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Kultur, Rezensionen

„Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben“ , Armeegeneral a. D. Heinz Keßler, Generaloberst a. D. Fritz Streletz

von Harry Popow

Es ist der 09.08.2018. Die Abendschau im rbb. Der Reporter fragt anlässlich des bevorstehenden 13. August (1961) einen jungen Mann, woran er dabei denkt.

Dieser: „Eingesperrt.“

Der Reporter: „Sie haben recht.“

Die Reduzierung eines außerordentlichen Faktes in der Geschichte wird auf ein Wort reduziert. Das ist Methode. In bürgerlichen Medien, die das Wort Wahrheit aus ihrem Wortschatz längst gestrichen haben. Die Verdummung geht weiter…

Deshalb habe ich nochmals den folgenden Buchtipp ins Netz gestellt.

*****

„Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben“ , Armeegeneral a. D. Heinz Keßler,  Generaloberst a. D. Fritz Streletz

Nachhilfe für Ewiggestrige

Wie nicht anders zu erwarten: Das Buch mit dem Titel „Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben“ von Armeegeneral a.D. Heinz Keßler und Generaloberst a.D. Fritz Streletz warf gehörig Staub auf. Zerrt es doch ans Licht, was allzu gerne totgeschwiegen wird: Die Schuld des Westens am Kalten Krieg, der ein heißer zu damaliger Zeit zu werden drohte. Und nach der sogenannten Wende fürchten die Kapitaloberen und ihre Marionetten in der Politik nichts so sehr wie ein Dacapo einer echten Alternative zum jetzigen Herrschaftssystem. Das sind sie – die echten Ewiggestrigen, die von einer dringend notwendigen Veränderung des Gesellschaftssystems nicht nur nichts halten, sondern jede Idee zum Besseren für das Wohl der Menschheit mit Füßen treten und jede Idee dahin im Keime ersticken wollen.

Das ist in der krisengeschüttelten Gegenwart nicht verwunderlich, ruft doch selbst so ein gestandener Mann wie der Franzose Stéphane Hessel dazu auf, sich gegen das weltweit agierende Finanzkapital zu erheben, sich zu empören. Ist es doch eine Frage des Überlebens geworden, den nationalen und internationalen Profitjägern, Verdummern, Lügnern, Geschichtsfälschern mit knallharten Tatsachen ins Handwerk zu pfuschen. Deshalb auch dieser Stich ins Wespennest: Die beiden NVA-Militärs schreiben Klartext. Faktenreicher geht´s wirklich nicht – endlich ist es da, das sehr gründlich recherchierte, für die Geschichte so wichtige Buch.

Wie viele andere hatte auch ich kürzlich die Freude, es anlässlich der ersten Mitgliederversammlung des Traditionsverbandes der NVA e.V. nicht nur schlechthin zu kaufen, sondern es von den Autoren signieren zu lassen: Die 220 Seiten habe ich in nur wenigen Stunden regelrecht „verschlungen“. Natürlich liest man Bekanntes, Ablauf und Gründe für den Bau der „Mauer“. Richtig interessant und bisher weitgehend unbekannt sind die in die Tiefe gehenden Passagen, die – weiter ausholend – die Fakten im Zusammenhang betrachten, so zum Beispiel, als bereits im Frühjahr 1945 in der Schweiz mit der Geheimoperation „Sunrise“ der eigentliche Anstoß für den Kalten Krieg gegeben wurde. Ganz zu schweigen vom Verlauf der internen und offenen Kriegsvorbereitungen nach 1945 gegen die Sowjetunion und die anderen sozialistischen Länder. Ich erspare mir hier die zahlreichen und unwiderlegbaren Details der Kausalkette des knallharten Kampfes gegen den Osten anzuführen. Nicht unerwähnt soll sein: Auch dadurch wird der „Nur-Rührseligkeits-Welle“ mit Tränen der Opfer die Einseitigkeit genommen. Die Reduzierung großer politischer Zusammenhänge aufs Detail, auf´s pars pro toto (Teil fürs Ganze), wie es im Stilistischen heißt – das ist Methode!! (Geht es den Hassern des Fortschritts etwa um die Menschen, um deren Schicksale? Sie werden nur benutzt, denn da spielen ganz andere Dinge eine Rolle und die Heuchelei feiert ihre Triumphe!!)

