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Inland, Medien

Wenn Trump mit Putin spricht, ist die Demokratie gefährdet

von https://peds-ansichten.de

Stefan Kornelius hat es wieder geschafft und eine Duftmarke der transatlantischen Agenda gesetzt – eine, die übel nach Hexenjagd riecht.


Als Leiter des außenpolitischen Ressorts der Süddeutschen Zeitung hat er einen exklusiven Status, um Leitkommentare zu verfassen, welche an exponierter Stelle in seinem Hausblatt veröffentlicht werden. Stefan Kornelius hat Botschaften für Sie – düstere Botschaften. Wenn Sie meinen, dass Kornelius in seiner Art und Weise politische Prozesse und ihre Träger zu bewerten, normal ist, dann meine ich, dass Leute wie er, in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreiche Arbeit geleistet haben. Denn eben Jene haben es als Meinungsbildner mit zu verantworten, dass der Krieg in der deutschen Gesellschaft dem Frieden zunehmend vorgezogen wird.


Spätestens, jetzt dürfte Ihn restlos klar sein, dass der Titel dieses Textes zwar nicht meine, aber die Position prominenter Journalisten des Mainstreams abbildet. Stellen Sie sich im Folgenden vor, die Regierung, ja gar das Volk wäre der Potentat und Stefan Kornelius ein Berater. Unauffällig dunkel gekleidet und leicht geduckt, hält er sich ständig im Umfeld des Thrones auf, um den Herrscher „zu beraten“.

Er hatte seinem Potentaten zum Beispiel am 14. Juli 2018 wichtige Dinge zum völlig unberechenbaren Verhalten des US-Präsidenten zu erzählen. Präsidenten, die sich mit anderen Präsidenten austauschen, um Konflikte zu lösen, sind nämlich aus seiner Sicht, extrem gefährlich. Sie sind gefährlich für ihn und seine Mandanten sollen ebenso empfinden. Dieser „Berater“ informiert nicht. Er deformiert. Er manipuliert. Er ist rastlos dabei, das Gift des Misstrauens und des Hasses unter die Leute zu bringen. Seine Botschaften sind rein emotional und die „Beratung“ können Sie sich in etwa so vorstellen:

„Sie müssen mir glauben. Er (Trump) ist sehr gefährlich, man kann ihm nicht trauen. Wir sollten ihn aus der Welt schaffen. Glauben sie mir, sie sehen doch. Er macht gemeinsame Sache mit einem Diktator. Es ist das schlimmste Szenario, seit der Faschismus in Europa den Durchbruch errang. Man muss diesen Mann töten! Der ist irre, genauso irre wie der andere. Was sie tun, ist nicht rational. Sie (der Potentat) müssen handeln, um Schlimmeres zu verhindern! Wir dürfen nicht zimperlich sein, unsere Werte sind in Gefahr. Greift ihn an, bevor er uns zuvorkommt; es ist nur zu eurem Besten!“

Natürlich sagt Kornelius das nicht wörtlich. Er bewegt die Gedanken seiner Leser allerdings in exakt diese Richtung! Kornelius – ich sagte es bereits an anderer Stelle – ist nicht irre. Aber er ist paranoid und Sie, liebe Leser, mögen doch bitte genauso paranoid werden wie Kornelius. Denn natürlich glaubt der Chefredakteur ernsthaft, dass seine Paranoia normal und mehr noch, dass sie alternativlos ist. Und so flüstert er uns ein:

„Donald Trump und Wladimir Putin, zwei zutiefst nationalistische Populisten, wollen den liberalen Westen zerstören – und verpassen der Demokratie den schlimmsten Rückschlag seit den faschistischen 30er-Jahren.“ (1)

Was ist der „liberale Westen“? Wie dünnflüssig ist das Argument, dass Jemand die Fiktion des „liberalen Westens zerstören“ will. Von welchem „Rückschlag der Demokratie“ redet der Mann?

Was Kornelius da tut, hat mitnichten etwas mit Kritik zu tun, sondern er führt auf der geistigen Ebene die kriegerische Handlung gegen einen Menschen, über den er sein innerliches, oberflächliches Urteil längst gesprochen hat. Der US-Präsident handelt nicht nach der ideologisch begründeten Politik, die offenbar in das Hirn von Kornelius geprügelt wurde. Und daher ist er für ihn ein Feind.

