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Ausland, Europa

Die eine Frage, die wir alle zur Russland-Hysterie des Establishments stellen sollten

von Caitllin Johnstonehttp://www.theblogcat.de

Was wäre, wenn sich Babtschenko entschieden hätte, „tot“ zu bleiben? Was wäre, wenn Arkady nicht erschienen wäre und bei der Pressekonferenz nicht blöd geschaut hätte?

Babtschenko war tot, so begann es. Darüber gab es keinen Zweifel. Die Nachrichten waren voll damit, trauernde Nachrufe wurden gehalten, wütende Tweets, die Moskau verfluchten, schwirrten durch das Netz. Der ukrainische Premierminister Volodymyr Groysman verurteilte die „totalitäre Maschine der Russen“, weil sie einen Journalisten nur wegen dessen „ehrlicher prinzipientreuer Haltung“ ermordet haben. Der britische Außenminister verkündete, dass er „angewidert sei, dass ein weiterer sich lautstark äußernder russischer Journalist, Arkady Babtschenko, ermordet wurde.“

Niemand zweifelte es an: der gute Babtschenko war mausetot.

Und dann ist er wieder erschienen, wie das Gespenst aus der Weihnachtsgeschichte. Jeder wusste, dass Babtschenko tot war. Sie haben es nicht nur vermutet, sie waren sich ziemlich sicher. Sie wussten es.

Und es war alles eine Fälschung.

Tweet von Caitlin Johnstone @caitoz

„Dieser Artikel bringt es auf den Punkt: hätte Babtschenko sich entschieden, „tot“ zu bleiben und sich zu verstecken, dann wäre sein Tod für die Presse und die Politiker eine unbestrittene Tatsache gewesen, und jeder, der es angezweifelt hätte, wäre als verrückter Verschwörungstheoretiker bezeichnet worden.“

https://off-guardian.org/2018/05/31/what-if-babchenko-had-decided-to-stay-dead/

Was wäre, wenn sich Babtschenko entschieden hätte, „tot“ zu bleiben?

Was wäre, wenn Arkady nicht erschienen wäre und bei der Pressekonferenz nicht blöd geschaut hätte?

Der Hauptzweck dieses Artikels ist, die Aufmerksamkeit auf einen wichtigen Kommentar eines Redakteurs vom Off-Guardian zu lenken, in welchem er uns diese enorm wichtige, hypothetische Frage stellt: was wäre, wenn Babtschenko aus irgendeinem Grund entschieden hätte, „tot“ zu bleiben? Was wäre, wenn sich der umstrittene russische Journalist Arkady Babtschenko, nachdem er sich auf einer Pressekonferenz einen Tag nach seiner gefälschten Ermordung bei seiner armen und traumatisierten Frau entschuldigt hat, stattdessen eine Perücke auf den Kopf gesetzt, irgendwelche gefälschten Papiere erhalten und auf Hawaii ein neues Leben begonnen hätte? Was wäre dann passiert?

Jeder, der schon einmal Zweifel an einem Teil des Russland-Märchens des Establishments angemeldet hat, kennt die Antwort auf diese Frage. Jeder Zweifel an der von CIA/CNN verlautbarten offiziellen Story über die Skripals, Douma, die von WikiLeaks veröffentlichten Emails der Demokratischen Partei oder was auch immer, wird sofort als verrückter, durchgeknallter Verschwörungs-Irrer angegriffen, der nur dazu geeignet ist, Alex Jones beim Verkauf von dessen Fluorid-resistenten Hodenpräparaten zu helfen. Jeder, der die Behauptung anzweifelt, dass Putin persönlich die Ermordung von Arkady Babtschenko angeordnet hat, wäre öffentlich von den #Resistance-Experten und hochrangigen Mitgliedern des Atlantic Councils als Handlanger des Kreml verleumdet worden. Und jeder, der seinen Tod in Frage gestellt hätte, wäre ausgelacht worden.

Aber er wurde nicht ermordet, er ist nicht tot, und die ganze Geschichte scheint von vorne bis hinten ein Fake zu sein. Und wie Moon of Alabama erklärt (der eine großartige Informationsquelle und ehrlich gesagt wesentlich geschickter darin ist als ich, diese ganzen anti-russischen Märchen zu zerlegen): „Die Ermordung, der Mörder und der Auftraggeber, der den Killer anheuerte, sind alle ein Fake.“

http://www.moonofalabama.org/2018/06/ukraine-the-babchenko-hoax-was-part-of-a-corporate-raid.html#more

Ich will das mal kurz analysieren:

  1. Das „Opfer“ der Ermordung, Babtschenko, hat ganz offensichtlich betrogen.
  2. Borys Herman, der Verdächtige, der jetzt in Gewahrsam ist und der angeblich im Auftrag der russischen Regierung der verantwortliche Mittelsmann für das Anheuern eines Mörders war, sagte, er hätte mit dem ukrainischen Sicherheitsdienst zusammengearbeitet, um bei der Fälschung von Babtschenkos Tod mitzuhelfen.
  3. Alexey Tsymbalyuk, jener ukrainische Staatsbürger, den Herman für die „Ermordung“ Babtschenkos „anheuerte“, hat Berichten zufolge bei der Fälschung der Ermordung ebenfalls mit den Behörden zusammengearbeitet.

