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Ausland, Naher Osten

Ein tragischer Vorfall zur Verwischung eines Verbrechens?

von Einar Schlereth – https://einarschlereth.blogspot.com/

Bild. Der trilaterale Gipfel in Astana von Iran-Russland-Türkei

Der russische Präsident nennt den Abschuss seiner Il-20 «eine Kette tragischer Umstände». Tragik wird laut Meyers «im Walten eines unentrinnbaren tragischen Schicksals» bzw in einem «tragischen Konflikt» gesehen. Und davon kann in diesem Fall keine Rede sein. Zuallererst muss man hier doch die Frage stellen, was der plötzliche Bombenregen auf Latakia zu bedeuten hatte, von dem die Bewohner berichten: Vier israelische F-16 US-Jets griffen Syrien an, was «sie mehr als einmal in den vergangenen Tagen machten», wobei 8 Menschen verwundet wurden. Was hatten die Flugzeuge dort zu suchen und mit welchem Recht bombten sie ein fremdes Land? Ach so, weil die zionistische Entität immer bomben kann, wann und wo es ihr beliebt? Ob im Sudan, dem Iran oder im Irak oder nun in Syrien. Immer feige aus dem Hinterhalt bombt, da sie ja unterm Schutzschirm des großen Bruders steht. Und deswegen in dem gestohlenen Land Palästina die Menschen, darunter auch Kinder einsperren, ermorden, foltern kann, wie es ihm beliebt, und gerne Babies im Leib werdender Mütter verrecken lässt. Und das seit 70 Jahren, wofür es von der westlichen Werte-Gemeinschaft auch noch gelobt, geehrt und belohnt wird!

Das syrische Nachrichtenbüro SANA berichtete aus Moskau gestern, dass Russlands Sprecher des Verteidigungsministeriums Generalmajor Igor Konaschenkow sagte, dass «Israelische Piloten das russische Flugzeug als Schutz benutzten und es zum Ziel der syrischen Luftabwehr machten», was zur Folge hatte, dass die Il-20, die eine größere Radarsektion einnimmt als eine F-16, von der syrischen Luftabwehr abgeschossen wurde, wobei 15 russische Soldaten ums Leben kamen.» Er hob hervor, dass die israelischen Luftkontrollsysteme und die Piloten wussten, dass das russische Flugzeug in der Gegend anwesend war.

Als die IL-20 im Landeanflug auf die Basis Humaymim war, kam es bei der syrischen Luftabwehr, die den Bombenregen abzuwehren versuchte, zu dem fatalen Missverständnis, dass mit veralteten russischen S-200 Raketen das Flugzeug des engsten Bündnispartners getroffen wurde. Heuchlerisch bedauern die Zionisten den Tod der Russen, aber insgeheim reiben sie sich die Hände. Denn sie wünschen ja nichts lieber, als ein Zerwürfnis zwischen Syrien und Russland. Deswegen versuchen alle Westmädchen jeden Vorfall – wie die Drohnenangriffe der Halsabschneider auf Humaymim – eine falsche Wendung zu geben oder die schwierigen Diskussionen in Astana zwischen Wladimir Putin, Rouhani und Erdogan als Beginn eines Bruches dieser Allianz zu deuten. Dazu empfehle ich, den vorzüglichen Artikel von Murat Kılıç in RussiaToday zu lesen. Er schreibt:

«Der letzte Gipfel in Teheran, mit den Garantiemächten Türkei, Russland und Iran im Rahmen des Astana-Abkommens, wird von Verfechtern des „transatlantischen Bündnisses“ als gescheitert bewertet. Doch das ist vielmehr ein Wunschdenken bestimmter Kreise.»
Wie desparat der Westen auf die Annäherung der Türkei an Russland und Eurasien reagiert hat, ließ sich an der wirren Reaktion der Trump-Verwaltung ablesen. Es begann mit der scheinbar harmlosen Bestellung der Türkei von ein paar S-400 Luftabwehrraketen. Erst bettelten die Amerikaner, dann drohten sie mit dem einen und dem anderen. Dann stornierten sie die Lieferung ihrer modernsten Kampfflugzeuge. Na, das kam ja den Türken gerade gelegen. Wahrscheinlich hat es sich in Ankara auch herumgesprochen, dass US-Abfangjäger oder Abfang-Raketen in dem Fall, dass der Käufer von den USA angegriffen wird, nicht funktionieren.
Allerdings bezweifle ich, dass Putin diese Provokation der Zionisten zum Anlass nimmt, denen mal den Marsch zu blasen. Dies hat er bislang immer sorgfältig vermieden. Wer die Geschichte genauer studiert, wird auch wissen, aus welchen Gründen.

https://einarschlereth.blogspot.com/2018/09/ein-tragischer-vorfall-zur-verwischung.html

 

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