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Ausland, Naher Osten

Israel hat über 200 Atomwaffen auf den Iran gerichtet

von Manlio Dinucci – http://luftpost-kl.de

Erläuterungen zu einem Video, das aufzurufen ist unter https://www.youtube.com/watch?time_continue=3&v=Rh6OBut_bHk

Der italienische Geograf und Geopolitiker Manlio Dinucci hat ein sehr informatives Video über die israelischen Atomwaffen veröffentlicht.

Die Entscheidung der USA, aus dem Atomabkommen mit dem Iran auszusteigen, das 2015 von Teheran und den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland unterzeichnet wurde, hat nicht nur im Mittleren Osten eine extrem gefährliche Situation heraufbeschworen.

Screenshot aus dem eingangs verlinkten Video

Um die Implikationen dieser Entscheidung verstehen zu können, die auf Druck Israels ge – troffen wurde – das die Vereinbarung als „Kapitulation des Westens vor der vom Iran an- geführten Achse des Bösen“ diffamiert hat – müssen wir folgende Tatsache bedenken: Israel hat Atombomben, der Iran hat keine.

Seit über fünfzig Jahren baut Israel im Negev Nuclear Research Center bei Dimona (s. htt- ps://de.wikipedia.org/wiki/Dimona ) Atomwaffen – zu Beginn mit Unterstützung Frankreichs und der USA. Israel lässt keine Inspektionen seiner Atomanlagen zu, weil es als einzige Atommacht im Nahen und Mittleren Osten dem Atomwaffensperrvertrag (s. https://de.wiki- pedia.org/wiki/Atomwaffensperrvertrag ) nicht beigetreten ist; der Iran hat diesen Vertrag bereits vor 50 Jahren unterzeichnet.

Beweise dafür, dass Israel Atomwaffen produziert, hat vor mehr als dreißig Jahren (der Is – raeli) Mordechai Vanunu vorgelegt, der in dem Research Center bei Dimona gearbeitet hat; veröffentlicht wurden sie am 5. Oktober 1986 von der (britischen Zeitung) The Sunday Times (s. https://www.thetimes.co.uk/article/from-the-archive-the-secrets-of-israels-nucle- ar-arsenal-revealed-vp3fdssqrpq ), nachdem sie von einem erfahrenen Atomwaffenexper- ten geprüft worden waren. Vanunu wurde vom (israelischen Geheimdienst) Mossad in Rom gekidnappt, nach Israel zurückgebracht, dort zu 18 Jahren verschärfter Haft verurteilt und erst 2004 unter strengen Auflagen aus der Haft entlassen (s. https://de.wikipedia.org/ wiki/Mordechai_Vanunu ).

Mordechai Vanunu: Die Artikel in der Sunday Times

(s. https://www.thetimes.co.uk/article/mordechai-vanunu-the-sunday-times-articles-xj2g- fxldbv2 )

Das Investigativ-Team der Sunday Times hat zuerst die geheimen Informationen über die israelischen Atomwaffen veröffentlicht, die von Mordechai Vanunu stammten. Es folgt eine Zusammenfassung der Artikel, die von Vanunus Enthüllung bis zu seiner Ver – haftung reichen.

Am Sonntag, dem 5. Oktober 1986, erschien der Artikel mit der Überschrift „The secrets of Israel’s nuclear arsenal revealed / Atomic technician Mordechai Vanunu reveals se – cret weapons production (Geheimnisse des israelischen Atomwaffenarsenals enthüllt / Atomwaffen-Techniker Mordechai Vanunu informiert über die geheime Produktion von Atomwaffen, s. https://www.thetimes.co.uk/article/from-the-archive-the-secrets-of-isra- els-nuclear-arsenal-revealed-vp3fdssqrpq ).

Das Investigativ-Team der Sunday Times hat die Geheimnisse einer unterirdischen Fa- brik aufgedeckt, in der Israel Atomwaffen herstellt.

In der unter der Negev-Wüste versteckten Fabrik werden seit 20 Jahren Atomspreng- köpfe montiert. Jetzt wurde auch mit der Produktion von Wasserstoffbomben begonnen, deren Sprengkraft groß genug zur Zerstörung ganzer Städte ist.

Obwohl das nicht zugegeben wird, dürfte Israel heute über ein Arsenal von 100 bis 400 Atomwaffen verfügen – darunter neue Miniatombomben und Neutronenbomben. Außer- dem produziert Israel Plutonium und Tritium in solchen Mengen, dass es noch einige Hun – dert Atomwaffen zusätzlich bauen könnte.

