschisten dankten ihm, indem sie die 1938 fertiggestellte Kaserne nach ihm benannten. Die Bundeswehr hielt es später nicht für notwendig, diesen Namen zu ändern.

 

[1] http://www.faz.net/aktuell/politik/politische-buecher/helmut-schmidt-vom-oberleutnant-zum-soldatenkanzler-13323194.html

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt

[3] http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/guenter-grass-enthuellt-ich-war-mitglied-der-waffen-ss-1354882.html

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCdiger_von_der_Goltz_(Offizier)

http://spyurk.de/toros-sarian-artikel-maerchenland-deutschland/

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Diskussionen

3 Gedanken zu “Märchenland Deutschland

  1. Wenn hier kein Resümee zur Bayernwahl erscheint, muss ich auf dei Kommentarfunktion zurückgreifen.

    Märchenschlösser gibt es ja immerhin in Bayern.

    Ich habe mal so die Foren durchforstet und habe die Meinungen mit meinen Erkenntmissen und alten Enttäuschungen gewürzt:

    Die verkehrte Welt von Robert Habeck und anderen Illusionisten
    In Deutschland sind die Grünen stärker als in anderen europäischen Ländern und werden (irrtümlich) als links eingeordnet und ziehen Wählerpotential ab. Daran sind (neben uninformierten Wählern) vor allem unsere Medien Schuld, die die Grünen in den Himmel heben und jede Kritik vermeiden, denn die Medien möchten ja, dass Merkel von den anderen Religioten gerettet wird.