Da es ein Kommentar ist, kann Kornelius behaupten, dass es sich um eine reine Meinungsäußerung handelt. Es ist die reine und seine freie Meinungsäußerung als Frontkämpfer der alternativlosen Meinungshoheit. Es ist sein Selbstverständnis der „Weltöffentlichkeit“, der „Völkergemeinschaft“, des „einzigartigen Wertewestens“, aus deren Kreis sie doch um Gottes Willen nicht ausgeschlossen werden wollen, oder? Es ist nicht so einfach, den dahinter propagierten Ethnozentrismus, den durchschimmernden Faschismus zu erkennen – für Kornelius sicher so ziemlich zuletzt.

So hat es die Meinungsführerschaft den Menschen ja in den vergangenen Jahren beigebracht, dass, wenn sie „Diktator“ hören, in ihrem inneren Auge den „düsteren Zaren im Kreml sehen“. Darauf wurden wir konditioniert, jeden Tag, manchmal tröpfchenweise. Zur gegebenen Zeit wurde es auch wie Gülle über uns ausgeschüttet. Doch sowohl das eine wie auch das andere verfehlte seine Wirkung nicht. „Putin ist böse“, das sitzt. Es sitzt sehr, sehr fest. Denn es ist eine programmierte Assoziation, programmiert auf Angst.

So hat man in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach eine geistige, moralisch überhebende Treibjagd gegen Staatsführer entfacht, an dessen Ende die Ermordung dieser Menschen stand. Mir fallen da Namen ein wie Salvador Allende, Muammar Gaddafi oder Saddam Hussein. Bei diesen wiederkehrenden Prozessen innerhalb unserer „unverzichtbaren Demokratie“ war Kornelius – zumindest in jüngerer Zeit – immer mittendrin. Doch hat sich dieser Mann nie als Mittäter bei der Verteufelung von Menschen begriffen, weil ihm in seiner Selbstgefälligkeit die Reflexion für das eigene Tun abging.

Verlagern Sie das Geschehen in ihr privates Umfeld. In einer durchmischten Gesellschaft unterhalten sich die Gäste angeregt. Es wird viel gescherzt, geschimpft, gestritten, versöhnt. Insgesamt ist alles sehr aufgelockert. Da mischt sich ein unauffälliger Herr unter die Gäste und beginnt, Ihnen von Menschen zu erzählen, die einerseits den Gästen persönlich bekannt – und andererseits nicht Teil der Runde sind. Die Geschichten über die Abwesenden beinhalten, dass sie böse und heimtückisch sind. Dass man ihnen nicht trauen darf. Dass, wenn nichts passiert, allen etwas Schlimmes zustoßen wird. Ein bedrohliches Szenario baut sich in den Köpfen der Zuhörer auf.

Sie begreifen in diesem Augenblick nicht, dass ein äußerst hässliches Spiel mit ihnen veranstaltet wird und dass sie im Begriff sind, sich für die Zwecke Dritter missbrauchen zu lassen. Dabei könnten sie das. Allein an der veränderten, vergifteten Stimmung der Gesellschaft lässt sich erfassen, dass da etwas Schlimmes passiert ist. Denn in dieser düsteren Stimmung ist die optimistische, vertrauensvolle Gelassenheit der Menschen dahin. Angst hat die Oberhand gewonnen.

Allein an der Art, wie Stefan Kornelius schreibt, ohne jegliche Auswertung seiner nicht belegbaren (!) Behauptungen, lässt sich erkennen, dass er die Rolle des Verleumders, Einflüsterers und Manipulators ausfüllt – ohne dass er das für sich selbst so wahrnimmt.