Es ist nicht nur unverschämt und zeugt von einer Nicht-Gewollten-Wahrheitsfindung, wenn die jetzigen Machthaber samt ihrer Medien zum Beispiel vom Verhöhnen der „Opfer“ des Mauerbaus faseln. (Jedes Opfer ist immer eins zuviel, aber ohne zusammenhängendes Denken und Analysieren gelangt man nicht zur Wahrheit.) Vergessen sind also die insgesamt etwa 80 Millionen Toten des II. Weltkrieges? Und die 17 Millionen des I.Weltkrieges? Und wenn man die 70 Millionen Opfer dazurechnet, die es bei einer bewaffneten Auseinandersetzung allein in den USA gegeben hätte? (Siehe im Klappentext Kennedys Aussage!!) Ich wage gar nicht die tödliche Leere und Stille im europäischen Raum nach einem großen Knall zu beziffern! Und wer verhöhnt vor allem diese Opfer? Nicht diejenigen, die dem Kriege und deren kapitalherrschaftliche Ursachen endgültig den Garaus machen wollten, sondern jene, die um die Ursachen von weltweiten Konflikten große Bogen machen und alle Schuld auf „Terroristen“, auf „Linksradikale“, auf jene lenken wollen, die nicht müde werden – dankenswerterweise – der Welt eine andere, friedvollere Perspektive zu geben. Nicht, weil sie es möchten, sondern weil es längst nach zwölf Uhr ist, den Ewiggestrigen mit Worten und Argumenten, mit Demonstrationen und mit der gesamten breiten Palette der Kunst und Kultur in den Arm zu fallen. Dafür stand auch die DDR ein. Dafür und darum stand die „Mauer“, von der Kennedy einst sagte, sie sei nicht schön, aber tausendmal besser als Krieg. Möge die neuerliche Mauer zwischen Ost und West, zwischen oben und unten, zwischen Arm und Reich, zwischen etwas Unbedarften und Sehenden Stück für Stück durchlöchert werden – so wie das die hochbetagten und verdienstvollen beiden NVA-Generäle ihr Leben lang und mit diesem wunderbaren Buch getan haben. Wer heutige gesellschaftliche Widersprüche missachtet, sie nicht sehen will, macht sich wieder einmal mitschuldig – wie 1933 und danach… Deshalb die nachdrückliche Nachhilfe für Ewiggestrige.

„Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben“ , Armeegeneral a. D. Heinz Keßler,  Generaloberst a. D. Fritz Streletz, 2011 Verlag Das Neue Berlin, edition ost, Berlin, ISBN 978 3-360-01825-0, 224 Seiten

 

 

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Diskussionen

8 Gedanken zu “„Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben“ , Armeegeneral a. D. Heinz Keßler, Generaloberst a. D. Fritz Streletz

  1. Der sogenannte Präventionskrieg war die Erklärung der Aufgabe des Deutschen Reiches.
    Das dieser und an diesem für eben dieses nichts zu gewinnen war, wußten nicht nur die Militärs selbst.
    Dies war der Führung eben Wurscht.
    Diese befand sich nicht in diesem Land in diesem Konflikt.
    Dies schon längst.
    Verdienen konnte man dennoch ganz gut.
    Man hielt sich als Regierung in der Demokratie noch lange.
    Eine Selbstständigkeit hatte die Sowjetunion zum Zeitpunkt der Regentschaft des Herrn Stalin nicht erreicht.
    Man war weiterhin auf das Rechtsgut aus Frankreich, in der Lesart durch England, gestützt durch die Leihpachtverträge angewiesen.
    Eine Expansion bis in das Mitteleuropa war nicht das Anliegen des Nationalstaates Sowjetunion selbst.
    Diese wollte die eigenen Grenzen ,wie nach dem 1.WK etwa behalten.
    Nach Ansicht der Mitteleuropäer und Polen und der sich gegründeten Natrionalstaaten Slowakei, Tschechien , Ungarn etc.
    hätte diese auch eben dies gesollt.
    Diese SU war fremdbestimmt, von der Gründung an. Als solches jedoch als Nationalstaat auf Dauer anerkannt.