    Die Grünen wähnen sich im Aufwind und Robert Habeck hat ein Buch geschrieben. Der sich volkstümlich und naturbezogen darstellende Vorsitzende hebt sich ja äußerlich von seiner femininen Schreipuppe Baerbock ab. Die eine gibt also den Höcke bei den Grünen für die Bindung des radikalen Flügels beiden Grünen und der Robert spielt den sachlichen männlichen Part des scheinbaren Sachverstandes und pragmatischen Handels, den Realo.
    Doch es lohnt sich näher hinzusehen, das ganze Bild von diesem Robert zu ergründen und die Pinselstriche zu suchen, die die Feinheiten seines Weltbildes erkennbar werden lassen.
    Die Lebensläufe unserer Psychopathen finden wir ja auch bei Wikipedia.
    Sicher pazifistisch vorgeprägt mit Erfahrungen in der Betreuung Behinderter auf der Suche nach dem Ästhetischen in der Philosophie und sicher auch in der Welt.
    So suchte er in seinen Kinderbüchern und Romanen nach dem, was Menschen prägt. Aber als Philosoph der Ästhetik bleibt ihm die Marxsche Erkenntnis verschlossen, er praktiziert als kleiner Bruder einer Frau Nahles, die sich die Welt malt, wie sie ihr gefällt.
    Deshalb schreibt der Mann auch Bücher, in denen er beklagt, dass die rohe Sprache der Gegenwart die Welt negativ verändern würde.
    Seine kindliche Begeisterung für die Helden des Kieler Matrosenaufstandes sind wohl die natürlichen Rudimente pubertären Widerstandes gegen die flache Zivilisation der Erwachsenen, gegen die Doppelmoral des deutschen Spießbürgers. Dabei ist er förmlich als Kind das Abziehbild dieses Spießbürgers, von dem Wolf Biermannn damals noch als Revolutionär sang: „Und träumt im Bett vom Attentat. Den hab ich satt!“
    Also sucht der Mann sein Glück in der heiligen Familie und konstruiert die Welt nach seinem Gusto.
    Nun warum erlaube ich mir so ein Urteil. Immerhin war er relativ neu in der Politik und er sollte einen Neuanfang der Grünen schaffen, er galt als Realo und die Frage des Umweltschutzes hat sicher eine globale Dimension angenommen.
    Also wollte ich dem Mann helfen, die praktischen Aspekte, die sich aus der Entwicklung der modernen Produktivkräfte ergeben, nahe zu bringen. Was weiß ein Kinderbuchautor schon über Automatisierung und die verborgene Welt des digitalen Möglichkeiten und Gefahren.
    Aber es bestätigte sich, was ich vorher schon bei den Gläubigen des philosophischen Idealismus kennengelernt hatte, sie sind unbelehrbar.
    Ich habe ihm ausführlich erklärt, worin der Verrat der Sozialdemokratie an den Arbeitern und abhängig Beschäftigten besteht und auch welche Fehler die Linke aus ihrem Dasein als Apparatschiks und Ideologen religiöser Verfälschung von Marx begehen und deshalb nicht aus ihrer vom System zugewiesenen Rolle herauskommen. Ich habe also all das guten Herzens und wohlwollenden hilfreichen Sinns dem Herrn Habeck zukommen lassen, natürlich auch die tieferen Ursachen von Dieselgate.
    Ihm ist also bekannt, dass der Kapitalismus durch seine Profitorientierung nur soweit Umweltschutz betreibt, wie er diesen zur Profiterzeugung nutzen kann und dass der Konsum und die Innovation aus eingebauter Obsoleszens prinzipiell gegen eine nachhaltige Produktionsweise wirkt.
    Und so ist in seinem neuen Buch die Wirklichkeit das Produkt unseres Denkens. Er vertauscht also die subjektive Sicht mit der objektiven, was schon in der Ökonomie zur Deformation des Wertinhaltes, zum Verlust der Wertsubstanz im Geld geführt hat.
    Sicher hat die CSU in Berlin zur Stärkung der Grünen beigetragen, aber weniger durch Seehofer als durch Dobrindt. Dabei steckt die CSU eben in dem Dilemma, dass sie mit dem schnellen Umbau in Richtung E-Mobilität die Autoindustrie und ihre Zulieferketten schwächen würde, aber im Kapitalismus kein soziales Sicherungssystem aufstellen kann, was bei den Menschen für den Umbau in den Technologien Zustimmung erzeugen könnte, die Bereitschaft dazuzulernen und etwas Neues aufzubauen.
    Das noch bestehende erfolgreiche Exportmodell für Deutschland würde geschwächt werden und damit eben auch die Steuereinnahmen des Staates und auch die sozialen „Bestechungsgelder“, die ja auch die CSU bereit ist, zu zahlen, solange das finanzierbar ist. Das geht aber nur, solange Bayern sich durch wirtschaftlichen Erfolg von den anderen Bundesländern abheben kann
    Hinzu kommt, dass es gesellschaftlicher Planungsprozesse bedarf, um solche neuen hochkomplexe volkswirtschaftliche Strukturen zu entwickeln in der notwendigen Proportionalität von steigendem Strombedarf, dessen Erzeugung aber bisher sehr diskontinuierlich realisiert ist.
    Weg von den Zentren der Konzernherrschaft hin zu dezentralen Netzen mit größerer Autarkie passt nicht in eine Welt, die von global operierenden Konzernen gesteuert wird. Privatinteressen gesellschaftlichen Interessen unterzuordnen oder vielleicht sogar vernünftig zu verbinden, das ist in einer Konkurrenzgesellschaft mit zusätzlich künstlich verstärkten Prozessen der Segregation sicher nicht zu leisten.
    Und so argumentiert Herr Habeck auf der Ebene einer Vernunft, die seiner subjektiven entspricht.
