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Krisen, Wirtschaft

Superkrise kommt: Pleiteschock löst Lauffeuer am Geldmarkt aus – USA werden isoliert

von Iwan Danilowhttps://de.sputniknews.com

Massenpanik, Straßenunruhen und eine Nationalisierungswelle wie die Welt sie in den letzten 50 Jahren nicht gesehen hat – so beschreibt der Chefanalyst von JP Morgan, Marko Kolanovic, die Zukunft der Weltwirtschaft. Die Verantwortlichen hätten nichts aus dem Crash von vor zehn Jahren gelernt, lautet sein Vorwurf.

Die Weltfinanzmärkte sind heute noch krisenanfälliger als damals, im September 2008, als eine Finanzkrise die Welt erschütterte. Zu diesem Ergebnis kommt Marko Kolanovic in einem Sonderbericht, den er anlässlich des zehnten Jahrestags der Lehman-Brothers-Pleite veröffentlicht hat.

Demnach könnte die Krise im schlimmsten aller möglichen Szenarien so um sich greifen, dass die nationalen Notenbanken gezwungen sind, durch Aktienaufkäufe ganze Konzerne zu verstaatlichen, um die Wirtschaft zu retten.

Eine derart düstere Prognose (zumal unverblümt formuliert und mit harscher Kritik an amerikanischen Regulierungsbehörden angereichert) könnte leichthin als ein weiterer Versuch eines Analysten abgetan werden, das Medieninteresse auf sich zu lenken – erst recht angesichts dessen, dass solche apokalyptischen Vorhersagen selten eintreten.

Der Punkt ist nur der: Es gibt gewöhnliche Analysten, es gibt bekannte und erfahrene Analysten, und es gibt Marko Kolanovic.

Seine jetzige Prognose hat in der Tat die Aufmerksamkeit der Fachwelt auf sich gezogen, weil Kolanovic verdientermaßen als ein Experte gilt, dem übermäßige Schwarzmalerei zwar fremd ist, der aber schonmal bestimmte Turbulenzen auf den Märkten recht präzise voraussagte. Wer mehrere kleinere Krisen erkennt, wird auch eine große erkennen können, argumentieren die Fachmedien.

Außerdem: Man wird ja nicht einfach so zufällig zu einem führenden Analysten bei JP Morgan, jenem Geldhaus, das als „Hausbank der Rockefellers“ bekannt ist und Vermögenswerte in Höhe von 2,7 Billionen US-Dollar verwaltet.

In diesem Geldinstitut genießt Kolanovic den Ruf eines „mathematisch fundierten Hellsehers“, der die Marktentwicklungen ähnlich bemisst wie ein Astronom die Bewegungen von Planeten ausrechnet. Der Vergleich mit Sterneforschern kommt nicht von ungefähr, hatte Kolanovic doch in Physik promoviert, bevor er dem Ruf des großen Geldes an die Wall Street folgte.

Der Ausgangspunkt seiner Argumentation ist die strukturelle Verwundbarkeit der gegenwärtigen Finanzsysteme. In den zehn Jahren seit 2008 sei die Zahl der Transaktionen, die von automatisierten Computersystemen an der Börse vorgenommen würden, rapide gestiegen, so Kolanovic in seinem Bericht.

Wohlgemerkt: Ausgelöst werden die Transaktionen ohne menschliches Zutun, in Bruchteilen einer Sekunde. Die Aite Group schätzte schon 2014, dass rund 65 Prozent aller Käufe und Verkäufe auf dem amerikanischen Wertpapiermarkt nicht von Menschen, sondern von Computern getätigt würden.Einige Kleinkrisen, die durch das „Herdenverhalten“ von Börsenrechnern ausgelöst wurden (im Februar dieses Jahres etwa, als der US-Aktienmarkt ohne sichtlichen Grund mehrere Prozentpunkte täglich verlor), hatte Kolanovic bereits vorausgesehen.

Denn in den Algorithmus der Handelscomputer ist ein einfacher Befehl eingearbeitet, der wie folgt in die menschliche Sprache übersetzt werden könnte: „Geschieht etwas Unklares oder Ungewöhnliches, verkaufe alles hier und jetzt.“

So kommt es also zu einer Kettenreaktion: Wegen eines äußeren Schocks geraten die Börsenrechner quasi in Panik, starten den Ausverkauf ihres Aktienportfolios um jeden Preis, andere Computer merken das und stoßen ihre Wertpapiere ab – es kommt zu einem Lauffeuer, bis das System crasht.