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    Verfasst von pantharei | 15. August 2018, 10:04
    • Das verstehe, wer will. Wo kommen nur all diese Leute her mit ihren seltsamen Ansichten? Haben die schon mal was von Wirklichkeit gehört? Man kann sich natürlich vollstopfen mit Theorien bis der Arzt kommt. aber geglegentlich sollte man doch auch mal sich mit der Wirklichkeit beschäftigen. d.h. abgleichen ob die eigenen Ansichten gedeckt werden von den Ereignissen in der Wirklichkeit und vor allem mit deren zeitlicher Abfolge. Ein Beispiel zur Vedeutlichung: Man kann sicherlich der Meinung sein, dass das Nazireich und die Sowjetunion beide kriegsgeil gewesen seien, weil ja beide Krieg geführt haben gegeneinander, wenn man dabei ausklammert, dass der eine (Nazideutschland) den anderen (Sowjetunion) zuerst angegriffen und überfallen hat. Das sollte jetzt nur ein Beispiel sein dafür, welcher Schwachsinn in die Welt gesetzt werden kann, wenn man zwar sich an die realen Ereignisse hält, aber dabei den zeitlichen Ablauf außer Acht lässt.
      Ähnlicher Unsinn wird hier auf dieser Seite des öfteren geäußert in Bezug auf den IS, den man als amerikansische Schöfpung darstellt. Dabei lässt man aber außer Acht , dass die Bewaffnung der Milizen durch die USA standfand, als diese noch Assad mit den amerikanischen Waffen bekämpften. Als einige der Milizen sich später zum IS zusammenschlossen und gegen Bagdad marschierten, wurden sie mit iranischer und besonders amerikanischer Untersützung bekämpft und kurz vor Bagdad gestoppt, um dann in erbitterten Kämpfen bis Mossul zuückgetrieben zu werden unter vollkommener Zerstörung der Stadt. Was sollte denn das für einen Sinn gemacht haben, wenn der IS von den Amis unterstützt worden wäre?

      Oder handelt es sich bei diesen nicht nachvollziehbaren Ansichten wie denen des pantharei um Übersetzungsprobleme?

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      Verfasst von Rüdiger Rauls | 15. August 2018, 13:42
  2. Der Kommentar von zählt genau zu den Kommentare, die ich täglich auf meinem Blog: https://saschasweltsicht.wordpress.com, vorfinde, täglich mehrere Stück.
    (Nebenbei, ich bin schon mit allem tituliert worden, was der Nazi-Jargon und die Fäkalsprache so her gibt.)
    Ich bin ja Realist und mir ist bekannt, dass, bedingt durch die nie stattgefundene Entnazifizierung in der BRD, es auch heute noch (oder besser schon wieder) sehr viele Ewiggestrige gibt; trotzdem frage ich mich, beim Lesen solchen Schwachsinn: Ist das nun Mut oder völlige geistige Umnachtung, seine verblendete Unwissenheit von sich zu geben? Ich glaube, es beweist – völlige Umnachtung.
    Mehr ist zu diesem Kommentar nicht zu schreiben. Es ist auch verschenkte Lebenszeit sich mit diesen anti-kommunistischen Lügen, aus dem Gobbels‘schen Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, zu befassen.
    Ich halte es auf meinem Blog immer so: ungelesen löschen!

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    Verfasst von Sascha Iwanow | 13. August 2018, 11:27
    • Möglicherweise ist es aber auch ein bezahlter Troll, dem man mit einer Antwort nur Gelegenheit gibt, sich immer erneut zu reproduzieren.
      „ungelesen löschen“ ist aber die falsche Antwort. Weil es nicht möglich ist, eine objektive Grenze zu definieren, welche Ansichten akzeptabel und welche es nicht sind (einmal abgesehen von der definierten Grenze des Strafgesetzbuches), sollte uneingeschränkt die Meinungsfreiheit gelten. Andernfalls werden die Tore für letztendlich willkürliche Zensur geöffnet, die nur die eigenen Positionen akzeptiert.
      Außerdem sind solche antikommunistischen Kommentare auch lehrreich darin die Propaganda des Feindes zu verstehen.