    Dabei habe ich ihm mitgeteilt, dass Vernunft eine Chimäre ist, dass Vernunft eine historische Kategorie ist und keine absolute und schon gar nicht als individuelle Vernunft zum Maßstab gesellschaftlichen Handelns taugt. Bestenfalls eine Vernunft der öffentlichen Praxis und Transparenz kann eine höhere Form von Intelligenz erzeugen und damit ein höheres Maß an Vernunft, die aber nie ganz frei von Fehlern oder Lücken sein kann, weil neben dem bekannten Nichtwissen stets auch ein unbekanntes Nichtwissen existiert.
    Dazu muss man nicht mal einer bestimmten Philosophie anhängen, das entspricht nicht nur theoretischer Überlegung, es ist Bestandteil militärstrategischer Überlegungen und damit angewandte Praxis.
    Das ist übrigens eine Erkenntnis, die im Zeitalter der Erfindungen und neuer Erkenntnisse, also zur Zeit von Darwin und Marx etwas zu kurz gekommen ist. Damals wusste Marx schon, dass die einfache menschliche Vernunft unvernünftig sein kann, wenn diese dem Anschein zum Opfer fällt und das Wesen der Dinge und Prozesse nicht erkennt. Marx war deshalb erfolgreich, weil er in der Ökonomie vom Schein zum Wesen vordrang und die Ursachen im Materiellen suchte, ohne die Möglichkeiten der Verzerrung durch das Bewusstsein zu ignorieren.
    Übrigens alle Mainstreammedien meiden wie der Teufel das Weihwasser einen zentralen Punkt der politischen Spaltung, den Gegensatz von kapitalistischer Globalisierung und nationaler Souveränität.
    Der Erfolg der Grünen gerade in den Städten nimmt so nicht wunder, denn die Grünen sind nicht in der Regierungsverantwortung und können schöne Bilder malen, die sie nicht umsetzen müssen.
    Aber an den Taten sollt ihr die Pharisäer erkennen, so lautet eine alte kulturelle Erfahrung, die nichts an ihre Gültigkeit verloren hat.Insofern gibt es in einer Welt von Narrativen, Symbolen oder gar Fakes auch so etwas wie ewige Wahrheiten.
    Wenn das schrille bunte Kleid einer Papageienfrau wie Claudia Roth nur durch jüngere schrille Töne und eine maskuline sonore Stimme von Leugnern des Primats der materiellen Verhältnisse nur der Form nach die Grünen verändert, nicht aber im Inhalt als Reform und Erneuerung verkauft werden kann, dann gehört das zu den Fake News, dass die Grünen de Welt retten könnten.
    Keiner kann wirklich sagen bei den ganzen Wählerwanderungen, was aus ehrlicher Hoffnung erfolgte, was aus Irrtum gewählt wurde oder was einfach aus taktischen Gesichtspunkten passiert ist.
    Man kann daraus bestenfalls ableiten, was sich Menschen wünschen. Und so stürzen Menschenmassen von Wahl zu Wahl in einer Versuchsaufstellung von Try and Error, deren Spielregeln sie gar nicht bestimmen.
    Was soll‘ s, Bayern bekommt eine stabile Regierung,aber Deutschland hat schon länger keine mehr.
    Und wer nicht glaubt, dass wir längst in eine DDR 2.0 geraten sind, der nehme zur Kenntnis, dass der politische Witz inzwischen wieder auferstanden ist. Gefunden in den Kommentaren nichtdeutscher Presseverlage:
    Angela Merkel sucht eine Wahrsagerin auf. Diese konzentriert sich, schließt die Augen und sagt: „Ich sehe Sie in einem offenen Wagen eine breite Straße entlang fahren. Das Volk klatscht Beifall. Es ist glücklich wie selten. Einige laufen hinter dem Wagen her. Die Menschenmenge ist so dicht, dass die Polizei den Weg nur mit Mühe freihalten kann. Die Leute rufen voller Hoffnung: „Jetzt wird alles wieder gut!“
    Als Merkel das hört, platzt Sie voller Glück und fragt die Wahrsagerin:„Und wie reagiere ich darauf?“
    Die Antwort der Wahrsagerin:„Das kann ich nicht erkennen, der Sargdeckel
    ist zu!“
    Das ist zwar zu kurz gedacht, aber das Bild ist schon nachvollziehbar.
    Das Volk hat längst bemerkt, wer sich da einig ist:
    Die Maden im Speck
    Die Unterstützer dieser Demo – quer durch alle Organisationen- leben aber eigentlich ganz gut im verhassten Kapitalismus. Und die staatlich alimentierten Rummauler werden die ersten Opfer der „offenen Gesellschaft“ sein. Der wertschöpfende Rest wird sich mehr und mehr verabschieden. In bestimmten südamerikanischen Ländern zum Beispiel bekommen europäische Start-ups günstige Darlehen und attraktive Steuererleichterungen. Die scheißen auf den Elendsimport aus afrikanischen und arabischen Ländern.
    Nur eine Meinung und sicher auch nicht die ganze Wahrheit, aber im ersten Teil sehr prägnant.
    Deshalb bin ich für direkte Demokratie, auch wenn wir dafür noch nicht die ganze nötige Reife erlangt haben.
    Niemand kann dann mehr die Schuld des Versagens auf Politiker schieben, die objektiv betrachtet, gar nicht in der Lage sein können, eine wirklich kluge und vernünftige Politik zu machen.
    Das Volk selbst muss dann aus seinen Fehlern lernen und darin bin ich mir sicher, das deutsche Volk hat kein Interesse am Krieg gegen andere Völker, hat aber ein Interesse an einer guten Zukunft für ihre Kinder und Enkel. Das geht durch alle Ideologien zumindest beim Wähler, wobei das in Bezug auf die Kinder der anderen sicher schon wieder Unterschiede aufweist.
    Wer Menschenrechte durchsetzen will, der muss erst mal die Voraussetzungen schaffen.
    Selbst das Ehepaar Assmann, das den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten hat, ist zu der Erkenntnis gekommen, dass die Menschen-Rechte auch durch Menschen-Pflichten ergänzt werden müssen.
    Aber dieser Part wird im Mainstream nicht erwähnt, allerdings bei Amazon in Bezug zum Buch.