Dieses Lauffeuer bezeichnet Kolanovic als „Great Liquidity Crisis“ (große Liquiditätskrise) und vermutet, dass zu deren Bekämpfung radikale Schritte wie das Anwerfen der Geldpresse durch die Notenbanken ergriffen würden – mit all den sozialen und wirtschaftlichen Risiken, die daraus resultieren.

Man könnte natürlich annehmen, so eine Kettenreaktion werde nur von kurzer Dauer sein. Letztlich würden Menschen eingreifen und die Lage wieder richten, wie es in der Vergangenheit oft der Fall war. Denkbar ist dieses Szenario jedoch nur dann, wenn auch der äußere Schock nur von kurzer Dauer sein wird, der das Lauffeuer ausgelöst hat.

Erweist sich die Erschütterung aber als systemisch, wird der Markt mit konventionellen Maßnahmen nicht zu reanimieren sein.In diesem Zusammenhang sei auf einen anderen Krisenpropheten verwiesen: Mark Zandi, Chefvolkswirt der Agentur „Moody’s“, der in seinem Bericht ein mögliches Schock-Szenario beschreibt, bei dem eine weitere Weltfinanzkrise durchaus ausgelöst werden könnte.

Beim Finanzcrash von 2008 habe die Krise auf dem Immobilienmarkt angefangen und dann über den Geldmarkt auf die gesamte Wirtschaft übergegriffen. Diesmal könnten überschuldete US-Firmen zum Epizentrum einer Kettenreaktion werden, so Zandi.

Die Geldpolitik der zuständigen Behörden in den USA habe in den letzten zehn Jahren dazu geführt, dass statt einer Immobilienblase eine Trash-Firmen-Blase entstanden sei – das heißt, in den USA seien Firmen massiv finanziert worden, die bei ordentlicher Geldpolitik überhaupt keinen Zugang zu Krediten bekommen hätten, erklärt der Volkswirt in seiner Analyse.

Die potentiell toxischen Schulden von US-Firmen belaufen sich demnach jetzt schon auf 2,7 Billionen Dollar und steigen schnell weiter. Der Großteil dieser Unternehmenskredite weist keine Zinsbindung auf, weshalb bei einer Leitzinserhöhung sowohl den Firmen selbst als auch deren Kreditoren der Zusammenbruch droht.

Experte Zandi betont: Zu behaupten, dass exakt diese toxischen Kredite die nächste Krise auslösen werden, wäre verfrüht. Doch seien die Parallelen zur Lage von 2008 beunruhigend.

Die Agentur „Moody’s“ jedenfalls hat ihre Kunden bereits darauf hingewiesen, dass auf die USA eine beispiellose Pleitewelle von Trash-Firmen zurolle, die für die gesamte Wirtschaft sehr negative Folgen haben könne. Dass so ein Pleiten-Tsunami der perfekte Schock sein kann, um eine Börsenpanik auszulösen, liegt auf der Hand.

US-Dollar-Banknoten (Symbolbild)
© REUTERS / Jose Luis Gonzalez/Illustration

Und wie beim letzten Mal würden auch bei der nächsten US-Krise Länder in Mitleidenschaft gezogen, die mit deren eigentlichem Ursprung nichts zu tun haben. Die heutige globale Wirtschaft ist ja eine eng verflochtene, so ist das Wesen der Globalisierung.

Doch im Unterschied zu 2008 würde diesmal bei vielen Ländern der Wunsch aufkommen, die Globalisierung gewissermaßen zurückzudrehen und, wenn möglich, Washington auf dem amerikanischen Kontinent zu isolieren, um sich und die ganze Welt von dessen toxischem politischen und wirtschaftlichen Einfluss zu erlösen.

