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Ausland, Nordamerika

Hillary Clinton: Norwegen, Libyen, Syrien, Sarin und die Spirale des Todes

von https://npr.news.eulu.info

Im Jahr 2011 warf Norwegen im Rahmen des verbrecherischen Angriffs der NATO auf Libyen 588 Bomben auf das Land ab und ermordete unschuldige Zivilisten. Libyens Staatschef war der westlichen «Wertegemeinschaft» ein Dorn im Auge und wurde von der NATO in einem Krieg, der auf Lügen basierte, ermordet. Damit war für die CIA und Hillary Clinton der Weg frei um an die libyschen Waffen, darunter Sarin, zu kommen.

Zur Erinnerung: Damals direkt beteiligte Staaten am „Regime-Change“ waren Frankreich, Vereinigte Staaten, Italien, Vereinigtes Königreich, Dänemark, Kanada, Spanien, Belgien, Niederlande, Katar, Griechenland, Vereinigte Arabische Emirate, Türkei, Schweden, Bulgarien und eben Norwegen.

Noch heute herrscht in Libyen „Bürgerkrieg“!

Nun lässt Norwegen 7 Jahre später aufhorchen

In einem 260-seitigen Bericht erklärten norwegische Politiker, man sei 2011 „schlecht informiert“ gewesen und äussern Bedauern, berichtet die norwegische Zeitung Aftenposten...

Eine staatliche Kommission hat festgestellt, dass Norwegens Labour-Führung und damaliger Premierminister Jens Stoltenberg, übrigens genau dieser Jens Stoltenberg der seit März 2014 NATO-Generalsekretär ist, «zu wenig» über die Situation in Libyen wussten, bevor sie zustimmten an den Kriegsverbrechen der NATO im Frühjahr 2011 teilzunehmen und das wohlhabende nordafrikanische Land ins Chaos zu stürzen.“

Legt dies nicht auch den Schluss nahe, dass auch andere mitbeteiligte Staaten „Hinters Licht“ geführt wurden? Es ist jedenfalls anzunehmen.

So spielte Norwegen jedenfalls eine aktive Rolle bei der NATO-Bombardierung Libyens. Insgesamt 588 Bomben oder ein Zehntel der gesamten NATO Mordwerkzeuge fielen auf Libyen und töteten tausende Zivilisten (60.000 Tote insgesamt). «Nach dem, was wir heute wissen, war dies ein Krieg für einen Regimewechsel, an dem Norwegen im Libyenkrieg teilgenommen hat», so der Linksparteichef Audun Lysbakken gegenüber Aftenposten.

Geläutert, entschuldigt sich nun mehr der norwegische Staat offiziell bei Libyen. Einem Libyen, dass von der NATO zurück in die Steinzeit gebombt wurde und dessen Staatsoberhaupt Muammar al-Gaddafi grausam gefoltert und ermordet wurde.

Durch das  zerstörte Libyen ist es ein kleiner Sprung nach Syrien, zu Hillary Clinton, zum CIA und dem chemischen Kampfstoff Sarin. Man dachte sich einen teuflischen Plan , einen nicht minder verbrecherischen Coup, für Syrien aus.

In diesem Zusammenhang erhalten die Worte Muammar al-Gaddafi, der den Westen eindringlich warnte, zusätzliche Bedeutung.

Leute der NATO, hört mir zu. Ihr bombardiert die Wand, die den Migrationsstrom nach Europa zurückgehalten hat. Diese Wand hat auch die al Kaida Terroristen gestoppt. Libyen war diese Wand. Ihr habt sie ruiniert. Ihr seid Idioten! Für abertausende afrikanische Migranten und für die Unterstützung der Terroristen von al Kaida, werdet ihr im Feuer der Hölle verbrennen. Und so wird es sein! (Muammar al-Gaddafi)

Libyens Giftgas tötet syrische Bürger

Wie Recht er haben sollte! Nachdem das Land im Chaos versank, die Marionetten der West-„Mächte“ installiert wurden,  welche heute von „Rebellen bekämpft werden, hatte die USA freie Hand.

Denn laut Recherchen des investigativen US-Journalisten und Pulitzer-Preisträgers Seymour Hersh ist die ehemalige US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton verantwortlich für eine Geheimoperation im Jahr 2012, in welcher Sarin aus libyschen Giftgas-Beständen mit Hilfe der CIA nach Syrien geschmuggelt und dort von islamistischen Rebellen eingesetzt wurde. Der Giftgasanschlag wurde später der  Assad-Regierung in die Schuhe geschoben und sollte als Vorwand für eine Militär-Intervention der USA dienen.