    Leider wird darüber nicht gesprochen, aber der Zusammenhang von Rechten und Pflichten ist im historischen und dialektischen Materialismus schon lange enthalten, nur wird man das nicht so auslegen können, wie sich das Grüne vielleicht vorstellen und wie es der Mainstream propagiert.
    Selbst das Ehepaar Assmann redet von einem Gesellschaftsvertrag, was ja wohl Gesellschaftsstrukturen voraussetzt und somit auch die Frage nach den Pflichten der Emigranten aufwirft und das sicher auch in Bezug zu der Gesellschaft, aus der sie her kommen und in die sie wollen.
    Niemand hat ernsthaft das Asylrecht in Frage gestellt, aber auch fast niemand hat die Frage nach der wirklichen Schuld Europas an den gegenwärtigen Kriegen gestellt, am allerwenigsten die Grünen.
    Im i-Markt sind diese Grundsätze formuliert wie auch die Instrumente, die diese Rechte und Pflichten in einem dialektischen Prozess des Lebensprozesses als demokratischen Entwicklungsprozess souveräner Strukturen in Freiheit und Verantwortung auch durchsetzen können.
    Wer nur von einer abgehobenen Moralposition aus träumt, der bleibt ein Träumer und ein Versager in und an der Realität.
    Als Bürger eines freien Volkes müssen wir schon lernen, über individuelle Sichten hinaus zu einer ganzheitlichen Sicht zu kommen. Hoffnungen sind wichtig und können Kraft aber auch Passivität erzeugen.
    Die Einheitsmarschierer haben nur ihre besondere Existenzweise innerhalb einer tief gespaltenen Gesellschaft in die Ewigkeit retten wollen, allein solch ein Anspruch kann in seiner Absolutheit nur eine Illusion sein.
    Als Vision taugt nur eine Einheit in der Existenzweise des ganzen Volkes und das gibt es ja bei Habeck bekanntlich gar nicht. So kann er eben nur in die kleine heile Wunsch-Welt eines ängstlichen Kindes flüchten, aus der er nie herausgewachsen ist.
    Der intellektuelle Kleinbürger ist somit der Adressat falscher Hoffnungen und das wiederum ist ein Manifest der Unbildung in den deutschen Universitäten.
    Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen“ ich bin der Faschismus“.
    Er wird sagen: „ich bin der Antifaschismus“
    Ignazio Silone
    Rötzer verdreht wieder mal die Wirklichkeit:
    https://www.heise.de/tp/features/Bayern-Zeichen-einer-politischen-Wende-4190575.html
    Er bestätigt damit zwar, wo die Grenzlinie wirklich läuft, aber er will nicht thematisieren, dass eine wirklich linke Fortschrittspartei gar nicht vorhanden ist und dadurch Teile der Rechten schon wieder als links erscheinen.
    Da schau ich dem Volk lieber aufs Maul, weil hier sichtbar wird, vor dem ich den Vorstand der Sozialdemokraten schon vor der vorletzten Bundestagswahl gewarnt hatte.
    Immerhin war ich lange eine ihrer Wähler. Meine Bauchschmerzen fingen aber schon damals mit der Aufstellung von Schröder als Kanzlerkandidat an.
    Insofern taugt mein politischer Instinkt nach bisheriger Erfahrung durchaus als Seismograph.
    Also kann es nur an der inneren Verfasstheit der SPD liegen, wenn sie daraus nichts gelernt hat, obwohl die Parteien immer fleißig analysieren;-).
    Heut früh im SWR1-Radio, SPD-Politikerin: „Wahl hat Weckruf-Charakter“
    Auf dem Weg zur Arbeit musste ich schmunzeln, als ich diese Worte im Radio gehört habe. Wenn die Wahlklatsche bei der Bayernwahl der Weckruf sein soll, was waren dann all die Klatschen zuvor? Sind die SPD-Granden wirklich so gnadenlos realitätsfern, dass der Niedergang irgendwie an ihnen vorbeigezogen ist?
    Die SPD verliert ihre Basis, die Austritte seit der Agenda-Politik sind massiv. Die Wählerschaft, die einst in besten Tagen die Partei auf +40% hat heben können, hat kein Vertrauen in die Partei und Wegsterbende werden nicht ersetzt, die wählen Links oder Grün. Aber selbst als Schröder Neuwahlen durchführen ließ und abgewählt wurde, statt die SPD noch bei über 30%. Innerhalb von 12 Jahren (BTW ’17) hat diese Partei mehr als 1/3 Zustimmung verloren. Und nun erodiert der klägliche Rest bis zur Unkenntlichkeit zusammen.