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      Verfasst von LZ | 13. August 2018, 11:50
      • Ich finde es richtig, dass die LZ auch solche Meinungen veröffentlicht. Denn die Linke soll nicht glauben, dass alle in der Gesellschaft nur so denken, wie sie selbst. Von daher sind solche TExte ein wertvoller Beitrag einerseits zur Erdung so mancher weltfremder Phantasten, die da in ihren linken Biotopen sich bwegen, abgeschirmt vom Rest der Gesellschaft. Andererseits aber auch können solche Texte ein sehr wichtiges Mittel sein zur Stärkung der eigenen Argumentationskraft, was die LZ aber tunlichts unterlässt. Aber auch dem Iwanow sei geraten, dass er lieber eine Entgegnung dazu schreibt, als ein Verbot zu fordern.

        Meinungsfreiheit ist schön und gut, man muss sie sich auch leisten können. Die großen Medien des Mainstreams können das. Denn sie verfügen über die Macht und das nötige Geld, um die Gesellschaft mit ihren Ansichten durchdringen zu können. Aber selbst diese sind nicht so liberal wie die LZ. Selbst der Mainstream veröffentlicht nicht alles, sondern nimmt eine Auswahl vor, die seinen Interessen dient. Die sind nicht so naiv, dass sie glauben, der heiligen Kuh Meinungsfreiheit die eigenen Interessen opfern zu müssen. Ich rede nicht der Zensur das Wort sondern der Kommentierung. Texte wie die des .GRIEPSWOOLDER MÜSSEN veröffentlicht werden, damit die Illusionen der Linken über das Denken in der Gesellschaft mit der Wirklichkeit konfrontiert werden. Aber sie sollten nicht unkommentiert veröffentlicht werden, sonst macht die Linke sich selbst das Leben schwer. Oder würdet Ihr, liebe SZler, einem Nazi, der Euch mit einer realen Waffe bedroht, diese überlassen mit dem Hinweis auf die Einhaltung der Eigentumsrechte?

        Offensichtlich seid IHr ja nun auch schon etwas schlauer geworden, wenn Ihr schreibt: „Außerdem sind solche antikommunistischen Kommentare auch lehrreich darin die Propaganda des Feindes zu verstehen.“ Aber es genügt nicht, die Propaganda zu verstehen. Man muss ihr auch etwas entgegensetzen können. Sonst folgt dem VErstehen noch das zustimmende Kopfnicken der Umstehenden.

        Und überschätzt mal nicht Eure Bedeutung, dass man bezahlte Trolle einsetzen müsste, um Euren Einfluss auf das Denken in der Gesellschaft zu zersetzen. Wer soll die denn bezahlen und wofür? Aber selbst wenn es so wäre, was würde das für einen Unterschied machen, ob sie bezahlt werden oder aus Überzeugung so handeln?

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        Verfasst von Rüdiger Rauls | 13. August 2018, 18:55
      • Ich habe, wie schon geschrieben, nicht die Zeit und noch weniger Lust, mich mit Nazis, Neo-Nazis und Neuen Deutschen Faschisten „herumzuschlangen“.