* Die Meinung des Autors muss nicht mit der der Redaktion übereinstimmen.

https://de.sputniknews.com/kommentare/20180910322274136-superkrise-usa-geld/

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Superkrise kommt: Pleiteschock löst Lauffeuer am Geldmarkt aus – USA werden isoliert

  1. Geld oder Leben

    10 Jahre Lehmann-Pleite, Staatschuldenkrise, Akkumulationskrise, Politikkrise

    Phönix beschäftigt sich auch damit, Wahrheit, Irrtümer und Lügen in einen illustren Mix zu verbreiten.
    Da wird in Skizzen weiter suggeriert, dass die Banken die Spareinlagen der Bürger verwenden, um am Finanzmarkt zu zocken. Gleichzeitig wird berechtigt kritisiert, dass die Eigenkapitalquote der Banken teils kleiner als 2% war. Die sind zwar inzwischen gering erhöht worden, das ändert aber an der Konstruktion des Geldes als Schuldgeld gar nichts.

    „Es gibt laut der BBC weltweit 171.000 Tonnen Gold über der Erde –davon besitzen Nationen, Zentralbanken, Juweliere, der IWF und „Private“ insgesamt nur 36.000 Tonnen. Wer hat die restlichen 134,602 Tonnen?“

    Nebensächlich, es gibt keine Goldmenge mehr, die ausreichen würde, werthaltiges Geld im ausreichenden Umfang zur Verfügung zu stellen.

    In der ganzen Diskussion wird vergessen, dass man den Petroldollar nicht mit anderen Währungen vergleichen kann. Die FED ist eine private Bank und aufgrund des Dollars als Welt-und Rohstoffwährung kann die Geld drucken für die Scheichs, die verkaufen werthaltiges Öl und kaufen mit den Dollars wieder Waffen zu entsprechenden Preisen in den USA. So werden Realwerte getauscht, wobei die Waffen im Wert überhöht sind. Auch der Ölpreis ist kein Marktpreis, sondern ein politischer Preis.
    Wenn fast alle rohstofffördernden Länder den Dollar wegen entsprechender Handelsabkommen benutzen, wird verständlich, warum die FED soviel Geld drucken kann und doch den Zins wieder ins Positive drehen kann.
    Aber längst haben andere dieses Problem erkannt und versuchen mittels ihre eigenen Währungen internationalen Handel abzuwickeln.

    Der i-Markt geht davon aus, Exporte nur in der eigenen Währung zuzulassen.

    Souveränität verlangt aber, mindestens in der Grundversorgung mit Nahrungsmitteln autark zu sein.

    Außerdem stellt der i-Markt eine Grundsicherung durch Sozialgeld (als Teil des gesellschaftlich akkumulierten bisherigen alten Profits) zur Verfügung im Rahmen der nationalen territorialen Bedingungen), um eine ökologische nachhaltige Landwirtschaft als stabile Grundlage zu gewährleisten.

    „Im Jahr 1982, berichtete Präs. Reagans Gold Kommission: “Das US-Finanzministerium besitzt kein Gold. Alles Gold, das in Fort Knox war, ist jetzt im Besitz der Federal Reserve”, einer Gruppe von Privatbankiers, als Sicherheit für die Staatsverschuldung”. “

    Die wachsende Staatsverschuldung in den USA sorgt also dafür, dass dort keine Politik mehr gegen die Banken betrieben werden kann.
    Die obigen Zitate beruhen auf den Analysen eines Augenarztes, also Nichtökonomen.
    https://euro-med.dk/?page_id=15

    Ich habe nur das übernommen, was ich auch festgestellt habe.
    Das eigentliche Problem wird dort aber auch nicht genannt.
    Leider finde ich keine Quellen, dass die Geldmenge in der Welt vor 10 Jahren das 4-fache der Realwerte in der Welt betrug und inzwischen auf das 5-Fache angewachsen ist.
    Das zeigt das Grundproblem und dass die Krise nicht gelöst ist.

    Dabei beträgt die benötigte Geldmenge einer Volkswirtschaft weniger als die jährliche Bruttoproduktion je nach der Umschlagszahl des Geldes in den Unternehmen.

    Wer also geringe Produktionskosten hat, aber laufend Geld einnimmt, der hat gegenüber anderen einen enormen Vorteil.

    Bei Phönix wird auch von der Finanzindustrie gesprochen. Was machen Banken, sie verkaufen fremdes Eigentum und im Fall von Häusern sogar mehrmals und bei den bestehenden Aktien sowieso.
    Das ist keine Industrie, denn sie hat nur Fake-Papiere erzeugt und das als Wertschöpfung verkauft.

