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Ausland, Medien

Die Propaganda-Fabrik

von Thomas Röperhttp://www.rubikon.news

27.000 Menschen arbeiten im Auftrag des Pentagons daran, die öffentliche Meinung im Sinne der US-Eliten zu manipulieren.

Die New York Times hat schon 2008 darüber berichtet und auch der Spiegel brachte damals dazu einen Artikel, in dem man lesen konnte:

„Mit einer gigantischen PR-Truppe hat die Bush-Regierung die Öffentlichkeit in den USA seit Jahren hinters Licht geführt. Ein Enthüllungsbericht der ,New York Times‘ zeigt jetzt, wie gezielt und perfide das System der Desinformation funktioniert.“

Weiter berichtete der Spiegel:

„Wenn US-Zuschauer die Nachrichten aus dem Irak auf TV-Kanälen wie CNN, Fox News, NBC oder ABC schauen, sollten sie ihren Ohren lieber nicht trauen. Wie ein Bericht der ,New York Times‘ enthüllt, unterhält das US-Verteidigungsministerium bis zum heutigen Tag eine Truppe von TV-Militärexperten, um seine Sicht der Dinge auf den Irak und den Krieg gegen den Terror zu verbreiten.“

Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass die Meldungen, die wir in Deutschland zu diesen Themen bekamen, über Nachrichtenagenturen wie Reuters zu uns kamen. Und Reuters berichtet über das, was sogenannte Experten in den US-Nachrichten erzählen.

Man sollte also auch den deutschen Nachrichten zu diesen Themen besser nicht trauen, nur sagt der Spiegel dies natürlich nicht. Er kann ja schlecht sagen „Glaubt mir kein Wort mehr!“

Weiter hieß es in dem Artikel:

„Besonders praktisch: Die Regierung musste ihre PR-Experten nicht einmal selbst bezahlen, denn das übernahmen die Sender und Zeitungen, die sie engagierten. Je mehr exklusive Informationen die Experten aus dem Pentagon präsentieren konnten, desto öfter konnten sie mit einem Auftritt auf der Mattscheibe rechnen. Und je mehr ‚Hits‘ – also Auftritte – sie bekamen, desto mehr verdienten sie. Was sie allerdings den TV-Stationen als ‚exklusiv‘ zutrugen oder in ihre Analysen einfließen ließen, war sorgsam gefiltert im Sinne der Bush-Regierung. Woher sie die Informationen erhalten hatten, sollten die Experten natürlich nicht offenlegen – so die Ansage des Pentagons.“

Frage: Wie oft haben sie im Spiegel oder anderen Nachrichten inklusive der Tagesschau die Formulierung gehört, dass eine Nachricht „von nicht genannten Quellen“ in einem Ministerium oder gar bei den Geheimdiensten kam? Wenn sie den letzten Satz im vorherigen Absatz noch einmal lesen, dann dürfte klar werden, wie man eine solche Formulierung zu verstehen hat. Wenn eine Nachricht mit einem solchen Satz eingeleitet wird, kann man fast sicher davon ausgehen, dass es sich um bewusste Desinformation handelt, die gezielt von den entsprechenden Stellen verbreitet wird. Und die Medien machen dieses Spiel gerne mit – schon damals hatten die TV-Sender kein Interesse, diese Dinge einzugestehen oder aufzudecken, wie man am Ende des Artikels lesen kann:

„Die TV-Stationen zeigten sich dagegen wenig erbaut über die Enthüllungen der ,New York Times‘ und verweigerten größtenteils eine Stellungnahme. Kein Wunder, denn die meisten wussten nichts von etwaigen Verbindungen ihrer Experten – und, so legen die Recherchen der Zeitung nahe, interessierten sich auch nicht weiter dafür.“

Anfang 2009 wurde auch der Umfang dieser „PR-Armee“ bekannt. Unter der Überschrift „27’000 PR-Berater polieren Image der USA“ berichtete der Schweizer Tagesanzeiger darüber und begann seinen Artikel wie folgt:

„Ein Chefredakteur beklagt den immensen Einfluss des amerikanischen Verteidigungsministeriums auf seine Journalisten. Jetzt ist ihm der Kragen geplatzt: Er enthüllt schier unglaubliche Fakten über die PR-Arbeit des Pentagons.“

Offensichtlich tobte damals zu diesem Thema ein Machtkampf zwischen der Nachrichtenagentur AP und dem Pentagon, denn der Tagesanzeiger schrieb weiter:

„Tom Curley, Chef der amerikanischen Nachrichtenagentur AP, kann dazu nicht mehr länger schweigen. Am Wochenende referierte er an der Universität von Kansas vor Journalisten über den Druck des US-Verteidigungsministeriums auf seine Berichterstatter in Kriegsgebieten wie Irak oder Afghanistan. Sein Fazit: ,Es wird langsam unerträglich.‘ Hohe Generäle hätten gedroht, dass man die AP und ihn ruinieren werde, wenn die Reporter weiterhin auf ihren journalistischen Prinzipien beharren würden. Seit 2003 wurden bereits elf Journalisten der AP im Irak für mehr als 24 Stunden verhaftet.“

Das Pentagon, man muss sich dies auf der Zunge zergehen lassen, machte also Druck auf AP, weil dort Journalisten ihre Arbeit machten und wahrheitsgemäß berichten wollten. Und dazu schreckte es auch nicht davor zurück, zur Abschreckung schon mal Journalisten zu verhaften.

Weiter stand im Tagesanzeiger:

„Auch Zahlen und Fakten zum Umfang der Propaganda hatte der Chef von AP parat: ,Laut AP-Recherchen verfügt das Pentagon über 27’000 Personen, die ausschliesslich für die Öffentlichkeitsarbeit (PR, Werbung, Rekrutierung) zuständig sind.‘ Zum Vergleich: Das gesamte US-Aussenministerium mit Hillary Clinton an der Spitze beschäftigt rund 30’000 Personen. Die PR-Maschinerie des Militärs kostet die Steuerzahler jährlich 4,7 Milliarden Dollar. Seit 2004 sind die Ausgaben um 63 Prozent gewachsen. Wozu diese Mittel genau eingesetzt werden, bleibt meist geheim. Eine für den Informationskrieg zuständige Dienststelle namens ,Joint Hometown News Service‘ befindet sich nach AP-Informationen auf einem früheren Luftwaffen-Stützpunkt in San Antonio, Texas. Dort würden Wort- oder Bildberichte produziert, die man unter falscher Quellenangabe den Medien zuspielt. Für 2009 sei die Herausgabe von 5’400 Pressemitteilungen, 3’000 Fernsehspots und 1’600 Rundfunkinterviews geplant – doppelt so viel wie noch vor zwei Jahren. Dieser Service ist nur ein kleiner Ausschnitt des ständig wachsenden Pentagon-Medienimperiums. Schon jetzt ist es grösser als die allermeisten Pressekonzerne der USA.“

Nun kann man einwenden, das wäre alles lange her, die Presse hätte berichtet, alles ist bekannt, Problem gelöst. Leider nicht. Denn man muss schon intensiv im Netz suchen, wenn man Berichte der Mainstream-Medien zu diesem Thema finden möchte. Die alternativen Medien haben das Thema eifrig aufgegriffen, die etablierten waren sehr zurückhaltend. Und niemand hat gefordert, dass sich etwas ändern solle. Und seien wir ehrlich – was hätte eine solche Forderung gebracht? Es gibt Meldungen, allerdings nur in den alternativen Medien, dass die Anzahl der PR-Mitarbeiter mit der Aufgabe, unsere Nachrichten zu produzieren, noch gewachsen ist und damit auch das Budget. Man spricht heute von über 30.000 PR-Mitarbeitern, die für das Pentagon Nachrichten produzieren und an die Nachrichtenagenturen leiten.

Aber egal, wie viele es heute sind, die „Nachrichten“, die diese Leute im Auftrag des Pentagons herstellen, kommen über die Nachrichtenagenturen in unsere Zeitungen und Nachrichtensendungen.