    In Bayern hat diese Partei die Hälfte ihrer Stimmen im Vergleich zur letzten Landtagswahl verloren, liegt deutlich unter dem Bundesschnitt und ist auch noch einstellig geworden. Das gab’s bisher nur im Osten, in Sachsen, wo die Wähler statt der SPD die Linke wählen. Die meisten Stimmen der SPD migrierten zu den Grünen, vermutlich aber aus rein wahltechnischer Sicht. Die SPD abstrafen ohne auf deren „progressive Politik“ verzichten zu wollen, scheint naheliegend, was auch immer „progressiv“ bedeuten mag in dem Zusammenhang.
    Und das alles soll nur ein „Weckruf“ sein?
    Wer es schafft, 12 Jahre lang jeden Weckruf zu verpennen, kommt eben auch zu spät, um irgendwas zu retten. Und wenn man denn endlich anfängt zu handeln, schafft man es nicht, die richtigen Werkzeuge zu wählen, weil man völlig überstürzt und planlos drauflos pfuscht. Ich meine, wen will die SPD eigentlich erreichen? Wer soll eine Partei wählen, die „feministische Pornos“ fordert, sich stark macht für 80.000 Transgender-Personen im Land und damit jeden Arbeitgeber auffordert, Toilettenräume für ein drittes Geschlecht einzurichten, eigene Umkleideräume usw usf, aber keinen Finger krumm macht für Arbeitnehmer und deren Wünsche? Wer möchte eine Partei wählen, die sich lieber einsetzt für obskure Minderheiten auf Kosten aller anderen, statt das Gesamtbild im Auge zu behalten? Letztendlich kann nur die logische Folgerung sein, dass, wer Politik für Minderheiten macht, auch nur von Minderheiten gewählt wird. Einfach mal die Veganerpartei, Tierschutzpartei, Bibelpartei usw fragen – die kennen das Dilemma. Und die SPD rennt genau da hin: Politik für Minderheiten statt für Alle – das kommt nicht an. Dabei geht es doch Homosexuellen und Transgenderpersonen, Feministinnen und Freunde der gegenderten Sprache viel besser, wenn wir alle einträgliche und sichere Arbeit und einen stabilen Sozialstaat hätten … oder etwa nicht?
    SPD – Ende, aus is.
    Und es liegt nicht an Nahles (allein).
    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Bayern-Zeichen-einer-politischen-Wende/Heut-frueh-im-SWR1-Radio-SPD-Politikerin-Wahl-hat-Weckruf-Charakter/posting-33254896/show/
    Es gibt offensichtlich im bei Habeck nicht existierenden Volk sogar beim einfachen Bürger mehr wirkliche Vernunft als im Kopf von Schriftstellern, die sich ihre eigene Welt ausdenken.
    Man kann dann den Thread noch weiter lesen und merkt dann wieder, wo die Vernunft endet, wenn sie nur in der Vergangenheit sucht und das Neue in der Epoche nicht erkennt.
    Noch ein Kommentar:
    Es ist nicht Aufgabe der Linken den Kapitalismus und Globalisierung zu fördern!
    Teaser (weiter will ich gar nicht lesen): „… jetzt stehen weltoffen und zukunftsorientiert gegen abgeschlossen und rückwärtsorientiert .“
    Schön wär’s. Tatsächlich versuchen die Neo-Linken immer noch verzweifelt, ihren beim Verrat verlorenen Ruf durch besonders eifriges Flüchtlingsgedöns wieder herzustellen, meinen mit „weltoffen“ das globale Lohndumping des sog. „Migrationspaktes“, und mit „zukunftsorientiert“ das hirnlose Herumbasteln am Klima, dessen Wandel sich ohnehin nicht aufhalten lässt, ist er eben doch genau die unvermeidbare Folge vom entfesselten Kapitalismus.
    Zwar Perlen für die Säue, aber trotzdem für’s Protokoll:
    Es ist nicht Aufgabe der Linken den Kapitalismus und Globalisierung zu fördern!
    Eine Linke kann an sich machen was sie will, solange der Klassenkampf, der Kampf gegen Armut auch und vor allem der Einheimischen an erster Stelle steht!
    Solange das nicht der Fall ist, seid ihr nur eine verlogene, moral- und rückgratlose Bande von Heuchlern, wahrhafte Schergen des Kapitalismus und der Bonzen!