        Trotzdem: Ein offenes Wort?!
        Wenn sie „solche antikommunistischen Kommentare […] lehrreich“ finden um „darin die Propaganda des Feindes zu verstehen“, sollten sie eine Zeitschrift herausbringen und sie nicht „Linke Zeitschrift“ nennen, sonder brauner Bummi (in Anlehnung an die DDR-Zeitschrift‚ Bummi‘).
        Das Zitat: „Das die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d.h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.“ dürfte doch wohl bei einer linken Zeitschrift bekannt sein. Für wen fordern Sie also Meinungsfreiheit? Für die „Gedanken“ der herrschen Monopol-, Finanz- und Medien-Bourgeoisie, ihren Vasallen und Lakaien, den vielen nützliche Idioten (von Universitätsprofessoren bis zu den Medienleuten oder Kommentarschreiber (hier)), die nur eine Wahrheit kennen (besser: kennen dürfen) – die Wahrheit der herrschenden Klasse. Es gibt in Klassengesellschaften keine Wahrheit, sondern nur die Wahrheit der herrschenden Klasse. Oder glauben sie noch an die Freiheit der Wissenschaften in Klassengesellschaften?
        Es dürfte wohl bekannt sein, das die „Geschichtsschreibung“ der heutigen westlichen Welt geprägt ist:
        1. von Nazifreunden wie der ultrakonservative Nationalist und Antikommunist William Hearst, dem Gründer der Regenbogenpresse in den USA;
        2. von einer reaktionäre Clique, die die Nazis während der Besatzung in ihrem Völkermord an den Juden unterstützte und nach dem 2. Weltkrieg, im U.S.-amerikanischen Exil, zynischerweise die Mär von den Verbrechen des Kommunismus in die Welt setzte (nebenbei, faschistischen Organisation, die ab 1942 in der UdSSR Partisanen und Kollaborateure zur Unterstützung der Nazis rekrutierten und deren Mitglieder zum größten Teil als Polizisten, Hinrichtungskommandos, Partisanenjäger und örtliche Verwaltungsbeamte der Gestapo oder SS arbeiteten);
        3. von Lügen der Nazis, die den Zweiten Weltkrieg überstanden, vom amerikanischen und vom britischen Geheimdienst (CIA und MI5) für den „Kalten Krieg“ kultiviert wurden und heute immer noch einen bevorzugten Platz in der Propaganda gegen die Sowjetunion und den Kommunismus einnehmen;
        4. vom Antikommunismus der nun einmal zur Klassengesellschaft gehört;
        5. von Leute wie Robert Conquest, dem eigentlichen Schöpfer aller Mythen und Lügen, die nach dem Zweiten Weltkrieg Verbreitung fanden.
        (Viele der Helden von Conquest sind bekannt als Kriegsverbrecher, die am Genozid an der jüdischen Bevölkerung in der Ukraine 1942 beteiligt waren, darunter der verurteilte Kriegsverbrecher Mykola Lebed, Sicherheitschef in Lwow während der Besatzung.)
        Von diesen Nazis, über Robert Conquest, Roy Medwedew, Alexander Solschenizyn, bis hin zu den heutigen „Geschichtsgelehrten“ z.B. Jörg Baberowski, zieht sich ein dicker brauner Faden. Die Zeit ging weiter, der Geist ist der gleiche. Resultat sind solche Kommentare wie der vom User .
        Nein, er ist kein bezahlter Troll „der Antworten reproduzieren“ will; er ist ein Vertreter der heutigen vorherrschenden, westlichen Ideologie und Geschichtsklitterung; zugegeben ein plumper und stupider Vertreter, der nur nachbetet, was die o.g. Herr vorgebetet haben.
        Die heutigen Antikommunisten schreiben Bücher und drehen Filme, Bücher wie „Hitler und Stalin“ (kürzlich erschienen), in denen sie Hitler wieder salonfähig machen wollen und Stalin noch tiefer in den Dreck, und damit den Kommunismus, treten. Die Absicht dahinter ist klar: Hitler gleich Stalin – Faschismus gleich Kommunismus.
        Das solche Bücher auf den Markt kommen, ist in dieser Klassengesellschaft üblich, zumal der Kapitalismus völlig abgewirtschaftet ist, und keine Lösungen für die Probleme der Welt mehr hat – außer Krieg.
        (Der Kapitalismus in der Krise versuche mit dem Faschismus den Kapitalismus durch despotischen Mitteln aufrechtzuerhalten – „Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen“ Max Horkheimer),
        Wer aber solche Kommentare eine Plattform gibt, macht sich mitschuldig an der Verbreitung faschistischen Gedankenguts. Das hat mit Meinungsfreiheit nichts mehr zu tun.
        Dass auch diese Herren () sofort mit der Meinungsfreiheit kommen gehört zu ihrer Taktik wenn es um die Verbreitung ihrer Demagogie geht. Mir kam letzten ein Nazi sogar mit Rose Luxemburg und forderte, ich hatte als Linker die Pflicht seinen Kommentar zu veröffentlichen, oder ich sei kein Linker.
        Zensur? Was ist „willkürliche Zensur“? Das Löschen von Geschichtsklitterung und schäbige Nazi-Demagogie, die man an jedem Satz erkennen kann? Das ist keine Zensur, sondern geistige Hygiene und Schutz Unwissender, vor Demagogie und Lügen.
        Ja ich akzeptierte „nur die eigenen Positionen“, denn sie sind vom meinem Klassenstandpunkt, der Geschichtswissenschaft und der geschichtlichen Wahrheit getragen; wurden von mir hart erarbeitet, vielfach überprüft und mit der wirklichen Geschichte abgeglichen.

        Zum Schluß noch einen Tipp: Auf meinem Bolg befindet sich der Artikel: Geschichtslügen: Fundamente des Anti-„Stalinismus“. Er könnte aber auch heißen: Geschichtslügen: Fundamente des Anti-Kommunismus!