    Wenn als Marco Bülow kritisiert, dass die politische Klasse in Deutschland einen Untersuchungsausschuss verhindert hat, dann ist das ein Beleg dafür, wie auch die deutsche Politik vom globalen Finanzkapital abhängig ist. Olaf Scholz hat sich ja nicht mal gescheut, einen Staatssekretar anzustellen, der wie Draghi von Goldman-Sachs her kommt.

    Die Verflechtung von Banken und Staat ist durch die aufgelaufene Verschuldung der Vergangenheit und Gegenwart bedingt.

    Alle Zahlen, die Phönix genannt hat, sind unglaubwürdig.
    Denn 1000 Milliarden Schulden, also1 Billion wären eigentlich kein ernsthaftes Problem, da die deutschen Sparer allein über 5 Billionen Euro angespart haben. Die Sparer würden leidenschaftlich gern dem Staat oder der Wirtschaft diese 1 Billion zur Verfügung stellen, wenn sie nur 1% Zinsen dafür bekommen würden.

    Sie werden aber mit Inflation belastet, offiziell 2%, real dürfte das darüber liegen, da die Art in Deutschland, die Inflation zu berechnen sich nicht am Wert orientiert, sondern am Preis und einer Gebrauchwertsteigerung dann wieder abgezogen wird.

    Der i-Markt sieht da eine Verbesserung vor, 0% Inflation und 0% Zins für langfristige Investitionen, aber zwischen 2 % und 5% Zins auf unterjährige Kredite an Unternehmen.

    Damit kann der positive Effekt des Zinses in Bezug auf Sparsamkeit erhalten bleiben und ein automatisiertes Finanzsystem kann in seiner Substanz reproduziert werden.
    Der Effekt des exponentiell wachsenden Zinseszinses wird aber abgeschaltet.

    Wenn also alle Investitionen über Nullzinsanleihen finanziert werden können, also privates Kapital keinen Anspruch auf Zins erheben kann, dann kann auch gesellschaftlichem Kapital als Produktionskapital der Anspruch auf Profit abgesprochen werden.

    In der Realwirtschaft entsteht aber Surplus und der war ja auch immer die Quelle des Geldzinses. Selbst im Islam wird dieser Zins der Realwirtschaft nicht in Abrede gestellt.

    Solange expansives Wachstum möglich war, hat der Kapitalismus die Produktivkräfte in die Welt getrieben, aber heute ist diese Expansion Quelle vieler antagonistischer Widersprüche geworden und das Wachstum stockt und Infrastruktur verfällt.

    Politiker insbesondere aus der Zeit Schröder-Blair haben sich blenden lassen und ausgerechnet die Landesbanken haben tonnenweise Schrottpapiere gekauft, auch viel Kämmerer der Kommunen
    .
    Die City of London produzierte damals Milliardengewinne als Zahlenfriedhof.

    Was sind also die geistig-systemischen Ursachen des Versagens, dass nur ein einziger bürgerlicher Ökonom die Krise kommen sah, Prof. Max Otte und der sitzt heute im Kuratorium der Erasmus-Stiftung.

    Nun er hat diese Erkenntnis aus der Beobachtung der Finanzmärkte gewonnen, denn das ist sein Beruf als Vermögensverwalter und Finanz-Berater.

    Meine Erkenntnis beruht auf der Analyse der Veränderung der Wertkategorie Geld und deren „Lebensbedingungen“ also den veränderten Marktverhältnissen.

    Als Marx das Wertgesetz und weitere formulierte gab es einen näherungsweise freien Markt, also einen Markt der freien Konkurrenz, als es noch keine großen Konzerne gab.

    Die Gründerzeit begann erst um 1868 und erst Lenin konnte den Imperialismus untersuchen und als sterbenden, faulenden, parasitären und aggressiven Kapitalismus identifizieren.

    Nach Marxens Tod haben die Politiker angefangen bei Bismarck nicht mehr die Welt nur zu interpretieren, sondern auch gehandelt und verändert und ihre antimarxistischen Philosophen in die Universitäten geschickt.

    Den Rest hat der Realsozialismus als Verfälschung der Marxschen Theorie besorgt.

    Normalerweise hätten sich die neuen Produktionsverhältnisse aus sich selbst reproduzieren müssen und der Staat hätte absterben können, aber er wurde übermächtig. Die Parallelen zu heute sind erschreckend.