    Nun, das ist zwar auch zu kurz gesprungen in Bezug auf die Aufgabe, die eine echte Linke zu organisieren hätte, belegt aber den IST-Zustand der Scheinlinken. Zur Erfüllung ihrer Aufgabe kann sie nicht machen, was sie will, sondern bedarf schon einer revolutionären Theorie und Praxis.

    Als Reparaturbetrieb des Kapitalismus wird sie selbst systemisch, als Werkzeug des Systems zur Simulation von Demokratie und Antifaschismus wird sie Bestandteil der Konterrevolution.

    Immer noch leidet die Linke an ihrer Vergangenheit:

    „Warum sollten die Leute Parteien wählen die schon ganze Länder an die Wand gefahren haben? Ob NSDAP, SED, Die Linke, Linke Politik endet immer im völligen Desaster.
    Gib Linken Macht und sie werden sofort zu Faschisten.
    Das ist bisher jedes mal in der Geschichte so gelaufen.
    In jedem Land zu jeder Zeit.
    Wiederholung ist Überflüssig.
    Linke sind keine Lösung sondern eines der Probleme.“

    So jedenfalls die Meinung mancher Mitbürger.
    Warum ist das so? Weil die Linke ihre alten Fehler nicht aufgearbeitet hat und sich mit ihrer naiven ANTIFA genau wieder in dieses Verhaltensmuster drängen lässt.

    Es gibt auch Tröstliches zu vermelden:

    So viele Prozentpunkte wie bei dieser Wahl
    kann die SPD beim nächsten mal nicht mehr verlieren –
    weil – nach unten kommt ja die rettende Null;-)

    Manche fragen sich warum die Linke vom Sterben der SPD nicht profitiert.

    Nun, deren Personal hat doch auch schon die Leichenstarre.

    Mit Kipping und Co. macht sich die LINKE selbst das Leben schwer.
    Und leider schwingt da mancherorts noch der alte SED-Kader-Geist mit, wenn
    man wie in Thüringen schon mal den Haushalt für die nächste
    Legislaturperiode beschließt, damit man bei der zu erwartenden künftigen
    Minderheitsregierung einfach weiter machen kann, als wäre nichts
    passiert…. da sind einige immer noch nicht in der Demokratie angekommen.
     
    Strikte Hierarchien in der Partei, Vorsitzende werden ausgekungelt. Relligöse Ministerpräsidenten, die letztlich sich im Bundesrat als käuflich erweisen oder zwecks Machterhalt auch bereit sind, mit der CDU zu koalieren.
     
