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Bewegungen, Inland

#aufstehen: Die Sammlungsbewegung muss demokratisch bleiben!

von https://rotefahne.eu

Warum stottert der Aufbau der neuen Sammlungsbewegung?

P resse und interessierte Öffentlichkeit und vor allem die rund 140.000 Mitglieder der neuen Sammlungsbewegung #aufstehen fragen sich, warum es mit dem Aufbau und konkreten Aktionen auf der Strasse nicht weiter geht? Unsere #aufstehen Rote Fahne Gruppe ist mit knapp 600 Mitgliedern derzeit die grösste Basisgruppe der Sammlungsbewegung, wir verfügen somit über einigen Überblick zur Stimmung an der Basis. → #aufstehen Rote Fahne Gruppe auf facebook

Die #aufstehen-Mitglieder und ihre Basisgruppen haben teils unterschiedliche Positionen in Einzelfragen, gehören unterschiedlichen Strömungen an, darunter Kommunisten, Sozialisten, Humanisten, Sozialdemokraten und Umweltaktivisten. Sie eint jedoch die ernste Sorge über die aktuellen Vorgänge, die sich vor dem Grossteil der 140.000 Mitglieder und der Öffentlichkeit im Verborgenen abspielen.
Die dabei zutage getretene Brachialität und Aggressivität einer kleinen Gruppe lässt auf eine zielgerichtete politische Agenda schliessen. Bezeichnend ist dabei u.a.: Wer auch nur kritische Fragen stellt, wird im Stile der Mainstream-Medien sogleich mit Diffamierungen überzogen wie “Antisemiten”, “Verschwörungstheoretiker”, “Querfront” etc. Diese Diktion entspricht jener der mittlerweile nur allzu bekannten Desinformation der Dienste und deren Laufburschen innerhalb politischer Strukturen.

Mit knapp 600 Mitgliedern ist die #aufstehen Rote Fahne Gruppe derzeit die grösste Basisgruppe der Sammlungsbewegung

Mit knapp 600 Mitgliedern ist die #aufstehen Rote Fahne Gruppe
derzeit die grösste Basisgruppe der Sammlungsbewegung

Mit einer Pressekonferenz am 4. September startete nach längerer Vorlaufzeit offiziell die neue Sammlungsbewegung #aufstehen. Ausweislich des Gründungsaufrufs und der zahlreichen Erklärungen der Initiatoren handelt es sich um eine Bewegung von unten. Die Bürger sind aufgerufen, sich auf der Grundlage des Gründungsaufrufs parteiübergreifend zu sammeln und zu organisieren, ein weiterführendes Programm soll durch die Basis demokratisch erarbeitet werden.
Diesem Aufruf sind bislang rund 140.000 Mitglieder gefolgt, es bildeten sich zahlreiche Gruppen und Plattformen.

In den vergangenen zwei Wochen hat eine kleine Gruppe von Personen, nicht alle identifiziert, damit begonnen, diese von unten gebildeten Basisgruppen zu liquidieren. In sozialen Netzwerken und Medien werden Personen ohne Angabe von Gründen reihenweise ausgeschlossen. Privatpersonen erschleichen sich in Gruppen Zugang als Administratoren, zersetzen dann die Gruppe durch nicht abgesprochene Ausschlüsse und Löschung von Beiträgen und verlassen die Gruppe dann wieder. In einem Fall kam es sogar zur sog. Archivierung einer Gruppe (bedeutet die Gruppe technisch stilllegen).

All dies vollzieht sich klandestin. Die Gruppe der Liquidatoren hat unterdessen eine bundesweite parteiähnliche (!) Parallelstruktur installiert, in welcher derzeit rund 1.000 der 140.000 Mitglieder erfasst sind. Darüber hinaus werden sog. “Workshops” organisiert, die nur einem kleinen ausgesuchten Kreis zugänglich sind und den 140.000 Mitgliedern vorenthalten werden. Diese Vorgänge werden auch nicht für die Mitglieder zugänglich protokolliert.

Wir, die Basis, wissen nicht, wer diese Leute sind und auf welcher Rechtsgrundlage dies alles geschieht. Die Sammlungsbewegung verfügt bislang nicht über eine Satzung oder sonstige Regularien.