    Die Reproduktion des Kapitals funktioniert nicht mehr, die EZB hat über 2 Billionen ausgegeben, um Schrottpapiere aufzukaufen und die Monopole haben das billige Geld benutzt, eigene Aktien zurückzukaufen.

    Die Reichen sind nominell reicher geworden, die Armen ärmer.

    Aber der Reichtum ist auf Sand gebaut. Immobilien sind nicht nur durch die Staatsmaßnahmen im Baurecht teurer geworden, sondern auch dadurch, dass die Billionen aus dem Finanzmarkt langsam in die Realwirtschaft einsickern und die reale Inflation im Bauwesen vielleicht in der Größenordnung von 200% liegt.

    Logisch, dass dann die Mieten überproportional anwachsen.

    Wir haben also eine Krise des Geldsystems, des Geldwertes, des Blutkreislaufes der wirtschaftlichen Zirkulation

    Wenn das Messmittel wirtschaftlicher Tätigkeit gummiartig verdehnt wird, wie kann dann noch eine Volkswirtschaft gesteuert werden?

    Diese Dehnung und Überdehnung des Messmittels führt eben zu einer Welt der Fake News, die sich in wachsenden nominellen Steuereinnahmen manifestiert, aber verstecken muss, dass sie Autobahnen über PPP-Projekte finanziert, um den Versicherungen überhaupt noch Profit zu ermöglichen.

    Der reale Investitionsbedarf in der Infrastruktur wird aber gar nicht gedeckt.
    Realwerte rosten, Geld rostet, aber zum Fließen kommt das Geld trotzdem nicht.
    An den Ideen der Wissenschaftsmanufaktur kann also auch noch etwas nicht stimmen.

    Gleichzeitig verlieren Lebensversicherungen ihre Rendite und bei den privaten Rentenversicherungen werden die Rentenempfänger erschrocken feststellen, dass ihnen wertmäßig nur noch die Hälfte des eingezahlten Wertes ausgezahlt wird. Den meisten ist das nur noch nicht bewusst.

    Was ist nun die Ursache dieser multipolaren Verkleisterung des Wertbegriffes an sich?
    Es ist die Art und Weise der Definition durch die bürgerliche Theorie und Praxis als subjektiven Wertbegriff.

    In der einfachen Warenproduktion konnten die warentauschenden Menschen noch ungefähr einschätzen, wieviel Arbeit der andere aufwenden musste und er konnte auch noch einschätzen, ob das einfache oder komplizierte Arbeit war.

    In der freien Konkurrenz bildeten Marktpreise den Wert ab, wenn Angebot und Nachfrage übereinstimmten, in der globalen Massenproduktion der Waren ist das schlicht nicht mehr möglich.

    Deshalb schlägt der i-Markt die Bildung von Reproduktionspreisen vor. Diese müssen natürlich die regionalen Bedingungen berücksichtigen und die größte ausreichend kontrollierbare Gesellschaftsstruktur mit lokaler Bindung ist die Nation, deshalb operiert der i-Markt in seinem Entstehen auf nationaler Ebene mit souveräner Währung und echter Demokratie.Eigentum und Verantwortlichkeit werden wieder zusammengefügt.

    Durch seine Trennung von Eigentum an Geld und Eigentum an gesellschaftlich verwendeten Produktionsmitteln wird eine Gewaltenteilung in der Wirtschaft erreicht, also eine Demokratisierung in der Wirtschaft geschaffen, die sich immer weder selbst reproduziert nur aus den neuen Marktverhältnissen heraus ohne Eingriffe des Staates.

    Wenn Gesetze nach und nach durch allgemein anerkannte technologische, soziale und ökologische Normen ersetzt werden, entfällt die Notwendigkeit eines Staatsapparates.

    Wenn Verbrechen sich nicht mehr lohnt, weil jedes Verbrechen aufgedeckt werden kann, stirbt der Staat als notwendiges Machtorgan.

    Wenn Finanzsystem und Verwaltung automatisiert werden kann, entfällt der Staat als Koordinator von Organisation.

    Gesellschaftliches Eigentum bei gesellschaftlicher Produktion befördert Kooperation und weil der Überschuss für das Allgemeinwohl der Bürgergesellschaft verwendet werden kann, gibt es keine Preistreiberei aus Profitgründen und die öffentliche Güter können sogar ganz aus der Warenproduktion herausgenommen werden.

