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Ausland, Nordamerika

John McCain starb mit 81. Hier ist die komplette Geschichte aller seiner Aufrufe zu Angriffskriegen und zu unnötigem Leid und Tod

von Jim Carey – https://russia-insider.com

Übersetzung LZ

Anfang dieser Woche wurden beim berüchtigten US-Senator John McCain (R-Az) Hirntumoren diagnostiziert. Während die liberalen und konservativen Institutionen ihre Grüße senden, hat Geopolitics Alert stattdessen eine Liste von Gründen zusammengestellt, warum wir uns nicht um McCain kümmern sollten.

Die Liste ist natürlich eine Geschichte aller Fälle, in denen McCain eine Intervention unter der Führung der USA in der ganzen Welt gefordert hat. Es gibt hier eindeutig eine lange Geschichte, deshalb hat Geopolitics Alerthas die krassesten Beispiele von Europa bis Asien zusammengestellt. Wir fangen mit den offensichtlichen Kriegen an.

Afghanistan und Irak

Offensichtlich stimmte jeder US-Senator (außer der kalifornischen Barbara Lee) dafür, Präsident George W. Bush die Macht zu geben, nach den Ereignissen des 11. September in Afghanistan einzumarschieren. Jedoch war McCain nicht gerade glücklich damit, nur in Afghanistan einzufallen. Nein, er hatte schon am Tag nach dem Sturz der Türme andere Ziele im Kopf.

Trotz McCains Behauptung im Jahr 2014, dass „der Irak-Krieg wahrscheinlich nicht stattgefunden hätte“, wenn er die republikanische Vorwahl 2000 und die Parlamentswahl gewonnen hätte, erscheint diese Behauptung lächerlich. Am 12. September 2001 erschien McCain auf MSNBC und präsentierte eine umfangreiche Liste von Ländern, die seiner Meinung nach einen „sicheren Hafen“ für Gruppen wie Al Qaida darstellen. Diese Liste umfasste natürlich den Irak und einige andere Nationen, die später auf dieser Liste erscheinen.

Syrien

Ein weiteres Land auf der Liste von 2001 war (natürlich) Syrien. Jetzt weiß man, daß das Bush-Regime wahrscheinlich nie eine Chance zu einem Regime change für Länder im nahen Osten hatte (dank dem Scheitern im Irak und den Enthüllungen der Lügen, die zur Begründung dieses Krieges dienten). Aber McCain verlor scheinbar nie seinen Hass auf Bashar Al-Assad aus den Augen.

Kurz nach dem Ausbruch des arabischen Frühlings in Syrien fand McCain – und sein ständiger Partner bei Kriegsverbrechen, Sen. Lindsey Graham – schnell Kommunikationskanäle mit der „syrischen Opposition“. Nur wenige Monate nachdem die USA den Protesten in Syrien zugestimmt hatten (auch wenn ihr Botschafter anwesend war), riefen McCain und Graham zu Waffenlieferungen an die Freie Syrische Armee und andere „Rebellen“-Gruppen auf.

Libyen

McCains Pläne für Syrien haben nie ganz so funktioniert, wie er es wollte, aber er hätte wahrscheinlich wissen müssen, dass sie nie zu einem positiven Ergebnis führen würden. Wenn McCain nicht den Irak betrachten wollte, um diesen Punkt zu prüfen, hatte er ein anderes neueres Beispiel, das er verwendet haben könnte: die NATO-Intervention in Libyen.

Weniger als ein Jahr, bevor McCain syrische Takfiris bewaffnen wollte, die er mit den Bombardierungen und Flugverbotszonen in Libyen unterstützt hatte, wollte McCain sogar härtere Maßnahmen gegen das Land, das nun zu einem anarchischen Wilden Westen geworden ist, in dem alle möglichen Schrecken vom islamischen Staat bis hin zu einem neuen Sklavenhandel zu Hause sind.

West- und Zentralafrika

McCain ist auch ein Verfechter des „Kriegs gegen den Terror“ in anderen Teilen Afrikas. Während McCain nicht direkt Terroristen in diversen Ländern Afrikas unterstützt hat, hat er stets noch mehr US-Interventionen auf dem ganzen Kontinent gefordert.

Diese Liste enthält Länder, die mit islamischen Aufständen zu tun haben, wie z.B. Mali. McCain hat auch Pläne wie den „Einsatz von Spezialeinheiten“ zur Rettung der von Boko Haram in Nigeria entführten Mädchen und die Intervention im Sudan gefordert, wo McCain und seine Frau seit einiger Zeit Geld investiert haben.

Iran

Ein anderes Land auf der Liste der gehassten Nationen, die zuerst durch Bush-Unterstaatssekretär Paul Wolfowitz erstellt wurde, und ein anderes langfristiges Ziel von McCain ist selbstverständlich der Iran.

Obwohl McCain immer gesagt hat „er betet“, daß es nie zu einem Krieg mit dem Iran kommt, ruft der Mann unaufhörlich danach und macht sogar Witze darüber, das Land zu bombardieren, wenn er das Gefühl hat, dass die Stimmung stimmt. Die Wahrheit bei der Angelegenheit ist, daß McCains Positionen zum Iran so feindselig sind, dass sogar das Flaggschiff der neokonservative Institutionen wie das Cato Institut denken, dass er zu sehr Falke ist.