Und wenn ein Ministerium seine „Nachrichten“ selbst fabriziert, dann nennt man das „Propaganda“. Goebbels hatte übrigens keine 27.000 Mitarbeiter – man kann den Effekt, den diese „PR-Armee“ auf unsere Nachrichten hat, im Umfang also kaum erahnen .

Tom Curley hat meines Wissens später seine Proteste dagegen nicht wiederholt; 2012 ist er bei AP als Chef zurückgetreten. Und weitere Meldungen über dieses Thema gab es kaum mehr. Oder können Sie sich erinnern, je davon gehört zu haben?

Es gab immer mal wieder Vorfälle, in denen das Pentagon erwischt wurde, wie es zum Beispiel Videos fälschte. Aber die Qualitätsjournalisten haben entweder ein gestörtes Langzeitgedächtnis und längst vergessen, dass das Pentagon seine Nachrichten ohnehin selbst fabriziert – oder aber sie haben aus dem Streit zwischen Pentagon und AP gelernt und wenig Lust, selbst eventuell einmal im Gefängnis zu landen. Oder aber die Drohung des Pentagons gegenüber AP, die Agentur zu ruinieren, hat auch andere Redaktionen getroffen, weshalb sie sich besser nicht mehr an diese Geschichte erinnern. Man kann sich seine eigene Erklärung aussuchen, aber Fakt ist, dass niemand in der Presse sich an diese Geschichte erinnern will und dafür dürfte es Gründe geben.

Nur zwei Beispiele: Im Jahre 2016 kam heraus, dass das Pentagon im Jahre 2005 für satte 500 Millionen Dollar Propaganda-Videos für Al-Kaida gedreht und dafür die britische PR-Agentur Bell Pottinger engagiert hatte. Der Skandal kam in Verbindung mit einer Geschichte über die amerikanische PR-Agentur Lincoln Group heraus. Diese hatte – ebenfalls im Auftrag des Pentagons – Artikel fabriziert, die anschließend in irakischen Zeitungen veröffentlicht wurden, um „aufständische Gruppen zu infiltrieren“. Dies teilte das US-Verteidigungsministerium mit, nachdem die Geschichte öffentlich geworden war.

Das Pentagon begründete die 2005 selbst hergestellten Propaganda-Videos für Al-Kaida elf Jahre später damit, dass man in die Videos Tracker-Programme eingebaut habe, um die Kämpfer lokalisieren und bekämpfen zu können, die sich diese Video angeschaut hatten. Nachfragen zum Erfolg der Aktion, die immerhin eine halbe Milliarde gekostet hatte, gab es nicht und entsprechend auch keine Antworten.

Auch 2017 gab es einen Vorfall mit einem falschen Video. Diesmal musste der Öffentlichkeit erklärt werden, warum die USA im Jemen aktiv waren und man zog als Begründung wieder Al-Kaida hervor. Bei einem Einsatz von Spezialkräften waren mindestens 14 unschuldige Zivilisten getötet worden. Das Pentagon präsentierte ein Video mit einer Anleitung zum Bau von Bomben als Beleg dafür, dass bei dem Einsatz wichtige Informationen gewonnen worden waren. Blöd nur, dass dieses Video zu diesem Zeitpunkt schon 10 Jahre alt war. Das amerikanische Verteidigungsministerium nahm das Video schnell wieder von seiner Webseite, als es damit konfrontiert wurde.

In keinem dieser Fälle – und auch in keinem anderen – hat sich jemand an das große Desinformationsprogramm des Pentagons erinnert, welches bereits 2008 und 2009 bekannt geworden war. Kein sogenannter kritischer Journalist hat auch nur die Frage gestellt, ob es hier eventuell Zusammenhänge geben könnte. Könnte man ja widerlegen, wenn es nicht so wäre. Aber es wurde einfach nicht erwähnt und auch nicht danach gefragt.

Nur zum Vergleich:

Im Gegensatz zu den 27.000 Pentagon-PR-Leuten haben Sie doch sicher schon davon gehört, dass es in Russland eine „Troll-Fabrik“ geben soll, die versucht, die Meinungsbildung im Westen zu beeinflussen. Darüber berichten die Medien ja immer wieder – im Gegensatz zu dem US-Programm.