    Das ist echte Gemeinwohlwirtschaft und unterscheidet sich von der Felberschen durch seine Verwurzelung in den materiellen Bedingungen der Produktion und des i-Marktes, also in den Produktionsverhältnissen.

    Felbers Gemeinwohlwirtschaft kann die Macht der Konzerne nicht brechen, deshalb ist das Augenwischerei.

    Für eine echte Gemeinwohlwirtschaft braucht es nur eines Antriebes in der Akkumulation und Reproduktion.
    Angespartes Geld muss ab einer gewissen Höhe zum Fließen in Investitionen gebracht werden
    Das ist der Negativzins, der von der Rogoff-Variante und auch der Gesells zur Befeuerung der Konsumtion anders aufgestellt werden muss, nämlich zur Sicherung des Reproduktionsprozesses.

    Dabei reicht der als Drohung bei Nichtinvestition. Keynes wird damit automatisiert.

    So nebenbei stirbt der Kapitalismus als Herrschaftsverhältnis, der Staat muss nur bereit sein, das alte Bankensystem zu zerschlagen und aus den Resten ein neues errichten ohne virtuellem Finanzmarkt.

    Wenn die Geldform schon virtuell ist und im Sekundentakt um die Welt gejagt werden kann, braucht man keine andere Geldformen mehr, sie muss aber werthaltig gemacht werden als Äquivalent der wirtschaftlichen Basis einer Volkswirtschaft.

    Nur muss man eben auch die Ausplünderug anderer Volkswirtschaften verhindern, weil jeder Parasitarismus zu Dekadenz und kultureller Verelendung führt.

    Bei Phönix wurde angedeutet, es müsse noch eine größere Krise entstehen, um die bestehende zu überwinden. (der geheime Juncker-Plan?)

    Es wurde bereits ein Insolvenzrecht geschaffen, das es erlauben würde, Eigentum wegzunehmen, also zu enteignen. Da dabei auf Internationalisierung und den Euro gesetzt wird, kann man vermuten, dass hier das Eigentum der Bürger gemeint ist, ihre Ersparnisse und deren Wohneigentum.

    Erinnern wir uns an den Lastenausgleich nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland und das Verbot von Goldbesitz in den USA. Dann denken wir mal an die Möglichkeiten bei Abschaffung des Bargeldes.

    Das Personal der Banken zu reduzieren, also dort den Kündigungsschutz aufzuheben, stößt auf den Widerstand von Verdi. Personal wird überflüssig, der Banker als Kapitalbesitzer nicht.

    Wer immer noch nicht sehen will, wo die Reise hin geht, muss systemische Gründe haben oder zum Augenarzt gehen.

    Die Abschaffung des Bargeldes muss also mindestens europaweit quasi über Nacht ohne Vorankündigung erfolgen. Eine Woche Zeit, Bargeld wieder einzuzahlen und der Finanzminister bekommt einen Orgasmus.

    Deshalb bin ich für die Ersetzung von Bundeskanzler und Finanzminister durch künstliche Intelligenz;-)
    Dazu brauchen wir aber eine Mehrheit im Bundestag, um den Finanzfaschismus rechtzeitig zu verhindern.

    Damit wird auch klar, dass eine Revolution brennender Barrikaden gar nichts bewirkt.
    Wir müssten schon fähig sein, alles Geld anzuheben und zu verbrennen ud dann aufhören zu konsumieren.
    Istirgendwie illusorisch.

    Generalstreik wäre eine Variante, aber vorher müssten wir uns einigen, was wir wollen.

    Militärputsch? Wäre möglich, wenn wir unter den Generälen einen Stauffenberg hätten.

    Ich setze erst mal auf Aufklärung, auch wenn manche überfordert sein könnten, denn das Wesen des Geldes gehört zu den großen Mythen und trotz vieler Videos auf Youtube haben viele Mitbürger immer noch Illusionen über das bestehende Bankensystem.
    Außerdem gab es viel Versuche von Staatsmedien,das Schuldgeld heilig zu sprechen.

    Es ist eine Revolution des Geistes und des Rechts noitwendig, um die materiellen Grundlagen der Volkswirtschaft so zu verändern, dass die neuen Produktivkräfte Raum erhalten und eine höhere Form von Zivilisation hervorbringen können.

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    Verfasst von Politikus | 12. September 2018, 12:47

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