Wir haben an mehrere namentlich bekannte Akteure der Liquidatorengruppe die nachstehenden Fragen gerichtet, diese weigern sich jedoch, Antworten zu geben:

1. In wessen Auftrag handeln Sie und wo wird dies dokumentiert?

2. Welche Tätigkeiten beinhaltet Ihr Auftrag, bzw. umfasst dieser Auftrag auch namentlich den Ausschluss von Mitgliedern und die Liquidierung von Basisgruppen, die sich von unten gebildet haben?

3. Erhalten Sie für Ihre Tätigkeit Honorare, Gehälter, Aufwandsentschädigungen oder irgendwelche sonstigen finanziellen Zuwendungen oder Erstattungen und falls ja von wem?

4. Ist es richtig, dass Sie sog. “Workshops” oder ähnliche Treffen organisieren, mit nur persönlich ausgesuchten Teilnehmern und ohne die 140.000 Mitglieder von solchen Veranstaltungen in Kenntnis gesetzt zu haben?

5. Wo werden solche Veranstaltungen, sowie Ihre sonstigen Tätigkeiten für alle Mitglieder sichtbar protokolliert?

6. Ist es zutreffend, dass Sie eigene Gliedrungen installieren, welche Sie als “offiziell” bezeichnen und damit korrespondierend andere Gruppen als “inoffiziell” klassifizieren?

7. Betrachten Sie die von Ihnen als “inoffiziell” klassifizierten Basisgruppen als nicht legitim und nicht rechtlich gleichgestellt?

8. Auf welcher Rechtsgrundlage erfolgt Ihre Tätigkeit und Maßnahmen in der Sammlungsbewegung #aufstehen?

Als einzige Reaktion erhielten wir den Hinweis, wir sollten uns an die Pressestelle des Trägervereins wenden. Mit dem von der Sammlungsbewegung unabhängigem Trägerverein haben die 140.000 Mitglieder der Sammlungsbewegung jedoch gar nichts zu tun. Der Trägerverein ist lediglich ein Dienstleister für die Sammlungsbewegung, die 140.000 sind NICHT Mitglied des Trägervereins geworden. Wir wissen nicht einmal, wer alles von den 80 Unterzeichnern des Gründungsaufrufs Mitglied im Trägerverein ist.
Der Trägerverein hat kein politisches Mandat. Die Mitglieder der Sammlungsbewegung verfügen nicht über die Rechte und Pflichten nach dem Vereinsrecht, wie solche die Mitgliedschaft in einem eingetragenen Verein mit sich bringen.

Wir wollen, dass die Sammlungsbewegung auf der Grundlage des Gründungsaufrufs eine Bewegung von unten bleibt und gesellschaftlich erfolgreich wird. Die von aussen, von oben nach unten und an der Basis vorbei betriebene Installation von Parteistrukturen, halten wir nicht für zielführend.
Die geschilderten heimlichen Vorgänge haben der Bewegung bereits jetzt geschadet, zahlreiche Interessierte haben sich abgewendet. Wird dieses Treiben fortgesetzt, entsteht zwar möglicherweise eine neue Partei, aber dies wäre auch das Ende der Bewegung von unten.

Daher fordern wir, diese Machenschaften umgehend einzustellen, die daran Beteiligten und deren Parallelstrukturen zu stoppen. Die Sammlungsbewegung muss sich in einem demokratischen Verfahren der Mitglieder entsprechende Regularien wie bspw. eine Satzung erarbeiten und beschliessen.
Die Gruppe der Initiatoren bitten wir, öffentlich deutlich zu kommunizieren, dass die Sammlungsbewegung eine Bewegung von unten bleibt.