Bosnien und Kosovo

Aber McCain ist nicht damit zufrieden, dass er nur Salafi-Dschihadisten in den traditionellen Schauplätzendes Nahen Ostens und Nordafrikas unterstützt. Er hat auch gewalttätige Radikale am Rande Europas unterstützt. Dieser Trend begann schon in der Mitte der 1990er Jahre, als McCain ein lautstarker Unterstützer des Kriegs des damaligen Präsidenten Bill Clinton in Bosnien war.

Viele Muslime, die nach Bosnien reisen und sich dort den Mudschaheddin anschließen, haben sich in den letzten Jahren Gruppen wie IS angeschlossen. Und IS-Flaggen sind jetzt gelegentlich in den sunnitischen Gebieten Bosniens zu sehen. McCain unterstützte immer potenzielle Takfiri-Bewegungen, beschuldigte kürzlich Russland, sich in lokale Angelegenheiten einzumischen, und forderte mehr US-Intervention in dem Land.

McCain traf ähnliche Entscheidungen, als er die US-Intervention im Kosovo Ende der 90er Jahre befürwortete. Im Kosovo-Konflikt unterstützte McCain die Kosovo Liberation Army: eine zum Völkermord aufrufende dschihadistische Organisation mit Verbindungen zu Al Qaida unter Osama Bin Laden.

Ukraine

Lassen Sie sich nicht täuschen, dass McCain nur Dschihadisten in Osteuropa unterstützt! Er unterstützt auch die offenen Nazis, die als Todesschwadronen für Kiew im andauernden ukrainischen Konflikt agieren.

Dies begann schon im Jahr 2014, aber McCain hat weiterhin Unterstützung für Kiew’s Verbrechen in der Donbass-Region bis heute zugesagt. Dieses ist alles Teil von McCains Kurs beim größerem Thema der Herausforderung Russlands, das Land, von dem er glaubt, das es die Separatisten in der Ostukraine kontrolliert.

Russland

Die Geschichte von McCains Hass auf Russland reicht bis in den Kalten Krieg zurück. Wir werden nicht auf McCains Angst vor dem Kommunismus eingehen, der sich zu allgemeiner Russophobie entwickelt hat. Aber wir werden sagen, dass er ihn nicht viel davon abhielt, sich auf Drohungen gegen Moskau seit gut 15-20 Jahre zu konzentrieren.

Dies änderte sich 2008 mit dem Krieg in Südossetien zwischen Georgien und Russland. Während dieses Konflikts war McCain die lauteste Stimme, die sagte, dass die USA „sofort eine Sitzung des Nordatlantikrates einberufen sollten, um Georgiens Sicherheit zu bewerten und Maßnahmen zu überprüfen, die die NATO ergreifen kann, um zur Stabilisierung dieser sehr gefährlichen Situation beizutragen“.

Die gleiche Situation wiederholte sich in der Ukraine im Jahr 2014, aber McCain’s schlimmste Kommentare kamen in diesem Jahr. Sobald der US-Geheimdienst Russland der Einmischung in die US-Wahlen 2016 beschuldigte – und das ohne Beweise -, war McCain der erste, der sagte, das Ereignis sei ein „Akt des Krieges“.

Nordkorea

Die Demokratische Volksrepublik Korea (DRPK/Nordkorea) war ebenfalls ein frühes Ziel von McCains Wunschliste vom 12. September. Vor kurzem jedoch war der neu gestaltete „Trump-Gegner“ McCain vorn mit dabei beim Säbelrasseln des neuen Regimes. Er forderte Trump auf, das atomar bewaffnete Land anzugreifen.

Bonus: China

China hat für McCain ein bisschen einen eigenen Stellenwert; in der Vergangenheit stieß er merkwürdige, vage Drohungen in Richtung dieses Landes aus. Wie zum Beispiel „der arabische Frühling kommt nach China“, was auch immer das bedeutet. China kann ein Ziel an der Peripherie für McCain sein, aber er regt gleichwohl an, das Land auch heute zu bekämpfen, z.B. mit der Forderung nach mehr „Freiheit für Navigationsübungen“ und anderen Marine-Übungen im Südchinesischen Meer.

Also zusammenfasssend, das nächste Mal, wenn jemand fragt, warum Sie sich nicht um die ablaufende Lebensuhr von John McCain kümmern, zeigen Sie ihm diesen Artikel. McCain hat die Verbreitung des Todes weltweit gefördert. Der Tag, an dem er den Kongress verlässt, wird ein Sieg für die Menschheit sein.

Quelle: Geopolitics Alert

https://russia-insider.com/en/john-mccain-dead-81-here-complete-history-all-his-calls-wars-aggression-and-needless-suffering-and?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

 

 

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Diskussionen

5 Gedanken zu “John McCain starb mit 81. Hier ist die komplette Geschichte aller seiner Aufrufe zu Angriffskriegen und zu unnötigem Leid und Tod

  1. Der leider viel zu spät verstorbene Drecksack Mccain soll in der Hölle schmoren. Seine Nachkommen sollen verdorren und sein Name auf immer vergessen werden!

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    Verfasst von Assouf | 29. August 2018, 18:32

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