    Schöne Reden im Narrenschiff wie bei Gysi reichen nicht und blickt man auf die Taten, dann sucht man verschwundene SED-Millionen und findet den Verrat an der Marxschen Idee noch in der alten DDR.
     
    Die Linke schwächelt auch International, weil es ihr bisher nicht gelungen ist mit der Marxschen Methode die heutige Welt und die bevorstehende Zeitenwende zu beleuchten.

    Wer immer nur ans Verteilen denkt und selber nichts Produktives hervorbringen kann, also nicht einmal ein tragfähiges Programm, wie man den Staat und das Geld in der Zukunft zum Verschwinden bringen will, der ist einfach zum Untergang verurteilt.
    Dabei ist die Vision ersichtlich, aber der Weg dahin ist wie Marx vorhergesehen hat, einer, bei dem noch das Leistungsprinzip gelten muss.

    Ja, mei, da hört es doch bei fast allen Politikern schon mal aus prinzipiellen Daseinsgründen auf……Schenleistung, Symbolpolitik, Schnatterentenverein.
     
    Schlimmer geht immer, sie bleiben auch noch penetrant beratungsresistent. 

    Es gibt noch eine Menge Kommentare, die Mosaiksteinchen zusammentragen, wie wir als Bürger betört werden sollen. Hübsche Frauen in der Politik, de FDP hat es erfunden, aber der SPD fehlen die passenden Personen;-)

    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Bayern-Zeichen-einer-politischen-Wende/Ich-fuerchte-die-wahren-Hintergruende-sind-viel-peinlicher-fuer-dem-Homo-Sapiens/posting-33253573/show/

    Nur Zickenkriege sind das letzte, was wir gebrauchen können!

    Der Lackierungsaufwand wird nachweisbar immer größer, nur bei Merkel nutzt der nichts mehr.
    Der Lack ist ab.

    Politik ist nicht aus dem Bauch entscheidbar, wenn man über keine tiefe jahrzehntelange Praxis verfügt und Politiker im System reden darüber fast nicht. Sie können ja ihr eigenes Geschäftsmodell nicht selbst aus den Angeln heben. Nur ab und zu kommen mal ein paar Bruchstücke beim Bürger an, die aber immer noch auf andere hoffen, als den Schritt zur eigenen Emanzipation zu wagen.

    Dennoch besteht bei einigen ein Interesse an Aufklärung.

    Man muss aber aufpassen, um vor lauter Aufklärern die grundlegende Aufklärung über die Macht des Realen nicht zu übersehen, denn jede Täuschung führt zwangsweise zu einer späteren Enttäuschung.

    Da kann es aber mit der eigenen Lebensspanne schon vorbei sein, denn ein Grundproblem unserer Zivilisation bestand bisher darin, dass die meisten Menschen die Folgen falschen Handelns nur in den extremen Fällen selbst ausbaden mussten und viele haben sich aus vergangener Schuld herausgewunden und gemogelt.

    Dem System war das immer recht, so erhält man die treuesten Vasallen, die mit den bekannten Leichen im Keller.
    Leute, die persönlich gefährlich werden können, werden immer noch liquidiert.

    Schreihälse, die weiter schreien dürfen, bilden offenbar keine systemische Gefahr, im Gegenteil, sie verhindern, dass wir Inhalte, Wege und Ergebnisse hinterfragen und die Träumer schicken uns in den Schlaf, den ökologischen Traum der Schlafschafe.
    Määäääääh!

    Der Bär verwandelt sich in einen Bock mit quietschender Vulva und wer als Philosoph keine Habe praxistauglich um die Ecke tragen kann, der schreibt eben Bücher für ängstliche Kinder.

    Das ist eine Dialektik des Surrealismus und hat mit gesellschaftlichem Fortschritt nichts zu tun!

    Jeder Leser darf den satirischen Gehalt des Textes entfernen, aber dann vergeht einem das Lachen.

    Wagenknecht ruft dazu auf, eine META-Linke zu gründen.

    Dann müsste sie aber erst mal ein neues Manifest schreiben, das ins 3. Jahrtausend passt.

    Ohne Rückkehr zu den Wurzel und einem modernen Uprade wird das sonst auch nichts.