Als erste Basisgruppe der Sammlungsbewegung hat die #aufstehen Rote Fahne Gruppe zur Teilnahme an einer Demonstration aufgerufen; wir unterstützen die Friedensbewegung in Dresden am kommenden Freitag:

Frieden schaffen – Raus aus der NATO!
Freitag, 21. September 2018
16 bis 20 Uhr
Neumarkt vor der Frauenkirche
Dresden

https://rotefahne.eu/2018/09/aufstehen-die-sammlungsbewegung-muss-demokratisch-bleiben/

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Diskussionen

9 Gedanken zu “#aufstehen: Die Sammlungsbewegung muss demokratisch bleiben!

  1. Das ist die typische Vorgehensweise der PDL, Andersdenkende und Kritiker werden diffamiert, gemobbt und aus Parteigemeinschaften eliminiert.
    Schnell zeigt sich, das #aufstehen auch nur ein weiterer Wahlverein für die Parteien ist.
    Die PDL hat trotz Mitgliederschwund und Stimmenverlust immer noch nicht begriffen, dass durchregieren von oben nach unten nicht funktioniert.

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    Verfasst von Willi | 22. September 2018, 11:23
    • Wagenknecht und Co wollen auf gar keinen Fall eine neue konsequent linke Partei, andernfalls würde man sie nicht machen lassen. Ihr tatsächliches Ziel ist es, den linken Rand der SPD sowie Enttäuschte der PDL zuzuführen. Dazu muss die „Bewegung“ erstens politisch kontrolliert werden und zweitens unter allen Umständen verhindert werden, daß sich von unten demokratische Organisationsstrukturen bilden. In einer Basisgruppe, die „offiziell“ werden möchte, leist sich das dann so:
      „Offizieller“ Admin von Aufstehen kommt für eine gewisse Zeit in die Ortsgruppen, sobald alles läuft und man sicher sein kann, es läuft im Sinne des Gründungsaufrufes, ziehen sich diese offiziellen zurück und die Gruppen wären somit „in den Händen“ der Basis.“
      Inhaltlich ziehen Wagenknecht und Lafontaine natürlich in erster Linie enttäuschte, inzwischen heimatlose SPDler an, die gerne zur SPD des Godesberger Programms und Willi Brandt zurückwollen und Wagenknechts Eintreten für Erhards Rheinischen Kapitalismus begrüßen. Diese Gruppe muss sich nun bei Aufstehen mit der Querfront aus Sorosglobalisten und antideutschen Systemlinken der PDL irgendwie zusammentun – so wie dies Wagenknecht seit Jahren in Ihrer Partei vormacht. Ein gewisses Bindeglied ist die Ausrichtung auf „gegen Rechts“, womit ausschließlich die AfD und Co gemeint ist und man prima ablenken kann von der neoliberalen Politik der PDL und ihrer Unterstützung „humanitärer“ Kriege, was offenbar nicht rechts ist.

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      Verfasst von Eugen Hardt | 22. September 2018, 12:09
  2. Frieden schaffen – Raus aus der NATO!

    Noch eine Anmerkung. Typische Reaktion poltischer Naivlinge.

    Ein Deutschland, das Bestandteil der NATO bleibt und dort konseqient auf Begrenzung auf Verteidigung pocht, ware wesentlich effizienter.

    Wir könnten z.B. Rammstein schließen, weil das für Kriege ohne Kriegserklärung benutzt wird.
    Wir könnten die Atomwaffen in Büchle unter eigene Kontrolle nehmen.
    Wir könnten auch wieder die Wehrpflicht einführen.
    Der Bürger in Uniform war keine schlechte Idee.
    Besser als Söldner-Armeen.

    Innerhalb der NATO könnten wir mehr für den Frieden tun als außerhalb.
    Wir könnten darauf bestehen, dass der Vertrag der NATO mit Russland mit Leben gefüllt wird.

    Merkt ihr Friedesnkämpfer nicht, dass ihr so politisch und strategisch auf verlorenen Posten kämpft?

    DIE FRIEDENSBEWGUNG SOLLTE BEGREIFEN, DASS DER KAMPF UM DEN FRIEDEN UNTRENNBAR MIT DER SYSTEMFRAGE VERBUNDEN IST!

    Eine Linke, die das nicht organisiert,ist entweder hirntod oder macht wie die Systemparteien nur noch Schein-und Symbolpolitik. Eine solche Politik ist aber nur die Fortsetzung der großen Verarschung der Massen.

    Treten wir aus, wären wir von der NATO eingekesselt, ohne auch nur zu ahnen, was die mit uns vorhaben!

    HERR, LASS HIRN REGNEN.