Kurz gesagt, was die momentanen Informationen betrifft, so gibt es keine Leiche, kein Opfer, keinen Mittelsmann und keinen Mörder. Alles was wir haben ist eine ukrainische Regierung, die im Brustton der Überzeugung sagt, dass der Kreml womöglich einen Journalisten ermorden wollte, der gegenüber Moskau kritisch war. Für diese Aussage über einen politischen Rivalen des westlichen Imperiums, mit dem Kiew derzeit verbündet ist, haben sie natürlich jede Menge Motive.

Moon of Alabama legt überzeugend dar, dass dieser spezielle Zwischenfall viel mehr mit einer kommerziellen Machtübernahme durch korrupte Plutokraten zu tun hat als mit Journalismus oder Geopolitik; Russland gibt im gegenwärtigen, bedingungslosen Umfeld einfach einen idealen Sündenbock ab, in dem westliche Machtstrukturen nur allzu versessen darauf sind, eine Story gegen Russland zu erfinden. Auf ähnliche Art wie im rassistischen amerikanischen Süden ein schwarzer Mann leicht für die Verbrechen eines weißen Mannes hereingelegt werden konnte. Die westlichen Nachrichtenmedien sollten über etwas berichten, und sie haben das fraglos so getan wie ihnen befohlen.

Denkt einfach mal kurz über die Auswirkungen von so etwas nach. Lasst das mal schön und tief sacken. Wie schwer war es für die ukrainische Regierung, so etwas abzuziehen? Auf wie viel Widerstand sind sie gestoßen, als sie die Welt über eine Ermordung belogen haben und sofort ohne jeden Beweis Moskau die Schuld gaben und eine komplette Fälschung in eine etablierte Tatsache verwandelten? Irgendetwas? Überhaupt?

Die Lügenmaschine des Establishments wühlt im Getriebe und versucht, das Ganze in etwas weniger Belastendes umzudeuten, aber die Fakten sind bereits am Tageslicht: jede Regierung im westlichen Imperium kann jederzeit eine Lüge über Russland konstruieren, und es gibt genau null Sicherheitsvorkehrungen um zu verhindern, dass diese Lügen von westlichen Massenmedien und Politikern als etablierte und unbestrittene Tatsachen verkündet werden.

Tweet von Boris Johnson @BorisJohnson:

„Ich bin angewidert mitanzusehen, wie ein weiterer kritischer russischer Journalist ermordet wird. Meine Gedanken sind bei seiner Frau und seiner jungen Tochter. Wir müssen die Meinungsfreiheit verteidigen und es ist wichtig, dass wir die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.“

Tweet von Gar Kasparow @Kasparov63:

„Mord. Das ist Tagesgeschäft für Putin in der Ukraine, in UK, in USA, während Macron in St. Petersburg mit Putin die üblichen TOTAL-Geschäfte abzieht. Nach den 298 Ermordeten bei MH17, warum sollte sich Putin Sorgen machen? RIP.“

Tweet von Giles Dilnot @reporterboy:

„’Aber aber Porton Down, die Russen tun so was nicht. Westliche Verschwörung bla bla bla‘ Wacht. Auf. Um Himmels willen, wacht endlich auf“

Antwort dazu von Paul The Original Centrist Dad @freesprited_p:

„Corbyn wird zuerst die Beweise sehen wollen (Emojis: Gesicht mit rollenden Augen und abgedrehtes Gesicht)

Antwort darauf von The SKWAWKBOX @skwawkbox:

Na, das ist ja schön gealtert..

Das US-zentrierte Imperium plant seit vielen Jahren die Zerstörung Russlands. In die unipolare Welt wurde viel zu viel Macht und Geld investiert, als dass irgendein Mächtiger an der Spitze den Wiederaufstieg einer rivalisierenden Supermacht riskieren würde, sei es Russland, China oder eine unfreundliche Allianz im Nahen Osten. Jede Analyse der Vorwürfe, die Amerika oder seine Verbündeten gegen eine dieser Regierungen erheben, die nicht ihre klaren und offensichtlichen Motive berücksichtigen, dieses Narrativ zu manipulieren, ist fehlerhaft. Aber niemals behaltet jemand in seinen Analysen diesen offensichtlichen Faktor. Es gilt die eingebaute Annahme, dass nur Regierungen wie Russland oder der Iran lügen, und dass westliche Regierungen einen Schutzmechanismus besitzen um so etwas zu verhindern. Offensichtlich gibt es den nicht.

Jede einzelne umstrittene Anschuldigung gegen die russische Regierung erlaubt eine laute, aggressive, gründliche und unablässige Skepsis. Eine jede, ausnahmslos. Jeder, der euch etwas anderes glauben machen will, ist Gift fürs Hirn.

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https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/russland-hysterie/

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