Im Rahmen dieser Operation brachten 2012 islamistische Rebellen das tödliche Giftgas Sarin aus den Beständen der geschlagenen libyschen Armee mit aktiver Hilfe der CIA nach Syrien. Dort haben dann syrische Halsabschneider der von Saudi Arabien und der Türkei unterstützten Al-Kaida Nachfolgeorganisation Al-Nousra im Verein mit den von Washington offiziell geförderten, sogenannten „gemäßigten Terroristen“ am 21. August 2013 das Sarin in der syrischen Stadt Ghuta eingesetzt.


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Bei diesem Sarin-Einsatz starben geschätzte 1.200 Menschen, unbeteiligte Männer, Frauen und viele Kinder, einen qualvollen Tod. Damals wurde der grausige Anschlag von westlichen Regierungen und Medien einstimmig und sofort und ohne weitere Prüfung der rechtmäßigen syrischen Regierung in Damaskus in die Schuhe geschoben. Die neokonservativen Kriegstreiber in den USA und Europa ereiferten sich, der syrische Präsident Assad habe damit die von Präsident Obama gezogene, so genannte „Rote Linie“ überschritten. Unter Verweis auf das angeblich gelungene Beispiel Libyen drängten sie mit Macht auf den Beginn eines westlichen Luftkriegs gegen Syrien. Damit sollte die syrische „Opposition“ in Damaskus an die Macht gebombt werden, obwohl schon damals eine – seither veröffentlichte – Analyse der DIA (Der militärische Nachrichtendienst der USA) davor gewarnt hatte, dass die so genannte „syrische Opposition“ so gut wie ausschließlich aus fanatisierten, islamistischen Gewaltextremisten bestand.

Die Rolle Clintons

Doch welche Rolle hatte damalige aussichtsreichste Kandidatin der Demokratischen Partei auf die US-Präsidentschaft, Hillary Clinton, in diesem inzwischen auf weiten Strecken aufgeklärten, verbrecherischen Komplott gespielt? Im Interview mit Alternet.org hat Hersh die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton zum ersten Mal direkt mit der Bengasi „Rattenlinie“ in Zusammenhang gebracht. Der von Seiten des US-Außenministeriums vor Ort in Bengasi für die Geheimoperation verantwortliche US-Botschafter Christopher Stevens war am 11. September 2012 gemeinsam mit einigen seiner geheimdienstlichen Mitarbeitern von einer der konkurrierenden, lokalen Islamistengruppen erschossen worden. Auf diesen Botschafter Stevens bezieht sich Hersh im Alternet.org Interview, wenn er sagt:

„Der Botschafter, der getötet wurde, war als Mann bekannt, der sich nicht in irgendeiner Weise der CIA in den Weg gestellt hätte. Wie ich bereits geschrieben habe, hat er sich am Tag der Verladung [der Waffen] mit dem lokalen CIA-Chef und Vertretern der Rederei getroffen. Er war sicherlich bewusst daran beteiligt und war sich auch vollkommen im Klaren, worum es ging. Und da gibt es einfach keine Möglichkeit, dass jemand, der in einer solch sensiblen Position war wie er, nicht zuvor mit dem Chef gesprochen hat, egal über welchen Kanal.“

Und der Chef aller US-Botschafter war damals Außenministerin Hillary Clinton, die „Königin des Chaos“, wie der Titel des sehr lesenswerten, jetzt auf Deutsch erschienenen Buchs von Diana Johnstone heißt. Deren Chef wiederum Präsident Barack Obama, der „für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken“ den Friedensnobelpreis erhielt. Der US-Präsident der es als schaffte während seiner gesamten Amtszeit Krieg zu führen.

Bleibt die Frage wer stellt endlich diese Verbrecher vor Gericht?

Foto: Bildmontage NPR.NEWS

Quellen:
Norwegen entschuldigt sich für Libyenkrieg
Hillary Clinton verantwortlich für Saringas-Geheimoperation und Tod Tausender Syrer
Video: Gaddafis Warnung an Europa

https://npr.news.eulu.info/2018/09/28/hillary-clinton-norwegen-libyen-syrien-sarin-und-die-spirale-des-todes/

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