    Haltung allein reicht nicht aus!

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    Verfasst von Politikus | 20. September 2018, 19:22
    • Was hat die Pseudo-Linke (zu der sie mit ihren Aussagen definitiv auch gehören) von ihrem absurden Geschwurbel in Bezug auf die NATO bisher erreicht. Gar nichts.
      Wen wollen sie Dummschwätzer mit Tendenz zum NATO-Strichmännchen hier veralbern.
      Für den Frieden: Raus aus der NATO!

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      Verfasst von Willi | 22. September 2018, 2:33
  3. ganz einfach- da hat sich Verfassungsschutz, BND und andre geheimdienste eingeklickt bei CIA-facebook, dazu die Bertelsmann-Tensurfabrik Berlin u. Essen , mit gesamt über 1000 bezahlten Zensoren (das BRD-wahrheitsministerium )
    Die Leute müssen sich auf EIGNEN Webseiten organisieren , per eigne Zeitung und enfach durch feste Treffpunkte in jeder stadt
    Der Kapitalisten-Staat kann auch das Netz jederzeit abschalten oder einfach seiten sperren , siehe andre Diktaturen wie Türkei

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    Verfasst von tom | 20. September 2018, 0:39
  4. Wenn Propagandabegriffe aus der Giftküche der CIA-Desinformation Einzug halten, kann man „Aufstehen“ vergessen. Deshalb: Ohne unabhängige Medien ist die Sammlungsbewegung verloren – zumindest was die Friedenspolitik betrifft.

    Dieser 5-Minuten-Clip von Prof. Mausfeld zeigt das sehr deutlich auf:

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    Verfasst von Fx | 19. September 2018, 13:49
    • Dem stimme ich zu! Ohne eigene Kommunikationsplattform wird das nicht funktionieren.
      Z.B. zähle ich auch zu jenen, die die „etablierten“ sozialen Medien bewußt nicht nutzen.

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      Verfasst von Raguel | 20. September 2018, 9:17
      • na dann schaffen wir doch eine solche !

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        Verfasst von Eugen Hardt | 20. September 2018, 9:25
        • Wir haben doch hier eine Plattform.Mal bisschen Werbung machen!
          Ohne der Möglichkeit des kritischen Diskurses kann es keine Demokratie geben!

          Schöne Wünsche habe ich auch viele, man muss aber wissen,,was möglich ist und wie es umgesetzt werden kann.

          Neue Filterblasen auf Facebook erzeugen und der NSA gleich die Profile liefern, das ist systemisch im Bestehenden gedacht. Wir brauchen aber grunsätzlich Lösungen für einen Systemwechsel.

          Die wirklich wichtigen Dinge, die im Hintergrund vorangetrieben werden, werden nicht wirklich bis zu Ende diskutiert.
          Was uns als Fortschritt und bequem erscheint, kann eine gewaltige Falle werden.

          Aber die neuen Möglichkeiten richtig zu nutzen für wirkliche Demokratie und Kontrolle von unten, könnte uns die Instrumente in die Hand geben, die Zivilisation auf eine höhere Ebene zu heben.

          Warum weigert sich die Linke seit 4 Jahren, sich zum Begriff Finanzfaschismus zu äußern?????

          Ich erinnere an den Artikel zur Abschaffung des Bargeldes und die zum Fortbestehen der Finanzkrise.
          Und warum wollen die gleich wieder Spenden haben? Für noch mehr Apparatschiks???

          Marx sprach mal vom Absterben des Staates. etwas, dessen Nichtbeachtung den realen Sozialismus in den Totalitarismus geführt hat.

          Dabei erklärt Oskar Lafontaine auf YOUTUBE, dass wir in keiner Demokratie leben.

          Nur reicht die halbe Wahrheit nicht, ich will die Ganze!

          Wenn Menschen durch das Amt in ihrem Wesen verändert werden (Fischer, Schyli, Pau …..), müssen wir dann nicht fragen,waqs wir in den Institutionen ändern müssen.

          Sehen wir nicht, wie sich auch Kevin Kühnert von der Wahrnehmung der Realität entfernt?

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          Verfasst von Politikus | 20. September 2018, 13:12

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