Mir ist es wichtig, den Unterschied deutlich zu machen, zwischen dem, was Kornelius da tut und seiner Persönlichkeit; ihm als Menschen. Es geht nicht darum, den Mann abzuwerten. Nein, ich rufe nicht zur Hexenjagd gegen Kornelius auf, ganz im Gegensatz zu den Hexenjagden, an denen er beteiligt ist. Ich weise nur sehr deutlich auf seine nachweisbare Paranoia hin. Mit diesem Charaktermerkmal manipuliert er seine Adressaten, also Sie. Schießen tun andere, er aber ist der Schreibtischtäter.

Überlegen Sie, was Sie tun, wenn ein solcher Mensch in – sagen wir mal – Ihre Gesprächsrunde einschwebte? Für meinen Fall, ist klar, dass ich seine Bälle nicht auffange. Das Gespräch wird beizeiten höflich aber bestimmt beendet. Lieber trete ich mit Menschen in Kontakt, die ein universelles Prinzip in ihrem Diskurs beherzigen: Achtung und Respekt vor anderen Menschen. Das kann ich bei Stefan Kornelius leider nicht erkennen.

Bleiben Sie bitte schön aufmerksam.


Anmerkungen

(Allgemein) Der Aspekt, die gesellschaftliche Atmosphäre mit paranoidem Verhalten zu vergiften, ist einer der für mich maßgeblich die geopolitischen Prozesse auf unserer Welt Bestimmenden. Daher wird es dazu in Kürze einen weiteren Artikel geben. Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Quellen

(1) 14.7.2018; http://www.sueddeutsche.de/politik/nationalisten-trump-und-putin-umkehr-der-nachkriegsordnung-1.4053073

(Titelbild) Geist; https://pixabay.comAutor: kellepics (Pixabay); Erstellt: 13.10.2017; /de/fantasy-geist-albtraum-traum-2847724/; Lizenz: CC0 Creative Commons

https://peds-ansichten.de/2018/07/trump-putin-kornelius-faschismus/

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Diskussionen

2 Gedanken zu “Wenn Trump mit Putin spricht, ist die Demokratie gefährdet

  1. In diesem letzten Satz jedoch unterliegen Sie aus meiner Sicht einem fatalen Irrtum.

    Mir ist bewusst, dass diese, ihre Sicht repräsentativ ist – und emotional außerdem absolut nachvollziehbar.
    Auf jeden Fall dürfen wir differenzieren, wo und wie sich die (fiktive) Gesprächsrunde aufstellt. In meinem räumlichen Verantwortungsbereich könnte die Reaktion in etwa so aussehen, wie die Ihre. Aber für mich ist es eben trotzdem Herr Kornelius und nicht „Herr“ Kornelius. Und ein ostentatives Vertiefen von Gräben, einzig um das eigene Ego zu kühlen, halte ich nicht für zielführend. In dieser Gesellschaft gibt es einfach schon zuviel davon.
    Herzliche Grüße, ped43z

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    Verfasst von ped43z | 18. Juli 2018, 9:16
  2. Ich möchte Sie hier mal zitieren:
    „Überlegen Sie, was Sie tun, wenn ein solcher Mensch in – sagen wir mal – Ihre Gesprächsrunde einschwebte? Für meinen Fall, ist klar, dass ich seine Bälle nicht auffange. Das Gespräch wird beizeiten höflich aber bestimmt beendet. Lieber trete ich mit Menschen in Kontakt, die ein universelles Prinzip in ihrem Diskurs beherzigen: Achtung und Respekt vor anderen Menschen. Das kann ich bei Stefan Kornelius leider nicht erkennen.“
    Sie haben ganz allgemein sicherlich recht.
    In diesem letzten Satz jedoch unterliegen Sie aus meiner Sicht einem fatalen Irrtum.
    Individuen wie dieser „Herr“ Cornelius interpretieren jede Höflichkeit, jede Freundlichkeit postwendend als Schwäche.
    Ich würde die von Ihnen angedachte Gesprächsrunde nicht beenden, sondern besagtem „Herrn“ sehr bestimmt und ganz sicher nicht höflich bedeuten, dass er den Status eines Kropfes hat, schädlich, überflüssig und nur anwesend, um sofort und mit Nachdruck und vor Allem Nachhaltigkeit aus der Runde entfernt zu werden.

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    Verfasst von Mark Tempe | 17. Juli 2018, 10:37

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