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    Verfasst von Politikus | 16. Oktober 2018, 18:19
  2. Sehe ich auch so, Märchen und Sagen sind ein wertvolles Kulturgut und sie enthalten oft eine Weisheit und die Sehnsucht des Volkes nach Gerechtigkeit. Sie vermittel auch die Brutalität menschlicher Geschichte und Realität, sind durchaus nichts für Weicheier. Selbst Religionen muss manaif ihre innere Weisheit hin rational ud historisch aufarbeiten. Sie verratennuns eine Menge über uns selbst und eine Menge an Warnungen.
    Auch hier gilt, man muss die Geschichten richtig lesen können.

    Dazu gehört auch Menschen in ihrer Zeit, in ihren Wünschen, Hoffnungen und Erwartungen zu begreifen und eben auch in ihren Irrtümern.

    Deshalb ist eine solche Art Kritik an Helmut Schmidt nicht gerade hilfreich. Da ist für mich die Frage seiner Freundschaft mi Henry Kissinger viel bedeutender und ich wüsste gern, was die beiden iin hrer Politik als frühere Fehler erkannt haben.

    Wie bei allen Menschen gibt es immer Licht und Schatten, aber imAlter hat es Scmidt durchaus zu einer Ikone deutscher Politiker geschafft. Natürlich auch mit Fehlern und sei es, dass er sich der Nikotinsucht nicht widersetezn konnte. Er ist damit auch ein Sinnbild für die Irrationalität menschlichen Handelns.

    Die Schlussfolgerung kann nur sein, dass wir zwar manchmal Menschen brauchen, die als Führer wichtige Entscheidungen treffen können, dass wir unsere Gesellschaft aber nicht aufdem ührerprinzip aufbauen können, wie das Frau Merkel schon fast alsunerlässlich betrachtet.

    Helmut Schmidt konnte als Kanzler abgelöst werden und damals hatte die SPD wenigstens noch Format, weil sie eben noch Urgesteine hatte, die das richtige Leben und seine Nöte kannte.

    Heute haben wir (teils hässliche) Frauen, die fremdgesteurt werden vom Testosteron geld- und machtgieriger Männer.

    So kann Emanzipation als Emanzipation des Anscheins zur Verdreheung der Wirklichkeit gelingen und des sind diese Narrative der Realitätsverfälschung, die der Autor zu recht kritisieren möchte.

    Deshalb sollten wir aufmerken, wenn da manche Politologen fordern, wir müsstenn neue Geschichten erfinden, um die Entfremdung der Parteien vom Volk zu überwinden.

    Was aber, wenn sich alle Parteien unisono weigern, eine realitätsbezogene Vision zu diskutieren, deren Notwendigkeit aber von immer mehr Menschen verlangt wird, eben noch rudimentär und sicher nicht ohne Irrungen? Wir müssen schon auch lernen, mit der Fehlerhaftigkeit unseres Tuns umzugehen, sonst landen wir in einem ilusionärem Traum und der ist weit gefährlicher als die Lügengeschichten, denn fremde Lügen sind leichter aufzudecken als die Lügen des Selbstbetrugs.

    Das einzig Gefährliche an den alten Märchen ist, das dort in der Regel das Gute siegt.

    Deshalb sind es eben auch Märchen geblieben.

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    Verfasst von Politikus | 15. Oktober 2018, 15:00
  3. Von Märchen hat der Autor Toros Sarian leider gar keine Ahnung. Wer nur ein klein wenig in die Materie einsteigt, der entdeckt die älteste Quelle der Literatur der Völker in den jahrhundertelang mündlich weiter gegebenen Mythen und ihren Bruchstücken, den Märchen. Allerdings muß man sie lesen können. Es sind keine Lügen sondern eine alte Bildersprache.
    In diesem Artikel ist eher die Rede von Propagandageschichten. Ich möchte darauf hinweisen, die herrschende Elite hat kein Interesse an der Bildung für das Volk. Ein beliebtes Mittel der Verdummung ist die Umdeutung von Begriffen. Hier haben wir ein typisches Beispiel, ein Schatz der Menschheit wird als Lüge abgetan und benutzt.

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    Verfasst von Kinesiologie Köhn Potsdam | 15. Oktober 2018, 13:31

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