Die israelischen Atomsprengköpfe können von ballistischen Raketen des Typs Jericho (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Jericho_(Rakete) oder von aus den USA importierten Kampf- jets der Typen F-15, F-16 und demnächst auch F-35 ins Ziel getragen werden.

Die IAEA (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Atomenergie-Organisation ) hat nach regelmäßigen Inspektionen erst kürzlich wieder bestätigt, dass der Iran keine Atom- waffen besitzt und sich in dem Atomabkommen außerdem dazu verpflichtet hat, auch künftig keine zu entwickeln.

Sogar der ehemalige US-Außenminister Colin Powell hat am 3. März 2015 in einer durch – gesickerten E-Mail ausgeplaudert:

„… die Jungs in Teheran wissen, dass Israel 200 Atomwaffen auf ihre Hauptstadt ge- richtet hat und wir verfügen über Tausende“.

Auch die europäischen Verbündeten der USA, die vorgeben, an dem Atomabkommen mit dem Iran festhalten zu wollen, stehen grundsätzlich hinter der israelischen Regierung. Deutschland hat Israel 6 modifizierte Unterseeboote des Typs Dolphin geliefert, von denen auch  atomar bestückte  Marschflugkörper starten  können  (s. dazu  auch                                              https://www.a- bendblatt.de/politik/ausland/article106578666/Israel-bestueckt-seine-deutschen-U-Boote- mit-Atomraketen.html ), und will 3 weitere U-Boote liefern.

Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland, Polen und die USA haben im Vorjahr an dem Luftmanöver Blue Flag 2017 (s. https://www.welt.de/politik/ausland/article170479897/ Deutsche-Kampfjets-fliegen-erstmals-ueber-Israel.html ) teilgenommen, der größten inter- nationalen Luftkriegsübung in der Geschichte Israels. Italien, das mit Israel eine Vereinba – rung über militärische Zusammenarbeit geschlossen hat [Gesetz Nr. 94, 2005], beteiligte sich mit Tornado-Kampfjets des in Ghedi stationierten 6. Geschwaders, die US-Atombom- ben des Typs B61 tragen können, die bald durch B61-12 ersetzt werden sollen. Die USA schickten in Aviano stationierte Kampfjets des Typs F-16, die ebenfalls atomwaffenfähig sind (s. dazu auch http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP16014_061014.pdf )

Die israelischen Atomstreitkräfte sind im Rahmen des Netzwerks Meditarranien Dialogue (s. https://www.nato.int/cps/en/natohq/topics_60021.htm? ) durch ein Individual Cooperati- on Programme / ICP (s. https://www.nato.int/cps/ic/natohq/news_22130.htm?mode=press- release ) in das elektronische System der NATO-Luftwaffen integriert. Obwohl Israel kein offizielles NATO-Mitglied ist, hat es einen diplomatischen Vertreter im NATO-Hauptquartier in Brüssel.

Nach einem Plan, der in dem von den USA und Israel gemeinsam durchgeführten Luftma – növer Juniper Cobra 2018 (s. https://www.defense.gov/News/Article/Article/1472543/joint- us-israel-exercise-juniper-cobra-2018-concludes/ ) durchgespielt wurde, soll Israel im Falle eines Krieges gegen den Iran von hauptsächlich auf italienischen Flugplätzen stationierten Luftstreitkräften der USA und der NATO unterstützt werden. Dieser Krieg könnte mit einem israelischen Angriff auf iranische Atomanlagen beginnen, der dem 1981 durchgeführten is- raelischen Angriff auf den irakischen Atomreaktor Osirak (s. https://de.wikipedia.org/wiki/ Operation_Opera ) ähneln würde. Wenn Israel auf einen iranischen Vergeltungsschlag mit Atomwaffen reagieren würde, könnte das eine Kettenreaktion mit unabsehbaren Folgen auslösen.

Wir haben den sehr informativen Artikel über die Atomwaffen Israels komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in Klammern versehen. Einige Infos über den Autor sind nachzulesen unter http://www.voltairenet.org/auteur124610.html?lang=de .)

 

https://www.globalresearch.ca/video-israel-200-nuclear-weapons-targeted-against-iran/ 5641031

http://luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP07718_060618.pdf

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