Ob es diese „Troll-Fabrik“ gibt, weiß ich nicht. Es wird behauptet, dass dort einige hundert Mitarbeiter tätig wären. Mag sein, aber was sind ein paar hundert gegenüber einer Armee von 27.000 Mitarbeitern und einem Budget von fast 5 Milliarden Dollar? Wohlgemerkt in 2009, das Gesamtbudget des Pentagons ist seitdem ja weiter gewachsen.

Und man muss auch festhalten, dass es verwunderlich wäre, wenn Russland sich nicht gegen die massive westliche Medienkampagne verteidigen würde. Der Artikel im Schweizer Tagesanzeiger spricht dann auch von einem „Informationskrieg“ und einer „dafür zuständigen Dienststelle“. Und wenn es ein Informationskrieg ist, dann sollte man doch erwarten, dass sich der Angegriffene auch verteidigt.

Ich habe diese Dinge immer im Hinterkopf, wenn ich Nachrichten schaue oder lese. Und ich bin von Grund auf misstrauisch, wenn Meldungen über das Pentagon kommen. Und noch misstrauischer bin ich immer dann, wenn es heißt, dass die Medien sich auf „vertrauliche Informationen aus Geheimdienstkreisen“ stützen. Denn was jemandem passiert, der vertrauliche Informationen aus Geheimdienstkreisen veröffentlicht, das können Sie Edward Snowden fragen, der sich seit Jahren in Moskau verstecken muss, weil die USA ihn genau dafür anklagen wollen.

Wenn also in den Medien von „Informationen aus Geheimdienstkreisen“ die Rede ist und anschließend niemand wegen Geheimnisverrates verhaftet wird, können wir davon ausgehen, dass die Geheimdienste diese Informationen selbst weitergegeben haben und es sich um Desinformation handelt – zum Beispiel weil die Bevölkerung auf den nächsten Krieg eingeschworen werden soll.

https://www.rubikon.news/artikel/die-propaganda-fabrik

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Diskussionen

2 Gedanken zu “Die Propaganda-Fabrik

  1. Soviele hatte Herr Hearst. Dessen Gedankengut ist die Pressemaschinerie in einem Land.
    Wohin dies Gut gelangt ist, ist ein Finanzcoup für sich.

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    Verfasst von ja | 13. Oktober 2018, 15:57
  2. In einer wirklich demokratischen Gesellschaft müssen Menschen in der Lage sein unter ihrem Klarnamen ihre Meinung vertreten zu können, müssen diese argumentieren können auf der Grundage ihres Erfahrungsraumes ihrer gesellschaftlichen Praxis und dazu muss man einen Blick in ihre Berufstätigkeit haben.
    Dann braucht man aber auch de gesamten gesellschaftlichen Rahmen dazu.
    Wer Pflegekräfte besser enlohnen will, muss auch wissen, dass der die Preise insgesamt erhöht, wenn man an den Profit nicgt ran kommt. Letztlich limitiert der erzeugte Mehrwert das, eas die Gesellschaft gesellschaftlich konsumieren kann. Denkt man aber in Alternatiiven durch kreative Zerstörung des Alten, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, nicht nur Kosten zu reduzieren, sondern Krankheiten prophylaktisch zu verhindern.

    Völlig unbestritten dürfte sein, dass Arbeit, die den Menschen Erfüllung und Befriedigung ermöglicht, die das Gemeinschaftsgefühl stärkt, die ethisch aus sich selbst heraus wertvoll erscheint unnd natürliche Autorität erzeugt, auch Krankheiten verhindert. Dann kommen die Produlte noch hinzu, ob sie eine gesunde Lebesweise fördern oder deaturiertes Verhalten. Die Arbeit auch selbst zu kontrollieren,gehört dazu.