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        Verfasst von Sascha Iwanow | 17. August 2018, 9:02
  3. Mitschuldig wie 1933 ? Schuldig haben sich nur die gemacht, die den Präventionskrieg der Deutschen ab 1941 sabotierten und verhindern wollten. Zig Millionen Russen und Menschen aus anderen Völkern hätten noch leben können. Oder findet man es gut, das es bis zu 70 Millionen Opfer des Systems von 1917 bis 1990 gab – wobei man eigentlich die Opfer aus den Tschetschenien-Kriegen dazu rechnen müßte ? Millionen, die man ermordet oder gefoltert hat, die verhungert sind, weil man das Getreide zum Kauf von Waffen für die Weltrevolution brauchte – so die Begründung in einer damaligen sowjetischen Zeitung. Nach demographischen Studien von Russen wurden die Opferzahlen geschätzt. Nach der bescheidensten Schätzung von dem sowjetischen Demografen Maksudow
    waren es mindestens 30 Millionen Opfer – wobei die kriegsbedingten Verluste nicht enthalten sind.
    Den Deutschen dagegen ging es nach 1933 viel besser, wenn auch nicht sofort und das trotz der gegen Deutschland verkündeten Wirtschaftssanktionen. Nur das darf heutztage ja keiner mehr wissen und das war auch der Kriegsgrund gegen Deutschland. Sämtliche Abrüstungsvorschläge oder Friedensangebote wurden doch abgelehnt. Was damals alles unternommen wurde, um den Frieden in Europa zu sichern, wissen die wenigsten und das sollen sie auch nicht mehr wissen – nach dem Willen der Politik.

    Das die Sowjets nach dem Krieg ca. 4 Dutzend Geheimkriege geführt haben, wobei 10-tausende Soldaten und auch etliche Generäle gefallen sind, ist den Genossen wohl auch entfallen. Es gäbe natürlich noch mehr zu berichten.

    Was die Mauer betrifft,so sollte man doch unterscheiden. Selbst wenn die Mauer auf Grund der verschiedenen Gesellschafts- und Militärsysteme erforderlich gewesen wäre, sollte ,man dabei bedenken, das sie erst auf Grund der Verbrechen gegen Deutschland, darunter auch der Teilung, erforderlich wurde. Als hochrangige Miltärs müßten sie eigentlich auch wissen, das die Kriegsplanungen der Sowjets nach 1945, bzw. nach dem Tod von Stalin, nicht aufgegeben wurden, nur wurde auf eine langfristige Planung umgestellt, da man gegenüber dem Westen wirtschaftlich und militärisch zu schwach war. Um das zu ändern brauchte man die Technologie des Westens und so gab man sich in Europa friedlich und erfand die Story von einem friedlichen Nebeneinander zweier Geselllschaftssysteme. Es gab doch im Laufe der Jahre einige hochrangige Militärs, die die Seiten gewechselt hatten und einiges berichteten, auch wenn ihnen nicht alles gehlaubt wurde. Ich will damit nicht sagen, das die westliche Seite nun die Guten waren, es waren 2 Globalisten die die Vorherrschaft wollten und jede Seite benutzte die eigene Besatzungszone als Vorposten.

    Im Übrigen hat die Schutzfunktion nichts damit zu tun, das die Menschen eingesperrt waren, obwohl das für die DDR natürlich auch finanzielle Gründe hatte, da zu wenig Devisen, also frei konvertible Währung vorhanden war, was auch wirtschaftliche Gründe hatte, woran die Führung der DDR natürlich mitschuldig war. Mit etwas gutem Willen, hätten trotzdem Lösungen für die Menschen gefunden werden können. Sei es, das einem Teil der Bevölkerung erlaubt worden wäre, eine Zeitlang im anderen Staat zu leben und versuchen Arbeit zu finden, eventuell gegen Zahlung der BRD und/oder des künftigen Arbeitgebers für die Ausbildungskosten in der DDR, oder andere Lösungen. Möglicherweise wären im Gegensatz dazu auch Arbeitslose aus der BRD in die DDR gewechselt – wenn die Verbreitung der kommunistischen Ideologie eingeschränkt worden wäre.

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    Verfasst von griepswoolder | 11. August 2018, 21:59

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