    Deshalb schließe ich jetzt den Rechner, denn so viel wirklich Neues erfahre ich nicht und Bewegung in der Natur bewirkt auch eine Bewegung des Geistes, denn der arbeitet auch im Verborgenen weiter und schöpferische Pausen gehören zu unserer Natur, so wie wir in einer kulturell geprägten Umgebung nicht in einer Steinzeitmentalität die vor uns stehenden Aufgaben lösen können. Den Krieg der Stämme auf der Ebene der Nationen zu überwinden,erfordert es, dass die Nationen primär auf der Grundlage ihrer eigenen Ressourcen und Leistungen sich ihre Bedürfnisse erfüllen müssen unter Wahrung der Gleichberechtigung der Interessen anderer Nationen. Damit ist klar, wie destruktiv und manipulativ künstliche Feindbilder wirken, der Feind steht immer noch zuerst in der eigenen Nation, dass sind die strukturellen Mächte des Kapitalismus und seiner Werkzeuge.

    Wir können nie ruhn,um die Wahrheit zu kämpfen, um das gabze Bild und wir dürfen nicht darauf vertrauen,dass uns das interessengeleitete Medien vermitteln können. Ich verlasse mich lieber auf Berichte von Menschen, deren Interessenlage ich einschätzen kann und die autentisch erscheinen, Dazu gehört, dassich mich auch mit gegesätzlichen Meinungen beschftige. So zeigt sich oft, dass es keine einfachen Wahrheiten gibt, sondern unsere Welt immer in Widersprüchen sich bewegt. Unlösbar werden diese, wenn das System selbst Ursache des Problems ist, deshalb kam es immer wieder zu Revolutionen, dieaußerlich alsmgewaltsame Kämpfe erschienen, aber in ihrem Wesen ein neues Recht schufen, indem sich dieProdiktivkräfte weiter entwickeln konnten.

    Heute im Zustand der multioptinalen Formen möglicher Selbstzerstörung der Menschheit, allein aus dem Widerspruch von Ökonomie mit der Ökologie ergeben sich völlig neue Ansprüche an die Menschen als wichtigste Produktivkraft. ZuhöhererBildung und mehr Gesundheit kommen wir sicher nicht, indem wir den alten Parteien erlauben immer mehr und möglichst alles in Waren zu verwandeln, um mehr Profit und mehr Steuern zu erheischen. Das alte Denken steckt in einer Sackgasse!

    Damit zeigt sich aber auch, dass man abwägen muss, wo das Alte bewahrt und wo es zerstört werden muss.
    Es muss dort bewahrt werden, wo es Verhalten von Menschen sinnvoll organisiert werden kann und es muss dort verändertwerden, wo sich altes Verhalten alsschädlich erweistu d da muss man schon mal sauber unterscheiden zwischen Rassismus und kulturellen Defiziten und zwischen Nationalismus und gesundem Patriotismus.

    Das Wichtigste aber bleibt die Balance von Freiheit und Verantwortung über alle Ebenen der Gesellschat und die Beachtung des Zusammenhanges von Leistung und Ansprüch. Dazu gehören eben auch gerechte Löhne, aber kein absolutistischer Anspruch auf steigende Löhen für alle. Wir hätten bereits genug Reserven innerhalb des bestehenden Systems, wenn wir Arbeit nach Leistung bezahlen und Grundversorgung im Zusammenhang mit der Gesamtleistung der Volkswirtschaft für alle möglichst gleich sichern ujnd dazu die Privilegien abbauen, so wie wir überflüssige Arbeit beseitigen. Jede überflüssige Arbeit ist nicht nur mit deren direkten Kosten, sondern mit gesellschaftlichen Kosten belastet. Da sKonstrukt des BIP ist hier das falsche Denkmodell.

    Würden wir saubere Atemluft aus Flaschen als Ware verkaufen, würde das BIP ungeheuer anwachsen, aber die Freiheit des Atmens wäre wohl verlorengegangen.

    Würde falsches Denken schneller tödliche Wirkung haben, dann könnten wir auf die biologische Evolution setzen. Die läuft aber beim Menschen seit wenigstens 2 Mio Jahren.

    Gesellschaftliche Zusammnehänge lassen sich offenbar nur durch gesellschaftliche Prozesse verändern und darin hat Marx als Zeitgenisse Darwins immer noch recht.

    Es gibt aber keinen Sozialdarwinismus, da Menschen ihr Handeln von ihrem Bewusstsein getrieben vollziehen, ohne dabei unbedingt wahrzunehmen, welche materiellen Prozesse ihr Denken und Streben letztlich verursachen.

    Auf der induviduellen Ebene wird der ökonomische Zwang zur Arbeit noch unmittelbar erlebbar, in seiner gesellschaftlichen Dimension geht das vielen schon mal in der Wahrnehmung (am Arsch) vorbei.

    Dass die Warenform, wie die Arbeitsformen als auch die Märkte sich im Laufe der Geschichte verändert haben und durch soziale Revolutionen verndert wurden, kann niemqand ersthaft leugen.

    Dass der Kapitalismus auch auf andere Formen der Ausbeutung wie Sklaverei zurückgegriffen hat und der freie Bauer ebenso noch überlebt hat sind keine wirklichen Argumente gegen Marx Geschichtsphilosophie.

    Der Schwarze Sklave taugte nich auf der Arbeit aufdem Land und dem Haus unn bewahrte bis dahin die unterschiedliche Geisteshaltung unter den Sklaven selbst und die Haussklaven sind eben heute die Vasallen des Kapitals in all ihren unterschiedlichen Organisationsformen woe Parteien und Stiftungen.

    Bei den unternehmerischen Stiftungen zeigt sich ja bereits, dass das Kapital Profitanteile umwandeln muss in Formen gesellschaftlicher geistiger Arbeit der Orgaisation und Bildung, aber eben nicht objektiv neutral sondern eben parteilich in Bezug auf die Eigentumsform des Trägers. Bei den Parteien mutiert das in eine tributhafte Aneignung von Lohnkapital über die Steuern des Staates und deren formalen Loslösung vom Zweck der Erhebung in der Verwendung.

    Der i-Markt kann diese Zweckbimdung herstellen und transparent machen und er wird die Lohnarbeit so verteilen, dass sich allle nach besten Wissen und Gewissen einbringen können in Arbeit zum persönlchen und gesellschaftlichen Nutzen unter den Erfordernissen bestehender natürlicherund geselkschaftlicher Verhältnisse.

    Das birgt schon neue Freiheitsgrade der Mitbestimmung, aber auch verbunden mit direkter persönicher Verantwortung, die um so mehr zumTragen kommen in freier Arbeit als unmittelbare Teilhabe in den Prozessen gesellschaftlicher Gestaltung.

    In das Berufesterben fällt damit der politische Manipulator, der aus den Spähren der (Un-) und (Ver-) Bildung des heutigen universitären Betriebes enstaden und gezüchtet worden ist!

    Manche wachen dann noch auf, wenn sie emeritiert sind und weder frei denken dürfen;-)

    Darin zeigt sich, dass die Herrschenden nur noch in einer neuen Form von Faschismus ihre Existenzform bewahren können und gleichzeitig nicht drumherum kommen, auf reale Widersprüche imSystem reagieren zu müssen.

    Aber schon die Mietpreisbremse und die Rettungsmaßnahmen der Banken zeigen dem aufwerksamen Beobachter, dass deren Methoden untauglich geworden sind, weil diese systemisch bedigt nicht funktionoeren könnnen und auch scheinbar gegensätzlich zu den alten Lehrsätzen des Systems stehens.

    Man muss aber die Wirkungen sehen und merkt, wem das Ganze wirklich hilft,nur der Seite der Geldberge mit echter Kapitalmacht. Der Bürger als kleiner Sparer hat keine Kapitalmacht und der Wertpapierkäufer wird in einer Illusion verführt und stärkt nur diejenigen, die die großen Fehler selbst begangen haben.

    Dabei kommt Söder nicht umhin, die Deutschen mit der IWF-Warnung vor der nächsten Wirtschaftsfaute zu ängstigen,damit sie dien CSU wählen.

    Jede Krise des Kapitals erfordert Kapitalvernichtung, das kann man als Gesetz ansehen. als ökonomischen Zusammenhang, der objektiv existiert, also nicht von unserem Willen abhängig ist und deshalb macht es mehr Sinn, sich zu überlegen, wie man diese Krise intelligent verwandelt in eine soziale Revolution und Umgestaltung zur Beseitigung der alten Verhältnisse.

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    Verfasst von Politikus | 12. Oktober 2018, 10:50

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